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Wie funktioniert die Welt? MINT-Veranstaltungsreihe weckt Neugier und Spaß

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe will die SRH Hochschule Heidelberg bei
Kindern und Jugendlichen die Neugier auf MINT-Fächer (Mathematik,
Informatik, Naturwissenschaft und Technik) fördern. Die Reihe „MINT@SRH“
beginnt am 5. Februar mit einem Workshop zum Thema „Die Welt der
Regenbögen“.

Wie verwandelt man weißes Licht in Farbe? Unser Auge nimmt ungebrochenes
Licht als weiß wahr.  Anhand von Experimenten lernen Kinder und
Jugendliche im Alter zwischen 6 und 15 Jahren, wie Lichtstrahlen gebrochen
werden können, um bunte Lichterscheinungen wie die des Regenbogens zum
Vorschein bringen. Von der Welt der Regenbögen bis hin zu den Sternen:
Alle zwei Monate können neugierige Kinder, die Spaß am Experimentieren
haben, mehr über Naturwissenschaft und Technik erfahren. Zum Weltwassertag
im März werden bereits für Kindergartenkinder spannende Experimente
angeboten, aber auch Veranstaltungen wie die „Physik der Musik“ oder die
„Reise zu den Sternen“ machen Lust auf mehr MINT. Der Workshop „Die Welt
der Regenbögen“ bildet am Samstag, den 5. Februar von 14 bis 17 Uhr den
Auftakt der Veranstaltungsreihe. Der Termin findet in Präsenz in der
Bonhoefferstr. 11 in Heidelberg statt. Kinder und Schulklassen können sich
zu allen Veranstaltungen kostenlos anmelden unter https://www.srh-
hochschule-heidelberg.de/events/2021/mintsrh/.

Gerade im Kindesalter ist die Neugier besonders stark ausgeprägt: Wie
funktioniert die Welt? „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es
ist, diesem Entdeckergeist nachzugehen. Das motiviert fürs Leben!“, sagt
Prof. Dr. Denise Reichel, Professorin für naturwissenschaftliche
Grundlagen und mathematische Methoden an der SRH Hochschule Heidelberg.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Prof. Dr. Ulrike Gayh, Leiterin des
Studiengangs Water Technology, hat sie die Veranstaltungsreihe „MINT@SRH“
ins Leben gerufen, um die kindliche Neugierde zu fördern. „Uns ist es
wichtig, dass die Kinder in den Workshops viel ausprobieren können. Wir
freuen uns sehr auf einen sicher lebendigen Austausch mit ihnen!“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. rer.nat. Denise Reichel: https://www.srh-hochschule-
heidelberg.de/hochschule/hochschulteam/denise-reichel/
Prof. Dr.-Ing. Ulrike Gayh: https://www.srh-hochschule-
heidelberg.de/hochschule/hochschulteam/ulrike-gayh/

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Machen uns Kohlenhydrate krank?

Prof. Dr. Dorothea Portius von der SRH Hochschule für Gesundheit hält
Antrittsvorlesung zum Ernährungsmythos Kohlenhydrate.

„Kohlenhydrate werden seit mehreren Jahren als ‚Dickmacher‘, ‚Krankmacher‘
und sogar als ‚Entzündungsauslöser‘ bezeichnet. Dabei waren
kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Brot, Getreide und Kartoffeln für
unsere Vorfahren wichtige Energielieferanten und standen zu jeder Mahlzeit
im Mittelpunkt. Heute versucht man diese Lebensmittel durch Eiweiße oder
Fette auszutauschen oder gar vom Speiseplan zu streichen“, erläutert Prof.
Dr. Dorothea Portius, Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang
Ernährungstherapie und -beratung an der SRH Hochschule für Gesundheit am
Campus Gera.

In ihrer kostenfreien Online-Antrittsvorlesung zum Thema „Machen uns
Kohlenhydrate krank?“ am 24. Februar 2022 um 17:30 Uhr widmet sich Prof.
Dr. Dorothea Portius ausführlich dem Mythos Kohlenhydrate und beleuchtet
die Frage, ob es uns durch den Verzicht auf diese wirklich besser geht.
Dabei wird sie nicht nur über die „guten“ und die „schlechten“
Kohlenhydrate aufklären, sondern auch darüber, warum sie für unsere
Körperfunktionen unabdingbar sind und warum unsere Darmbakterien ohne sie
nicht leben können. Damit verweist die Veranstaltung bereits auf den März,
der ganz unter dem Motto „Food and Mood: Wie Ernährung unser Wohlbefinden
beeinflusst“ stehen wird. Die SRH Hochschule für Gesundheit feiert ihr
15-jähriges Bestehen 2022 mit einem Themenjahr, ganz im Zeichen von „365
Tage Leidenschaft für Gesundheit“.

Als ganzheitliche Ernährungstherapeutin mit eigener Praxis in Leipzig
berät Prof. Dr. Dorothea Portius Klient:innen dazu, wie sie durch die
richtige Ernährung und Bewegung Krankheiten verhindern und sogar bekämpfen
können. Dieses Wissen gibt sie als Professorin auch an angehende
Ernährungsberater:innen und Ernährungstherapeut:innen weiter. Studierende
lernen im NC-freien Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung
an der SRH Gesundheitshochschule am Campus Gera und am Campus Rheinland in
Leverkusen alles rund um die Zusammensetzung und Wirkungsweise unserer
Ernährung.

Dabei wird von Anfang an nicht nur Fachwissen sowie Methodenkompetenz
vermittelt, sondern mit zahlreichen praxisnahen Projekten auch der Weg für
die Arbeit als Ernährungstherapeut:in geebnet. Prof. Dr. Dorothea Portius
ergänzt: „Wir verfolgen mit unserer Lehre einen interdisziplinären Ansatz.
Aspekte der Biologie, Chemie und Medizin fließen ebenso ein wie Aspekte
der Psychologie und Betriebswirtschaft. Durch diese besondere Kombination
der Kenntnisse sind unsere Studierenden nach ihrem Abschluss in der Lage,
ernährungsbedingte Krankheiten zu erkennen, zu verstehen und zu
behandeln.“

Interessierte, die mehr zum Mythos Kohlenhydrate erfahren möchten, können
sich für die kostenfreie Online-Antrittsvorlesung am 24.02.2022 um 17:30
Uhr ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/dorothea-portius/

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Hilfe für alle Nationalitäten - DAAD-Preis für Hasan Idrees

Engagement ist sein zweiter Vorname: Der gebürtige Syrer Hasan Idrees lebt
seit sieben Jahren in Deutschland, hat Wassertechnik an der Universität
Duisburg-Essen (UDE) studiert und unter anderem die Hochschulgruppe
AquaSmarTech mitgegründet. Das Akademische Auslandsamt verleiht ihm
deshalb im Namen des Deutschen Akademischen Austauschdiensts für seine
Leistungen und seinen gesellschaftlichen Einsatz den DAAD-Preis 2021.

Wie AquaSmarTech entstanden ist? „Durch Professor Stefan Panglisch. Ich
habe die Gruppe zwar mit anderen gegründet, aber nur, weil er uns ermutigt
hat“, sagt Hasan Idrees. Vorher habe er sich über WhatsApp, Dropbox mit
anderen ausgetauscht. „Professor Panglisch fand das gut. Er meinte aber,
wir sollten das Ganze professioneller und online aufziehen.“

Seit 2015 ist AquaSmartTech an der UDE am Start. Die mit dem Deutschen
Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) gegründete Hochschulgruppe möchte
Studierende und Lehrende der UDE und die Berufswelt miteinander verbinden.
Dazu informiert sie etwa Studienanfänger:innen individuell zu ihrem
Studium oder bietet Info-Seminare und Unterstützung bei der Suche nach
Praktika, Abschlussarbeiten und Jobs in den Bereichen Wasser-,
Umwelttechnik und Wasserbau. „Durch die Alumni von AquaSmartTech können
wir gut Kontakte vermitteln“, so Idrees.

Damit nicht genug! Seit letztem Jahr betreibt der 30-Jährige zudem einen
Blog. Thematisch geht es unter anderem um Fragen zum Wohnen und Einreisen
nach Deutschland, um gesundheitspolitische Fragen oder Arbeitsrecht. „Pro
Tag sind es rund 20 Besuche. Klingt nicht viel, der Blog ist aber noch
sehr jung“, sagt Hasan Idrees. Die Facebook-Seite hingegen habe schon
4.800 Abonnements. Das Tolle: Der Blog richtet sich nicht nur an
Studierende, sondern an Migrant:innen aller Länder. Derzeit gibt es ihn
jedoch nur auf Arabisch. Hasan Idrees findet das wichtig, um Menschen aus
dieser Sprachfamilie in Deutschland begrüßen zu können. Der Syrer selbst
kam 2015 durch ein DAAD-Stipendium nach Deutschland, lernte die deutsche
Sprache und hat hier inzwischen ein neues Zuhause gefunden.

Prof. Dr. Stefan Panglisch beeindruckt dieser Einsatz, er hat Hasan Idrees
für den DAAD-Preis im Wert von 1.000 Euro nominiert. „Die Auszeichnung
bedeutet mir sehr viel“, sagt Hasan Idrees. „Sie zeigt, dass ehrenamtliche
Arbeit hoch geschätzt wird. Ich werde weitermachen.“

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Hochschullehre: Lehrbücher sind weiterhin wichtig

n der Hochschullehre finden „klassische“ Lehrbücher nach wie vor breite
Verwendung und werden von Lehrenden sowie Studierenden als wichtiges
Medium der Wissensvermittlung betrachtet. Dies unterstreicht eine neue
Studie, die das DZHW in Kooperation mit der Technischen Informationsbib-
liothek (TIB) Hannover im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) durchgeführt hat.

Hannover, 01.02.2022. Die Studie Bedeutung, Nutzung und Zugang zu
Lehrbüchern an Hochschulen thematisiert den Stellenwert von Lehrbüchern in
der Hochschullehre. Einen besonderen Fokus bilden der Vergleich von
digitalen und analogen Lehrbuchversionen sowie die Ermittlung zukünftiger
Bedarfe. Darüber hinaus werden Aspekte des Urheberrechts sowie die
Bedeutung von Open-Access-Angeboten und „Open Educational Resources“ (OER)
im Lehrkontext untersucht. Hierfür wurden in den vergangenen Monaten
Lehrende und Studierende deutscher Universitäten und Fachhochschulen sowie
Beschäftigte an Hochschulbibliotheken mittels standardisierter Online-
Erhebungsinstrumente befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Lehrende als auch Studierende
klassischen Lehrbüchern nach wie vor einen hohen Stellenwert beimessen –
insbesondere für die Vermittlung von Grundlagenwissen. Dies bestätigt sich
auch darin, dass Beschäftigte von Hochschulbibliotheken für die
vergangenen Jahre mehrheitlich eine zunehmende oder zumindest
gleichbleibende Nutzung von Lehrbüchern registrieren. Unterschiede zeigen
sich dagegen zwischen den verschiedenen Zielgruppen der Befragung:
Lehrende weisen Lehrbüchern eine größere Bedeutung zu als Studierende und
der Stellenwert von Lehrbüchern ist in den STEM-Studien- und Lehrbereichen
besonders hoch.

Lehrbücher können als Printversion oder als E-Book genutzt werden. Hier
zeigt die Studie ein eher ambivalentes Bild: Zwar ist ein Trend zur
vermehrten Nutzung von E-Books erkennbar, der durch die Folgen der Corona-
Pandemie noch verstärkt wurde, dennoch bevorzugt knapp die Hälfte der
befragten Lehrenden und Studierenden nach wie vor gedruckte Lehrbücher.
Die Befunde deuten somit darauf hin, dass E-Books eher eine Ergänzung zu
Print-Lehrbüchern sind als ein Ersatz. Digitale Lehrbuchformate sind aus
Perspektive der Befragten insbesondere im Kontext (neuer) digitaler Formen
der Distanzlehre relevant, wo die Bedeutung von E-Books deutlich größer
eingeschätzt wird als im Rahmen der Präsenzlehre.

Die Studie zeigt außerdem Unterschiede zwischen Lehrenden und Studierenden
in der Rangfolge der verwendeten Lehrmaterialien. Unabhängig von ihrer
Bereitstellungsform (E-Book oder Print) bilden Lehrbücher bei den
Lehrenden das am häufigsten genannte und hauptsächlich genutzte
Lehrmaterial. Bei den Studierenden dominieren hingegen digitale
Lehrmaterialien (exklusive Lehrbücher) wie PDF-Skripte,
Präsentationsfolien oder E-Learning-Angebote, die prüfungsrelevantes
Wissen in gebündelter Form bereitstellen. Erst auf Platz zwei folgen bei
den Studierenden Lehrbücher, gefolgt von Fachzeitschriftenartikeln und
sonstigen Fachbüchern.

Die Nutzung von Literatur unterliegt dem Urheberrecht. Bestimmte
(urheber-)rechtliche Regelungen ermöglichen in gewissem Umfang die
erlaubnisfreie Nutzung für Zwecke von Unterricht, Lehre, Forschung und
Bibliotheken. Der großen Mehrheit der befragten Lehrenden ist immerhin die
für Lehrveranstaltungen relevanteste Regelung im Urheberrecht bekannt,
wonach maximal 15 Prozent eines geschützten Werkes im Rahmen der Lehre
unentgeltlich bereitgestellt werden darf. Die Studie zeigt jedoch auch
weiteren Informationsbedarf unter den Lehrenden auf, da circa jede vierte
Lehrperson überhaupt keine der wesentlichen urheberrechtlichen Regelungen
kennt.

Die Mehrheit der befragten Studierenden und Lehrenden würde Open-Access-
Lehrbücher stärker nutzen, wenn diese breiter verfügbar wären. Allerdings
beurteilen die befragten Beschäftigten der Bibliotheken die Bereitschaft
von Lehrenden, von ihnen verfasste Lehrbücher über Open Access zugänglich
zu machen, skeptisch. Diese Bereitschaft ließe sich insbesondere durch
veränderte Anerkennungsmechanismen (etwa durch eine positive
Berücksichtigung in Evaluationen), eine Reduzierung von Publikationskosten
und eine verbesserte technische und rechtliche Unterstützung der
Autor*innen erhöhen.

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