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Nachhaltig im Alltag: Wir nehmen es in die Hand!

Prof. Dr. Carla Cimatoribus und Anja Necker (v.l.n.r.)  Hochschule Esslingen
Prof. Dr. Carla Cimatoribus und Anja Necker (v.l.n.r.) Hochschule Esslingen

Vor kurzem ist die neue Energiesparkampagne der Hochschule Esslingen
gestartet. Die Kampagne zeigt, wie nachhaltige und energiesparende
Verhaltensweisen schnell und leicht in den Alltag einzubauen sind.

Der Gesamtenergieverbrauch von Strom und Wärme an der Hochschule lag im
Jahr 2019 pro Person bei durchschnittlich 2.094 kWh. Die
Energiesparkampagne möchte diesen Verbrauch deutlich senken.
Hauptverbraucher sind hierbei vor allem der Wärmeverbrauch sowie
Laborgeräte und Maschinen. Doch auch das eigene Verhalten spielt beim
Energieverbrauch eine Rolle. Durch das Herunterfahren von Arbeitsgeräten
oder das Herunterdrehen der Heizung kann der Verbrauch bereits verringert
werden.

„Unter dem Motto ‚Wir nehmen es in die Hand!‘ kann jeder Studierende und
Hochschulangehörige seinen Beitrag für die Umwelt leisten. Ähnliche
Projekte an anderen Hochschulen haben gezeigt, dass dadurch fünf bis zehn
Prozent der Energiekosten eingespart werden können. Auch die Hochschule
Esslingen möchte ihren Teil zu mehr Nachhaltigkeit beisteuern und den
Energieverbrauch senken“, so Prof. Dr. Markus Tritschler, Prorektor
Gebäude und Infrastruktur.

Fünf Handlungsfelder zum Energiesparen

Die Kampagne wurde unter der Leitung von Prorektor Prof. Dr. Markus
Tritschler und der Umweltmanagementbeauftragten Prof. Dr. Carla
Cimatoribus von der Umweltmanagerin Anja Necker organisiert. Jede und
jeder Einzelne wird dazu aufgerufen, durch kleine Verhaltensänderungen zum
Energiesparen beizutragen. In fünf Handlungsfelder zeigt die Kampagne auf,
wo und wie Energie gespart werden kann. Die Handlungsfelder umfassen die
Bereiche Arbeiten, Studieren und Lehren, Beleuchten, Heizen, Lüften und
Kühlen und Mitdenken. 50 Prozent der ersparten Kosten erhält die
Hochschule zudem vom Land Baden-Württemberg ausgezahlt. Diese zusätzlichen
Gelder könnten dann in weitere Projekte fließen.
Die Hochschule Esslingen hat die Kampagne mit Blick auf das
Klimaschutzgesetz des Landes ins Leben gerufen. Nach dem Klimaschutzgesetz
sollen alle Gebäude des Landes Baden-Württemberg bis zum Jahr 2030 zum
Großteil Netto-Treibhausneutral werden.

Sticker als Erinnerungshilfe

Die Kampagne startete kürzlich mit einem Infostand auf dem Campus
Stadtmitte und wird dauerhaft laufen. Zum Informieren liegen Flyer mit
praktischen Stickern aus. Die Sticker können als Erinnerungsstütze
beispielsweise an Lichtschaltern oder Thermostaten aufgeklebt werden. Für
die Seminarräume sind weitere Plakate mit Informationen geplant.

