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Regional

POL-BO: Verkehrsunfall bei Einsatzfahrt - Keine Verletzten

Witten (ots) Bei einem Verkehrsunfall in Witten am gestrigen Donnerstag, 30. Mai, bei dem ein Streifenwagen beteiligt war, gab es glücklicherweise keine Verletzten.

Gegen 22.20 Uhr befuhr eine Streifenwagenbesatzung unter Einsatz von Blaulicht und Martinshorn die Sprockhöveler Straße in Fahrtrichtung Langendreer. Nach aktuellem Kenntnisstand fuhr im Kreuzungsbereich zur Kronenstraße von rechts ein Autofahrer aus Wetter in die Kreuzung ein. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Die Ermittlungen im zuständigen Verkehrskommissariat dauern an.

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POL-BO: 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum: Eine Reise durch die Geschichte - Teil 1 von 5

Alle neuen Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Bochum besuchen zu Beginn den Geschichtsort Villa Ten Hompel, um sich intensiv mit der Geschichte der Polizei zur Zeit des zweiten Weltkrieges auseinanderzusetzen. (Foto: Polizeipräsidium Bochum)
Alle neuen Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Bochum besuchen zu Beginn den Geschichtsort Villa Ten Hompel, um sich intensiv mit der Geschichte der Polizei zur Zeit des zweiten Weltkrieges auseinanderzusetzen. (Foto: Polizeipräsidium Bochum)

Bochum, Herne, Witten (ots) 110 Jahre wird das Polizeipräsidium Bochum in diesem Jahr - Zeit, zurückzublicken und die Jahre und Ereignisse Revue passieren zu lassen. In 110 Jahren ist viel passiert in unserem Revier - über viele Dekaden hinweg hat sich einiges verändert.

Wir wollen mit Ihnen durch die Zeit reisen - in einer Serie mit fünf Teilen. Wir veröffentlichen Einblicke in die Geschichte unseres Präsidiums in loser Reihenfolge. Der erste Teil handelte von der Gründungszeit des Präsidiums (Nachlesen unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/4282534).

Teil 2 beschäftigt sich mit einer sehr dunklen Zeit - und die Auswirkungen auf viele Jahre danach.

>> 1933-1945: Eine dunkle Zeit Es war das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte: Hitlers Machtergreifung läutete 1933 die Zeit des nationalsozialistischen Regimes ein, das mit seinen menschenverachtenden Gräueltaten auch das Bild der damaligen Polizei geprägt hat. Die Nationalsozialistische Partei bekam immer mehr Einfluss und missbrauchte die Polizei als Machtinstrument.

Mit welchen Methoden das abstoßende Regime unter anderem arbeitete, zeigt eine Anekdote des mittlerweile verstorbenen Bochumer Polizeihauptkommissars Heinz Brandt, der die Geschichte des Präsidiums vor 30 Jahren niedergeschrieben hat:

Bei Machtübernahme war Heinz Brandt Mitglied einer katholischen-christlichen Jugendbewegung. Diese Organisation wurde bald verboten, doch man traf sich weiterhin heimlich zum Fußballspielen. Eines Tages erhielten die Jungen eine Vorladung der Gestapo. Die Geheimpolizisten warfen den Jugendlichen ihr angebliches Fehlverhalten vor und forderten sie auf, sofort ihren "Dienst" in der Hitlerjugend anzutreten. Nur so konnten die Jungen weitere schlimme Maßnahmen von sich abwenden. Brandt war mit einem blauen Auge davongekommen. Zahllose andere Menschen, die in die Fänge der Gestapo geraten waren, nicht.

