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Stellensuche bei Jobbörsen und Online Magazinen

Stellensuche bei Onlinebörsen Sxmbolbild
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Aufgabe von Online Zeitungen ist vielfältig.Online Zeitungen haben mehr und mehr den Auftrag, die Leser von heute zu informieren. Auch wenn Printmedien nach wie vor besonders viel genutzt werden, so kommen die digitalen Nachrichten mehr und mehr ins Rennen. Sowohl Neuigkeiten aus aller Welt kommen hier aktuell an den Leser, aber vor allem auch regionale Nachrichten. Weiterhin bieten die Magazine aber auch Ratgeber mit Tipps und Tricks zu beliebten Themen an.

Arbeitsmarkt von heute - Umzug oder Homeoffice?

In ihrem Magazin präsentiert beispielsweise die bochumer-zeitung.com die Themen Auto/Motor, Gesundheit, Reise/Travel, Boulevard, Lifestyle und Wohnen. Hiermit bietet man sowohl Jung und Alt, aber auch den weiblichen und männlichen Lesern gleichermaßen eine interessante Mischung. Hier findet jeder etwas für sich. Hinzu kommt noch Aktuelles aus Politik, Wirtschaft, Sport und Vermischtes sowie mit einer eigenen Rubrik das Thema Netzwelt. Auch Regionales ist separat unterteilt, so dass Bochumer, Duisburger und Co. hier direkt das für sich Interessante heraussuchen können. Wer beispielsweise auf Stellensuche ist, kann hier unter anderem Jobs der Stadt Bochum oder Duisburg finden. Wer nicht gerade in der Verwaltung tätig ist, findet auch Stellenangebote aus anderen Bereichen. Eine weitere Möglichkeit für die Jobsuche bieten Jobbörsen im Internet, hierzu gehört unter anderem die Plattform Kalaydo. Hier kann bundesweit nach Stellen gesucht werden. Hierzu wird einfach der gewünschte Arbeitsort in die Suchmaske eingegeben. Wer aus Bonn kommt, gibt die Stadt ein und kann zudem einen gewünschten Radius wählen. Auf bis zu 200 Kilometer reicht der Umkreis, und wer mobil ist, hat hier weitere Chancen auf interessante Stellenangebote. Viele erwägen aber auch einen Umzug. Denn wenn sich tatsächlich der Traumjob schlechthin bietet, greifen die meisten zu, auch wenn dieser mit einem Wohnortwechsel verbunden ist. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern heutzutage aber auch die Option an, von zuhause aus zu arbeiten. Homeoffice ist eine beliebte Variante für jene, die vielleicht bereits Familie und ein Eigenheim haben und bei denen ein Umzug eher nicht in Frage kommt. Wer auf Stellensuche ist, kann oftmals aber auch gezielt nach Jobs in Unternehmen suchen, die Homeoffice anbieten. Mal gibt es die Option, dass Homeoffice möglich ist, aber auch die Variante, dass das mobile Arbeiten von Zuhause ausdrücklich gewünscht ist.

Jobbörsen für Online-Bewerbungen nutzen

Die Jobsuche bei Kalaydo können Interessierte aber auch auf weitere Art eingrenzen, so dass relevante Jobangebote zuerst angezeigt werden. Neben der Eingabe des Ortes kann zudem die genaue Berufsbezeichnung eingegeben werden. Aber auch verschiedene Berufsfelder sind auf der Internetseite aufgeführt, aus denen gewählt werden kann. Hier wird bereits die Anzahl der Jobangebote in Klammern angegeben. Handwerker beispielsweise klicken das Berufsfeld an, woraufhin dann noch einmal die verschiedenen Gewerke tabellarisch aufgelistet werden. Diese können noch einmal nach Relevanz, Aktualität und Entfernung zum Wohnort sortiert werden. Bei dieser gezielten Suche sollten sich schließlich passende Jobangebote finden. Mit einem Klick auf gewünschte Stelle präsentiert sich das Unternehmen mit seinem aktuellen Stellenangebot. Auf viele der Angebote kann man sich direkt online bewerben. Ein Button „Jetzt bewerben“ führt zu einem Bewerbungsformular. Hat man die benötigten Unterlagen bereits als Dateien parat, heißt es nur noch ausfüllen, abschicken und Daumen drücken!

