Die „Bochumer Literaten“ („BoLits“) feiern am Mittwoch, 10. Oktober, um 18.30 Uhr in Kooperation mit dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte – Stadtarchiv in den Räumlichkeiten an der Wittener Straße 47 ihr zehnjähriges Bestehen. Nach einem Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt sind poetische, ernste sowie skurrile Gedichte und Geschichten der „BoLits“ zu hören. Im Wechselspiel gibt es dazu Musik von den „Small Stars“ unter der Leitung von Hartmut Beifuß. Die Festschrift zum Jubiläum mit Einblick in das Werk der Autoren und Interviews zum Thema „Mein Schreiben“ gibt Prof. Dr. Ralph Köhnen, der Leiter der „Literarischen Gesellschaft“, heraus. Das städtische Kulturbüro fördert die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.
Die mittelständische Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen fordert in der Debatte um den Solidaritätszuschlag einen klaren Schritt und die völlige Abschaffung der Sonderabgabe zum Jahreswechsel. Deutschland müsse endlich den von Frankreich und den USA angestoßenen Steuerwettbewerb ernst nehmen und Abgaben reduzieren, forderte NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW NRW). „Mit dem Ende des Solidarpakts 2019 wird der Solidaritätszuschlag obsolet. Eine schrittweise Reduktion des Soli wie die Große Koalition vorschlägt oder gar kompensatorische Einkommensteuererhöhungen wie aus den Reihen der SPD kolportiert wird, lehnen wir ab. Es ist vollkommen unakzeptabel, dass der zusätzlich erwirtschaftete fiskalische Gewinn ausschließlich in staatliche Kassen fließt und Bürger sowie Unternehmen nicht an ihrem eigenen Erfolg partizipieren dürfen. Aus diesem Grunde fordern wir die Abschaffung des Soli zur Jahreswende."
Der BVMW spricht im Rahmen seiner Verbändeallianz als "Stimme des Mittelstands" für 32 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände mit mehr als 650.000 Unternehmen deutschlandweit, die rund 11 Mio. Arbeitnehmer beschäftigen. Über 300 Geschäftsstellen im In- und Ausland setzen sich für die im Verband organisierten Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Bildung von Netzwerken, die Organisation von Veranstaltungen und die politische Interessenvertretung. Zusammen mit seinen über 40 angeschlossenen Fach- und Branchenverbänden ist der BVMW die größte freiwillig organisierte Kraft des deutschen Mittelstands. In NRW ist der BVMW mit 40 Kreisgeschäftsstellen in den Regionen präsent.
BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V. Eingetragen in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg Nr. 19361 Nz • Präsident: Prof. Dr. h.c. Mario Ohoven • Vizepräsidenten: Willie Grothe, Dr. Hans-Michael Pott• Vorstand: Dr. Helmut Baur, Jens Bormann, Dr. Jochen Leonhardt und Arthur Zimmermann Bundesgeschäftsführung: Prof. Dr. h.c. Markus Jerger
Wer kennt diesen Mann, der sich als "Niko" ausgibt?
Herne (ots) - Am 6. Juni 2018 erbeuten zwei bislang unbekannte Täter bei einem griechischen Gaststättenbetreiber in Herne mehrere tausend Euro.
Einer der Männer erscheint gegen 11:30 Uhr in der Gaststätte, stellt sich als Grieche mit dem Namen "Niko" vor und erkundigt sich, ob der Inhaber zu einem kleinen Dolmetscherdienst bereit wäre. Er, Niko, spreche nur griechisch, sein israelischer Geschäftspartner, hingegen nur deutsch.
Der Wirt kommt der Bitte nach und nach einem kurzen Telefonat traf obiger Geschäftspartner in dem Lokal ein.
Mit dem Geschädigten als Dolmetscher unterhalten sich die Täter über ein angebliches Verkaufsgeschäft von medizinischem Zubehör. Scheinbar werden sich die Geschäftsparteien einig, woraufhin "Niko" hohe Eurobanknoten zum Bezahlen vorlegt.
Der sich als Israeli ausgebende zweite Täter gibt vor, die Banknoten auf Echtheit prüfen zu wollen, da er sich mit den Euro-Scheinen nicht so auskennen würde. Es gelingt den beiden Kriminellen den Herner dazu zu bewegen, eigene Banknoten zu besorgen und den Tätern zum Vergleich vorzulegen.
Die Täter prüfen das Geld intensiv, stecken die Scheine dann augenscheinlich in die Geldtasche des hilfsbereiten "Dolmetschers" zurück und drücken sie ihm in die Hand.
Unter der Vorgabe, man wolle jetzt die Ware holen und gleich wieder zurückkommen, verlassen die Täter die Örtlichkeit. Nachdem die vermeintlichen Geschäftspartner nicht zurückkommen, stellt der Lokalbesitzer fest, dass die Täter sein Geld an sich genommen haben und stattdessen, mit krimineller Fingerfertigkeit, wertlose Papiere in die Geldtasche gesteckt haben.
