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Neues Forschungsnetzwerk „Gesellschaft für Recht und Ethik in der Digitalen Welt“

Prof. Dr. Maximilian Wanderwitz am Rednerpult  Gierke  BILDSCHÖN
Prof. Dr. Maximilian Wanderwitz am Rednerpult Gierke BILDSCHÖN

Prof. Dr. Maximilian Wanderwitz vom Umwelt-Campus Birkenfeld der
Hochschule Trier gründet Forschungsnetzwerk "Gesellschaft für Recht und
Ethik in der Digitalen Welt".

Prof. Dr. Maximilian Wanderwitz lehrt Wirtschaftsrecht und insbesondere
das Recht der Informationstechnologie an der Hochschule Trier am Standort
Umwelt-Campus Birkenfeld. Seine Forschungsschwerpunkte sind "Legal Tech"
sowie "Recht und Ethik in der Digitalen Welt." Als Instrument seiner
individuellen professoralen Forschung hat er das Forschungsnetzwerk
"Gesellschaft für Recht und Ethik in der Digitalen Welt" gegründet.

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile nahezu sämtliche Bereiche des
Lebens und führt damit unweigerlich zu einem Diskurs über die rechtliche
und ethische Herausforderung der umfassenden Digitalen Transformation
unserer Gesellschaft und über die damit einhergehenden Lösungen. Neben der
Bereitschaft, sich den Veränderungen und Umwälzungen der Digitalen Welt zu
öffnen, bedarf es der Vernetzung um eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge
zu erreichen.

Interessierte Netzwerkende unterschiedlichster Hintergründe und
Professionen – Hochschullehrende und Medienschaffende ebenso wie
Studierende -  treffen sich zum Dialog, um Gedanken, Einsichten und Ideen
zu artikulieren und den Diskurs mit neuen Impulsen voranzubringen.
Zahlreiche Themen spielen dabei eine Rolle und werden vom dem Netzwerk
behandelt. Unter anderem das Thema „KI und Recht“: Der umfassende Einsatz
Künstlicher Intelligenz etwa wirft zahlreiche Fragen aus den
unterschiedlichsten Rechtsbereichen auf. Auf der Grundlage eines
umfassenden Diskurses zu ethischen, rechtspolitischen und rechtlichen
Fragestellungen müssen Anforderungen formuliert werde an die Regulierung
der Künstlichen Intelligenz, ihre Entwicklung und Verwendung, sowie an
flankierende und unterstützende Maßnahmen. Nur durch kluge und
konzertierte Bemühungen kann den sich auftuenden Risiken effizient und
proaktiv entgegengewirkt werden.

Am 17. Februar wird Prof. Wanderwitz beim 8. Zukunftskongress Bayern,
organisiert vom Behörden Spiegel, einen Fachbeitrag zum Thema „Einsatz von
Künstlicher Intelligenz“ halten.

Weitere Infos zum Netzwerk, Themen und aktuellen Terminen unter
https://www.umwelt-campus.de/mwanderwitz

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Professor Bernd Böttiger ist neuer DRK-Bundesarzt

Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Böttiger  Quelle: Universitätsklinikum Köln
Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Böttiger Quelle: Universitätsklinikum Köln

DIVI-Präsidiumsmitglied Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Böttiger (Foto) wurde
bei der 70. Bundesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum neuen
Bundesarzt der größten deutschen Hilfsorganisation gewählt. Für die
nächsten vier Jahre übernimmt der Kölner Anästhesist, Intensiv- und
Notfallmediziner in dieser Funktion unter anderem die Koordination der
Landesärzte des DRKs sowie den Vorsitz der Konferenz der Landesärzte.
Zudem berät Böttiger als DRK-Bundesarzt die Gremien auf Bundesebene in
medizinischen Fragen und nimmt fallweise Stellung zu aktuellen
medizinischen Fragestellungen.