 

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Start der öffentlichen Konsultationsphase: Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Koronare Herzkrankheit (KHK)

Das Kapitel "Revaskularisation" der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL)
Chronische KHK steht ab sofort bis zum 16. Mai 2022 zur öffentlichen
Konsultation bereit. Jeder ist dazu eingeladen, die Leitlinie kritisch zu
kommentieren.

Wegen wichtiger neuer Studien hat die Leitliniengruppe der NVL KHK das
Kapitel Revaskularisation grundlegend überarbeitet. Dabei haben die
Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen insbesondere die
Frage nach dem prognostischen Vorteil von Stent oder Bypass-Operation neu
bewertet.

Die Empfehlungen zum Einsatz der invasiven Diagnostik und zu den
Revaskularisationsverfahren wurden geprüft und überarbeitet. Dabei hat die
Leitliniengruppe auch die zugehörigen Entscheidungshilfen für Patientinnen
und Patienten an die aktuellen Studiendaten angepasst. Diese sind ein
wichtiger Bestandteil der Leitlinie und werden zum breiten Einsatz
empfohlen. Mit den überarbeiteten Empfehlungen möchte die Leitliniengruppe
sicherstellen, dass invasive Diagnostik und Maßnahmen zielgerichtet dort
zum Einsatz kommen, wo Erkrankte nach transparenter Abwägung von Nutzen
und Schaden zu einer entsprechenden Intervention bereit sind.

Das öffentliche Konsultationsverfahren ist ein Qualitätsmerkmal des
Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien. Hier besteht die
Möglichkeit, die Ergebnisse der über 2-jährigen Arbeit der
Leitliniengruppe zu begutachten. Die Leitliniengruppe prüft die
eingegangenen Vorschläge sorgfältig und entscheidet über deren
Berücksichtigung. Alle Kommentare und deren Bewertung werden im
Leitlinienreport veröffentlicht.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der
Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher
Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Zu ausgesuchten Erkrankungen
hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der
evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien
entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und
methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der
Medizin (ÄZQ) beauftragt.

Interessierte und Expert*innen können die Konsultationsfassung der
Leitlinie kostenfrei herunterladen und bis zum 16. Mai 2022 kommentieren
sowie Änderungen und Ergänzungen vorschlagen (per E-Mail an:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>). Bitte nutzen Sie für Ihre Rückmeldung ausschließlich den
Kommentierungsbogen.

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leibniz: Reisen

„Reisen“ ist das Thema des neuen Schwerpunkts des Onlinemagazins der
Leibniz-Gemeinschaft.

Reisen heißt zunächst, sich von einem Ort weg zu einem anderen Ort zu
bewegen. Wir alle halten akut inne. Denn „Reisen“ als Fortgehen von einem
Ort ist in diesen Wochen vor allem ein Synonym für Flucht und Vertreibung.
Von dieser Aktualität war nichts zu ahnen, als die Arbeit an diesem
Schwerpunkt begonnen hatte, längst bevor Russland die Ukraine Ende Februar
angriff und die Flucht von Millionen von Menschen auslöste.
Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist oft ihre Forschung Anlass
zum Reisen. Die Suche nach Wirkstoffen und neuen Erkenntnissen oder
Recherchen in den Archiven anderer Länder ziehen sie in die Ferne. Andere
rekonstruieren die Anfänge des Reisens in archäologischen Grabungen oder
tüfteln im Labor an neuen Technologien, die unser Reisefieber klima- und
umweltfreundlicher machen sollen – damit wir auch die irdischen und
galaktischen Reiseziele der Zukunft besenrein hinterlassen.
Begleiten Sie uns durch den Schwerpunkt „Reisen“. In den kommenden Wochen
baut er sich unter www.leibniz-magazin.de/schwerpunkte/reisen Beitrag für
Beitrag auf.

