Studierendenprotest Landeshochschulgesetz Treffen
Ein Gesetz zu dem die Hochschulen nicht gefragt wurden.
Am Dienstagabend dieser Woche haben sich eine große Anzahl gesellschaftlicher Gruppen an der Ruhr-Universität Bochum getroffen, um über das neue Hochschulgesetz zu diskutieren. Im Hochschulgesetz wird geregelt was Hochschulen und Studierenden dürfen und was nicht. Anfang des Jahres hatte die Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen einen ersten Entwurf vorgestellt, bei der Sie für mehr Autonomie der Hochschulen geworben hat. Der Entwurf wurde von den Studierenden sehr kritisch aufgenommen.
„Die Studierenden werden durch die vorgeschlagenen Studienverlaufsvereinbarungen mit der Uni gegängelt, in ihrer Lernfreiheit durch die Wiedereinführung von Anwesenheitspflicht eingeschränkt. Darüber hinaus wird ein großer Teil der Mitbestimmungsrechte der Studierenden gestrichen.“ sagt Franziska Pennekamp, Moderatorin des Treffens. Der Entwurf des Landeshochschulgesetztes schlägt einen Ausbildungsvertrag vor, welcher, wenn er nicht von dem Studierenden erfüllt wird, zur Exmatrikuliert führen kann.
Universitäre Demokratie wird auf Spiel gesetzt
Die anderen Themen des Treffens waren Abschaffung der Zivilklausel und Einschränkung der Hochschuldemokratie. „Dieser Erste Entwurf wurde fast ohne Mitwirkung der Hochschulen erstellt und genauso lebensfern sieht das Ergebnis aus.“ Merkt Falk Rekow, zweiter Moderator des Treffens, kritisch an.
Geplant sind nun diverse Proteste in den kommenden Wochen. Gefragt nach dem Ziel dieser Aktionen antwortet Falk Rekow: „Ziel ist, das die Landesregierung anfängt mit den Hochschulen und Studierenden zu sprechen und aufhört Gesetzte einzubringen welche Studierfähigkeit gefährdet und nicht verbessert.“
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