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Internationale Technologiekonferenz debattierte über Quantencomputer und Künstliche Intelligenz

Die Konferenz „SIT & JUB Insights in Technology“ wurde dieses Jahr erstmals als gemeinsame Veranstaltung des SIT und der Jacobs University in Bremen durchgeführt. Nobelpreisträger Sir Konstantin Novoselov war einer der Redner.  Jacobs University
Die Konferenz „SIT & JUB Insights in Technology“ wurde dieses Jahr erstmals als gemeinsame Veranstaltung des SIT und der Jacobs University in Bremen durchgeführt. Nobelpreisträger Sir Konstantin Novoselov war einer der Redner. Jacobs University

Auf der zweitägigen „SIT & JUB Insights in Technology Conference 2021“ auf
dem Campus der Jacobs University Bremen diskutierten international
führende Wissenschafts- und Wirtschaftsvertreter:innen über
Zukunftstechnologien wie  Quantencomputer, maschinelles Lernen und
Künstliche Intelligenz. Die Quantentechnologie werde die Welt stärker
verändern als dies der Personal Computer und später das Internet getan
habe, zeigte sich Dr. Serguei Beloussov, Gründer des Schaffhausen
Institute of Technology (SIT), Aufsichtsratschef der Jacobs University und
Chief Research Officer von Acronis überzeugt.

Die Technologie werde innerhalb von fünf bis zehn Jahren ihren Durchbruch
erleben und zu einem „Lifechanger“ werden, prognostizierte Beloussov in
seiner Keynote am ersten Tag der Konferenz, an dem die Quantentechnologie
im Vordergrund stand. Sie werde eine Vielzahl neuer Anwendungen in
Wissenschaft und Wirtschaft ermöglichen und zahlreiche Innovationen
hervorrufen. Der Physiker, Elektrotechniker und Informatiker Dr. Beloussov
beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Quantenphysik. So war
er in den Jahren 2012 bis 2017 Mitglied des Aufsichtsrates des Centre for
Quantum Technologies in Singapur und in 2012 Mitbegründer der globalen
Risikofirma QWave Capital, die in Unternehmen aus dem Bereich der
Quantentechnologie investiert.

Rund 200 Gäste folgten der hybriden Veranstaltung unmittelbar vor Ort auf
dem Campus der Bremer Privat-Universität – unter Einhaltung strenger
Corona-Auflagen. Online waren mehrere Tausend Teilnehmende aus der ganzen
Welt den Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zugeschaltet – auf
Plattformen wie Airmeet, YouTube und Facebook. Die Konferenz „SIT & JUB
Insights in Technology“ wurde dieses Jahr erstmals als gemeinsame
Veranstaltung des SIT und der Jacobs University in Bremen durchgeführt.
Zuvor fand sie bereits zwei Mal in Schaffhausen statt.

Am zweiten Tag stand die Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt der
Konferenz. Die Keynote hielt Professor Dr. Wolfgang Wahlster,
Gründungsdirektor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche
Intelligenz (DFKI) und einer der prägenden Köpfe der KI in Deutschland und
Europa. Über den Einfluss der KI auf die Lebenswissenschaften sprach Dr.
Duccio Medini, Datenwissenschaftler und Pharmazeutische Führungskraft
sowie R3-Programmdirektor Wellcome Leap.

Zu weiteren Teilnehmern zählten etwa Mete Atature, Professor für
Quantenphysik an der Universität Cambridge, Andrey Ustyuzhanin, Professor
für Big Data-Analyse an der HSE University in Moskau, Fabio Pammolli,
Professor für Wirtschaft und Management am Polytechnikum Mailand und
Mitglied des strategischen Beirats des SIT sowie Andrea Ferrari, Professor
für Nanotechnologie und Gründer des Cambridge Graphene Center. Andreas
Birk, Professor für Elektrotechnik und Informatik an der Jacobs University
diskutierte unter anderem mit Hashem Al-Ghaili, Jacobs University Alumnus
und bekannter Wissenschaftskommunikator, über die Verbindung von
Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Ein weiterer namhafter Vortragender war der Nobelpreisträger Sir
Konstantin Novoselov. Der Professor für Materialwissenschaft und
Werkstofftechnik an der National University of Singapore sprach unter
anderem über die transformative Kraft der Quantentechnologie für sein
Forschungsgebiet.

