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Präsident Esser: „Transformation ist wirtschafts- und sozialpolitische Aufgabe von höchster Priorität“

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Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Berufsbildungspolitik,
-wissenschaft und -praxis kamen im BIBB zusammen, um bei der Konferenz
„Berufsbildung in der Transformation: flexibel, inklusiv, exzellent“
Herausforderungen und Chancen der Berufsbildung in den Blick zu nehmen.

Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Berufsbildungspolitik,
-wissenschaft und -praxis sind am heutigen Dienstag im Bundesinstitut für
Berufsbildung (BIBB) in Bonn zusammengekommen, um bei der Konferenz
„Berufsbildung in der Transformation: flexibel, inklusiv, exzellent“ die
Herausforderungen und Chancen der Berufsbildung in der Transformation in
den Blick zu nehmen. Auf einer besonderen Ausstellungsfläche präsentiert
das BIBB zudem seine aktuellen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Die
Bildungskonferenz ist Teil der offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten, mit
denen das BIBB in diesen Tagen sein neues Dienstgebäude in der Friedrich-
Ebert-Allee 114-116 in Bonn eröffnet.

In einer Videobotschaft unterstrich Bundeskanzler Olaf Scholz, wie wichtig
die berufliche Bildung sei. Sie lege die Basis für die Zukunft
Deutschlands als erfolgreiches Industrieland – und die Welt beneide uns um
sie. Die Kompetenzen für die berufliche Bildung in Deutschland bündele das
BIBB, indem hier eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und
Praxis stattfinde. Bundeskanzler Scholz dankte dem BIBB dafür, dass es
zuverlässig Zahlenmaterial liefere, das für politische Entscheidungen
unerlässlich sei.

Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär bei der
Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF), betonte: „Um die großen
Herausforderungen unserer Zeit zu meistern, brauchen wir gut ausgebildete
Fachkräfte. Sie sind das Kapital unseres Landes. Gleichzeitig ist der
Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen, vor denen wir stehen.
Die Transformation der Berufswelt eröffnet der Berufsbildung viele
Chancen, und umgekehrt. Mit der Exzellenzinitiative Berufliche Bildung
wollen wir der beruflichen Bildung einen deutlichen Schub geben und die
Stärkung der Berufsorientierung vorantreiben. Dabei geht es um die drei I:
individueller, innovativer, internationaler.“

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser hob hervor: „Die Transformation von
Wirtschaft und Gesellschaft ist eine wirtschafts- und sozialpolitische
Aufgabe von höchster Priorität – und hier gehört berufliche Bildung zu den
wesentlichen Gelingensbedingungen. Denn ohne qualifizierte Fachkräfte sind
die Transformationsziele nicht realisierbar. Quer durch alle Branchen
beklagen Betriebe mittlerweile einen zunehmenden Arbeits- und
Fachkräftemangel. Als Mission kann das Thema Transformation in der
beruflichen Bildung eine besondere Sichtbarkeit und Akzeptanz bekommen,
was sich in einer Priorität sowohl bei den Forschungs- als auch bei den
Entwicklungsarbeiten niederschlagen muss.“

Elke Hannack, Vorsitzende des BIBB-Hauptausschusses und stellvertretende
DGB-Vorsitzende, stellte heraus: „Deutschland hat mit seinem System der
beruflichen Bildung und mit der sozialpartnerschaftlichen Steuerung gute
Voraussetzungen, um die Transformation erfolgreich zu gestalten. Wir
können auf hohe formale Qualifikationen der Beschäftigten aufbauen – eine
Stärke, die es zu nutzen gilt. Wer das Wissen und die Fähigkeiten aller
Beschäftigten als eine zentrale Ressource anerkennt, kann die
Herausforderungen erfolgreicher bewältigen. Weiterbildung wird wichtiger,
weil sich berufliche Kompetenzen in Zukunft schneller wandeln.
Weiterbildung schafft aber auch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und
begleitet durch Phasen der Veränderung und Anpassung. Deshalb sollte die
Bundesregierung die verbleibende Zeit der Legislatur nutzen, um das
Aufstiegs-BAföG zu verbessern. Auf dieses zentrale Förderinstrument zählen
fast 200.000 Menschen, die sich zum Beispiel zu Meister/-in, Techniker/-in
oder Erzieher/-in weiterbilden.“