Unter anderem lesen Sie darin:
•       Tournee der Hoffnung: Mitten im Krieg reisen Solomon Mikhoels und
Itzik Fefer 1943 monatelang um die Welt. Das Ziel der sowjetischen Juden:
Ost und West im Kampf gegen Hitler vereinen. Der Osteuropa-Historiker
Jakob Stürmann vom Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur –
Simon Dubnow hat ihre Tournee rekonstruiert.
•       Der Wirkstoffforscher: Die Suche nach neuen Wirkstoffen führt
Ludger Wessjohann vom Leibniz-Institut für Pflanzen- und Biochemie in die
entlegensten Winkel der Erde. Doch die eigentliche Reise beginnt erst im
Labor.
•       Postkartenfieber: Mit der Erfindung der Postkarte begann Ende des
19. Jahrhunderts der Siegeszug eines visuellen Massenmediums. Welche
Bilder und Klischees transportierten die handgeschriebenen Kurznachrichten
und Urlaubsgrüße, und wie beeinflussten sie das Denken der Zeit? Maren
Röger, Direktorin des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des
östlichen Europa, im Gespräch.
•       Fortbewegungsmittel: Auf Reisen zieht es uns immer wieder in weit
entfernte Gebiete der Erde – und bald vielleicht sogar darüber hinaus. In
der Regel hinterlassen wir dabei Spuren: Stichwort CO2-Fußabdruck. Mehrere
Leibniz-Institute arbeiten daran, das Reisen sauberer und sicherer zu
machen. Ein Blick in die Zukunft.
•       Ausbeutung unter Deck: Während die einen sich auf dem Sonnendeck
vergnügen, spülen die anderen in den Küchen von Kreuzfahrtschiffen für
wenige Euro ihre Gläser. Am Deutschen Schifffahrtsmuseum – Leibniz-
Institut für Maritime Geschichte untersucht Katharina Bothe die
Arbeitsbedingungen auf den schwimmenden Städten.
•       Die Geschichte des Schiffbruchs: Der Schiffbruch nimmt unter den
Unfällen auf Reisen historisch eine Sonderstellung ein. Angesichts der
Fluchtbewegungen nach Europa ist er ein aktuelles Thema und stellt
europäische Werte auf die Probe. Henning Trüper vom Leibniz-Zentrum für
Literatur- und Kulturwissenschaften schreibt: „Teile der politischen
Öffentlichkeiten in Europa erkennen das moralische Gebot der Lebensrettung
zur See nicht mehr uneingeschränkt an.“
•       Von wandernden Tieren und Menschen: In der Mongolei durchtrennen
immer mehr Zäune, Bahntrassen und Industrieanlagen die Steppe – und
schneiden Wildtieren den Weg ab. Thomas Müller vom Senckenberg
Biodiversität und Klima-Forschungszentrum reist seit Jahrzehnten in das
von Nomadentum geprägte Land. Wie kann das Zusammenleben von Mensch und
Tier so gestaltet werden, dass beide eine Zukunft haben?
•       Zwei Reisen, zwei Zeiten: Vor über 100 Jahren schaffte eine
Expedition mehr als 200 Tonnen Saurierknochen aus Tansania nach Berlin in
das heutige Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und
Biodiversitätsforschung. Nun ist ein Team des Leibniz-Forschungsmuseums
erneut in die ehemalige Kolonie gereist, unter neuen Vorzeichen: Gemeinsam
mit lokalen Kolleginnen und Kollegen machten sie spektakuläre Funde – die
dieses Mal im Land verbleiben.
•       Frühes Reisen: Schon im 2. Jahrhundert legten Gläubige weite
Strecken zurück. Orte wie Pergamon waren dabei nicht nur Pilgerstätten,
sondern auch Kurorte und Besuchermagneten, in denen eine emsige
Tourismusindustrie Souvenirs wie Ampullen fertigte. Das Römisch-
Germanische Zentralmuseum – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie
untersucht dieses frühe touristische Spektakel.

leibniz ist das Magazin der Leibniz-Gemeinschaft. In drei Schwerpunkten im
Jahr, von denen einer auch in gedruckter Form erscheint, erzählt es aus
Wissenschaft und Gesellschaft und stellt die Menschen hinter der Leibniz-
Forschung vor. Alle Schwerpunkte und weitere Beiträge finden Sie unter www
.leibniz-magazin.de. Die Printausgabe können Sie kostenlos abonnieren mit
einer Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und online unter www.leibniz-
gemeinschaft.de/magazin lesen.

