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Digitale Werkschau der Fachbereiche Architektur und Design

Die Fachbereiche Architektur und Design laden zur digitalen Werkschau ein.
Die Fachbereiche Architektur und Design laden zur digitalen Werkschau ein.

Die digitale Werkschau der Fachbereiche Architektur und Design der
Hochschule Düsseldorf zeigt das breite Spektrum der Abschlussarbeiten des
Wintersemesters 2021/22

Ab sofort sind die virtuellen Einblicke der kreativen Abschlüsse der
Absolvent*innen des Wintersemesters 2021/22 freigeschaltet. Design- und
Architekturinteressierte können sich die Arbeiten von Bachelor- und
Masterabsolvent*innen der Peter Behrens School of Arts ansehen.
Gezeigt werden Arbeiten aus den Studiengängen Architektur,
Innenarchitektur und Civic Design sowie Design mit seinen Studiengängen
Kommunikationsdesign, Exhibition Design, New Craft Object Design und
Retail Design.

Ziel erreicht
Am Anfang stand ein Ziel, dieses wurde gestaltet, reflektiert,
konkretisiert und neue unbekannte Wege eingeschlagen, um letztendlich das
Projekt erfolgreich umzusetzen.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Auf der umfassenden Webseite
https://hsd-werkschau.de hat jede*r Absolvent*in eine persönliche
Unterseite auf der Bilder, Videos, Hintergründen zur Idee und persönliche
Daten erfasst sind.

Werkschaugestaltung
Die Studierenden Friedrich Breidenich, Lorenz Karl-Heinz Grohmann und Sven
Shiwen Wang haben unter der Leitung von Professor Andreas Uebele das
aktuelle Werkschaudesign entwickelt. Die Gestaltung für die Werkschau des
Wintersemesters 2021/2022 will provozieren, auffallen, Regeln brechen und
Sehgewohnheiten herausfordern, weg von klaren Kanten und minimalistischer
Gestaltung. Wie in der Lehre und Werkschau im virtuellen Raum nutzt das
Design die Stärken der digitalen Arbeitsweise: plastisch, verzerrt,
unscharf und doch klar.

An der Peter Behrens School of Arts (Fachbereiche Architektur und Design)
der Hochschule Düsseldorf werden zur Zeit rund 2.300 Studierende sowohl in
Bachelor- als auch Master-Studiengängen ausgebildet.

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Bilanz nach erstem Semester: studium oecologicum der TU Dortmund erfolgreich gestartet

Campus der TU Dortmund: Im Wintersemester 2021/22 startete an der TU Dortmund das studium oecologicum.  Roland Baege  TU Dortmund
Campus der TU Dortmund: Im Wintersemester 2021/22 startete an der TU Dortmund das studium oecologicum. Roland Baege TU Dortmund

Als eine der ersten Universitäten in Deutschland bietet die TU Dortmund
seit dem Wintersemester 2021/22 das studium oecologicum an: Damit können
TU-Studierende über ihr eigenes Fach hinaus interdisziplinär Kompetenzen
zum Thema Nachhaltigkeit erwerben. Henning Moldenhauer vom
Nachhaltigkeitsbüro der TU Dortmund zieht nach dem ersten Semester eine
positive Bilanz.

Das studium oecologicum ist ein Zertifikat, das TU-Studierende als
Zusatzqualifikation während ihres Bachelor- oder Masterstudiengangs
absolvieren können. Dafür müssen sie Veranstaltungen mit insgesamt zehn
Leistungspunkten aus drei Modulen (Basismodul, facheigenes und fachfremdes
Gebiet) absolvieren. Die interdisziplinäre öffentliche Ringvorlesung
„Klima: Wandel, Werte, Wissenschaft“ der Fakultät Bio- und
Chemieingenieurwesen bildet das Basismodul. Dort werden die fachlichen
Grundlagen gelegt und verschiedene Perspektiven aus unterschiedlichen
Fachbereichen vermittelt. In den fünf Vertiefungsmodulen Bildung,
Gesellschaft, Naturwissenschaft und Technik, Raum und Bau sowie Ökonomie
können sich die Studierenden detaillierter mit fachspezifischen
Fragestellungen auseinander setzen.

