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Zentrum für Klimaresilienz zum aktuellen IPCC-Bericht

n seinem neuesten Bericht betont der Weltklimarat die dringende
Notwendigkeit, die Klimaresilienz von Ökosystemen und Gesellschaften so
umfassend und so schnell wie möglich zu stärken. Forscherende
verschiedener Fächer am Zentrum für Klimaresilienz der Universität
Augsburg sehen im aktuellen IPCC-Bericht sinnvolle Ansätze, aber auch
weiteres Potenzial.

Der Weltklimabericht betont in seinem dritten Teilbericht die dringende
Notwendigkeit, die Klimaresilienz von Ökosystemen und Gesellschaften so
umfassend und so schnell wie möglich zu stärken. Wie eine klimaresiliente
Zukunft gelingen kann und welche Herausforderungen dabei bestehen, wird am
Zentrum für Klimaresilienz erforscht, indem über 30 Forschenden
verschiedener Fächer zusammengeführt werden.

Der Weltklimarat hat gestern in Genf den dritten Teilbericht des aktuellen
Sachstandsberichts zum Thema Klimaschutzmaßnahmen und Möglichkeiten der
CO2-Emissionsbegrenzung vorgestellt. Damit liegen nun alle Teilberichte
des sechsten Sachstandsberichts zur aktuellen Lage des Klimawandels vor.
Die drei Teilberichte betonen wie nie zuvor, wie dringend es ist,
wirkungsvolle und effiziente Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
voranzubringen und dabei gleichzeitig CO2-Neutralität zu verwirklichen.

„Resilienz wird in dem aktuellen Klimabericht zum Schlüsselbegriff der
Bewältigung der Klimakrise“, betont Harald Kunstmann, Direktor des
Zentrums für Klimaresilienz der Universität Augsburg. Am neu gegründeten
Zentrum werden konkrete Anpassungs- und Resilienzmaßnahmen erforscht. Über
30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fächer werden
dabei unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt. Expertinnen und
Experten aus dem Zentrum stellen heraus, wo besondere Herausforderungen im
Hinblick auf die Umsetzung der im IPCC-Bericht vorgeschlagenen Maßnahmen
bestehen.

Klimaresilienz als Verknüpfungsaufgabe

Damit Maßnahmen zur Förderung der Klimaresilienz effizient umgesetzt
werden können, ist aus Sicht von Kunstmann, eine stärkere Vernetzung bei
der Planung und Umsetzung von Maßnahmen dringend erforderlich. „Der
aktuelle IPCC betont die Notwendigkeit Synergien aber auch mögliche
Konflikte zwischen Anpassungsmaßnahmen in den Blick zu nehmen.
Hydrometeorologisch sind wir beispielsweise gleichzeitig mit
Starkniederschlägen und Hochwasser auf der einen Seite, sowie Trockenheit
und Dürren auf der anderen Seite konfrontiert. Wichtig ist es dabei für
beide Extreme aufeinander abgestimmte Lösungen zu finden. Klimaresilienz
bedeutet nicht nur einzelne Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln z.B. jeweils
einzeln für Hochwasser- und Dürrerisiken, sondern dass die Maßnahmen auch
im Zusammenspiel funktionieren. Wie dringend das auch für uns in
Deutschland ist, hat die Hochwasserkatastrophe 2021 eindrucksvoll
gezeigt.“

Die Grenzen der Klimaresilienz

Die Möglichkeiten, uns als Menschen an die Klimaveränderung anzupassen,
sind jedoch begrenzt. Claudia Traidl-Hoffmann, stellv. Direktorin des
Zentrums für Klimaresilienz und Professorin für Umweltmedizin,
verdeutlicht dies anhand der Körpertemperatur: „Die Kerntemperatur unseres
Körpers liegt bei 36-37,5 Grad. Sie muss auch bei Hitze aufrechterhalten
werden. Ob dies gelingt, hängt von individuellen Faktoren, wie zum
Beispiel der Fitness oder dem Alter der Person, ab. Klimaschutz, die
Begrenzung der Erderwärmung, ist deshalb immer auch Gesundheitsschutz –
dieser Zusammenhang muss in Zukunft noch viel stärker in den Fokus
genommen werden. Noch sind die ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend.
Jede Entscheidung in den nächsten 10 Jahren – der Politik und des
Privatmenschen – stellt jeweils die Weichen in Richtung zu mehr oder
weniger Klimaresilienz.“ Der aktuelle IPCC-Bericht zeigt den Zusammenhang
von Klimaanpassungsmaßnahmen und Gesundheitsschutz an einigen Stellen
bereits auf, indem er darlegt, wie die Energie- und Mobilitätswende zu
sauberer Luft und so besseren Lebensbedingungen führen kann.