Über SIT
Das 2019 in Schaffhausen, Schweiz, gegründete Schaffhausen Institute of
Technology (SIT - https://sit.org) ist eine internationale Schweizer
Bildungs- und Forschungseinrichtung mit dem Auftrag, Wissen durch
Wissenschaft zu entwickeln. Das SIT stellt sich den globalen
Herausforderungen durch Wissenschaft, Technologie und Bildung. Dieses
Vorzeigeprojekt stützt sich auf ein Netzwerk von Industrie- und anderen
Partnern, darunter die besten Universitäten der Welt und führende
Computer-, Physik- und Wirtschaftswissenschaftler.
Es besteht aus einem Bildungsinstitut, einem Forschungszentrum und einem
umfangreichen internen und externen Ökosystem, das mit einigen der
weltweit führenden akademischen und wissenschaftlichen Einrichtungen
zusammenarbeitet, darunter die Carnegie-Mellon University, die School of
Computing der National University of Singapore (NUS) und die Jacobs
University Bremen (JUB).
SIT bietet Master-, Ph.D.- und PostDoc-Programme an der Schnittstelle von
acht Schwerpunktbereichen an: Quantum Technology, Advanced Materials,
Software Engineering, Machine Intelligence and Computer Science (MICS),
Quantum Business Science (QuBus), Life Sciences, Autonomous Systems and
Robotics, Cyber Protection and Information Integrity.
Das SIT-Ökosystem umfasst SIT Campus, SIT StartGarden, SIT Autonomous, SIT
Capital, SIT Alemira, SIT Academy, SIT Rolos, Jacobs University Bremen und
andere Unternehmen.

Über die Jacobs University Bremen:
In einer internationalen Gemeinschaft studieren. Sich für
verantwortungsvolle Aufgaben in einer digitalisierten und globalisierten
Gesellschaft qualifizieren. Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg lernen,
forschen und lehren. Mit innovativen Lösungen und Weiterbildungsprogrammen
Menschen und Märkte stärken. Für all das steht die Jacobs University
Bremen. 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet,
erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und
internationalen Hochschulrankings. Ihre mehr als 1.600 Studierenden
stammen aus mehr als 120 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium
nach Deutschland gezogen. Forschungsprojekte der Jacobs University werden
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für
Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von
global führenden Unternehmen.
Für weitere Informationen: www.jacobs-university.de
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DFG zeichnet Konzept für internationales Forschungsmarketing des ReCentGlobe mit "Community Prize" aus

Das globale Wissensportal:
Das globale Wissensportal: "CrossArea" ReCentGlobe

Das Konzept zum Wissenschaftsportal „CrossArea“ des Research Centre Global
Dynamics der Universität Leipzig wurde durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem „Community Prize“ ausgezeichnet. Mit
dem neuartigen Wissenschaftsportal sollen multimedial aufbereitete
Wissensbestände zu global-gesellschaftlichen Fragestellungen gebündelt und
so die Wissenschaftskommunikation ausgebaut werden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet als Partnerorganisation
der Initiative „Research in Germany“ des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung sechs Projektideen für internationales Forschungsmarketing
mit dem neu geschaffenen und mit 20.000 Euro dotierten „Community Prize“
aus. Rund 500 Personen waren am Wettbewerb beteiligt. Zu den sechs
Preisträgerprojekten gehört das Konzept zum Wissenschaftsportal
„CrossArea“ des Research Centre Global Dynamics (ReCentGlobe) der
Universität Leipzig.

Die Wissenschaftsplattform soll den digitalen Fundus im Feld der Global
und Area Studies in Form von Blogs, Podcasts, YouTube-Videos, Open
Educational Resources zentral zugänglich machen und auf dem neuesten Stand
der Forschung kuratieren.

Diese Wissensordnung verläuft zunächst entlang von vier großen
Themenfeldern:

- Wie bilden sich neue Weltordnungen heraus und wie sind sie räumlich
ausgeprägt?
- Wie entfalten sich Krisen des Zusammenhalts regional, national und
global?
- Wie konkurrieren weltweit Religionen, Wissensordnungen und Ideologien?
- Und in welcher Wechselbeziehung stehen Menschen, Ressourcen und Natur?

