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Neue Professur für den SRH Campus Rheinland – SRH verstärkt Logistik- Kompetenz

Mit der offiziellen Übergabe der Professorenurkunde an Prof. Dr. Roman
Kremer durch Rektor Prof. Dr. Lars Meierling und Campusleiterin Prof. Dr.
Sabrina Krauss verstärkt der Campus Rheinland sein akademisches Team.

Prof. Dr. Roman Kremer wurde auf eine neu geschaffene Professur mit der
Widmung „Logistik und Informationssysteme“ berufen. Nach seinem Studium
der Allgemeinen Rhetorik, Informatik, Politikwissenschaft und der
evangelischen Theologie in Tübingen und Uppsala war Kremer zunächst als
selbstständiger Berater und Coach für Industrieunternehmen unterwegs und
hatte zahlreiche nationale und internationale universitäre Lehraufträge
inne. 2017 promovierte er schließlich und war seitdem in marktführenden
Unternehmen der Logistikbranche tätig, u.a. als Supply Chain Consultant
betreut mit nationalen und internationalen Beratungsprojekten im Bereich
Lagerplanung und Lageroptimierung. Zuvor leitete er als Senior Logistics
Trainer am Institut für angewandte Warehouse-Logistik nationale und
internationale Schulungen für Supply Chain Software. Seit August 2021 ist
er als Hochschullehrer für Logistik und Informationssysteme an der SRH
Hochschule in Nordrhein-Westfalen tätig.

„Die Expertise von Prof. Kremer und seine fundierte Erfahrung nicht nur im
Bereich der IT und der Logistik, sondern auch im Bereich der
Hochschuldidaktik und fremdsprachigen Lehre, ist ein großer Gewinn für
unseren Standort, unsere internationalen Studiengänge und für den Wissens-
und Kompetenzaufbau der Studierenden“, freut sich Prof. Krauss über den
außerordentlich qualifizierten Kollegen.

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Viadrina-Schriftenreihe Mediation und Konfliktmanagement / 30. Band im Wolfgang Metzner Verlag erschienen

Wie verändert sich die Wahrnehmung von Menschen in einem Konflikt? Was
müssen Mediatorinnen und Mediatoren beim Datenschutz beachten, wenn sie
online vermitteln? Welche Grundhaltung brauchen unternehmensinterne
Ombudspersonen bei der Bearbeitung von Konflikten?
Derart unterschiedliche Fragen beantwortet die Viadrina-Schriftenreihe
Mediation und Konfliktmanagement, die im Wolfgang Metzner Verlag
erscheint. Jeder Band basiert auf einer als hervorragend bewerteten
Masterarbeit, die Absolventinnen und Absolventen des Master-Studiengangs
Mediation und Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina
Frankfurt (Oder) angefertigt haben. Jüngst ist der 30. Band der
Schriftenreihe erschienen.

Die Schriftenreihe, herausgegeben von der wissenschaftlichen Leitung des
Studiengangs (Prof. Dr. Ulla Gläßer, Dr. Felix Wendenburg und Dipl.-Psych.
Kirsten Schroeter), macht diese Forschungsarbeiten mit Unterstützung des
Wolfgang Metzner Verlages sichtbar und öffentlich verfügbar – und stellt
damit wichtige Impulse für die weitere Diskurs- und Praxisentwicklung des
Feldes bereit.
Der erste Band war im November 2015 erschienen; er beleuchtete, welche
Kreativitätstechniken in der Konfliktbearbeitung eingesetzt werden können,
wenn Brainstorming versagt. Der neueste Band zeigt anhand einer
eindrücklichen und kreativen Fallstudie aus Luxemburg, was Mediatorinnen
und Mediatoren tun können, um Menschen niedrigschwellige Zugänge in die
Konfliktbearbeitung zu bieten.

Die wissenschaftlich fundierten, systematischen und verständlichen Bände
werden auch jenseits der universitären Welt wahrgenommen. Das
verdeutlichte zuletzt die Verleihung des Förderpreises 2020 der Centrale
für Mediation an den Absolventen Justus Duhnkrack, dessen Masterarbeit zum
Thema „Entschuldigung in Gerichtsverfahren und Mediation“ als Band 18 der
Schriftenreihe erschienen ist.

