Während des Marina-Markts können große und kleine Besucher am Sonntag, den 12. August von 13 bis 17 Uhr spielerisch die Kunst des Mosaiklegens erlernen. Die Herstellung von Mosaiken ist eine Handwerkskunst mit langer Tradition. Das älteste bekannte Mosaik ist etwa 400.000 Jahre alt. In späterer Zeit entwickelten Mesopotamier, Griechen und Römer diese Kunstform weiter und schufen Bildwerke, die nach wie vor faszinieren und beeindrucken. Bis heute bedienen sich Künstler dieses Mediums, um Werke zu kreieren, die eine ganz besondere Handschrift tragen.
Der syrische Künstler und Bildhauer Mohamad Alnatour arbeitet normalerweise vorrangig mit dem Werkstoff Holz in all seinen Facetten. Beim Marina-Markt wird er aber in die Kunst des Mosaiklegens einführen. Anhand von Vorlagen, die mit Mosaiksteinchen ausgelegt werden, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Gefühl für die Technik entwickeln. Daneben ist es möglich, der Kreativität freien Lauf zu lassen und eigene Kunstwerke zu entwickeln. Die Ergebnisse dürfen natürlich mit nach Hause genommen werden.
Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos und findet vor dem Kultur- und Stadthistorischen Museum, Johannes-Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte statt.
Während dieser Zeit ist das Mercatorcafé ebenfalls von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besucher können sich zudem bei freiem Eintritt die Dauerausstellung „Duisburger Stadtgeschichte“ ansehen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Kultur- und Stadthistorisches Museum, Tel. 0203/283-2640 und unter www.stadtmuseum-duisburg.de.
Musikforum - Foto Stadt Bochum, Referat fuer Kommunikation, Lutz Leitmann
Eine gute Nachricht für alle, die auf neue öffentliche Führungen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr gewartet haben: Es sind mittlerweile Termine an ausgewählten Samstagen bis Januar 2018 buchbar. Aktuell sind noch Karten für die Führungen am 11. August um 13:30 Uhr sowie am 18. August um 11:30 und 13:30 Uhr verfügbar, bevor es mit Terminen im September weiter geht. Die Touren dauern etwa 1,5 Stunden und kosten 8,50 Euro pro Person. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in den Bereich hinter der Bühne, etwa das Notenarchiv oder den Aufenthaltsbereich der Musiker. Darüber hinaus vermitteln die Gästeführer Infos über die Entstehung des Hauses, die Architektur und die akustischen Besonderheiten.
Tickets sind erhältlich an der Konzertkasse im Musikforum, in der Bochum Touristinfo, Huestraße 9, telefonisch unter 0234 9108666 sowie online unter www.bochumer-symphoniker.de.
City Team, Petra Gartenberg-Hecht, Christian Pecsenke, Uwe Wollenin und Angelo Bähren (v.l.) im April dieses Jahres
Morgens 8 Uhr in Bochum. Ein heißer Sommermorgen. Noch vor Mittag wird das Thermometer über 30 Grad anzeigen. Direkt hinter dem Bahnübergang am Bermuda3eck auf der Alten Hattinger Straße stehen drei orangegekleidete Personen in einer Hecke und schuften. Eine Frau mittleren Alters mit Kurzhaarfrisur hockt in einer Hecke und entfernt mit den Händen Unkraut, Müll und Brennnesseln. Petra Gartenberg-Hecht ist Teil des städtischen City-Teams und kümmert sich mit drei Kollegen schnell und unbürokratisch um die Pflege von Straßen, Wegen, Grünstreifen und Plätzen in der Innenstadt. „Ich wollte immer Gärtnerin werden, aber früher war das für junge Frauen sehr schwierig, die wurden dann eher Floristinnen. Jetzt habe ich genau das, was ich wollte.“ Die 52-Jährige strahlt, als sie von ihrem neuen Job erzählt. Seit April dieses Jahres ist die ehemalige Saisonarbeiterin fest angestellt bei der Stadt Bochum. „Das Schöne an der Arbeit ist, dass man sofort die Ergebnisse sieht und sehr oft positive Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern bekommt.“