Mit dieser dreisten Masche, vor der wir ausdrücklich warnen, sind die beiden Kriminellen auch über Nordrhein-Westfalen hinaus tätig gewesen.
"Niko", der griechisch sprach, ist 55 bis 60 Jahre alt, 180 cm groß, hat eine dickliche Gestalt und kurze, dunkle Kopfhaare.
Der Mittäter, der Deutsch mit russischem Akzent sprach, ist ca. 70 Jahre alt, 175 cm groß, schlank und hat kurze weiße Haare.
Im Rahmen der Ermittlungen haben sich Hinweise darauf ergeben, dass die Täter Bezüge nach Düsseldorf haben könnten.
Mit einem richterlichen Beschluss sind nun die Phantombilder der beiden Männer zur Veröffentlichung in den Medien freigegeben worden.
Das ermittelnde Bochumer Kriminalkommissariat 13 bittet unter den Rufnummern 0234/909-4135 oder 0234/909-4441 (Kriminalwache) um Hinweise.
World-Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo gewinnt Alternativen Nobelpreis Foto Livelihood-Award
World Vision Deutschland gratuliert „verrücktem, weißen Bauern“ Tony Rinaudo zum „Alternativen Nobelpreis“ Mit regenerativer Wiederaufforstung grüne Revolution weltweit möglich. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision gratuliert dem World Vision Mitarbeiter Tony Rinaudo herzlich zum „Alternativen Nobelpreis“, bekannt auch unter dem Namen „Right Livelihood Award“. Rinaudo hat den Preis für die Entwicklung der Wiederaufforstungsmethode FMNR erhalten. FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) ist eine Technik, die auf noch vorhandene lebende Wurzelreste gerodeter Bäume zurückgreift und diese wieder zum Wachstum bringt.
Tony Rinaudo hat diese Methode unbeirrt und trotz vieler Zweifler seit Mitte der 80er Jahre in Niger entwickelt. Zunächst wurde Rinaudo als verrückter, „weißer Bauer“ bezeichnet. Nach bahnbrechenden Erfolgen wird FMNR in über 25, vor allem afrikanischen, Ländern, praktiziert. Allein in Niger konnten mehr als 6 Millionen Hektar Land mit der Methode wiederbegrünt werden.
„Tony Rinaudo hat sich unermüdlich für die Verbreitung von FMNR eingesetzt. Ich habe selten einen Menschen kennen gelernt, der mit solch einem Engagement an seinem Ziel festhält, die Welt wieder zu begrünen“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.
Auch der ARD-Meteorologe Sven Plöger freut sich für World Vision und Tony Rinaudo: „Mit Tony habe ich bereits Gebiete in Äthiopien besucht, die mit der FMNR-Methode wiederbegrünt wurden. So konnte ich in der Region Humbo in Südäthiopien selbst fühlen, wie der Wald das Klima in dem Gebiet positiv beeinflusst. Toll, dass World Vision diese Sache so unterstützt!“
Um die Wiederaufforstungstechnik umsetzen zu können, werden ehemalige Waldflächen einige Jahre vor Abholzung und Viehfraß geschützt. Die neu austreibenden Sprossen werden gezielt beschnitten. Manche Bäume wachsen so schnell, dass sie bereits nach 2 Jahren wieder etwa 2 Meter hoch sind. Mit ihrem Laub düngen sie die Böden und werfen Schatten und das Wurzelwerk hält die Feuchtigkeit im Boden zurück. Zudem profitiert die Biodiversität, da Vögel und Insekten sich wieder ansiedeln. Die Ernteerträge konnten in vielen Fällen verdoppelt bis verdreifacht werden.
Die Methode funktioniert sogar in einigen Wüsten und Regionen, in denen viele Jahre kein Regen gefallen ist, da die Wurzeln einiger Bäume tief in die Erde ragen und sich so mit Grundwasser versorgen können.
Kevin Jenkins, Präsident von World Vision International: "Dies ist eine wohlverdiente Auszeichnung für einen inspirierenden, entschlossenen Pionier. Tony Rinaudo ist ein leidenschaftlicher Visionär für die Wiederbegrünung der Wüsten- und Halbwüstenregionen der Welt. Jahrzehntelange evidenzbasierte Forschung veranlasste World Vision zur Umsetzung von Programmen, die die Lebensgrundlagen für Familien verändert und das Wohlergehen gefährdeter Kinder auf der ganzen Welt verbessert haben. Wir freuen uns, dass die Arbeit wächst und sich von klein auf ausbreitet, wie die Bäume selbst - die Randgemeinden stärken und zu besseren Gesundheits-, Ernährungs- und Bildungsergebnissen für Kinder in fragilen Umgebungen führen."
World Vision beteiligt sich mit FMNR-Projekten auch intensiv an der Bonn Challenge mit dem Ziel, bis 2030 insgesamt 350 Millionen Hektar Land wieder zu begrünen. Die Bonn Challenge wird zudem von den Bundesministerien für Umwelt (BMU) und für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterstützt.