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Dicker-Pulli-Tag - warmsweaterday Germany - 11. Februar 2022

„Drehen Sie die Heizung runter!“ wirbt Prof. Bernhard Misof, Direktor des
LIB in Bonn, Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels am
11. Februar 2022 für den stetigen Einsatz gegen den Klimawandel. Zu diesem
Datum, dem Dicken-Pulli-Tag, werden die Raumtemperaturen in den Büroräumen
und Ausstellungen noch einmal feinst justiert. Alle Mitarbeitenden werden
aufgefordert, ihre Büros nur im nötigen Rahmen zu heizen. Gerade in den
Zeiten des Home Offices unter Corona können Arbeitsräume gegebenenfalls
längerfristig kühler gehalten werden. Aber Vorsicht: Gekonntes Heizen will
gelernt sein, damit nicht hinterher mehr Energie verbraucht wird als
gedacht. Oder sich gar Schimmel bildet.

Misof möchte mit der Teilnahme ein Zeichen setzen für mehr Klima- und
Umweltbewusstsein. Wenn viele Menschen sich auf kreative Weise beteiligen,
kann dies einen positiven Effekt auf die Umwelt haben. Deswegen bittet das
LIB alle Mitarbeitenden, auch zuhause die Heiztemperatur zu reduzieren und
Energie zu sparen. Obwohl zu vermuten ist, dass die meisten bereits eine
nachhaltige Lebensweise führen.

Tipps für die richtige Einstellung von Temperaturen finden Sie hier:
https://tinyurl.com/4y2xa9hr
Tipps zum Energiesparen hier: https://tinyurl.com/ykaw5wzw

Die Bonner Energie Agentur bietet anlässlich des Dicken-Pulli-Tages im
Februar einen Online-Vortrag zum Thema Energiekosten sparen an
https://tinyurl.com/468ffmt6

„Also: Einfach mal überlegen, was man noch tun könnte, um die Welt etwas
besser zu machen. Warum am 11. Februar nicht bewusst auf das Auto
verzichten? Ein Insektenhotel bauen? Die Blühinsel im Garten oder auf dem
Balkon planen und vorbereiten?! Überlegen wie man Müll vermeiden kann und
vielleicht in der Pause einfach mal Müll sammeln gehen?! Mit Kolleginnen
und Kollegen beraten, wie im Büro Ressourcen gespart werden können. Oder
den 11. Februar als Stichtag nehmen, um endlich fair gehandelten Kaffee
und Tee ins Sortiment aufzunehmen. Möglichkeiten gibt es viele!“ So
fordert Corinna Nitsche, die „Erfinderin“ des Dicken-Pulli-Tages in Bonn
auf, diesen Tag ähnlich wie die Earth Hour am 26. März zu feiern.

#WarmSweaterDayBonn #DickerPulliTagBonn

Weitere Informationen
https://dickerpullitag.de/

Über das LIB
Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) widmet
sich der Erforschung der biologischen Vielfalt und ihrer Veränderung. Seit
dem 1. Juli 2021 arbeiten unsere Forschenden an zwei Standorten: dem
Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn sowie dem
ehemaligen Centrum für Naturkunde in Hamburg. Generaldirektor ist Prof.
Dr. Bernhard Misof, der das LIB standortübergreifend leitet.

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 96 Forschungsinstitute und
wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei
assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von
den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-,
Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften.
Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an
Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder
fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam.

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Neuer MBA vermittelt Ärztinnen und Ärzten Führungskompetenzen

Neues Studienangebot der SRH Hochschule Heidelberg am Campus Stuttgart: Im
April 2022 startet der Executive Master of Business Administration (MBA)
“Medical Leadership und Strategisches Management“. Er vermittelt genau
jene Kompetenzen, die Leitungskräfte in Gesundheitseinrichtungen
benötigen. Eine Anrechnung der CME-Punkte ist möglich.

Ökonomisches Denken und medizinisches Handeln schließen sich nicht aus.
Und doch ist dieser multiperspektivische Ansatz vielfach eine
Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte in Leitungsfunktion, die im
Studium nicht gelernt haben, Personal zu führen, Kliniken auf finanziell
stabiler Basis zu führen, rechtliche Aspekte zu berücksichtigen sowie
Sachlichkeit und Empathie zu vereinen. Grundlegende Aspekte dieser Inhalte
sind u.a. auch im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin
(NKLM) vorgesehen. Mit Inkrafttreten der neuen Ärztlichen
Approbationsordnung soll dieser Katalog ab 2025 bundesweit Grundlage des
ver-pflichtenden Kerncurriculums im Medizinstudium sein.

Der berufsbegleitende Studiengang Executive MBA Medical Leadership und
Strategisches Management an der SRH Hochschule Heidelberg, Campus
Stuttgart, bereitet die Mediziner:innen umfassend auf diese
Herausforderungen vor. Ärztinnen und Ärzte in ambulanten und stationären
Einrichtungen erwerben hier anwendungsorientiert und zielgerichtet
Kompetenzen in Führung, Management und Recht.

„Karrieren hängen sehr stark von Persönlichkeiten ab: Führungskräfte
sollten die eigenen Ziele kennen, sich in andere hineinversetzen und auch
ökonomisch gestalten können. Und das kann man durchaus lernen“, sagt Dr.
Regina von Einsiedel. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie, Coach und ehemalige Chefärztin. Management- und
Führungskompetenzen, aber auch Persönlichkeitskompetenzen seien in der
Teamleitung unbedingt notwendig, und zwar besonders in
Gesundheitseinrichtungen, in denen es sprichwörtlich um das Überleben
geht.

Der MBA fokussiert auf Rollenkompetenz und Haltungsentwicklung,
Führungskompetenz und strategisches Management-Know-how, um die eigene
Klinik führen und strategisch ausrichten zu können. In Online-, Präsenz-
und Selbstlernphasen gehen die Ärztinnen und Ärzte ihre Herausforderungen
im Führungsalltag problem- und praxisorientiert an. Im Hintergrund steht
das Studienmodell CORE (Competence oriented Research and Education) der
SRH Hochschule Heidelberg, das den Erwerb von praxisrelevanten
Handlungskompetenzen in den Mittelpunkt stellt. Rechtliche Grundlagen,
Betriebswirtschaft im medizinischen Kontext, Personal- und
Selbstmanagement – diese Themen deckt der MBA unter anderem ab. „Aber auch
der interdisziplinäre Austausch untereinander spielt eine bedeutende
Rolle“, erläutert Prof. Dr. Marcel Crisand, Leiter des Studiengangs
Medical Leadership und Strategisches Management an der SRH Hochschule
Heidelberg. Er betont: „Wir haben in Deutschland exzellente Medizinerinnen
und Mediziner. Auch als Führungskraft können sie kompetent agieren, wenn
sie entsprechend weitergebildet sind.“

Zugangsvoraussetzungen für den MBA „Medical Leadership und Strategisches
Management“ sind ein abgeschlossenes Studium der Human- oder Zahnmedizin
sowie mindestens zwei Jahre berufspraktische Erfahrung in einer
stationären oder ambulanten Gesundheitseinrichtung. Die Gesamtkosten für
den 24-monatigen MBA liegen bei 19.200 Euro. Weitere Informationen gibt es
hier: https://www.srh-hochschule-heidelberg.de/mba/.

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Biodiversität: Schnittstelle zwischen Forschung und Politik wichtig wie nie

Mit gegenwärtig 138 Mitgliedsländern, inklusive Deutschland, berät der
Weltbiodiversitätsrat IPBES die Politik bei Fragen der Biodiversität –
eine Aufgabe, die gerade angesichts des Klimawandels so relevant ist wie
nie zuvor. Der DLR Projektträger koordiniert weiterhin im Auftrag von BMUV
und BMBF die Umsetzung der deutschen IPBES-Prozesse.

Einem Bericht zufolge, den die IPBES (Intergovernmental Science-Policy
Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) bei seiner
Vollversammlung 2019 vorstellte, sind aktuell rund eine Millionen Tier-
und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht und könnten in den nächsten
Jahrzehnten vom Angesicht der Erde verschwinden. Das weltweite
Artensterben schreitet bereits jetzt zehn- bis einhundertmal schneller
voran als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre, und es
beschleunigt sich immer mehr.

Klare Handlungsempfehlung für die Menschheit

Noch kann die Menschheit gegensteuern, benötigt dafür aber klare,
wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen. Genau dies ist die
Aufgabe des Weltbiodiversitätsrates: IPBES sammelt und bewertet weltweit
vorhandenes Wissen zur Artenvielfalt und skizziert auf dieser Grundlage
mögliche Handlungsoptionen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und das Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) haben aktuell den Auftrag an den DLR-PT
zur Koordinierung der nationalen Prozesse bis April 2024 verlängert. Damit
ist der DLR-PT seit April 2014 kontinuierlich mit der Koordinierung der
IPBES-Aufgaben betraut und stellt neben dem Klimawandel den
Biodiversitätsschutz als ein weiteres wichtiges gesellschaftliches Thema
an der wissenschaftspolitischen Schnittstelle des DLR-PT dar.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Deutsche IPBES-Koordinierungsstelle
auch in den kommenden Jahren Dienstleistungen für Wissenschaft, Politik
und Gesellschaft erbringen werden“, erklärt Christian von Drachenfels,
Bereichsleiter des DLR-PT Bereichs Umwelt und Nachhaltigkeit. „Die
Vernetzung der Biodiversitätsforschung in Deutschland, die Integration von
Fachexpertise in die Arbeitsprozesse des Weltbiodiversitätsrats sowie die
zugehörige Politikberatung sind angesichts der Bedrohungslage der globalen
Artenvielfalt wichtige Aufgaben, die nicht trivial sind und denen wir uns
daher mit der ganzen Expertise unseres Teams und Leidenschaft für die
Sache widmen.“

Integration von Fachexpertise auf nationaler Ebene

Die Weiterführung der Deutschen IPBES-Koordinierungsstelle im DLR-PT ist
ein deutliches Zeichen der Kontinuität. Sie fördert die Integration von
Fachexpertise auf nationaler Ebene und hilft dabei, den forschungs- und
umweltpolitischen Gestaltungsrahmen gemeinsam mit seinen Auftraggebern zu
identifizieren, der wichtige und sichtbare Beiträge Deutschlands zum
Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt ermöglicht.
Zudem unterrichtet sie sowohl die deutsche Wissenschaftsgemeinde als auch
die breite Öffentlichkeit über die Erkenntnisse und Ziele der IPBES und
arbeitet dabei eng mit dem ebenfalls in Bonn angesiedelten internationalen
IPBES-Sekretariat und weiteren, insbesondere europäischen Netzwerken von
IPBES zusammen.