Genauso sieht das auch Vorarbeiter Christian Pecsenke. Während der gelernte Garten- und Landschaftsbauer mit einem Stahlbesen Laub auffegt, kommt er ins Schwärmen: „Mit den Leuten hier kann man total gut zusammenarbeiten und ich lerne jeden Tag noch was dazu. Das macht einfach nur Spaß.“ Pecsenke ist der Jüngste der Truppe und hat vor Kurzem seinen Meister gemacht. Er hat kurzrasierte, dunkelbraune Haare und eine kräftige, muskulöse Statur – typisch „GaLa-Bauer“ eben. Die Freude an der Arbeit ist auch ihm deutlich anzusehen. Mit zufriedenem Grinsen erzählt er von der täglichen Arbeit: „Wir tun hier etwas für unsere Stadt, das jeder auch direkt sehen kann. Aus wilden Hecken machen wir wieder ansehnliche Flächen.“
Neben verwucherten Wegen und wilden Hecken kümmert sich das Team aus drei Vollzeitkräften und einer Halbtagskraft auch regelmäßig um Plätze wie den Shakespeareplatz, den Buddenbergplatz und den Theaterplatz. Außerdem reagiert es zügig auf Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern über den Mängelmelder – via App oder bochum.de – und kümmern sich beispielsweise um überlaufende Mülleimer oder heruntergefallene Äste auf der Straße. Der längste Einsatz, den sie bisher hatten, war am Bahnhof in Ehrenfeld: „Wir haben den Bahnhof vier Tage lang auf Vordermann gebracht, wilde Müllkippen beseitigt, Grün geschnitten und alles gereinigt. Mittlerweile liegt da nicht mehr so viel Müll wie vorher, weil die Menschen eine ganz andere Wertschätzung an den Tag legen, wenn so ein Ort von vornherein gepflegt ist“, erzählt Pecszenke und lehnt den Stahlbesen an die hochgewachsene Eberesche neben ihm. „So, jetzt hole ich erstmal den Puster.“
„Puster“ nennt die Truppe ihren Riesenfön für die Straße – das Laubblasgerät. Während der GaLa-Meister den „Puster“ aus dem Sprinter holt, greift Uwe Wollenin, ein langer, schlanker Mann mittleren Alters mit schwarzem Käppi und Brille zur Harke und lockert die Muttererde zwischen Kletterhortensie, Feuerdorn und Johannisbeere. Wollenin ist gelernter Schlosser und war 28 Jahre bei Thyssen Krupp. Er gehörte vorher als Saisonkraft zu der „Rasenmähertruppe“ – wie er sie nennt – im Stadtgarten Wattenscheid. Auch er ist hör- und sichtbar glücklich über den neuen Job: „Den ganzen Tag in der Natur mit frischer Luft und abwechslungsreicher Bewegung – das ist hervorragend.“ Auch er findet es schön, mit den Bochumerinnen und Bochumern zwischendurch ins Gespräch zu kommen. „Dann hört man immer mal wieder ein ,Schön, dass Sie das machen‘ und das ist natürlich toll.“ Und was ist, wenn es mal regnet? „Es gibt kein schlechtes Wetter“, ruft Gartenberg-Hecht. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und liebt die Arbeit in der Natur – Sie und ihre Kollegen sind mit ganzem Herzen bei Wind und Wetter im Einsatz für die Innenstadt.
Zusatzinfos zum City-Team
Die Mittel für das Team haben die Gremien des Rates im Rahmen der Bochum Strategie für das Kompetenzfeld ,Großstadt mit Lebensgefühl‘ mit dem Doppelhaushalt für 2018/2019 beschlossen. Davon hat der Technische Betrieb das Team mit einem eigenen Fahrzeug – einem Sprinter mit kippbarer Ladefläche – ausgestattet. Christian Pecsenke, Petra Gantenberg-Hecht, Angelo Bähren und Uwe Wollenin sind auch technisch entsprechend ausgerüstet: Sie verfügen über eine komplette Geräteausstattung mit E-Motorsäge, Heckenschere, Freischneider, Laubgebläse und entsprechendes Handwerkzeug. Spezialgeräte, die das City-Team darüber hinaus benötigt, bekommt es in den Zweigstellen des Technischen Betriebs.