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Myokarditis nach Covid oder Covid-Impfung: US-Kardiologen-Empfehlung bringt mehr Klarheit

Herzstiftung begrüßt Handlungsanweisungen der Amerikanischen
Kardiologenvereinigung (ACC) zur Covid- bzw. impfbedingten Myokarditis:
Nach welchen Kriterien ist sie zu definieren und diagnostisch abzusichern?
Wann ist nach Covid wieder Sport möglich?

Während sich weiterhin täglich über 180.000 Menschen mit SARS-CoV-2 in
Deutschland neu infizieren, mehren sich auch Berichte über die Folgen am
Herzen. Die Auswirkungen auf das Herz führen häufig zu Symptomen wie
Brustschmerzen, Luftnot oder Herzstolpern. Bei manchen Patienten können
auch Veränderungen am Herzen festgestellt werden, ohne dass Symptome
auftreten. Im Vordergrund der Auswirkungen auf das Herz steht die
Herzmuskelentzündung (Myokarditis). „Häufig sind die Veränderungen am
Herzen nur mit Hilfe einer bildgebenden Herz-Untersuchung feststellbar.
Wichtig für die Diagnosesicherung und Behandlung der Herzmuskelentzündung
sind daher konkrete Kriterien. Sie helfen auch, eine Myokarditis von einer
anderweitigen Herzbeteiligung zu unterscheiden“, betont Herzspezialist
Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Herzstiftung. Doch wie lassen sich die Myokarditis und andere Schäden am
Herzmuskel (Myokard) sicher feststellen? Was ist dann zu tun? Und wann
darf Sportlern die Rückkehr zu ihrem Training wieder erlaubt werden? Um
die mit diesen Fragen verbundenen Unsicherheiten zu reduzieren, haben
Experten der US-amerikanischen Kardiologenvereinigung („American College
of Cardiology“, ACC) ein wissenschaftliches Konsensuspapier (1)
erarbeitet, das Ärztinnen und Ärzten eine einheitliche Orientierung bei
derartigen Fragen bietet.

Bei welchen Symptomen erfolgt eine Herzuntersuchung?
Ein Kernpunkt des ACC-Papiers ist, dass von einem routinemäßigen Check auf
Herzschäden abgeraten wird. Nur bei mäßigem bis starkem Verdacht auf eine
Herzbeteiligung sollte eine nähere Untersuchung erfolgen – etwa bei
Symptomen wie
- Brustschmerz
- Luftnot
- Herzrasen/Herzstolpern
- kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)

Die Untersuchung erfolgt u. a. mit einem Elektrokardiogramm (EKG), einer
Messung des Troponin- und BNP-Spiegels im Blut und einer
Echokardiographie. Bei Auffälligkeiten sollte ein Kardiologe hinzugezogen
werden, der je nach Befund weitere bildgebende Verfahren wie eine kardiale
Magnetresonanz-Tomographie (kMRT) einsetzt.

Nach welchen Kriterien eine Myokarditis vorliegt
Eine definitive Myokarditis haben die US-Kardiologen der ACC beim
Vorliegen dieser drei Punkte definiert:
- Kardiale Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot (Dyspnoe), starker
Herzschlag/Herzklopfen (Palpitationen), kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)
- ein erhöhtes Troponin (cTnT)
- abnorme Befunde im EKG, Auffälligkeiten im Echokardiogramm wie eine
Einschränkung der Funktion der linken Hauptkammer oder auch umschriebene
Wandbewegungsstörungen, Auffälligkeiten im Kardio-MRT und/oder auffällige
Gewebeproben des Herzmuskels (sehr selten durchgeführt)

Eine mögliche Myokarditis liegt vor, wenn alle oben genannten Befunde
dafür sprechen, aber kein MRT zur Diagnosesicherung durchgeführt wurde.