Dazu arbeitet das Forschungszentrum eng zusammen mit dem Fachverband
„CrossArea“, einem breiten Netzwerk von Forschungseinrichtungen und
Verbünden im Feld der Global und Area Studies. Eine gemeinsame Redaktion
soll mediale Debatten zu aktuellen Krisenherden durch fundierte
Informationen aus der Wissenschaftscommunity begleiten und eigene
Schwerpunkte mithilfe von Themendossiers setzen. So bietet das Portal den
beteiligten Einrichtungen und Forscher:innen die Möglichkeit, eine
größere, diverse Zielgruppe mit ihren Vermittlungsformaten zu adressieren.
Es dient zugleich der Profilierung und dem Wissenstransfer aller
beteiligten Einrichtungen.

Der Direktor des ReCentGlobe, Prof. Dr. Matthias Middell, freut sich über
die Auszeichnung: „Das Wissenschaftsportal ‚CrossArea‘ ist eines der
innovativen Projekte, die von Roman Krawiliecki und Justus Wenke im
TransferLab des ReCentGlobe entwickelt wurden und nun umgesetzt werden
können. Zugleich ist es ein Ausdruck des äußerst aktiven Netzwerks, in dem
unsere Forscher:innen arbeiten. Insofern freuen uns, dass die Idee für das
Portal bei unseren Kooperationspartnern ebenso wie in der über den Preis
abstimmenden Forschungsgemeinschaft so großen Anklang findet.“

Die Preisträgerprojekte werden im kommenden Jahr im Rahmen einer
Festveranstaltung gewürdigt.

Über ReCentGlobe

Das Research Centre Global Dynamics ist eine zentrale Einrichtung der
Universität Leipzig. ReCentGlobe widmet sich in einer breiten
interdisziplinären Kooperation der Untersuchung von
Globalisierungsprojekten in Vergangenheit und Gegenwart. Am Zentrum
arbeiten mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener
Fakultäten und Fächer zusammen. Diese kooperieren bei der Aus- und
Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit der Graduate School
Global and Area Studies. Das Zentrum verfügt zudem über Labs für weltweite
Kooperationen, Digital Humanities, Wissenschaftskommunikation und
Wissenstransfer.

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Designprojekte der Muthesius Kunsthochschule bei der „Global Grad Show“ in Dubai

Das Impf-Instrument der Zukunft  Julia Berg / Paul Ullrich
Das Impf-Instrument der Zukunft Julia Berg / Paul Ullrich

Zwei Projekte von Studierenden des Medical Design der Muthesius
Kunsthochschule sind bei der „Global Grad Show“ in Dubai aus mehr als
3.000 Bewerbungen unter die weltweit besten 150 Design-Projekte gewählt
worden. Absolventinnen und Absolventen aus mehr als 70 Ländern und von 470
Hochschulen und Instituten zeigen seit kurzem ihre Arbeiten bei einer
digitalen Ausstellung.

Darunter: Julia Berg und Paul Ullrich mit ihrer Vision des Impfens und
David Rieche mit seinem medizinischen Reflexsensor "Flexision". Die Global
Grad Show in Dubai ist das einzige Wettbewerbsformat, das Designerinnen
und Designern eine weltweite Plattform bietet.

Zwei Projekte von Studierenden des Medical Design der Muthesius
Kunsthochschule sind bei der „Global Grad Show“ in Dubai aus mehr als
3.000 Bewerbungen unter die weltweit besten 150 Design-Projekte gewählt
worden. Absolventinnen und Absolventen aus mehr als 70 Ländern und von 470
Hochschulen und Instituten zeigen seit kurzem ihre Arbeiten bei einer
digitalen Ausstellung.

Die Jury überzeugen konnten auch Industriedesigner aus Kiel: Julia Berg
und Paul Ullrich mit ihrer Vision zur Zukunft des Impfens („Spritze?
Spritzer!“), die im Sommersemester 2021 entstanden ist. Außerdem
beeindruckte David Rieche die Juroren mit seinem Entwurf „Flexision“ aus
dem Sommersemester 2020 – dafür ist ihm bereits beim Mia Seeger Preis eine
Anerkennung zugesprochen worden.