1939, mit Kriegsbeginn, wurde die Polizei mit dem Sicherheitsdienst der Schutzstaffel zusammengelegt. Für den Einsatz an den Fronten wurden zahlreiche von ihnen zwangsrekrutiert und in den Kriegseinsatz geschickt. Bis zum Kriegsende gab es kaum noch Polizisten im Land. Nach dem ersten Weltkrieg mussten Feuerwehrleute polizeiliche Aufgaben übernehmen, außerdem wurden Stadtwachten gebildet. Infolge der heftigen Luftangriffe versahen diese aber fast ausschließlich Luftschutzdienst.

>> Nachkriegszeit: Idealismus und amerikanische Zigaretten

Am 10. April 1945, knapp einen Monat vor der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs, rückten die Amerikaner in Bochum ein. Der damalige Bürgermeister Dr. Franz Geyer übergab die Stadt, die wenige Tage später unter britische Besatzung fiel.

Nach zwölf Jahren nationalsozialistischer Herrschaft brauchte es seine Zeit, bis die Dinge wieder in halbwegs geordneten Bahnen verliefen. Die Polizeiverwaltung Bochum war nach dem Sieg der Alliierten zunächst nicht mehr existent. Es dauerte einige Zeit, bis die Briten örtliche Polizeichefs einsetzten. Bald fassten sie alle polizeilichen Belange der Städte Bochum, Wattenscheid, Wanne-Eickel, Herne, Witten und Castrop-Rauxel zusammen. Nach englischem Vorbild wurde die Polizei Sache der Gemeinden - alle Vorgaben wurden von der Militärregierung gemacht.

Das Land war vom Krieg gezeichnet. Die Alliierten entließen im Rahmen der Entnazifizierung Tausende Polizisten aufgrund ihrer Nazi-Vergangenheit aus dem Dienst. Es waren kaum noch Kräfte verfügbar. Aus diesem Grund wurde eine Hilfspolizei aufgestellt, die sich überwiegend aus Angehörigen demokratischer Parteien zusammensetzte. Sie nutzten alte Uniformen aus der Kriegszeit, versehen mit einer zusätzlichen Armbinde. Pistolen trugen die Polizisten nicht, bestenfalls waren sie mit Gummiknüppeln bewaffnet. Schwer vorstellbar, wie eine Gruppe Männer ohne nennenswerte Ausrüstung für Recht und Ordnung sorgte. Wie konnte das gelingen? "Mit Idealismus und gutem Willen, aber ohne aufgeblähte Führungsapparate", schrieb Polizeihauptkommissar Heinz Brandt weiter.

Wie wichtig eine funktionierende Polizei für die Menschen war, demonstrierten etliche Plünderungen und Übergriffe auf Höfe in der Region. Zwischen April und Juni kam es laut eines Berichts an den Regierungspräsidenten in Arnsberg allein in Bochum zu 31 Morden, 18 Mordversuchen, 50 Überfällen auf Bauernhöfe (mit 84 Stück gestohlenem Großvieh), 134 Plünderungen und 74 Raubüberfällen. Erst ab Juli besserte sich die Situation allmählich.

Die Polizisten wurden für ihre Arbeit schlecht bezahlt - auf dem Schwarzmarkt reichte es zum Teil höchstens für ein Päckchen amerikanische Zigaretten. Das Essen war knapp, die Gesundheitsversorgung lückenhaft. "Nirgendwo war eine Besserung erkennbar", schrieb Brandt. "Man muss sich heute wirklich fragen, wo die Leute die Hoffnung auf eine bessere Zukunft hernahmen."

