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Regional

Holz statt Stahl: Kommt der umweltfreundlichere Nagel?

Holzwirt Dr. Hans Korte aus Wismar (l.) will mit seinen neuartigen Holznägeln im ökologischen Holzbau sowie im Forst-, Garten- und Landschaftsbau herkömmlichen Nägeln aus Stahl Konkurrenz machen. ©Dr. Hans Korte
Holzwirt Dr. Hans Korte aus Wismar (l.) will mit seinen neuartigen Holznägeln im ökologischen Holzbau sowie im Forst-, Garten- und Landschaftsbau herkömmlichen Nägeln aus Stahl Konkurrenz machen. ©Dr. Hans Korte

Ob kurz oder lang, in jedem Fall gefertigt aus Stahl: Einen klassischen Nagel hatte jeder schon mal in der Hand. Weniger bekannt sind Holznägel, die aus Furnier und Kunstharz bestehen. Holzwirt Dr. Hans Korte (Wismar) will gemeinsam mit dem Institut für Holzwissenschaften an der Universität Hamburg sowie der Firma Raimund Beck Nageltechnik (Mauerkirchen, Österreich) eine umweltfreundlichere Zusammensetzung für Holznägel entwickeln und ihre Eigenschaften in der Verarbeitung näher erforschen.Projekt für ökologischere Zusammensetzung in Wismar gestartet ‒ DBU gibt 276.000 EuroOb kurz oder lang, in jedem Fall gefertigt aus Stahl: Einen klassischen Nagel hatte jeder schon mal in der Hand. Weniger bekannt sind Holznägel, die aus Furnier und Kunstharz bestehen. Trotz vieler Vorteile gegenüber ihren „Kollegen“ aus Stahl sind sie bis heute ein Nischenprodukt. Holzwirt Dr. Hans Korte (Wismar) will gemeinsam mit dem Institut für Holzwissenschaften an der Universität Hamburg sowie der Firma Raimund Beck Nageltechnik (Mauerkirchen, Österreich) eine umweltfreundlichere Zusammensetzung für Holznägel entwickeln und ihre Eigenschaften in der Verarbeitung näher erforschen. „Wie verhalten sie sich etwa auf Dauer bei Frost oder unter langanhaltendem Vibrieren? Das wollen wir klären, um so ihren Einsatz im ökologischen Holzbau, beim Herstellen von Paletten sowie im Forst-, Garten- und Landschaftsbau zu ermöglichen“, sagte Korte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit knapp 276.000 Euro.

Jährlich 200.000 Tonnen Stahl allein für Nägel in Europaletten

„Eine umweltfreundlichere Zusammensetzung der Holznägel und breitere Anwendung haben das Potenzial, den Rohstoffverbrauch zu senken und damit negative Umweltauswirkungen zu verringern“, unterstrich DBU-Generalsekretär Alexander Bonde jetzt bei der Übergabe des Bewilligungsschreibens in Wismar. So würden allein für eine Europalette 78 Stahlnägel mit einem Gewicht von einem halben Kilo benötigt. Bei jährlich rund 400 Millionen gefertigten Paletten kämen dabei rund 200.000 Tonnen Stahl zum Einsatz. Korte: „Von ihrer Herstellung über den Gebrauch bis hin zum Nachnutzen, bereits heute sind uns viele Vorteile der hölzernen Alternative bekannt. Beispielsweise können die Holznägel energiesparender hergestellt werden und sind leichter, was vor allem bei Transportverpackungen wie Paletten weitere Rohstoffe einspart.“

Wie verhalten sich Holznägel langfristig bei Frost oder Tau?

Die Nägel aus Holz würden zudem keine Farbveränderungen beim verarbeiteten Holz hervorrufen, deutlich weniger Wärme leiten und seien doppelt so schwer herausziehen wie gleich große Stahlnägel. Werden die genagelten Produkte nicht mehr benötigt, würden Holznägel zudem das Wiederverwenden der Materialien erleichtern. Allerdings sei bisher noch wenig untersucht, welche Reaktionen beim Eintreiben des Nagels in das Holz erfolge. Auch sei nicht klar, wie sich die Holznägel beispielsweise bei Wetterlagen wie Frost oder Belastungen wie langanhaltendem Vibrieren langfristig verhielten. „In den nächsten drei Jahren wollen wir mehr über das Zusammenspiel zwischen Holznägeln und dem Holz, in das sie geschlagen werden, herausfinden und sie so im besten Fall für einen breiteren Markt attraktiv machen“, fasste Korte zusammen