Klimaresilienz in urbanen Räumen

Als eines der zentralen Handlungsfelder für die Umsetzung von
Klimaresilienzmaßnahmen führt der IPCC Bericht städtische Räume an. In
diesem Bereich unterstreicht auch Elke Hertig, stellv. Direktorin des
Zentrums für Klimaresilienz und Professorin für Regionalen Klimawandel und
Gesundheit, dringenden Handlungsbedarf: “Der fortschreitende globale Trend
der Urbanisierung sollte dabei genutzt werden, um die klimaresiliente
Entwicklung in städtischen Räumen voranzutreiben. Die umfassende
Transformation der Städte, für die eine Reihe an Maßnahmen, angefangen vom
Hitzeschutz bis hin zur Mobilitätswende, aufgegriffen werden, ist ein
Schlüsselelement für eine nachhaltige Entwicklung und ist mit zahlreichen
positiven Effekten, wiederum auch in Bezug auf die menschliche Gesundheit,
verbunden.”

Klimaresilienz ist mehr als technische Innovationen
Für solch umfassende Transformationen ist aus Sicht von Markus Keck,
Professor für Urbane Klimaresilienz, wichtig, Wechselwirkungen zwischen
technischen Innovationen, wirtschaftlichen und sozio-politischen Prozessen
stärker zu fokussieren: „Der aktuelle IPCC Bericht legt erneut einen
großen Fokus auf technische Lösungen und Innovationen. Maßnahmen, wie
moderne kapitalistische Wirtschaftssysteme mit ihrem hohen
Ressourcenverbrauch und umweltschädlichen Produktionsweisen grundlegend
reformiert werden können, bleiben indes vage. In Zukunft müssen wir uns
noch stärker mit der Frage auseinandersetzen, wie Produktionsweisen
umgesetzt werden können, die Ressourcen schonen und die Umwelt schützen.
Für diese anstehenden gesellschaftlichen Veränderungsprozesse ist es
nötig, alle Bevölkerungsschichten in einem partizipativen Verfahren in den
Entscheidungsfindungsprozess einzubinden und mitzunehmen.“
Klimaresilienz als Aufgabe für alle
Erstmals werden im aktuellen IPCC Bericht dazu auch sozial-kulturelle
Maßnahmen umfassend diskutiert, die u.a. auf die Anpassung alltäglicher
Verhaltensweisen durch einzelne Bürgerinnen und Bürger zielen (z.B.
Konsumverhalten). Dr. Anja Kalch, Kommunikationswissenschaftlerin und
Mitglied im Vorstand des Zentrums für Klimaresilienz, hebt hervor, dass
gerade bei diesen Maßnahmen auch die Vermittlung in den Blick genommen
werden muss: „Damit die Menschen ihren CO2-Ausstoß anpassen, müssen sie
auch wissen, wie sie wirksame Handlungsmaßnahmen ergreifen können. Die
Medien nehmen eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht solche
Anpassungsmaßnahmen oder auch soziale Normen zum Klimaverhalten zu
vermitteln. Aktuell werden diese Aspekte in der Medienberichterstattung
aber noch zu wenig thematisiert.“

Klimaresilienz interdisziplinär erforschen

Das im Dezember 2020 gegründete Zentrum für Klimaresilienz bündelt die mit
dem Forschungsschwerpunkt Klimaresilienz zusammenhängenden Expertisen an
der Universität Augsburg. Es ist fakultätsübergreifend und
interdisziplinär aufgebaut. Beteiligt sind die Fakultäten für Angewandte
Informatik, Medizin und Wirtschaftswissenschaften, sowie die
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät und die Juristische
Fakultät. Ziel des Zentrums ist es, ganzheitliche und umsetzbare
Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu entwickeln und
zwar auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