Sämtliche Bände stehen kostenfrei als E-Book zum Download zur Verfügung
und können zugleich (kostenpflichtig) als gedrucktes Exemplar erworben
werden.
Zur Übersicht über alle Bände der Schriftenreihe (mit Download-Option):
https://www.vfst.de/WolfgangMetznerVerlag/produktliste/Schriftenreihe-
Viadrina

Hintergrund
Der Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement bietet
Berufstätigen aus unterschiedlichen Disziplinen und Arbeitsfeldern die
Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen
Grundlagen interessenorientierten Konfliktmanagements. Im
berufsbegleitenden Studium werden sowohl theoretische Grundlagen als auch
praktische Einsatzmöglichkeiten mediativer Streitbeilegung vermittelt und
in den Abschlussarbeiten wissenschaftlich reflektiert.
Weitere Informationen zum Studiengang: www.rewi.europa-
uni.de/de/studium/master/mediation/

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Erfolgreiches Pilot-Projekt: Intelligente High-Tech-Roboter bestehen Praxis-Test als Pflege-Assistenten im Klinikalltag

Roboter, die das Gepäck von Reha-Gästen direkt aufs Zimmer bringen, intelligente Rollatoren, die Klinikpatienten zum Bluttest oder zur nächsten Behandlung begleiten und High-Tech-Roboterarme, die nach einer Operation bei pflegerischen Tätigkeiten assistieren: Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte nach Meinung von Experten bereits in fünf Jahren Wirklichkeit sein. In einem groß angelegten, rund dreijährigen Pilotprojekt haben Roboter-Hersteller und Spezialisten für Künstliche Intelligenz jetzt den Praxiseinsatz erprobt. Modernste Robotertechnik kam im Alltag einer echten Klinik, der Johannesbad Fachklinik Saarschleife in Mettlach, mit realen Patienten und Mitarbeitern zum Einsatz.


Die Interaktion zwischen Mensch und Technik war der Fokus des Projekts "Intuitiv", das das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund zwei Millionen Euro förderte und finanzierte. Das Fazit fällt äußerst positiv aus: "Wir haben festgestellt, dass Patienten und Mitarbeitende der Klinik sehr begeistert auf unsere robotischen Systeme reagiert haben", sagt Karsten Bohlmann, einer der Koordinatoren.
 
An dem komplexen Forschungsprojekt arbeiteten verschiedene Unternehmen mit: unter anderem ek robotics, ein Hersteller und Systemintegrator von High-Tech-Transportrobotik, Gestalt Robotics, ein Dienstleister für Industrieautomatisierung sowie Human Factors Consult, ein Gestaltungs- und Auslegungsspezialist von technischen Systemen und Softwareschnittstellen. Die Johannesbad Fachklinik Saarschleife stellte die Versuchsumgebung sowie die freiwilligen Probanden für die Praxis-Anwendung. "Aus der Praxis heraus haben sich drei Anwendungsbereiche ergeben, in denen wir das Pflegepersonal entlasten könnten", sagt Dr. Rolf Mayer. Der langjährige Chefarzt der Orthopädie betreute das Projekt auf Seiten der Klinik. 
 
Ein speziell entwickelter Transport-Roboter begleitete als intelligenter "Kofferträger" die Gäste nach dem Check-In ins Zimmer. Ein zweiter Roboter, ein computergesteuerter, autonomer Rollator, holte Patienten ab und begleitete sie zu den Therapien und Sprechstunden innerhalb des Hauses. Zudem assistierte ein Roboter-Arm bei pflegerischen Tätigkeiten. Das Ziel des Projekts: ein vertrauensvolles Miteinander von Roboter und Mensch zu testen, um zukünftig einen Roboter-Einsatz in Pflegeeinrichtungen etablieren zu können. "Kommunikation und Interaktion sind dafür die zentralen Elemente", sagt Karsten Bohlmann. 
 
Die Herausforderung ist dabei außerordentlich komplex: In der sozialen Interaktion der Roboter mit den Patienten im Alltag spielten Faktoren wie die Dynamik der Annäherung, die Erkennung, das Vergleichen von Personen und auch das Verstehen der Umgebung eine große Rolle. Als Teil des Projekts entstand eine Plattform für sozial-intelligente Assistenten: "Inhaltlich ging es darum, dass abstrakte Forschung in die Praxis und, in unserem Fall, an den Patienten bestmöglichst herangebracht wird, was im Bereich der Anwendungsforschung nicht selbstverständlich ist", sagt Dr. Mayer. 
 
Das Feedback der Patienten auf die automatischen Helfer war außerordentlich positiv: "Das hat sehr gut funktioniert und für mich war das ein ganz tolles Erlebnis", sagte einer der Probanden. "Unsere Vision ist es nun, diese technischen Systeme zu realen Produkten weiterzuentwickeln, die die Menschen in ihrem Alltagsleben unterstützen", sagt Projektkoordinator Bohlmann. Er sieht einen tatsächlichen Klinik-Einsatz von Transport- und Assistenzrobotern wie dem autonomen Rollator in Deutschland bereits in ein paar Jahren - im Zeitfenster zwischen 2025 und 2030 - als realistisch an. 
 