Aus den Trümmern des Krieges bauten die Menschen das Land Stück für Stück wieder auf. Zudem bildeten die Verantwortlichen im März 1947 ein wichtiges Kontrollorgan: den Polizeiausschuss. Dieses Gremium sollte als neutrale, unpolitische und selbstständige Institution die Arbeit der Bochumer Polizei und des Polizeipräsidenten überwachen. Im Protokoll der konstituierenden Sitzung von 11. März 1947 ist vermerkt: "Der Polizeiausschuss hat schwere Aufgaben vor sich, gilt es doch, in Deutschlands schwerster Zeit, in der die materielle und geistige Not auf uns lastet, in der die Moral unseres Volkes auf ein tiefes Maß gesunken ist, eine Polizei aufzubauen, die mit diesen Schwierigkeiten des täglichen Lebens fertig wird." Kommandant Oberst Jackson, der mit einem weiteren britischen General an der Bildung des neuen Gremiums beteiligt war, stellte gleich zu Beginn die Bedeutung des Ausschusses klar: "In einer Demokratie sind die Polizeibeamten die Diener der Öffentlichkeit und sind der Aufsicht durch die Öffentlichkeit unterworfen. Diese Aufsicht wird durch diesen Polizeiausschuss ausgeübt, der aus gewählten Vertretern der Öffentlichkeit besteht." Er mahnte zu einem unpolitischen und unparteiischen Handeln. 1953 wurde der Ausschuss durch den Polizeibeirat ersetzt, der im Wesentlichen dieselbe Funktion ausführt. Diese Institution besteht bis heute.

>> Geschichte wichtig für selbstkritisches Handeln

Die Zeit von 1933 bis 1945 hat bei uns allen traurige und erschütternde Spuren hinterlassen. Diese Zeit und ihre menschenverachtenden Taten dürfen nie in Vergessenheit geraten. Dessen sind wir uns als Polizeipräsidium jeden Tag bewusst.

Alle neuen Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Bochum besuchen nicht zuletzt deshalb den Geschichtsort Villa Ten Hompel in Münster. Gemeinsam führen Historiker die jungen Polizistinnen und Polizisten durch die Begegnungsstätte und erläutern die Geschichte. Dieser Ort dient als Geschichtsort zur Aufbereitung von Verantwortung und Schuld. Diese Auseinandersetzung mit der Geschichte soll allen Polizeibeamtinnen und -beamten helfen, ihr Handeln im Dienstalltag selbstkritisch zu betrachten. Denn: Wir wissen heute die Wahrheit. Wir wissen, dass wir es besser machen müssen und wir wissen, dass wir es können.

-------------------------- Teil 3 der Serie wird voraussichtlich am Dienstag, 4. Juni veröffentlicht. Dann geht es um die Zeit des Wirtschaftswunders - ein Hinweis vorweg: Die Polizeipuppenbühne erblickt dann das Licht der Welt.

------------------------ 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum - Feiern Sie mit uns! Am 15. Juni 2019 öffnet die Polizei zum TAG DER OFFENEN TÜR seine Pforten am Gelände der Bereitschaftspolizei Bochum (Adresse: Krümmede 2, 44791 Bochum). Erleben Sie Ihre Polizei mit all ihren Einsatzgebieten und feiern Sie mit uns diesen besonderen Geburtstag.

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POL-BO: Bochum Internationaler Ermittlungserfolg: Serieneinbrecher in Albanien gefasst!

Bochum (ots) Nach zahlreichen Einbrüchen in Bochum und Umgebung hatte sich ein albanischer Serieneinbrecher (26) in seine Heimat abgesetzt. Intensive Ermittlungen führten jetzt zur seiner Festnahme - in Albanien!

Möglich wurde dieser Erfolg durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bochumer Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl ("EG WED") und den albanischen Behörden.

Weit mehr als 20 Taten in unserer Region können die Ermittler dem Einbrecher mittlerweile nachweisen.

Zwischen 2015 und 2018 hatte der Mann in Bochum-Stiepel und -Wiemelhausen, Witten-Herbede, Essen, Hattingen, Sprockhövel, Wetter, Oelde, Kamp-Lintfort und Jüchen zugeschlagen.

Die Beute machte der 26-Jährige stets zu Geld und schickte sie in sein Heimatland.

