Ein Todesfall in der Familie trifft Angehörige fast immer unvorbereitet. Neben der Trauer stehen plötzlich Entscheidungen an, für die im Alltag kaum jemand gewappnet ist: Formalitäten, Fristen, die Organisation der Beisetzung. Wer in dieser Ausnahmesituation weiß, welche Schritte in welcher Reihenfolge anstehen, gewinnt ein Stück Ruhe zurück. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Punkte ein – von den ersten Aufgaben nach dem Todesfall über Bestattungsarten und Kosten bis hin zur Frage, warum sich frühzeitige Vorsorge lohnt und woran man ein verlässliches Bestattungsinstitut erkennt.
Was im Todesfall zuerst zu tun ist
Der erste Schritt nach einem Todesfall ist die ärztliche Feststellung des Todes. Verstirbt ein Mensch zu Hause, rufen Angehörige den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst; in Kliniken, Hospizen oder Pflegeeinrichtungen übernimmt die Einrichtung diesen Schritt. Der Arzt führt die gesetzlich vorgeschriebene Leichenschau durch und stellt die Todesbescheinigung aus – das Dokument, auf dem alle weiteren Formalitäten aufbauen.
Parallel oder direkt danach sollte ein Bestattungsinstitut kontaktiert werden. Viele Häuser sind rund um die Uhr erreichbar und übernehmen die würdevolle Überführung des Verstorbenen, auch in der Nacht. Zugleich unterstützen sie bei allen folgenden Schritten. Dazu gehört die Meldung beim Standesamt: Der Tod muss dort beurkundet werden, anschließend kann die Sterbeurkunde beantragt werden. In der Praxis übernimmt das Bestattungshaus diesen Gang meist; Angehörige sollten dennoch wissen, dass sie mehrere Ausfertigungen der Sterbeurkunde benötigen – etwa für Krankenkasse, Rentenversicherung, Banken, Versicherungen und das Nachlassgericht.
Wichtig ist außerdem: Die Fristen, innerhalb derer eine Bestattung stattfinden muss, sind gesetzlich geregelt, aber nicht bundesweit einheitlich – sie variieren je nach Bundesland. Das gewählte Bestattungsinstitut kennt die vor Ort geltenden Regelungen und achtet auf deren Einhaltung. Hilfreich ist es, früh nach persönlichen Dokumenten des Verstorbenen zu suchen: Personalausweis, Familienstandsurkunden, gegebenenfalls eine Bestattungsverfügung oder ein Vorsorgevertrag geben wichtige Anhaltspunkte für die Gestaltung der Beisetzung.
Bestattungsarten und Ablauf einer Trauerfeier
In Deutschland sind Erdbestattung und Feuerbestattung die verbreitetsten Bestattungsformen. Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene im Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Bei der Feuerbestattung erfolgt die Beisetzung der Urne – auf einem Friedhof, in einer Urnenanlage oder, je nach Bundesland und Regelung, auch auf See oder in einem Bestattungswald. Welche Form infrage kommt, hängt von den Wünschen des Verstorbenen, von religiösen Überzeugungen und nicht zuletzt vom verfügbaren Budget ab. Viele Bestattungshäuser bieten zudem die Möglichkeit, vor der Beisetzung am offenen Sarg Abschied zu nehmen.
Herzstück des Abschieds ist meist die Trauerfeier. Sie kann christlich geprägt sein oder weltlich gestaltet werden – mit Musik, mit persönlichen Worten eines Trauerredners, mit Erinnerungen, die das Leben des Verstorbenen würdigen.
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