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etzt anmelden: Online-Veranstaltung „Künstliche Intelligenz: Chance für die (Zivil-)Gesellschaft?!“ am 19. April

Wie kann uns Künstliche Intelligenz dabei helfen, gesellschaftliche
Herausforderungen "intelligenter" zu lösen? Diese Frage steht im
Mittelpunkt der Online-Veranstaltung „Künstliche Intelligenz: Chance für
die (Zivil-)Gesellschaft?!", zu der das Deutsche Stiftungszentrum (DSZ),
die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) und ZiviZ im
Stifterverband gemeinsam einladen. Die Veranstaltung findet am Dienstag,
19. April 2022 von 16:00 bis 17:30 Uhr statt. Jetzt zur virtuellen
Veranstaltung anmelden und mit diskutieren: http://www.pretix.eu/DSEE/ki

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst integraler Bestandteil unseres
Alltags. Fast unbemerkt übernehmen selbstlernende Algorithmen immer mehr
Aufgaben. KI begegnet uns in Form von sogenannten Chatbots, als
Sprachassistenten auf unseren Mobiltelefonen oder sogar als eine von
vielen Nachrichten, die wir tagtäglich lesen. Autonomes Fahren ist ohne KI
ebenso undenkbar wie zahlreiche moderne Therapieansätze in der Medizin.

KI ist auch in der Zivilgesellschaft angekommen – wenngleich die
Potenziale, die KI-Anwendungen für zahlreiche gesellschaftliche
Herausforderungen mit sich bringen, noch nicht ganz erfasst werden. Die
Gründe sind vielschichtig. Neben technischen Hürden, die es zu überwinden
gilt, sind eine ganze Reihe ethischer und gesellschaftspolitischer Fragen
noch zu diskutieren.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Anwendern schauen wir daher hinter den
Algorithmus und zeigen, wie KI nicht nur unseren Alltag erleichtert,
sondern uns auch dabei helfen kann, die gesellschaftlichen
Herausforderungen "intelligenter" zu lösen. Wir diskutieren die Frage,
welche Rahmenbedingungen es braucht, um die Potenziale von KI für die
(Zivil-)Gesellschaft noch stärker zu nutzen, und wie es gelingen kann,
dass aus Risiken keine Gefahren für unsere Gesellschaft werden. Zugleich
fragen wir nach dem Selbstverständnis der Zivilgesellschaft, wenn es darum
geht, die Zukunft mithilfe von KI zu gestalten: Sind wir Beobachter,
Mahner oder Gestalter?

Es diskutieren:

- Philipp Berg, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (Begrüßung)
- Matthias Schmolz, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen
Stiftungszentrums sowie Geschäftsführer und Kaufmännischer Leiter des
Stifterverbandes (Begrüßung)
- Julia Gundlach, Co-Projektleitung Ethik der Algorithmen, Bertelsmann
Stiftung
- Florian Rampelt, Geschäftsstellenleiter des KI-Campus beim
Stifterverband
- Susanne V. Weber, Civic Innovation Platform
- Bart de Witte, Gründer der Hippo AI Foundation

Moderation: Tanja Samrotzki

Melden Sie sich jetzt an und diskutieren Sie mit:
http://www.pretix.eu/DSEE/ki

Das Deutsche Stiftungszentrum, die Deutsche Stiftung für Engagement und
Ehrenamt und ZiviZ im Stifterverband setzen mit dieser Online-
Veranstaltung, die im Rahmen der Berliner Stiftungswoche stattfindet, ihre
gemeinsame Reihe "Miteinander statt Nebeneinander" fort.

Für weitere Informationen:

Nadine Seiwert
Kommunikationsmanagerin
Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband
T 0201 8401-123
<nadine.seiwert@stifterverband.de

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Ernte & Strom vom Acker: Wissenschaft begrüßt Startschuss für innovative Technolo

Agri-Photovoltaik: Weitere Forschung könnte Potential der aktuellen
Solaroffensive sogar steigern, so Forschungsverbund um Uni Hohenheim &
Fraunhofer ISE