„Diese Aufgabe ist eine große Ehre, weil die Notfallmedizin mir immer
besonders wichtig war. Sie ist meine große Leidenschaft und auch mein
Forschungsschwerpunkt“, sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln in seiner Vorstellung.
„Menschen zu helfen ist für mich absolut zentral!“

Er freue sich sehr, wenn er in Zukunft als Mitglied im Präsidium –
gemeinsam mit den Landesärztinnen und -ärzten wie auch vielen anderen –
das Deutsche Rote Kreuz dabei unterstützen könne, weitere wichtige Ziele
zu erreichen und Taten sprechen zu lassen, so Böttiger zu seiner Wahl.
„Seit mehr als 20 Jahren bin ich in die Entwicklung der weltweiten
Leitlinien zur Wiederbelebung und zur Ersten Hilfe federführend
involviert. Ich kann diese Themen nun an dieser Stelle mit den
Landesärztinnen und -ärzten sowie vielen anderen vorantreiben.“ Bei der
Tagung, die bereits Ende November in Berlin stattfand, wurde das komplette
Führungsgremium neu gewählt.
„Menschen zu helfen ist für mich absolut zentral!“

Der Kölner hat stets das große Ganze im Blick. Er ist Mitinitiator der
Kampagnen #ichrettedeinleben und „World Restart a Heart Day“. So startete
er gemeinsam mit Dr. Carola Holzner (bekannt als DocCaro) im Spätsommer
2021 eine viel beachtete Kampagne, bei der sich beide für die gesetzlich
verpflichtende Einführung der Schülerausbildung in Wiederbelebung stark
machen. Die Forderung hat Eingang in den Koalitionsvertrag der neuen
Bundesregierung gefunden und soll demnächst dem Petitionsausschuss des
Bundestages überreicht werden – mit bereits mehr als 75.000 gesammelten
Unterschriften.

In Zusammenarbeit u.a. mit dem internationalen Roten Kreuz koordiniert
Böttiger zudem seit 2018 die weltweite Aktion „World Restart a Heart Day“,
die auch in Pandemiezeiten über Social Media große Aufmerksamkeit erhielt.

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Norbert Stefan als kluger Kopf der Diabetologie mit glucohead-Preis ausgezeichnet

Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, würdigt die
Forschungs- und Aufklärungsarbeit des Tübinger Fettleber-Experten Prof.
Dr. Norbert Stefan.

Corona ist der Grund, warum der glucohead-Preis, mit dem das Bad
Oeynhausener Herz- und Diabeteszentrum NRW kreative Köpfe der Diabetologie
auszeichnet, nicht zum Weltdiabetestag 2021, sondern erst jetzt persönlich
an Prof. Dr. Norbert Stefan, Inhaber des Lehrstuhls und der Heisenberg-
Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie am Universitätsklinikum
Tübingen und Leiter der Abteilung Pathophysiologie des Prädiabetes,
Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (Helmholtz
Zentrum München, Universität Tübingen) überreicht werden konnte.
„Norbert Stefan ist ein kluger Kopf in der Diabetologie“, betonte Prof.
Dr. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Sprecher des Preiskomitees und
Klinikdirektor des Diabeteszentrums im HDZ NRW, einleitend. Prof. Dr.
Norbert Stefan habe über viele Jahre das metabolische Syndrom mit
Beteiligung der Leber als Krankheitsbild beforscht. Er konnte überzeugend
zeigen, dass nicht mehr so sehr die klassische Schädigungspathologie der
Leber durch Entzündungen wie Hepatitis, sondern vor allem die
Fettüberladung die Leber krank macht. Die Fettleber beeinflusse im Konzert
der Risikofaktoren des metabolischen Syndroms die „Über-alles-Prognose“
und vor allem die kardiovaskuläre Prognose des Patienten negativ.

Prof. Dr. Norbert Stefan sei einer der frühen und ersten Kollegen gewesen,
der seine wissenschaftliche Arbeit dem Thema Fettleber mit internationalem
Erfolg gewidmet hat. Deshalb sei die Wahl auf ihn für den glucohead-award
2021 gefallen, führte Tschöpe aus. „Ich freue mich ganz besonders, weil
wir über die Jahre festgestellt haben, dass viele gemeinsame Gedanken
hinter dieser Arbeit stehen und sich daraus eine Reihe von medizinischen
Konzepten für die Versorgung von Patienten mit Diabetes ergeben, vor allem
bei Patienten mit metabolischen Risikofaktoren, wie sie in der
hausärztlichen Praxis gesehen werden.“