Auch Herzbeteiligung nicht unterschätzen: ungünstig für die Prognose
Liegen bei betroffenen Personen Symptome und pathologische Befunde vor,
die nicht dem Vollbild der ACC-Definition einer Myokarditis entsprechen,
sprechen die US-Kardiologen von einer Herzbeteiligung. Von einer
Myokardschädigung ist laut ACC-Experten auszugehen, wenn Troponin-Werte
deutlich erhöht sind (Referenzwert liegt über der 99. Perzentile). Auch in
der kardialen MRT können Hinweise für eine Myokardschädigung nachgewiesen
werden, ohne dass sie dem Vollbild einer Myokarditis entsprechen. Dabei
können diese Befunde mit und ohne Beschwerden auftreten und sich mit oder
ohne erhöhtes Troponin äußern. „Eine Herzbeteiligung stellt zwar noch
keine Herzmuskelentzündung dar. Sie ist aber aufgrund ihrer oftmals
diffuseren Symptomatik tückisch, weil sie nicht immer eindeutig dem Herzen
zuzuordnen ist, obwohl Schäden am Herzmuskel vorliegen. Eine
Herzmuskelschädigung in Zusammenhang mit einer akuten Covid-19 Erkrankung
ist oft mit einer schlechteren Prognose verbunden“, warnt Prof.
Voigtländer.

Wie verhalten sich Sportler bei einer Covid-19-Erkrankung?
Generell wichtig: Bei Nachweis einer Herzbeteiligung oder einer
Myokarditis sollten starke körperliche Anstrengungen für drei bis sechs
Monate vermieden werden. „Durch diese Ruhepause lässt sich am ehesten eine
Schädigung des Herzmuskels vermeiden“, bestätigt der Kardiologe Prof.
Voigtländer, der Ärztlicher Direktor am Agaplesion-Bethanien-Krankenhaus
in Frankfurt am Main ist.
Sportler mit Covid und einer Myokarditis-Diagnose sollten laut ACC-
Empfehlung drei bis sechs Monate pausieren und erst wieder mit dem
Training starten, wenn keine Herz-Lungen-Beschwerden mehr vorhanden sind,
die Leistungsfähigkeit des Herzens sich wieder normalisiert hat ebenso wie
die Labor-Hinweise auf einen Myokardschaden. Außerdem dürfen im
Belastungstest bzw. im EKG bei der kardiologischen Untersuchung keine
Rhythmusstörungen auftreten. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt in
solchen Fällen eine Sportpause von sechs Monaten: „Intensive sportliche
Aktivitäten sollten nach einer sicher anzunehmenden Myokarditis etwa sechs
Monate vermieden werden und erst nach einer kardiologischen
Kontrolluntersuchung mit unauffälligen Befunden wieder aufgenommen
werden“, so Voigtländer.

Leistungssportler mit asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion: drei Tage
Pause
Speziell bei Leistungssportlern haben die ACC-Experten ihre Empfehlungen
weiter differenziert. So wird eine Sportpause von drei Tagen als
ausreichend erachtet bei nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion ohne
Symptome. Bei mildem Infekt ohne Herz-Lungen-Beschwerden sollten die
Sportler warten, bis diese wieder verschwunden sind. Hier seien auch keine
weiteren kardiologischen Untersuchungen nötig, da nach aktueller Datenlage
eine Myokarditis (oder eine bedeutsame Myokardbeteiligung) bei einer
milden Covid-Erkrankung ohne Beschwerden an Herz und Atmung
unwahrscheinlich sei. Leiden Sportler hingegen an Symptomen an Herz und
Lunge, sollten sie so lange kein intensives Training absolvieren, bis die
Symptome vollständig abgeklungen sind und eine Untersuchung beim
Herzspezialisten vorgenommen wurde.

