Zum Hauptinhalt springen

16. BilRess-Netzwerkkonferenz: Dem ressourcenschonenden Lebensstil auf der Spur

Am 15. März 2022 findet die 16. BilRess-Netzwerkkonferenz ab 13:15 Uhr
online statt. Im Fokus stehen Ressourcenbildung und nachhaltiger Konsum.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Bereits 2014 betrug der Rohstoffkonsum der Endnachfrage in Deutschland
laut Umweltbundesamt (UBA, 2018) etwa 1,3 Milliarden Tonnen – also 16,1
Tonnen pro Kopf.
Davon fallen knapp 797 Millionen Tonnen dem Konsum zu Laste. Vor allem
private Haushalte verbrauchen mehr als dreiviertel dieser Rohstoffmenge,
beispielsweise zum Wohnen, für die Ernährung oder Freizeitaktivitäten.

So widmet sich die Veranstaltung diesen Fragen: Wie sieht ein
ressourcenschonendes Konsum- und Nutzungsverhalten aus? Durch welche
Maßnahmen kann der eigene Lebensstil ressourcenfreundlich gestaltet
werden? Und wo liegen die Grenzen des eigenen Wirkens, die allein durch
Änderungen politischer Rahmenbedingen und veränderter Produktangebote
überwunden werden können?

Die Konferenz wird durch drei Impulsvorträge eingeleitet:
• Prof. Dr. Christa Liedtke (Wuppertal Institut): Ressourcenleichte
Lebensstile - Über Dematerialisierung der Produkt-Service-Systeme das gute
Leben gestalten
• Philip Heldt (Verbraucherzentrale NRW): Ressourcenschonender Konsum -
Einfach machen?!
• Dr. Laura Spengler (Umweltbundesamt): Ressourcenbildung: Chancen für
nachhaltigen Konsum

Anschließend stellen sich vielfältige Initiativen in Pitch-Runden vor. Mit
dabei sind:
Blue Awareness, Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., d-mat,
designdirect, Fridays For Future Deutschland, Initiative Pro
Recyclingpapier, KUNST-STOFFE e.V., Leila Berlin, Münster nachhaltig e.V.,
MURKS? Nein Danke! e.V., Netzwerk Reparatur-Initiativen, Solare Zukunft
e.V., Umweltbundesamt, Umwelt im Unterricht, Verbraucherzentrale NRW,
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Die BilRess-Netzwerkkonferenz thematisiert gelebte gute Didaktik,
Praxiserfahrungen, Bedarfe und Wünsche in den Bildungsbereichen Schule,
Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung. Die Referent*innen arbeiten in
Politik, Bildung, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und stellen ihre
Angebote und Bildungsmaterialien vor.

Das BilRess-Netzwerk

Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) ist seit 2012 ein
wichtiger Baustein zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.
Das bundesweite BilRess-Netzwerk unterstützt die Umsetzung von ProgRess im
Bereich der Bildung und vereint Akteur*innen der verschiedenen
Bildungsbereiche (schulische und berufliche Bildung; Hochschulbildung;
Weiterbildung). Dadurch soll u. a. die Sensibilisierung für das Thema
Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz gefördert und der
Erfahrungsaustausch zwischen Akteur*innen der Bildungsbereiche angestoßen
werden. Das BilRess-Netzwerk wird im Rahmen des Auftrags “Kompetenzzentrum
für Ressourceneffizienz” betrieben, der bei der VDI Zentrum
Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) angesiedelt ist.

Weitere Informationen zum BilRess-Netzwerk: https://www.bilress.de
Programm und Informationen zur 16. BilRess-Netzwerkkonferenz:
https://www.bilress.de/id-16-netzwerkkonferenz.html
Kostenlose Anmeldung: https://www.bilress.de/anmeldung-zur-16-bilress-
netzwerkkonferenz.html

  • Aufrufe: 12

Gemeinsam Geschichte auf Instagram erforschen: Bürgerinnen und Bürger für Workshop im März gesucht

Das Projekt „SocialMediaHistory“ lädt Bürgerinnen und Bürger zur
gemeinsamen Forschung ein. Auf einem Online-Workshop am 25. und 26. März
2022 untersuchen Interessierte zusammen mit dem Projektteam
Geschichtsdarstellungen auf Instagram.