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Stadt Duisburg Infos:Kommunale Investitionsoffensive Projekte weiter auf gutem Weg

Gerhart Hauptmann Grundschule vorher
Gerhart Hauptmann Grundschule vorher

Die Investitionsoffensive in Duisburg (KIDU) läuft weiter wie geplant. Insgesamt umfasst sie aktuell 154 Maßnahmen. 40 davon sind bereits fertiggestellt, 114 sind noch im Bau. Die Fördergelder fließen zu einem Großteil in den Lärmschutz, die energetische Sanierung und den Städtebau.   „Wir liegen weiter gut im Zeitplan. KIDU gibt uns die Möglichkeit, viele Infrastrukturprojekte zu realisieren, die wir mit rein kommunalen Ressourcen nicht hätten stemmen können“, so Oberbürgermeister Sören Link.

 

Auch Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack freut sich, dass mit den Investitionen im Schulbereich nicht nur ein Beitrag für die Umwelt geleistet wird, sondern auch der Bildungsstandort Duisburg nachhaltig gestärkt wird.

 

Gerhart Hauptmann Grundschule nachher
Gerhart Hauptmann Grundschule nachher

Wie berichtet, erhält die Stadt Duisburg 73 Millionen Euro an Fördermitteln aus der Investitionsoffensive. Zuzüglich des Eigenanteils der Stadt Duisburg beträgt die Gesamtinvestitionssumme 81 Millionen Euro. Der Rat der Stadt hatte hierzu ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Straßenbau, Schulen und Kitas, Ersatzbeschaffungen Feuerwehr, ÖPNV, Kultureinrichtungen und Parks sowie der Bereich Sport.

 

Wer sich über den aktuellen Stand zu den einzelnen Projekten informieren möchte, findet weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Duisburg.

 

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POL-BO: Bochumer (38) löst größeren Einsatz mit Spezialeinheiten aus

Bochum (ots) Am Sonntagabend, 19. Mai, hat ein bewaffneter 38-Jähriger einen größeren Einsatz im Bochumer Stadtteil Weitmar ausgelöst. Er stellte sich später den Spezialeinsatzkräften und konnte unverletzt festgenommen werden.

Gegen 18.00 Uhr erhielt die Polizei über Notruf Kenntnis von der Bedrohung einer Frau. Ein 38-jähriger Bochumer soll seine Ex-Ehefrau und deren neuen Lebensgefährten im Bereich Neuhofstraße in Weitmar mit einer Pistole bedroht haben und anschließend geflüchtet sein.

Die sofort ausgelösten Fahndungsmaßnahmen führten zur Ermittlung des Flüchtigen in seiner Wohnung an der Knappenstraße in Weitmar. Da der Mann jeglichen Kontakt mit den eingesetzten Kräften verweigerte, wurden vor dem Hintergrund seiner Bewaffnung Spezialeinheiten hinzugezogen. Die Einsatzkräfte umstellten die Örtlichkeit, sperrten die unmittelbar angrenzenden Straßen und leiteten den Verkehr über die umliegenden Straßen ab.

Gegen 21.14 Uhr gelang es den Spezialeinsatzkräften kommunikativ, den 38-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Beim Verlassen seiner Wohnung konnte er unverletzt festgenommen werden. Da der Mann augenscheinlich unter dem Einfluss berauschender Mittel stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Die Pistole wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

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POL-BO: Bochum Kontrolle eines Kleinkraftradfahrers: Alkohol, Betäubungsmittel und keine Fahrerlaubnis!

Bochum (ots) Polizisten der Wache Langendreer wollten am 18. Mai, gegen 23.45 Uhr, einen Zweiradfahrer auf der Hauptstraße anhalten und überprüfen. Als dieser jedoch hinter sich den Streifenwagen bemerkte, gab er Gas.

Um sich einer Kontrolle zu entziehen, fuhr er über einen anliegenden Parkplatz des Opelgeländes. Beim Überfahren eines Schlagloches kam er jedoch zu Fall und verletzte sich dabei leicht.

Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 31-Jährige nicht nur erheblich alkoholisiert (fast 1,5 Promille), sondern auch unter Betäubungsmittel das Zweirad fuhr. Zudem konnte der in Bochum lebende Mann auch keine Fahrerlaubnis vorweisen.

Nun muss sich der 31-Jährige wegen diverser Strafanzeigen verantworten müssen.

Die Ermittlungen dauern im zuständigen Verkehrskommissariat weiter an.

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