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Regional

Tornado wütet in Bocholt

An dieser relativ kleinen Gewitterzelle hat sich der nächtliche Tornado gebildet. Bildnachweis: WetterOnline
An dieser relativ kleinen Gewitterzelle hat sich der nächtliche Tornado gebildet. Bild: WetterOnline

Bei den Unwettern in der vergangenen Nacht wurde das nordrhein-westfälische Bocholt von einem Tornado getroffen. Der Sturm hatte sich gegen 23 Uhr während eines Gewitters gebildet. Er deckte Dächer ab, entwurzelte Bäume und wirbelte sogar Fahrzeuge durch die Luft. Einige Fragen zum Tornado beantwortet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline:Tornado wütet in Bocholt
Schwere Schäden durch eines der heftigsten Windsysteme der Erde

Bei den Unwettern in der vergangenen Nacht wurde das nordrhein-westfälische Bocholt von einem Tornado getroffen. Der Sturm hatte sich gegen 23 Uhr während eines Gewitters gebildet. Er deckte Dächer ab, entwurzelte Bäume und wirbelte sogar Fahrzeuge durch die Luft. Einige Fragen zum Tornado beantwortet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline:

Wie stark war der Tornado von Bocholt? 

Matthias Habel: „Der Tornado zog am späten Dienstagabend gegen 22:55 Uhr durch Bocholt und erreichte nach ersten Einschätzungen von Experten die Stärke F2 auf der Fujita-Skala. Dies entspricht Windgeschwindigkeiten von etwa 180 bis 250 km/h.“

Was ist die Fujita-Skala?

Matthias Habel: „Die Fujita-Skala wurde 1971 von Dr. Tetsuya Theodore Fujita eingeführt und beschreibt die Stärke eines Tornados unter den Aspekten Windgeschwindigkeit und Zerstörungsgrad. Im Allgemeinen werden für die Tornado-Klassifikation die Stärken F0 für Windgeschwindigkeiten von 116 Kilometer pro Stunde mit leichten Schäden bis F5 für Windgeschwindigkeiten über 418 Kilometer pro Stunde und verheerenden Verwüstungen benutzt, teilweise wird auch noch F6 hinzugenommen.“

Was ist ein Tornado?

Matthias Habel: „Tornados, die heftigsten Windsysteme der Erde, sind im Unterschied zu den bis zu 1000 Kilometer Durchmesser erreichenden "Hurrikans" oder auch "Taifunen", sehr kleinräumige Wirbelstürme, die nur selten einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer erreichen. Ihr schlauchartig von Gewitterwolken bis auf den Erdboden herabreichender Sturmrüssel erinnert vom Aussehen an den rotierenden Wasserstrudel über einem Badewannenabfluss. Wegen den enormen Windgeschwindigkeiten, die innerhalb der kreisenden Luftsäule bis über 500 km/h erreichen können, hinterlassen Tornados entlang ihrer Zugbahn oft eine Schneise der Verwüstung.“

Ist ein Tornado ein seltenes Ereignis in Deutschland?

Matthias Habel: „Erst im März verwüstete ein Tornado Teile des Ortes Roetgen in der Eifel. Im vergangenen Jahr verursachte im Mai ein Tornado bei Viersen in NRW schwere Schäden. Aber auch in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten haben Tornados immer wieder auch Teile von Deutschland heimgesucht. Überliefert sind sogar mehrere F4-Stürme und sogar zwei F5-Tornados mit errechneten Windgeschwindigkeiten über 418 km/h. Neben diesen großen und sehr zerstörerischen Tornados gab es schon immer zahllose weitere, schwächere Tornados. Allein aufgrund der geringen Besiedlungsdichte wurden in früheren Tagen nur vergleichsweise wenige dieser Fälle bekannt. So schätzen Experten die Zahl der Tornados in Deutschland lange Zeit nur auf 10 bis 20 Fälle pro Jahr. Die Menge der in den vergangenen Jahren gesicherten Beobachtungen deutet heute auf mindestens 30 bis 40 Fälle jährlich hin.“