Soziale Medien werden verstärkt als Orte der Erinnerungen genutzt – sowohl
von Gedenkstätten, Museen und Medienunternehmen als auch von Initiativen,
Vereinen und Privatpersonen. Sie alle nutzen die Demokratisierung der
Kommunikationsmöglichkeiten, um ein Publikum für die eigenen Botschaften
zu finden.

„Jan Böhmermanns kritische Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur in
sozialen Medien im ZDF Magazin Royal hat jüngst gezeigt, wie groß der
Einfluss von Instagram auf unsere Wahrnehmung von Geschichte geworden
ist“, stellt Projektleiter Christian Bunnenberg aus Bochum fest.

Umso wichtiger ist das Bewusstsein für diese Entwicklungen. Projektleiter
Thorsten Logge von der Universität Hamburg erklärt: „Nicht zuletzt die
Propaganda des gegenwärtigen Krieges zwischen Russland und der Ukraine
führt uns vor Augen, dass wir grundsätzlich kritisch mit den geteilten
Inhalten in den sozialen Medien umgehen müssen. Und dazu brauchen wir alle
die Kompetenz, um uns orientieren und das Gesehene bewerten zu können.“

Dazu bietet das Forschungsprojekt „SocialMediaHistory – Geschichte auf
Instagram und TikTok“ einen Workshop an, bei dem die Teilnehmenden
zunächst das Medium Instagram und seine Ausdruckformen kennenlernen und
anschließend mit dem Projektteam eine Analysemethode zum Umgang mit
Geschichte auf Instagram erarbeiten. Gemeinsam werden dann
Beispielbeiträge entwickelt.

Für den Workshop werden 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 16 Jahren
gesucht. Erste Erfahrungen im Umgang mit Instagram sind erwünscht;
historisches oder geschichtswissenschaftliches Vorwissen ist nicht
erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte finden weitere
Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung bis zum 18. März 2022 auf
der Projektwebsite www.socialmediahistory.de.

Mit den Erkenntnissen aus diesem und drei weiteren Workshops bis 2023
entwickelt das Projektteam Online-Lernmodule, die allen Bürgerinnen und
Bürgern zur Verfügung stehen sollen. Projektkoordinator Nils Steffen von
der Uni Hamburg hält fest: „Als Historikerinnen und Historiker können wir
unser Wissen einbringen. Ohne die Fragen und Impulse der Bürgerinnen und
Bürger können wir jedoch keine Lernmodule konzipieren, die wirklich den
Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer entsprechen.“

„SocialMediaHistory – Geschichte auf Instagram und TikTok“ ist ein
gemeinsames Projekt der Public History der Universität Hamburg und der
Geschichtsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit
Kulturpixel e.V. Das Projekt hat eine Laufzeit von März 2021 bis Februar
2024 und wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es gehört zu
15 Projekten, die bis Ende 2024 die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und
Bürgern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler inhaltlich und
methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche
Herausforderungen geben sollen.

Weitere Informationen unter: <https://www.bmbf.de> und
<http://www.buergerschaffenwissen.de>

  • Aufrufe: 9

Virtueller Tag der Forschung der THD

Am 10. März findet der 9. Tag der Forschung der Technischen Hochschule
Deggendorf (THD) statt. Start des digitalen Events ist um 13 Uhr, die
Veranstaltung endet um 15.30 Uhr. Dann werden die drei besten Poster sowie
der beste Vortrag der Deggendorfer Nachwuchswissenschaftlerinnen und
-wissenschaftler ausgezeichnet.