„Insgesamt haben im aktuellen Wintersemester 64 Studierende an 18
Veranstaltungen in neun Fakultäten teilgenommen“, sagt Henning Moldenhauer
vom Nachhaltigkeitsbüro der TU Dortmund, der das Zertifikat mit initiiert
hat. Besonders stark vertreten ist die Fakultät Raumplanung mit sechs für
das Zertifikat geöffneten Veranstaltungen. Durch das Basismodul hat die
Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen mit 57 Studierenden die größte Zahl
an Teilnehmer*innen gehabt.

„Nachhaltigkeit sollte zukünftig noch stärker in allen Bereichen des
gesellschaftlichen Lebens vertreten sein. Mir persönlich ist es ein
Anliegen, dies im Bereich der Bildung umzusetzen, daher habe ich mich
dafür entschieden, das studium oecologicum als Zusatzqualifikation zu
erwerben“, sagt Masterstudentin Katharina Kosian. „Es bietet die
Möglichkeit, den Aspekt der Nachhaltigkeit fächerübergreifend zu studieren
und damit Theorien und Anwendungsmöglichkeiten sowohl in den eigenen
Studienfächern als auch in fachfremden Bereichen kennenzulernen.“ Auch
Henning Moldenhauer zeigt sich zufrieden: „Das studium oecologicum ist von
den Studierenden direkt gut angenommen worden. Das zeigt, dass wir damit
einen Nerv getroffen haben. Wir möchten Angebot zukünftig noch weiter
ausbauen.“

Neben der Einrichtung des Zertifikats konnte die TU Dortmund in den
vergangenen Monaten weitere Ziele ihrer Nachhaltigkeitsstrategie
erreichen. So eröffnete im Oktober 2021 das Nachhaltigkeitsbüro, seit
Jahresbeginn bezieht die Universität 100 Prozent Ökostrom. Neue Scanner
auf dem Campus sollten zudem dabei helfen, den Papierverbrauch weiter zu
senken.

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Ein großer Traum und weitere Ziele sollen bis Ende 2022 noch erfüllt sein

Prof. Dr. Roland Frankenberger  Michelle Spillner  DGZMK
Prof. Dr. Roland Frankenberger Michelle Spillner DGZMK

DGZMK-Präsident Prof. Frankenberger hadert nicht mit den Corona-Folgen:
„Haben das Optimale aus der Situation gemacht“ / Dreijährige Amtszeit
endet im November

01. Februar 2022 - Düsseldorf. Mit der Erfüllung eines „großen Traums“
sähe der Präsident der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde e.V.), Prof. Dr. Roland Frankenberger (Uni Marburg), seine
dreijährige Amtszeit im November 2022 gern zu Ende gehen. Er arbeitet mit
dem Vorstand und den großen Fachgesellschaften an einer Neuauflage der
2005 in Berlin so erfolgreichen Gemeinschaftstagung aller unter diesem
wissenschaftlichen Dach vereinten Organisationen: „Es ist meine
Wunschvorstellung, dass spätestens bei einem Deutschen
Gemeinschaftskongress aller Fachgesellschaften im Jahr 2025 diese große
Familie wieder zusammenkommt.“ Dabei sieht er ein Potenzial von bis zu
10.000 Kongressteilnehmern. „Das wäre phantastisch!“ Außerdem sollten dort
die DGZMK, die BZÄK und die KZBV gemeinsam auf der Bühne stehen und den
trilateralen Aspekt gebührend zelebrieren. Davon erhofft Frankenberger
sich nicht nur eine Botschaft nach innen - im Sinne der von ihm
propagierten „einen Zahnmedizin“, sondern auch ein wichtiges politisches
Signal der Einheit. Bis Ende des Jahres möchte er diesen
Gemeinschaftskongress deshalb konsentieren.