Myokarditis-Therapie nach Covid-19-Erkrankung/Covid-Impfung
Die Behandlung hängt davon ab, ob kardiale Symptome und weitere Covid-
Symptome etwa einer Lungenentzündung vorhanden sind. Die ACC-Experten
raten zu folgenden Maßnahmen:
- Patienten ohne Symptome, bei denen aber – meist zufällig – eine
Myokardbeteiligung festgestellt wurde, sollten informiert werden, auf
möglicherweise noch auftretende Warnsignale wie Brustschmerzen und
Kurzatmigkeit zu achten.
- Bei Patienten ausschließlich mit Brustschmerzen, aber ohne Zeichen einer
Herzschwäche (eingeschränkte Funktion der linken Herzkammer) oder
Rhythmusstörungen sollte eine engmaschige ambulante Kontrolle erfolgen, ob
sich die Beschwerden verschlechtern. Nach drei bis sechs Monaten sollte
eine Nachkontrolle erfolgen.
- Bei Patienten mit einer definitiven Myokarditis wird zur Klinikaufnahme
geraten (idealerweise in Herzinsuffizienz-Zentrum/Heart Failure Unit). Je
nach Symptomatik könnten dort u.a. Sauerstoff, Kortikosteroide oder
nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAID) gegeben werden.

Myokarditis nach Covid-Impfung: behandelt nur bei anhaltenden Beschwerden
Bei impfassoziierten Myokarditis-Fällen, die in der Regel milde verlaufen,
raten die ACC-Spezialisten zu einem ähnlichen Vorgehen wie bei einer
Myokarditis nach SARS-CoV-2-Infektion. So sollten z.B. bei Auftreten von
Brustschmerzen kurze Zeit nach einer mRNA-Impfung weitere Untersuchungen
erfolgen mit EKG, Troponin-Messung und Echokardiogramm. Bei Verdacht auf
eine Myokarditis sei ein MRT ratsam. Bei Patienten mit rascher
Beschwerdebesserung, normalen/sinkenden Troponin-Werten und einer normalen
Herzleistung sei eine Behandlung meist nicht nötig. Bei anhaltenden
Beschwerden könne wie bei der SARS-CoV-2-Myokarditis die Behandlung etwa
mit Kortikosteroiden oder NSAID erwogen werden. Auch hier sollten
Betroffene mit anstrengendem Sport 3-6 Monate warten. Insgesamt betonen
die US-Kardiologen, dass der Nutzen der Covid-Impfung aber das Risiko
deutlich überwiegt. „Diese Einschätzung können wir insbesondere bei den
über 50-Jährigen auch nach unseren Erfahrungen in Deutschland nur
unterstreichen“, so Voigtländer.
Eher vorsichtig äußern sich die Experten zu weiteren Impfungen nach einer
impfassoziierten Myokarditis. „Auch hier teilen wir die Sicht der ACC-
Experten, dass eine individuelle Einschätzung des behandelnden Arztes
erfolgen muss“, betont der Frankfurter Kardiologe und Intensivmediziner.
Entscheidungskriterien sind Voigtländer zufolge das Risiko für schwere
Covid-19-Verläufe (ältere und immunsupprimierte Patienten) und der
bestehende Antikörperspiegel.

Quelle: (1) J Am Coll Cardiol. Mar 16, 2022. Epublished DOI:
10.1016/j.jacc.2022.02.003

Kardiale Magnetresonanztomographie (kMRT)
In der kMRT kann eine akute Myokarditis sicher festgestellt werden. Durch
sogenannte Mapping-Techniken (T1- und T2-Mapping) kann die Muskulatur der
linken Hauptkammer des Herzens auf das Vorliegen von Entzündungsarealen
untersucht werden. Es lässt sich sehr genau analysieren, ob durch die
Entzündung eine Schwellung im Herzmuskel (Myokard) besteht. Zusätzlich
kann durch die Gabe von MRT-Kontrastmittel untersucht werden, ob sich
durch die Entzündung bereits eine Zunahme des Bindegewebes im Myokard
zeigt.

Wichtige Informationen für Herz-Kreislauf-Patienten zum Thema Myokarditis
nach Covid-19/-Impfung bietet die Herzstiftung unter www.herzstiftung.de
/corona-impfung und www.herzstiftung.de/corona-impfung-myokarditis
Zum Podcast mit Virologin Prof. Sandra Ciesek und Prof. Thomas Voigtländer
zum Thema Corona-Pandemie & Herz unter www.herzstiftung.de/podcast-covid-
herz

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