„Ich freue mich sehr, diesen ehrenvollen Preis hier in Bad Oeynhausen
empfangen zu dürfen“, bedankte sich Prof. Dr. Norbert Stefan. Das Thema
Fettleber liege ihm am Herzen, wie der Tübinger Experte meinte. Er sehe
die Fettleber als eine Komplikation, die auch helfe, Patienten mit
Diabetes und ohne Diabetes einzuteilen. „Ich arbeite an dem Thema ‚gesunde
Dicke‘. Nicht alle Menschen, die übergewichtig sind, haben Probleme. Die
Fettleber ist der wichtigste Faktor, der hier unterscheidet. Es ist auch
ein Motivationsaspekt für unsere Patienten, dass man eben mit Übergewicht
nicht verdammt ist, alle Krankheiten zu bekommen. Außerdem führt eine
gezielte Therapie der Fettleber früh zu einer Verbesserung der Zucker- und
Lipidstoffwechsellage, ohne dass es dazu immer einer starken
Gewichtsreduktion bedarf. Es gibt ebenso die schlanken Kranken. Und auch
hier ist die Fettleber ganz relevant“, erklärte Prof. Dr. Stefan. Ziel sei
es auch, Patienten besser stratifizieren zu können und Hochrisikopatienten
im frühen Stadium zu finden. „Die Fettleber ist ein wichtiger Marker für
Patienten mit hohem Risiko für Herzinfarkt, mit neuen Daten auch für
Herzschwäche. Ein Thema, das zunehmend wichtig wird in der alternden
Gesellschaft.“ Man wisse jetzt schon, über welche Mechanismen die
Fettleber diese Erkrankungen hervorruft.

Prof. Dr. Stefan und Prof. Dr. Dr. h.c. Tschöpe sind sich einig, dass die
Fettleber immer mehr Einzug in den klinischen Alltag halten werde.
Aufgrund der epidemiologischen Zusammenhänge gerate das Krankheitsbild
zunehmend in den Mittelpunkt der Betrachtung, nicht nur bei Diabetologen
und Gastroenterologen, sondern auch bei Kardiologen. Die Fettleber werde
immer besser verstanden, und auch fortgeschrittene Stadien der
Fettlebererkrankung können anhand von Risiko-Scores und modernen
Bildgebungsverfahren früher nicht-invasiv diagnostiziert werden. Alle
Optionen, die Fettleber zu therapieren, kämen im Moment aus der
Diabetologie. Die weitere intensive Erforschung des Krankheitsbildes
Fettleber gebe die Chance, dass Patienten mit diesem Problem künftig
besser behandelt werden können als in der Vergangenheit.

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Ausgewählte Publikationen zum Thema:

Stefan N, Häring HU. Circulating fetuin-A and free fatty acids interact to
predict insulin resistance in humans. Nat Med. 2013 Apr;19(4):394-5. DOI:
10.1038/nm.3116.

Stefan N, Ramsauer M, Jordan P, Nowotny B, Kantartzis K, Machann J, Hwang
JH, Nowotny P, Kahl S, Harreiter J, Hornemann S, Sanyal AJ, Stewart PM,
Pfeiffer AF, Kautzky-Willer A, Roden M, Häring HU, Fürst-Recktenwald S.
Inhibition of 11β-HSD1 with RO5093151 for non-alcoholic fatty liver
disease: a multicentre, randomised, double-blind, placebo-controlled
trial. Lancet Diabetes Endocrinol. 2014 May;2(5):406-16. DOI:
10.1016/S2213-8587(13)70170-0.

Stefan N, Schick F, Häring HU. Causes, Characteristics, and Consequences
of Metabolically Unhealthy Normal Weight in Humans. Cell Metab. 2017 Aug
1;26(2):292-300. DOI: 10.1016/j.cmet.2017.07.008.

Hintergrundinformation:

„glucohead“ ist ein mit 2500 Euro dotierter Preis, der vom Herz- und
Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, an kreative Köpfe und
innovative Konzepte in der Diabetologie vergeben wird. Mit dem Preis
werden Personen ausgezeichnet, die hinter beispielhaften Projekten stehen
und einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Diabetesversorgung
leisten. Die Relevanz eines Projekts, der Nutzen für Patienten,
Nachhaltigkeit, Evaluation, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit sind
Kriterien, um für den Preis nominiert zu werden.