Beide Projekte sind von Professor Detlef Rhein betreut worden. Er lobt:
„Die Studierenden, die bei uns an der Global Grad Show teilgenommen haben,
haben ihre Sicht auf die Welt tatsächlich verändert. Sie sehen sich als
Teil einer viel größeren Design-Community. Durch das entrepreneurship
programme werden sie zudem gefragt und gefordert, ihre Ideen auf einem
professionellem Niveau hinsichtlich Machbarkeit und Marktchance weiter zu
denken und zu konkretisieren. Für ihre berufliche Zukunft und ihre eigene
Haltung sind das ganz besonders wichtige Erfahrungen.“

Julia Berg und Paul Ullrich, die während des Sommersemesters im Frühjahr
2021 die Idee für ihr Impf-Projekt entwickelt haben, sagen: „Ziel unseres
Projektes war es gar nicht, neue Impfmöglichkeiten für die jetzige
Pandemie zu entwickeln, sondern zu überlegen, wie Impfungen im Jahr 2050
aussehen könnten. Dass unser derzeitiges Impfsystem nicht wirklich
nachhaltig und auch nicht langfristig gedacht ist, haben wir während
unserer Recherche schnell erkannt.“ Recherchiert haben sie in einem
Impfzentrum, außerdem interviewten sie geimpfte Personen. „Besonders
inspirierend für uns war zu sehen, wie früher geimpft wurde und wie
Massenimpfungen zum Beispiel während der Pockenepidemie aussahen“, sagen
die Studierenden. Eine wissenschaftliche Studie über neue
Verabreichungsmethoden brachte sie auf die Idee, dass Impfstoffe auch per
Spray oder Creme auf die Haut aufgetragen werden könnten, was das
Aufkommen an Sondermüll reduzieren und viele pragmatische Vorteile mit
sich bringen könnte.

Auch das medizinische Projekt von David Rieche ist für die „Global Grad
Show“ in Dubai ausgewählt worden: Er hat unter dem Titel „Flexision“ das
Hämmerchen zum Messen der Reflexe zur raffinierten Sensortechnik
weiterentwickelt. Kombiniert mit einer Datenbank lassen sich – so seine
Idee – aus dem gemessenen Reflexbild der Patientinnen und Patienten
frühzeitig neurologische Erkrankungen diagnostizieren. Wie er auf die Idee
kam, den Reflexmesser neu zu denken? „Ein Arzt hatte mir den Bedarf
präziserer Reflexmessung nach einem Schlaganfall geschildert, was sich
dann im Laufe des Projektes zur allgemeinen, hochpräzisen Reflexmessung
für die Diagnose neurologischer Störungen entwickelte“, erklärt David
Rieche. Für Medizintechnik hat sich der Absolvent der Muthesius
Kunsthochschule „schon immer interessiert“, wie er sagt; heute arbeitet er
in Hamburg bei einer Firma, die medizinisches Design umsetzt.

Hintergrund: Die Global Grad Show in Dubai

Die Global Grad Show in Dubai ist das einzige Wettbewerbsformat, das
Designerinnen und Designern eine weltweite Plattform bietet. Hier
präsentieren Nachwuchstalente einmal im Jahr einem internationalen
Publikum ihre Design- und Technikprojekte. Bereits 2019 waren
Industriedesignerinnen und Industriedesigner der Muthesius Kunsthochschule
bei der „Dubai Design Week“ aus mehr als 1.000 Bewerbungen ausgewählt
worden. In diesem Jahr wird die Ausstellung wie schon 2020 ausschließlich
online gezeigt. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach den Kriterien der
sozialen Innovationskraft und der Relevanz für nachhaltig orientierte
Zukunftsmärkte. Für die Muthesius Kunsthochschule ist es die dritte
Teilnahme in Folge.

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