Dennoch sind die High-Tech-Roboter, die in der Johannesbad Fachklinik zum Einsatz kamen, Prototypen und noch nicht serienreif, wie Bohlmann verdeutlicht. Neben der technischen Weiterentwicklung wollen die Experten die Mensch-Roboter-Interaktion weiter optimieren. Denn die Menschen sollten sich mit den Robotern schließlich "anfreunden" und sich mit diesen "wohlfühlen". Die Ergebnisse aus dem Praxistest liefern dafür eine wertvolle Grundlage. 
 
In einem Video geben die Initiatoren des Projekts einen Einblick in ihre Arbeit vor Ort in der Johannesbad Fachklinik Saarschleife, es ist abrufbar unter https://youtu.be/sOrkS3uKwpg
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Neoflabellina reticulata - Fossil des Jahres 2022

Neoflabellina reticulata gehört zu den Foraminiferen, im Meer lebende
Einzeller mit einem gut fossil erhaltungsfähigem Gehäuse. Mit bis zu fast
2 mm Länge ist das aktuelle Fossil des Jahres ein größeres Mikrofossil.
Das stark abgeflachte und lanzettförmige Gehäuse aus Kalzit baut sich aus
zahlreichen Kammern auf.

Seit die Auszeichnung Fossil des Jahres vergeben wird, erhält nun zum
ersten Mal ein
Mikrofossil diesen Titel. Mikrofossilien sind so klein, dass ihre
Bestimmung und
Untersuchung ein Mikroskop erfordern. Durch ihre geringe Größe sind
Mikrofossilien im
Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit bei weitem nicht so präsent wie
beispielsweise
Dinosaurier oder Ammoniten, sie sind jedoch sehr nützliche Leitfossilien
und Indikatoren für die Umweltbedingungen der geologischen Vergangenheit,
auch weil sie in kleineren Proben, wie man sie beispielsweise durch
Bohrungen gewinnt, zahlreich auftreten können.

Neoflabellina reticulata gehört zu den Foraminiferen, Einzellern mit einem
gut fossil
erhaltungsfähigem Gehäuse. Mit bis zu fast 2 mm Länge ist das aktuelle
Fossil des Jahres ein größeres Mikrofossil. Das stark abgeflachte und
lanzettförmige Gehäuse aus Kalzit baut sich aus zahlreichen Kammern auf.

Wann, wo und wie lebte Neoflabellina reticulata?
Neoflabellina reticulata war eine weltweit verbreitete Art. Sie ist auf
das Maastrichtium
beschränkt, die letzte Stufe der Kreide, die mit dem großen
Aussterbeereignis endet, dem auch die Dinosaurier zum Opfer fielen.
Neoflabellina reticulata kam nur in tieferem Wasser der Schelfe vor, da
ihr Gehäuse leicht zerbrechlich ist. Sie scheint schwankende
Wassertemperaturen ertragen zu haben.

Die Bedeutung von Neoflabellina reticulata
Die Bedeutung des diesjährigen Fossils des Jahres liegt in seinem
biostratigraphischen
Leitwert für die höchste Oberkreide, Neoflabellina reticulata kommt nur in
dieser Zeit vor,
und dem Indikatorwert für den Meeresgrund unterhalb der Wellenbewegung bei
Stürmen
begründet. Wissenschaftshistorisch betrachtet ist Neoflabellina reticulata
eine der ersten aus der Schreibkreide beschriebenen Foraminiferenarten und
ihre Beschreibung fällt in die
Gründungszeit der Mikropaläontologie als Wissenschaftsdisziplin. Außerdem
ist ihr Gehäuse ästhetisch sehr attraktiv.

Wo kann man Neoflabellina reticulata sehen?
Wegen ihrer Kleinheit werden Mikrofossilien für gewöhnlich nicht in
Ausstellungen gezeigt,
finden sich aber in den paläontologischen Sammlungen von Museen,
Forschungsinstituten
und Universitäten. Dies trifft auch auf Neoflabellina reticulata zu, das
Reusssche Material
wurde am Naturhistorischen Museum Wien hinterlegt. Eine virtuelle
Ausstellung mit vielen
Foraminiferen der Schreibkreide kann man beispielsweise auf
www.foraminifera.eu
betrachten – dort ist auch Neoflabellina reticulata vertreten. Am 20. Mai
2022 wird das Fossil des Jahres offiziell im Pommerschen Landesmuseum der
Universitätsstadt Greifswald vorgestellt.

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