Bürgerinnen und Bürger können auf Mängel in der Innenstadt über den Bochumer Mängelmelder per Internet unter www.bochum.de/maengelmelder oder der gleichnamigen App sowie unter der zentralen städtischen Rufnummer 115 hinweisen.
„Bochum 24/7“
In der Reihe „Bochum 24/7“ holen die Stadt Bochum und die städtischen Tochtergesellschaften wöchentlich Menschen in den Vordergrund, die im Dauereinsatz für Bochum sind und dabei meist im Hintergrund bleiben. In der nächsten Woche in der Reihe „Bochum 24/7“: der USB Bochum.
Mit einstimmigem Beschluss hat der Aufsichtsrat der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (wfbm) in seiner heutigen Aufsichtsratssitzung das Arbeitsverhältnis mit Roselyne Rogg mit sofortiger Wirkung beendet. Die fristlose Kündigung ist der Geschäftsführerin heute mitgeteilt worden.
Obwohl Roselyne Rogg in den vergangenen Jahren fachlich gute Arbeit geleistet und die wfbm gut aufgestellt hat, sah sich der Aufsichtsrat zu diesem Schritt gezwungen. Nicht nur die zwischenzeitlich öffentlich gewordenen Erkenntnisse hinsichtlich der massiven Gehaltserhöhungen, sondern auch die gestrige Pressekonferenz ließen dem Aufsichtsrat, der vor allem im Wohle der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und ihrer Mitarbeiter handelt, keine andere Entscheidungsmöglichkeit.
Die Wirtschaftsprüfer Vinken, Görtz, Lange und Partner kamen zuvor in ihrem Gutachten vom 28. Juni 2018 zu dem Ergebnis, dass ein angemessenes Geschäftsführungsgehalt für die wfbm maximal zwischen 150 000 Euro und 180 000 Euro liegen könne. Das aktuelle Gehalt Roselyne Roggs, welches ohne Kenntnis des Aufsichtsrats ausgezahlt wurde, beträgt jedoch 376 000 Euro und ist damit inakzeptabel.
Dass das Vertrauensverhältnis zu Roselyne Rogg irreparabel gestört ist, ergibt sich zudem aus mittlerweile zusammengetragenen Dokumenten, die den Schluss zulassen, dass dem Aufsichtsrat ganz bewusst die am 10. Juli 2013 ausgesprochene Vertragsverlängerung, nicht jedoch die zugleich unterzeichnete Vergütungsanhebung vorgelegt wurde. Sachliche Gründe für die Trennung dieser beiden eng miteinander verknüpften Vorgänge sind nicht ersichtlich, sodass der Aufsichtsrat von einem ganz bewussten Verstoß gegen die Statuten der wfbm ausgehen muss.
Roselyne Rogg hat mit der von ihr am gestrigen Dienstag eigenmächtig initiierten Pressekonferenz und der in diesem Zusammenhang versendeten Pressemitteilung ihre persönlichen Interessen über die der Werkstatt für Menschen mit Behinderung gestellt und somit nicht nur den Aufsichtsrat und seinen Vorsitzenden, sondern auch das Vertrauensverhältnis zu ihren Mitarbeitern nachhaltig gestört.
Um die wfbm trotz der jüngsten Entwicklungen zukunftsfähig aufzustellen, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung beschlossen, zunächst mit den zwei Prokuristen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung die kommenden Herausforderungen anzugehen. Eine Stellenausschreibung für die Geschäftsführerposition wird zeitnah veröffentlicht.
Auf Wunsch von Oberbürgermeister Sören Link wird der Aufsichtsrat außerdem den Rechnungsprüfungsausschuss in die Aufklärung des Sachverhalts einbeziehen. Der Aufsichtsrat leitet umgehend die Prüfung von Schadensersatzpflichten ein.