Eine Fläche – zweifache Nutzung: Die sogenannte „Agri-Photovoltaik“ bietet
die Chance, auf landwirtschaftlichen Flächen gleichzeitig Nahrungsmittel
und Solarstrom zu produzieren. Die Bundesregierung will Agri-PV-Anlagen
auf landwirtschaftlichen Nutzflächen künftig über das Erneuerbare-
Energien-Gesetz (EEG) fördern und greift damit eine zentrale Forderung aus
dem Themensteckbrief der Arbeitsgruppe Agri-Photovoltaik auf. Nun sollte
die Bundesregierung auch die notwendige Begleitforschung fördern, damit
das Potential der innovativen Technologie noch weiter ausgenutzt werden
könne, so die Forscherinnen und Forscher. Dazu schlagen sie eine
Kombination von Feldforschung und Agri-PV-Modellprojekten als sogenannten
„Living Labs“ vor. Bei ihren Einschätzungen stützt sich die Arbeitsgruppe
auf die Expertise eines Netzwerkes mit 16 Mitgliedern, darunter die Uni
Hohenheim in Stuttgart und das Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE. Der vollständige Themensteckbrief ist abrufbar unter
https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Themensteckbrief_Agri-PV.pdf

Vier Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland würden
ausreichen, um den gesamten Strombedarf des Landes zu decken. So lautet
die Hochrechnung in dem aktuellen Themensteckbrief der Arbeitsgruppe Agri-
Photovoltaik. Gleichzeitig kann auf diesen Flächen auch noch eine Ernte
eingefahren werden.

„Agri-Photovoltaik“ nennt sich der Ansatz, bei dem Solarmodule auf Stelzen
montiert werden, neben oder unter denen weiterhin Landwirtschaft betrieben
wird. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet die Strom-Produktion eine
wertvolle Zusatzeinnahme. Ein weiterer Vorteil neben der doppelten Ernte:
Die Anlagen können Kulturpflanzen vor zunehmenden Extrem-Wetterereignissen
wie Starkregen oder Hagel schützen.

Feldversuche belegen das Potential der doppelten Landnutzung

Dass das Konzept funktioniert, zeigen die 2021 abgeschlossenen Versuche
der Universität Hohenheim und des Fraunhofer ISE. Auf einer Versuchsfläche
am Bodensee untersuchten die Forschenden die Auswirkungen einer Agri-PV-
Anlage auf die Kulturen Kartoffel, Sellerie, Kleegras und Weizen.

Das Ergebnis: eine durchschnittliche Landnutzung von 160 %. Statt je 100 %
Weizen und 100 % Solarstrom auf zwei getrennten Feldern, ermöglicht Agri-
PV in unserer Klimazone auf der gleichen Fläche eine Produktion von etwa
80 % Weizen und 80 % Solarstrom.

In warmen und trockenen Jahren begünstigte der Schatten der PV-Anlagen
sogar den Pflanzenwuchs. 2018 stieg der Weizenertrag auf dem Versuchsfeld
um 3 %, der Ertrag von Kartoffeln sogar um 11 %.

Volles Potential der Anlagen bisher nicht umfassend erforscht

Die positiven Erkenntnisse bei diesen Beispiel-Pflanzen legen nah, dass
sich das Potential der Agri-Photovoltaik durch detailliertere Forschung
noch effizienter heben ließe.

„Eine spannende Frage ist, durch welche Pflanzen sich das Potential der
Agri-PV-Felder besonders weit ausreizen lässt. Gleichzeitig müssen wir
untersuchen, wie die Anlagen die Biodiversität auf den Feldern
beeinflussen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind“, sagt
Lisa Pataczek, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Ökologischer
Landbau der Universität Hohenheim.

Ein weiterer Aspekt: „Manche Anlagen können Pflanzen zudem vor starker
Sonne oder Regen schützen. Durch weitere Forschung können wir
herausfinden, wie man die Anlagen wirtschaftlich und ökologisch am besten
einsetzen kann.“

Modellforschung ist eine Chance für nachhaltiges Förderprogramm

Jun.-Prof. Dr. Andreas Schweiger, Leiter des Fachgebiets Pflanzenökologie
an der Universität Hohenheim, ergänzt: „Die angekündigte Solar-Offensive
der Bundesregierung ist ein wichtiger Schritt und greift eine unserer
zentralen Forderungen auf. Um die Anlagen in Zukunft effizient und
nachhaltig laufen zu lassen, wäre nun eine intensive Begleitforschung mehr
als ratsam.“

Ideal wäre eine Kombination von Feldforschung und Modellprojekten, so der
Pflanzenökologe der Universität Hohenheim: „Solche sogenannten „Living
Labs“ wären ideal, um zum Beispiel Bedingungen an verschiedenen Standorten
in Deutschland zu testen.“

Aus den Ergebnissen könnten im nächsten Schritt Empfehlungen für ein
differenziertes Förderprogramm abgeleitet werden, um die Anlagen
bestmöglich in die Praxis zu überführen.