Video glucohead Preisverleihung 2022:
https://youtu.be/RNRTf14tJ2Y

Video Preisvorlesung Norbert Stefan glucohead 2022:
https://youtu.be/eJcmgTXp1KQ

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Psychologie ist mehr als nur Therapie

Psychologie-Studierende der SRH Hochschule für Gesundheit erhalten
facettenreichen Einblick in das Berufsfeld Psychologie.

„Nach dem Studium haben Psycholog:innen zahlreiche Karrierewege, die ihnen
offenstehen. Die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen und erlebbar zu
machen, war ein Hauptanliegen der Veranstaltungsreihe“, meint Prof. Dr.
Katharina Wick, Professorin für Angewandte Psychologie an der SRH
Hochschule für Gesundheit. Sie organisierte die Veranstaltung im Rahmen
des Moduls „Einführung in die Psychologie“ für Psychologie-Studierende
aller Fachsemester und Standorte.

Die Berufsfelderkundung im Bereich Psychologie hat Tradition. Bereits in
den Jahren zuvor erhielten die Studierenden einen berufspraktischen
Einblick in die Bereiche Gesundheitspsychologie, klinische Psychologie,
Kinder- und Jugendpsychologie und Prävention. Auf Grund der aktuellen
Pandemielage rund um Covid-19 musste die diesjährige Veranstaltung in
einem Online-Setting stattfinden. Am 26. Januar ging es dabei im Vortrag
von Gastdozent Benjamin Koch um das Thema „Gewonnen wird im Kopf -
verloren auch! - Die Arbeit als Sportpsycholog:in“. Einmal mehr wurde den
Studierenden aufgezeigt, wie breit gefächert das Feld der Psychologie ist.
„Absolvent:innen bietet sich ein so breites Spektrum an
Einsatzmöglichkeiten, das weit über die rein therapeutische Tätigkeit
hinaus geht. Dieses vielseitige Interesse zu wecken und den Horizont
unserer Studierenden zu erweitern, ist auch ein Anliegen dieser
Veranstaltung“, meint Prof. Dr. Katharina Wick.

Auch im kommenden Semester soll die Veranstaltung fortgesetzt werden.

Karrierechancen nutzen
In diesem Jahr feiert die SRH Hochschule für Gesundheit ihr 15-jähriges
Bestehen und hat das gesamte Jahr unter das Motto „365 Tage Leidenschaft
für Gesundheit“ gestellt. Im Rahmen dessen gibt es verschiedenste
Eventangebote, die Interessierte und Studierende kostenfrei nutzen können.
So widmete sich Prof. Dr. Katharina Wick am 7. Februar 2022 dem Thema
„Stress“ ausführlich in einer kostenfreien 90-minütigen Online-
Schnuppervorlesung mit dem Titel „(K)Ein Stress mit dem Stress“. Gemeinsam
mit den Teilnehmenden besprach sie in der interaktiven Veranstaltung, wie
Stress definiert werden kann, wie er entsteht und wann er sogar positiv
genutzt werden kann. Außerdem ging es um persönliche Stressfaktoren und
darum, was jede:r Einzelne gegen Stress tun kann. Dafür hielt Prof. Dr.
Katharina Wick einige Tipps bereit. Die aufgezeichnete Veranstaltung ist
unter https://www.youtube.com/watch?v=c-GqO6JYRb4 zu finden.

„Allein durch die NC-Freiheit unseres Bachelor-Studiengangs Psychologie
möchten wir mehr Menschen für dieses Themenfeld begeistern und
Möglichkeiten schaffen, in diesem tätig zu sein. Sei es am Campus Gera,
Hamburg oder am Studienzentrum Fürth - wir machen aus Interessierten
#gesundheitsdenker, die ihre Karriere am Wachstumsmarkt Gesundheit auch
dank Veranstaltungen wie der Berufsfelderkundung oder der
Schnuppervorlesung gehen können“, ergänzt Prof. Dr. habil. Claudia Luck-
Sikorski, Präsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit, stolz.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Studieninteressierte können sich bereits jetzt zum Online-Infonachmittag
am 19. Mai um 16:00 Uhr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/katharina-wick/

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