Mit Bühnenpräsenz war seine Amtszeit bislang zu seinem großen Bedauern
nicht gesegnet. Sowohl die Wissenschaftskongresse zum Deutschen
Zahnärztetag 2020, 2021 und auch 2022 waren und werden Online-
Veranstaltungen sein, auch Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen
konnten meist nicht in Präsenz durchgeführt werden. „Da hat mir die
Corona-Krise einen großen Strich durch die Rechnung gemacht und ich werde
wohl als ‚Corona‘- respektive ‚Online‘-Präsident in die Annalen der DGZMK
eingehen“, erklärt er augenzwinkernd. Denn trotz der Pandemie-Hemmnisse
glaubt Frankenberger, das Beste aus der Situation gemacht zu haben: „Ich
fand das nicht tragisch, ich denke sogar, dass wir das Optimale aus dieser
Gemengelage gemacht haben. Manchmal kann es auch gut sein, wenn lange
eingefahrene Konzepte von Grund auf durchgerüttelt werden.“

Speziell das finanzielle Risiko durch horrende Stornokosten parallel zur
Tatsache einer sponsorentechnischen monetären Unterdeckung hätten auch für
dieses Jahr keine andere Wahl gelassen, als online zu planen. „Auch wenn
wir uns das anders gewünscht hätten, ließ die Unsicherheit durch die
weitere Entwicklung der Pandemie eine Präsenztagung einfach nicht zu.“
Deshalb hätte sich die DGZMK gemeinsam mit den Mitveranstaltern des
Deutschen Zahnärztetages, der Landeszahnärztekammer Hessen und dem
Quintessenz Verlag, auch für dieses Jahr zu einer Online-Version
entschieden. Hinzu kam, dass bei einer Evaluation zum Online-Kongress 2021
die meisten Teilnehmer dieses Format bevorzugt hätten. „Mein Eindruck
bleibt jedoch nach wie vor, dass es auch eine große Sehnsucht nach Präsenz
und persönlichem Austausch gibt. Das ist nicht zu ersetzen. Dass nun auch
der letzte Zahnärztetag meiner Amtszeit nicht in Präsenz stattfinden wird,
tut mir deshalb schon weh.“

Die aktuelle politische Situation in Berlin schaut Frankenberger sich
abwartend an. Man müsse nach 16 Jahren Merkel-Regiment und dem damit
verbundenen Aussitzen abwarten, wie die neue Bundesregierung die vielen
überfälligen Dinge anpacke: „Darum beneide ich die Mitglieder der
Regierung wirklich nicht. Ich hoffe jedoch, dass das Handeln nicht zu sehr
ideologisch überblendet wird und das betrifft sowohl die Außen- als auch
die Innenpolitik.“ Vom neuen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
erwartet er eher Positives. „Unabhängig von seiner ubiquitären Talkshow-
Präsenz hat der Mann einfach die Kompetenz, die man von einem berufenen
Medizin-Professor erwarten kann und das gefällt mir. Natürlich wird er
jetzt erst einmal eine Legislaturperiode in der Pandemie und Postpandemie
verbringen, für uns Zahnis wird da nicht viel Zeit sein. Wir müssen uns,
wie in der gesamten Pandemie, erst einmal um uns selbst kümmern“,
befürchtet der DGZMK-Präsident.

Als großen Erfolg seiner Präsidentschaft wertet Frankenberger das
Zusammenrücken der Wissenschaft mit den beiden Standesorganisationen. „Es
ist schon eine Tatsache, dass sich DGZMK, BZÄK und KZBV auf mein Bestreben
hin in meiner Amtszeit deutlich angenähert haben. Und es ist für mich
schon jetzt das Highlight meiner drei Jahre als Präsident, dass Herr Eßer,
Herr Benz und ich bei der Vertreterversammlung der KZBV im vergangenen
Jahr gemeinsam aufgetreten sind und unsere Erwartungen an die neue
Bundesregierung in Einzelstatements aber auch in einer Podiumsdiskussion
artikuliert haben. Ich habe mich darüber hinaus außerordentlich gefreut,
dass mein Wahlspruch ‚Es gibt nur eine Zahnmedizin‘ als Headline vieler
Presseberichte fungierte.“

Die Bedeutung der DGZMK als Flaggschiff und wissenschaftliche Instanz in
der Zahnmedizin sieht er in den Bemühungen, die Evidenz weiter auszubauen,
die Leitlinienarbeit weiter zu intensivieren und den beruflichen Nachwuchs
stärker zu fördern, nicht in Gefahr. „Es ist mir eine
Herzensangelegenheit, den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland mit
eigenen Forschungsausschreibungen in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro
noch weiter zu fordern und zu fördern. Wir haben es bereits in unserem
Positionspapier beschrieben: Die Bedingungen, unter denen an manchen
deutschen Universitätszahnkliniken geforscht werden muss, sind eine
Schande. Generelle Unterfinanzierung aber auch unfaire Umleitungen
fundamental wichtiger Gelder in die Medizin sind leider oft die
Rahmenbedingungen, die gute Forschung brutal erschweren. Hier haben wir
bereits in den vergangenen Jahren mit unserem Wissenschaftsfonds den
Standorten immer wieder Linderung verschafft, und das müssen wir noch
weiter intensivieren.“