Ein solches wissenschaftlich fundiertes Förderprogramm sei ein wichtiger
Schritt, findet auch Max Trommsdorff, Gruppenleiter Agri-Photovoltaik am
Fraunhofer ISE: „Durch eine pauschale Förderung würden unterschiedliche
Systeme miteinander konkurrieren. Die besonders flächeneffizienten hoch
aufgeständerten Anlagen-Typen sind allerdings aktuell noch auf eine höhere
Förderung angewiesen.“ Eine differenzierte Förderung der unterschiedlichen
Anlagen würde sicherstellen, dass die Technologie ihr volles Potenzial
entfaltet.

HINTERGRUND: Arbeitsgruppe Agri-Photovoltaik

Die Arbeitsgruppe Begleitforschung gehört zum Forschungsbereich
Photovoltaik im Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien, gefördert durch
das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. In dem Netzwerk des
Bundesministeriums tauschen sich Expert:innen aus Forschung, Industrie und
Politik zum Einsatz regenerativer Energien aus. Der Forschungsbereich
Photovoltaik beschäftigt sich damit, wie Kosten für Solarstrom reduziert
und gewonnene Energie besser in die Energiesysteme integriert werden
können.

Weitere Informationen
> Projekt-Homepage: https://agri-pv.org/de/
> Innovationsgruppe APV-RESOLA: https://www.uni-
hohenheim.de/organisation/projekt/innovationsgruppe-apv-resola-
agrophotovoltaik-beitrag-zur-ressourceneffizienten-landnutzung

> Agri-Photovoltaik am Fraunhofer ISE:
https://www.ise.fraunhofer.de/de/leitthemen/integrierte-photovoltaik/agri-
photovoltaik-agri-pv.html

> Vollständiger Themensteckbrief: https://www.uni-
hohenheim.de/uploads/media/Themensteckbrief_Agri-PV.pdf

Kontakt für Medien
M.Sc. Lisa Pataczek, Universität Hohenheim, Zentrum Ökologischer Landbau
T 0711-459-24193, E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Jun.-Prof. Andreas Schweiger, Universität Hohenheim, Fg. Pflanzenökologie
(320b)
T 0711-459-22189, E andreas.schweiger@uni-hohenheim.de

M.Sc. Max Trommsdorff, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
T 0761 4588-2249, E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..de

Zu den Pressemitteilungen der Universität Hohenheim
http://www.uni-hohenheim.de/presse

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Parkinson verstehen und stoppen:

Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen fördert
Wissenschaft und Nachwuchs mit Preisen in Höhe von 310.000 Euro

Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) hat
auf dem Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022
mehrere Preise zur Förderung vielversprechender Forschungsprojekte in Höhe
von insgesamt 310.000 Euro verliehen. Drei junge Forscherinnen und
Forscher erhielten im Rahmen der Nachwuchsförderung jeweils 100.000 Euro,
um die unabhängige Durchführung ihrer Projekte zu ermöglichen. Vier
weitere wurden für ihre abgeschlossenen Arbeiten mit dem DPG-
Wissenschaftspreis geehrt, der mit jeweils 2.500 Euro dotiert ist.

Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft ist es das Ziel der
DPG, den Fortschritt der Parkinson-Forschung voranzutreiben und zur
Entwicklung neuer, verbesserter diagnostischer Methoden und Therapien
beizutragen. Die DPG finanziert sich ausschließlich durch Spenden, die
Preise wurden von der DPG ohne weitere Partner gestiftet.