Wer sich für die angewandte Forschung an der Hochschule interessiert, kann
dies jetzt wieder einmal für zweieinhalb Stunden bequem vom eigenen
Schreibtisch aus tun. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft,
Industrie und Gesellschaft sind gleichermaßen eingeladen und aufgerufen,
dabei zu sein. Gleiches gilt natürlich auch für Studierende und
Studieninteressierte, die wissen wollen, an welchen Themen insbesondere
Nachwuchsforschende an der THD arbeiten.

Insgesamt werden am 10. März zehn Themen aus den Bereichen Nachhaltige
Werkstoffe, Prozesse und Energietechnik, Intelligente Mobilität, Digitale
Wirtschaft und Gesellschaft sowie Innovative Arbeitswelt und Gesundes
Leben vorgestellt. Jede Präsentation dauert gerade mal drei Minuten. „Eine
besondere Herausforderung für die jungen Forscherinnen und Forscher“,
erklärt Pressesprecher Dr. Jörg Kunz. Er kümmert sich an der THD auch um
das Thema Wissenschaftskommunikation. „Komplexe Sachverhalte kurz und
knapp auf den Punkt zu bringen, verständlich und transparent, das ist
nicht einfach“, sagt Kunz. Schließlich gehe es beim Tag der Forschung
weniger darum, in die Tiefe der jeweiligen wissenschaftlichen Thematik
einzusteigen, als vielmehr die Basis für einen wechselseitigen Dialog zu
schaffen. Gleiches gilt für die den Tag der Forschung begleitenden Poster.
Diese sollen es ermöglichen, auf nur einen Blick zu erfassen, worum es
thematisch geht. „Der sehr plakative Ansatz“, so Kunz, „sorgt dafür, dass
man ganz niederschwellig in Gespräche mit den Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern einsteigen kann“. Wie jedes Jahr werden die drei besten
Poster ausgezeichnet. Die Trophäe für den Gewinner wurde wie in der
Vergangenheit von der Designklasse an der Glasfachschule Zwiesel entworfen
und in der eigenen Manufaktur der Bildungseinrichtung hergestellt.

Die Anmeldung zum Tag der Forschung ist bis zum 9. März über die Website
der THD möglich: www.th-deg.de/tdf-2022. Die Teilnahme ist kostenlos.

  • Aufrufe: 13

Gemeinsame europäische Initiative gestartet

Die Max Weber Stiftung (MWS) hat den „Action Plan for Diamond Open Access“
unterzeichnet. Damit unterstützt sie den auf europäischer Ebene von
ScienceEurope, Agence nationale de la recherche, cOAlition S und OPERAS
initiierten Plan zur Förderung des Publikationsmodells Diamond Open
Access.

Diamond Open Access steht für ein Publikationsmodell, das die Kosten für
wissenschaftliches Publizieren weder den Autorinnen und Autoren noch den
Leserinnen und Lesern aufbürdet. Stattdessen werden Publikationen von den
Forschungsinfrastrukturen allein getragen. Dieses Publikationsmodell
pflegt die MWS bereits seit 2008 über ihre Publikationsplattform
perspectivia.net und seit 2016 über ihre Beteiligung an der europäischen
Forschungsinfrastruktur OPERAS.

Der Aktionsplan sieht eine Reihe technischer Maßnahmen vor, in deren
Mittelpunkt die Stärkung von Diamond-Open-Access-Zeitschriften und
entsprechender Publikationsplattformen steht. Dabei zielt er auf vier
zentrale Elemente: Steigerung der Effizienz, Schaffung und Einhaltung von
Qualitätsstandards, Forcierung des Kapazitätsaufbaus und Garantie der
Nachhaltigkeit. Der Aktionsplan folgt damit den Empfehlungen der „Open
Access Diamond Journals Study“. Er wurde bislang von über 40
internationalen Organisationen unterzeichnet. Hier können Sie es tun:
https://scieur.org/diamond-endorsement.


Die MAX WEBER STIFTUNG – DEUTSCHE GEISTESWISSENSCHAFTLICHE INSTITUTE IM
AUSLAND fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch
eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch
unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste
Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche
Forschung.

  • Aufrufe: 51