Fraunhofer IML und IGEPA group starten Kooperation zur Kartonsetoptimierung mit CASTN

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die IGEPA
group, eine Fachgroßhandelsgruppe für Papier, Verpackung und Werbetechnik,
starten eine strategische Partnerschaft, um die Prozesse im Versandhandel
zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die KI-gestützte Software CASTN
(Carton Set Optimization), die die IGEPA group als erster Drittanbieter
ihren Kunden in Deutschland und Europa als Service anbietet.
Der Versandhandel steht vor wachsenden Herausforderungen:
Überdimensionierte Kartons, unnötiges Füllmaterial und steigende
Versandkosten belasten Umwelt und Budgets gleichermaßen. Gleichzeitig
macht die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ab 2030 eine maximale
Leerraumquote von 50 Prozent im Karton zur Pflicht. CASTN liefert die
Antwort: Die Software hilft Unternehmen, ein geeignetes Standardkartonset
zu finden, um mit möglichst wenigen verschiedenen Kartongrößen eine
maximale Volumenauslastung zu erreichen. So werden Überverpackung,
Materialeinsatz und Kosten spürbar reduziert – und Unternehmen erhalten
eine transparente Basis für die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
»Mit CASTN stellen wir unseren Kunden erstmals eine intelligente Lösung
zur Verfügung, mit der sie ihre Verpackungsstrategie gezielt auf Effizienz
und Nachhaltigkeit ausrichten können«, so Bernd Loschelder,
Geschäftsbereichsleiter PACKAGING bei der IGEPA group. »Unser Ziel ist es,
unseren Kunden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von
Verpackungen zu bieten und sie bei der Anpassung an neue regulatorische
Anforderungen zu unterstützen. Dabei verbinden wir datenbasierte Analysen
mit unserer langjährigen Verpackungsexpertise und begleiten Unternehmen
von der Strategie bis zur praktischen Umsetzung.«
Das Fraunhofer IML hat CASTN über vier Jahre hinweg entwickelt – mit dem
Ziel, den Einsatz überdimensionierter Kartons zu beenden, den Wandel hin
zu nachhaltigen Versandprozessen aktiv zu gestalten und einen Beitrag zur
Reduzierung von Ressourcenverbrauch und Emissionen zu leisten. »Mit der
IGEPA group gewinnen wir einen starken Partner mit umfassender
Marktkenntnis und direktem Zugang zu Unternehmen«, sagt Lukas Lehmann,
Projektleiter am Fraunhofer IML. »Die Kooperation ist ein wichtiger
Schritt, um CASTN einer breiteren Anwendergruppe ohne großen Aufwand
zugänglich zu machen.«
Die IGEPA group übernimmt eine Pionierrolle, indem sie die Software als
Service in ihr Leistungsportfolio integriert und ihre Kunden vom ersten
Analysegespräch bis zur Lieferung passgenauer Verpackungen begleitet. Die
Kooperation markiert einen Paradigmenwechsel: Statt willkürlich Kartons
einzukaufen, analysieren die IGEPA group und Fraunhofer IML gemeinsam für
ihre Kunden, welche Verpackungen wirklich gebraucht werden – und schaffen
so Transparenz und Planbarkeit im Versandprozess.
Nach dem Produkt-Launch im Februar 2026 ist CASTN dabei, sich im Markt zu
etablieren, und stößt auf Interesse in der Logistik- und Handelsbranche.
Die Software überzeugt Logistikdienstleister, Onlinehändler sowie Anbieter
von Förder-/Lagertechnik und Verpackungsmaschinen gleichermaßen. Durch die
frühzeitige Analyse des tatsächlichen Bedarfs an Kartongrößen können
Unternehmen ihre Förderanlagen und Verpackungsmaschinen gezielt auf das
optimale Standardkartonset ausrichten und Investitionen effizient planen.
Das ermöglicht direkte Kosteneinsparungen, eine verbesserte
Nachhaltigkeitsbilanz und schafft eine solide Grundlage für die Einhaltung
zukünftiger regulatorischer Anforderungen.
Weitere Informationen zur Software unter: www.castn.de