„Mit der DPG-Nachwuchsförderung wollen wir die Unabhängigkeit junger
Wissenschaftler:innen bei der Durchführung ihrer Projekte gewährleisten.
Aufgrund der Vielzahl spannender Bewerbungen haben wir drei statt zwei
besonders interessante Forschungsprojekte ausgewählt“, sagt Prof. Günter
Höglinger vom DPG-Vorstand. Mit je 100.000 Euro ausgezeichnet wurden:

- Dr. med. Kevin Peikert, Rostock (LipiSYN: Untersuchung des Zusammenhangs
zwischen Störungen der Membranlipiddynamik und der α-Synuclein-
Proteostase)
- Dr. med. Josefine Waldthaler, Marburg (Longitudinal Changes in
Performance Monitoring for Detection of Medication-induced Impulsivity in
early Parkinson’s Disease)
- Dr. med. Isabel Friedrich, Leipzig (Predicting outcome of cerebrospinal
fluid shunt surgery from EMG and kinematic pattern analysis in patients
with normal pressure hydrocephalus: A machine learning approach)

Parkinson-Forschung durch innovative Ideen bereichern

Der DPG-Wissenschaftspreis ist mit je 2.500 Euro dotiert. Er wird alle
zwei Jahre verliehen und prämiert abgeschlossene Arbeiten aus der
klinischen und grundlagenorientierten Forschung zum Parkinson-Syndrom, die
der Ursachenklärung, der Verbesserung diagnostischer Methoden und der
Entwicklung neuer und verbesserter Therapien dienen.
Nachwuchswissenschaftler:innen werden besonders berücksichtigt. In einem
strukturierten Auswahlverfahren konnten sich folgende Kandidat:innen
durchsetzen:

- Dr. med. Alexander Böcker, Berlin (Increased LRRK2 kinase activity
alters neuronal autophagy by disrupting the axonal transport of
autophagosomes)
- Dr. med. Mareike Fauser, Rostock (Subthalamic nucleus deep brain
stimulation induces sustained neurorestoration in the mesolimbic
dopaminergic system in a Parkinson’s disease model)
- Dr. med. Stephan Greten, Hannover (Safety and Tolerability of
Pharmacotherapies for Parkinson’s Disease in Geriatric Patients)
- Dr. med. Lea Krey, Hannover (Patientensicherheit aus der Dose:
Implementierung und Evaluation der Notfalldose für geriatrische,
polypharmazierte PatientInnen zur Verbesserung von Therapiesicherheit und
Patientenautonomie)

„Die eingereichten Forschungsprojekte haben uns durch hohe fachliche
Qualität, eine beeindruckende methodische Vielfalt und einen
ausgesprochenen wissenschaftlichen Innovationscharakter überzeugt. Wir
wünschen den Preisträgerinnen und Preisträgern viel Erfolg bei ihren
Projekten und ermutigen weitere Kandidatinnen und Kandidaten, sich mit
innovativen Forschungsvorhaben zu bewerben“, sagt Prof. Höglinger.

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und
Bewegungsstörungen e.V. (DPG)
c/o albertZWEI media GmbH
Dipl.-Biol. Sandra Wilcken
Tel.: +49 (0) 89 46148622; E-Mail: <presse@parkinson-gesellschaft.de>
https://parkinson-gesellschaft.de/die-dpg/presseservice

Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG)
fördert die Erforschung der Parkinson-Krankheit und verbessert die
Versorgung der Patientinnen und Patienten. Organisiert sind in der
wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft Parkinson-Ärzt:innen sowie
Grundlagenforscher:innen. Die Zusammenarbeit dieser beiden Zweige ist
entscheidend für die Fortschritte in Diagnostik und Therapie.
https://parkinson-gesellschaft.de/

Die DPG finanziert sich ausschließlich über Spenden. Jeder finanzielle
Beitrag bringt die Erforschung der Parkinson-Krankheit einen Schritt
voran. Auf der neuen Website https://parkinson-gesellschaft.de/ können
Interessierte unkompliziert eine Online-Spende durchführen.

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Alexander Storch, Rostock
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Günter Höglinger, Hannover
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Joseph Claßen, Leipzig
Schriftführer: Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf, Recklinghausen
Schatzmeister: Prof. Dr. med. Dirk Woitalla, Essen

Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG)
Hauptstadtbüro, Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, E-Mail: <info@parkinson-
gesellschaft.de>

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