Wie ein Tornado entsteht, erklärt WetterOnline in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=7DwDEO6T4Dk

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Stadt Bochum Infos:Vortragsreihe im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte beleuchtet Bergbau in Bochum

Zeche Dahlhauser Tiefbau
Zeche Dahlhauser Tiefbau

Der erste Teil der Vortragsreihe „Bilder Bochumer Zechen“ im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte – Stadtarchiv startet am Mittwoch, 12. Juni, um 18 Uhr mit einer Einführung zum Thema Bergbau in Bochum. Anhand historischer sowie aktueller Bilder aus dem Bildarchiv der Stadt Bochum umreißt der Referent Markus Lutter vom städtischen Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation die Entwicklungen in Bochum und erläutert die Veränderungen im Stadtbild. Es folgt ein detaillierter Vergleich von historischen Fotos einiger Bochumer Zechen und der heutigen Situation an den früheren Standorten. Der Eintritt ist frei.

 

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Stadt Bochum Infos:Infoveranstaltung zur Gestaltung des ehemaligen Sportplatzes „Am Kuhlenkamp“

Auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes „Am Kuhlenkamp“ soll ab Herbst eine neue Grünanlage entstehen. Vertreterinnen und Vertreter des städtischen Tiefbauamtes sowie des Umwelt- und Grünflächenamtes informieren alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Mittwoch, 12. Juni, ab 18 Uhr im Sitzungssaal, Zimmer 6, des Alten Amtshauses, Hattinger Straße 389, über die Pläne.

 

Mit der Schließung der Flüchtlingsunterkunft im Jahr 2018 und der Notwendigkeit des Rückbaus begannen die Überlegungen für eine nachhaltige Entwicklung dieser Fläche. Eine erste Bürgerversammlung zeigte, dass unter anderem die Errichtung eines Kleinspielfeldes gewünscht wurde. Geplant ist ein zirka 21 mal 13 Meter großes Multifunktionsspielfeld mit einem Belag aus Kunststoff für Fußball und Basketball. Die südliche Seite erhält zudem ein Unterstand aus Robinienholz. Die Gesamtkosten betragen rund 90.000 Euro.

 

Das Gelände der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft „Am Kuhlenkamp“ liegt in einer Talmulde, so dass bei Starkregen Überflutungen drohen. Deshalb ist auf der großen Fläche neben dem Spielfeld vom Tiefbauamt eine Überflutungsmulde mit Spielelementen – die in Trockenzeiten genutzt werden können – geplant. Das Regenwasser soll innerhalb der Mulde versickern oder verdunsten. Darüber hinaus erhält das Gelände Bäume und Sträucher.

 

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Stadt Bochum Infos:Stadt Bochum kontrolliert Geschwindigkeit

Stadt Bochum kontrolliert Geschwindigkeit
Stadt Bochum kontrolliert Geschwindigkeit
Die Stadt Bochum kontrolliert auch in der nächsten Woche wieder an verschiedenen Punkten in Bochum die Verkehrsgeschwindigkeit. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Denn: Weltweit ist überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache. Dabei haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass bereits eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeit um einen Kilometer pro Stunde das Unfallrisiko um zwölf Prozent verringert. Aus diesem Grund führt die Stadt regelmäßige Kontrollen zur Verringerung des Geschwindigkeitsniveaus durch.
 
Zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer kontrolliert sie in der Woche vom 10. bis 15. Juni die Geschwindigkeit unter anderem am Dienstag auf der Herner Straße, am Mittwoch auf dem Wattenscheider Hellweg, am Donnerstag auf der Krockhausstraße, am Freitag auf dem Willy-Brandt-Platz und am Samstag auf der Liboriusstraße.
 
Die Auflistung ist nicht abschließend. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit überwacht die Stadt auch an weiteren Straßen die Geschwindigkeit.

 

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