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Förderung des Europäischen Forschungsrats: Team der Universität Hamburg entwickelt DNA-Erkennung in Echtzeit

Dr. Irene Fernandez-Cuesta vom Fachbereich Physik der Universität Hamburg
und ihr Team haben eine Förderung des Europäischen Forschungsrats in Höhe
von 150.000 Euro erhalten. Ziel ist die Weiterentwicklung von Nanogeräten
für die Flüssigbiopsie, die eine schnellere und weniger invasive
Überwachung vieler Krankheiten wie Krebs ermöglichen sollen.

Das von den Forschenden entwickelte Verfahren in der Flüssigbiopsie trägt
den Namen „Laser-Assisted DNA Optical Mapping (LADOM)“ und kann DNA-
Moleküle aus einer Probe in Echtzeit erkennen. Es benötigt weniger als
einen Mikroliter Flüssigkeit, ist schnell und einfach zu interpretieren
und kann auch sehr kleine DNA-Fragmente erkennen.

„Mit einer Proof-of-Concept-Finanzierung des Europäischen Forschungsrats
werden wir nun darauf hinarbeiten, einen Service für die Analyse von
Proben unserer Forschungspartner im biomedizinischen Bereich anzubieten,
zum Beispiel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, um die
Technologie zu standardisieren. Das wird uns helfen, Beziehungen zu
potenziellen Stakeholdern aufzubauen und die am meisten nachgefragten
Anwendungen für unsere Methode zu ermitteln, die dann als erstes auf den
Markt gebracht werden sollen“, sagt Dr. Irene Fernandez-Cuesta. „Zudem
werden wir eine Software zur Automatisierung der Datenanalyse entwickeln,
um den Durchsatz der Tests zu erhöhen.“

Bei der Flüssigbiopsie zur Überwachung von Krebs muss kein Gewebe aus dem
betroffenen Organ entfernt werden. Stattdessen wird das für das Screening
verwendete Material aus Blut gewonnen, in dem sich zirkulierendes
Tumormaterial wie Zellen, DNA und RNA befinden. Noch kann diese Technik
nicht routinemäßig eingesetzt werden. Eine der größten Herausforderungen
war bisher die sehr geringe Menge an Material, die für die Analyse zur
Verfügung steht und die von anderer DNA aus gesunden Zellen umgeben ist.
Außerdem war sie bisher auf DNA-Sequenzierungsmethoden angewiesen, die
immer noch teuer, zeitaufwendig und nicht leicht zugänglich sind.

Das neue Verfahren des Forschungsteams setzt hier an: Es benötigt wenig
Flüssigkeit, ist schneller und zudem leichter abzulesen als die
Sequenzierung. Auch die benötigten Geräte sind wesentlich billiger und
einfacher herzustellen. Weil kein Mikroskop, keine Pumpen,
Spannungsquellen oder Kameras benötigt werden, könnte es in der Zukunft
möglich sein, die Technologie auch außerhalb des Forschungslabors zu
nutzen und das Gerät sogar tragbar zu machen. Diese Möglichkeit erforscht
das Team derzeit in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe des Deutschen
Elektronen-Synchrotron DESY. „In Zukunft wird es so möglich sein, die
Wirksamkeit einer Behandlung fast in Echtzeit zu überwachen, Metastasen in
einem frühen Stadium zu erkennen und sogar in ferner Zukunft eine
frühzeitige Erkennung von Primärtumoren selbst in der routinemäßigen
Blutanalyse zu ermöglichen“, sagt Fernandez-Cuesta.

Die Analyse von DNA findet darüber hinaus Anwendung in der Forensik,
Paläontologie, Evolutionswissenschaft, bei der Kontrolle von Tier- und
Pflanzenarten, der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und bei
verschiedenen medizinischen Schnelltests. All diese Bereiche würden von
einem Gerät für die kostengünstige und schnelle Analyse von DNA
profitieren.

ERC Proof of Concept

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die bereits eine Förderung des
Europäischen Forschungsrats erhalten haben und das wirtschaftliche und
gesellschaftliche Potenzial ihrer Forschung erkunden möchten, können sich
für den Proof of Concept Grant bewerben. Der Proof of Concept Grant
fördert für 18 Monate und mit einem Pauschalbetrag von 150.000 Euro die
ersten Schritte der Umsetzung von Forschungsergebnissen in die
vorwettbewerbliche Entwicklung von kommerziell und gesellschaftlich
wertvollen Angeboten.

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