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Weniger Werkstoffvielfalt, stärkere Kreisläufe: DGM-Lunch-Talk zu geschlossenen Materialkreisläufen

Lunch-Talk  Copyright: DGM e.V.
Lunch-Talk Copyright: DGM e.V.
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Wie lassen sich Ingenieurwerkstoffe effizienter nutzen und nahezu
geschlossene Materialkreisläufe schaffen? Am 14. August 2026 diskutiert
Prof. Dr. H. Peter Degischer in einem einstündigen Online-Lunch-Talk,
welche Rolle eine gezielte Begrenzung der Werkstoffvielfalt für eine
nachhaltige Kreislaufwirtschaft spielen kann.

Die weltweite Produktion von Ingenieurwerkstoffen ist seit dem Zweiten
Weltkrieg stark angestiegen. Damit verbunden sind ein wachsender
Rohstoffbedarf, ein hoher Energieverbrauch und erhebliche
Umweltbelastungen durch Gewinnung, Verarbeitung und Deponierung.
Gleichzeitig erschwert die große Zahl unterschiedlicher Legierungen und
Polymersorten die sortenreine Rückgewinnung und Wiederverwendung.

Im DGM-Lunch-Talk „Ingenieurwerkstoffe sind genug verfügbar – Suffiziente
Kreislaufwirtschaft ist möglich!“ stellt Prof. Dr. H. Peter Degischer
daher einen Ansatz zur Diskussion, der nicht allein auf eine effizientere
Produktion oder verbesserte Recyclingtechnologien setzt. Im Mittelpunkt
steht die Frage, ob eine Begrenzung der Vielfalt häufig verwendeter
Ingenieurwerkstoffe dazu beitragen kann, nahezu geschlossene
Werkstoffkreisläufe zu etablieren.

Besonders betrachtet werden Fe-Basislegierungen, Aluminiumlegierungen und
Polymere. Eine stärkere Standardisierung und Konzentration auf ausgewählte
Werkstoffsysteme könnte die Trennung, Aufbereitung und Wiederverwendung
erleichtern. Dadurch ließen sich der Verbrauch primärer Rohstoffe, die
Menge deponierter Materialien sowie CO₂-Emissionen und Energiebedarf
reduzieren.

Für polymere Werkstoffe wird zudem diskutiert, welche Rolle regulatorische
Vorgaben bei der Begrenzung der Materialvielfalt übernehmen könnten. Dabei
geht es nicht nur um die technische Machbarkeit, sondern auch um die
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen einer suffizienten
Kreislaufwirtschaft.

Den Impulsvortrag hält Prof. Dr. H. Peter Degischer, emeritierter
Professor für Werkstoffwissenschaften an der TU Wien mit langjähriger
Erfahrung in Forschung und Industrie.

Geleitet wird der Lunch-Talk von Prof. Dr. Gesa Beck von der SRH Berlin
University of Applied Sciences und Dr. Alexander Gramlich von der RWTH
Aachen University. Im Anschluss an den Impulsvortrag ist Zeit für eine
gemeinsame Diskussion vorgesehen.

Nehmen Sie am kostenfreien Online-Lunch-Talk teil und diskutieren Sie mit,
welche technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen
für eine suffiziente Kreislaufwirtschaft geschaffen werden müssen. Jetzt
anmelden und Zugang zur Veranstaltung sichern.