Drei große Ziele möchte DGZMK-Präsident Frankenberger bis zum Ende seiner
Amtszeit im November noch erreichen: Zunächst soll mit der VHZMK eine
nächste DFG-Nachwuchsakademie auf die Beine gestellt werden, um den
wissenschaftlichen Nachwuchs mit noch mehr Nachdruck zu unterstützen.
Darüber hinaus möchte er eine erfolgreiche Umsetzung des nationalen
kompetenzbasierten Lernzielkatalogs für die neue Approbationsordnung
erreichen. Er glaubt: „Erst wenn der NKLZ in einer neuen AOZ verankert
ist, stehen wir in der Lehre auf sicheren Beinen.“  Und dann wäre da der
eingangs bereits beschriebene große Traum: „Ich bin ein großer Fan der
Idee eines Gemeinschaftskongresses aller Fachgesellschaften. Für mich war
die ‚große‘ Tagung 2005 ein absolutes Highlight in den 30 Jahren als
Zahnarzt. Darauf arbeite ich jetzt hin, seit ich 2012 Präsident der DGZ
war.“ Aber dessen Durchführung wird dann in Händen seines Nachfolgers,
Prof. Dr. Jörg Wiltfang, liegen. Frankenberger möchte hier nur noch den
Boden bereiten.

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Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Paris-Kompatibilität erreicht

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht des Wuppertal Instituts legt die Entwicklungen des Zeitraums 2018 bis heute dar und legt den Fokus auf
Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht des Wuppertal Instituts legt die Entwicklungen des Zeitraums 2018 bis heute dar und legt den Fokus auf "Klimaneutralität". Wuppertal Institut

Nach den „low hanging fruits“ steht jetzt die Mobilität im Mittelpunkt
Das Wuppertal Institut geht Richtung Klimaneutralität und richtet im jetzt
veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht den Fokus auf die Treibhausgas-
Emissionen. Eine externe Berechnung zeigt: Das Institut ist auf einem
guten Weg. Nach der Umsetzung vieler energetischer Maßnahmen sind die
größten Herausforderungen jetzt die Dienstreisen und Fahrtwege der
pendelnden Mitarbeitenden. Hier wird der Schwerpunkt der kommenden Jahre
liegen.

Das Wuppertal Institut hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2021 vorgelegt,
der zum ersten Mal als Webpublikation erscheint. „Als Institut, das sich
der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung verschrieben hat, ist
für uns ein glaubwürdiges und transparentes Nachhaltigkeitsmanagement von
besonderer Bedeutung. Wir hoffen, durch die Online-Version einfacher in
den konstruktiven Austausch mit anderen Akteur*innen zu kommen, denn
gerade im Austausch der Erfahrungen über die praktische Umsetzung liegt
ein erheblicher Mehrwert“, sagt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick,
wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts.

Zuletzt war ein Update im Jahr 2018 erschienen. Der aktuelle Bericht legt
die Entwicklungen des Zeitraums 2018 bis heute dar und legt den Fokus auf
„Klimaneutralität“.

Pandemie „hilft“ beim Erreichen der Klimaziele

Das Wuppertal Institut orientiert sich auch im eigenen Geschäftsbetrieb am
1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Mit dem Zielbild einer
„ressourcenleichten“ Gesellschaft nimmt das Wuppertal Institut zusätzlich
die Ressourcenperspektive in den Blick, also einen sorgsamen Umgang mit
Rohstoffen mit möglichst hohem Grad an Abfallvermeidung. Um festzustellen,
an welcher Stelle sich das Institut auf dem Weg zum 1,5-Grad-Ziel
befindet, wurde die „Paris-Kompatibilität“ extern vom Klimametrik-
Spezialist right. based on science GmbH nach dem sogenannten XDC Modell
berechnet. Die Besonderheit des Modells ist es, dass die Zielkonformität
nach Sektoren unterschieden wird und dabei die Hemmnisse, die einer
deutlichen Reduzierung der Emissionen in einzelnen Sektoren
gegenüberstehen, berücksichtigt werden.