Sein Mittäter (31) konnte schon am 23. Juli 2018 mit Unterstützung des Landeskriminalamts Berlin in Kreuzberg festgenommen werden (wir berichteten). Der 31-Jährige wurde bereits durch das Landgericht Bochum zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Den weiter flüchtigen Haupttäter ließen die Ermittler der "EG WED" nie aus den Augen. Der Albaner war seit längerem im Fokus der Bochumer Kriminalbeamten, denn gegen ihn lag ein europäischer Haftbefehl vor. Vollstreckt werden konnte dieser jedoch nicht, denn der Kriminelle hatte sich in sein Heimatland abgesetzt - und ein Auslieferungsabkommen besteht zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Albanien nicht.

Aus diesem Grund nahmen die Bochumer Ermittler Kontakt mit der albanischen Task Force "Anti Skifter" auf. Diese entstand 2017 auf Betreiben des Bundeskriminalamts im Rahmen der polizeilichen Aufbauhilfe. Sie ermöglicht die schnelle und umfassende Bearbeitung von Anfragen u.a. deutscher Dienststellen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls.

Nach der Kontaktaufnahme leitete die Staatsanwaltschaft Tirana ein eigenes Verfahren gegen den 26-Jährigen ein.

Der Mittelmeerstaat geht seit einigen Jahren verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor. Nach einem Rechtshilfeersuchen der Albaner führten die Beteiligten Anfang Mai ein Arbeitstreffen bei der Staatsanwaltschaft Bochum durch. Dabei ging es um Absprachen hinsichtlich der Übernahme von Beweismitteln in das albanische Strafverfahren. Am 15. Mai erfolgte schließlich der Zugriff durch die albanische Polizei. Bei Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Ermittler hochwertige Uhren und diverse Dokumente sicher. Zwei Tage später verhängte ein Gericht in der Hauptstadt Tirana die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten.

Jetzt droht dem Serieneinbrecher in Albanien eine mehrjährige Haftstrafe wegen der begangenen Taten aus Bochum und Umgebung. Zudem wird wegen Geldwäsche ermittelt. Die Bochumer "EG WED" und ihre albanischen Kollegen bleiben weiter in Kontakt. Als nächstes müssen Beweismittel nach Albanien gebracht und die sichergestellten Gegenstände überprüft werden.

Die Bochumer Ermittlungsbehörden setzen damit ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die kriminellen, internationalen Einbrecherbanden, deren Mitglieder sich selbst in ihrem Heimatland nicht mehr sicher fühlen sollen!

Die gemeinsamen Ermittlungen dauern an - in Bochum und im weit entfernten Albanien!

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POL-BO: "Wohnungs-Einbruchs-Radar" - das Polizeipräsidium Bochum informiert wieder über die Verteilung der Wohnungseinbrüche

Bochum, Herne, Witten (ots) "Wohnung sichern, aufmerksam sein, ,110' wählen!" Das sind die entscheidenden Handlungsempfehlungen für alle Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen die Wohnungseinbrecher.

Die Polizei Bochum möchte, dass sich die Menschen in unserem Revier in ihren eigenen vier Wänden sicher fühlen. Dazu gehört, dass Sie über die fortlaufende Entwicklung der Einbruchskriminalität in Bochum, Herne und Witten informiert sind.

Wir stellen Ihnen heute wieder drei Übersichtskarten zur Verfügung, in der die Wohnungseinbrüche (inklusive Versuche) von 24. bis 30. Mai 2019 in den einzelnen Stadtteilen verzeichnet sind. Auch aus Gründen des Datenschutzes verzichten wir darauf, die genauen Örtlichkeiten der Einbruchstatorte, sprich die Straßen samt Hausnummern, kartenmäßig zu erfassen.

Wir hoffen, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger noch stärker mit dem Thema "Wohnungseinbrüche" beschäftigen, wenn sie sehen, dass in ihrem "Viertel" eingebrochen worden ist.

Informationen zu allen Belangen rund um den Schutz vor Wohnungseinbruch erhalten Sie kostenlos beim Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz unter der Rufnummer 0234/909-4040.

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