Für 2019 wurde das relevante Sektor-Ziel vom Wuppertal Institut um 0,02
Grad Celsius noch knapp verfehlt. Auf der Basis der 2020er Zahlen hingegen
wurde der Schwellenwert und damit die Paris-Kompatibilität zum ersten Mal
erreicht. Beigetragen dazu haben aber nicht nur der Maßnahmenkatalog des
Instituts selbst, sondern vor allem auch die Einschränkungen der Mobilität
durch die Corona-Pandemie. Die positive Entwicklung gilt es jetzt zu
verstetigen. „Effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung, sparsame
LED-Beleuchtung, Bezug von Ökostrom: Die sogenannten ‚niedrig hängenden
Früchte‘ im Klimaschutz haben wir über die Jahre bereits geerntet. Nun
kommt der schwere Teil: die Mobilität – die dienstliche genauso wie die
individuelle Mobilität“, sagt Nachhaltigkeitsbeauftragter Thomas Orbach.

Mobilität und Dienstreisen sind die zentralen Herausforderungen

Für die Forschungsarbeit des Instituts sind Reisen der Mitarbeitenden zu
Projekttreffen, Fachveranstaltungen oder Konferenzen unverzichtbar. Für
Strecken unter 1.000 Kilometern gilt die Prämisse, dass nicht geflogen
werden soll. Als Beförderungsmittel in Deutschland und im näheren
europäischen Ausland nutzen die Mitarbeitenden wo immer möglich die Bahn.
Für weiter entfernte Ziele sind Flugreisen jedoch nicht gänzlich zu
vermeiden. Das Wuppertal Institut wertet die Flugreise-Kilometer, die
seine Mitarbeitenden zurücklegen, jährlich aus und kompensiert sie über
„atmosfair“. Mittel- und Langstreckenflüge sind im Bereich der Mobilität
der größte Emissionsverursacher.

Veranstaltungen sind während der Pandemie stark reduziert worden, was sich
positiv auf die Klimabilanz 2020 auswirkte. „Die Corona-Pandemie hat auch
uns Dienstreisen neu überdenken lassen und weitere Einsparungspotenziale
aufgezeigt“, sagt Orbach. „Dabei gilt es nicht, pauschal Dienstreisen
abzuschaffen. Aber wir müssen die Notwendigkeit jeder Dienstreise
ergebnisoffen diskutieren und prüfen, ob die gleichen Ziele nicht auch
durch virtuelle Formate ersetzt werden können. Dies wird nicht überall
gehen und sinnvoll sein. Vor allem stark diskursiv und strategisch
angelegte Prozesse lassen sich zumeist nicht effektiv im virtuellen Raum
gestalten“, ergänzt Fischedick.

Auch im Bereich der individuellen Mobilität hat das Wuppertal Institut
bereits Maßnahmen umgesetzt: Den Mitarbeitenden wird beispielsweise ein
gefördertes Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr angeboten.
Dienstwagen gibt es nicht. Dienstliche Fahrten, für die etwa aufgrund
schwerer Fracht ein Pkw erforderlich ist, werden über Car-Sharing
organisiert. Die grundsätzliche Maxime ist, den absoluten Ausstoß soweit
wie eben möglich zu reduzieren. „Das ist eine große Herausforderung, die
wir annehmen”, sagt Orbach.

Für die Mitarbeitenden wird die Möglichkeit mobil zu arbeiten in einer
neuen Betriebsvereinbarung dauerhaft geregelt werden. Der bereits
geleistete Aufbau für eine tragfähige Infrastruktur auch für hybride
Veranstaltungen wird weiter fortgesetzt. Das Wuppertal Institut bemüht
sich daher stetig darum, attraktive digitale Formate zu entwickeln und
auszubauen. Dies gilt auch für die neue Online-Event-Reihe „Digitaler
Zukunftssalon“ oder den Podcast „Zukunftswissen.fm“, die einen Austausch
ermöglichen ohne Verkehr zu induzieren.

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