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Bregenzer Festspiele bestreiten Spielsaison 2021 erfolgreich mit neuem Fraunhofer IDMT Richtungsmischer

Die richtungsabhängige Verstärkung der Solisten mit dem Fraunhofer IDMT Richtungsmischer unterstützt maßgeblich das beeindruckende Hörerlebnis für das Bregenzer Publikum.  EventElevator
Die richtungsabhängige Verstärkung der Solisten mit dem Fraunhofer IDMT Richtungsmischer unterstützt maßgeblich das beeindruckende Hörerlebnis für das Bregenzer Publikum. EventElevator

Seit mittlerweile 15 Jahren erklingt die Seebühne Bregenz mit
Soundtechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie
IDMT. Erst auf der kürzlich stattgefundenen Tonmeistertagung 2021 hielt
der leitende Toningenieur der Bregenzer Festspiele, Clemens Wannemacher,
einen Vortrag darüber, wie mit Hilfe der richtungsabhängigen Verstärkung
der Solisten auf der Bühne sowie des ausgeklügelten Zusammenspiels von
Tonproduktion und Raumsimulationstechnik beeindruckende Hörerlebnisse für
das Publikum geschaffen werden.

Der im Jahr 2006 erstmals in Bregenz eingesetzte Fraunhofer IDMT
Richtungsmischer ist für die richtungsabhängige Verstärkung
verantwortlich. Damit kann das Publikum die Darstellenden auf der weltweit
größten Seebühne über eine große Entfernung hinweg genau lokalisieren. Für
die Spielzeit 2021 kam ein komplett neuer Richtungsmischer vom Fraunhofer
IDMT zum Einsatz. Fazit: Test erfolgreich bestanden. Madame Butterfly wird
in der Spielsaison 2022 auf jedem Tribünenplatz zum akustischen
Hochgenuss!

Mit Hilfe des Richtungsmischers wird auf der Seebühne Bregenz das
sogenannte »Bregenzer Richtungshören« realisiert. Das bedeutet, egal von
welchem Sitzplatz aus man der Oper lauscht, die Sängerinnen und Sänger
werden immer akustisch genau dort wahrgenommen, wo sie tatsächlich auf der
Bühne singen, anders als bei üblichen Konzerten. Dabei spielt es keine
Rolle, ob die Künstler während des Gesangs an einem Platz verharren oder
sich bewegen. Zur Umsetzung dieser richtungskorrekten Verstärkung sind
Lautsprecher nahezu unsichtbar in die Bühnenkulissen integriert. Durch
eine gezielte zeitliche Ansteuerung der Lautsprecher ergibt sich dann ein
natürlicher Richtungseindruck.

***Technologischer Wandel: Bregenz ändert gesamte Architektur und Struktur
seines Beschallungssystems***

Projektleiter am Fraunhofer IDMT ist Mario Seideneck. Er erzählt stolz:
»Unser Richtungsmischer als zentrales Element im Bregenzer
Beschallungssystem setzt neue Standards im Richtungshören. Schön, dass wir
seit vielen Jahren einen wichtigen Teil zu dieser beeindruckenden Show
beisteuern dürfen. Der technologische Wandel macht aber auch vor dem
Bereich Beschallung und Tontechnik nicht Halt. Deswegen war es jetzt auch
Zeit für eine neue Generation Richtungsmischer.«

Da sich in den letzten Jahren die gesamte Architektur und Struktur des
Beschallungssystems in Bregenz verändert hat, musste auch der
Richtungsmischer neu gedacht werden. Eine wesentliche Weiterentwicklung
sind die dreidimensionalen Lautsprecherverteilungen rund um das Publikum,
die jetzt ein immersives Klangerlebnis in der 3. Dimension ermöglichen.
Zusätzlich befinden sich nun Lautsprecher unter den Publikumssitzen, die
ebenfalls unabhängig voneinander angesteuert werden können. Um die damit
verknüpften neuen Anforderungen zu erfüllen, wurde der Richtungsmischer
von Grund auf neu entwickelt und gemeinsam mit der Bregenzer
Akustikabteilung für eine möglichst einfache Bedienung und Integration in
der komplexen Beschallungsumgebung optimiert.

***Zentrale Anforderung an den neuen Richtungsmischer: jederzeit intuitiv
und gestalterisch eingreifen können***

Alwin Bösch, Tonmeister-»Urgestein« der Bregenzer Festspiele, hat an der
Realisierung des alten und neuen Richtungsmischers maßgeblich mitgewirkt.
Er fasst die wesentlichen Kriterien an das heutige System zusammen: »Egal
wie oft auf der Bühne während der Vorstellung Kulissen und
Lautsprecherpositionen, Sänger und Sängerinnen, Chor oder Orchester
wechseln – der Tontechniker sollte immer die Möglichkeit haben, intuitiv
und gestalterisch in das akustische Geschehen einzugreifen«.

Um trotz der enormen Komplexität der dahinterliegenden Signalverarbeitung
alle Parameter des Richtungsmischer zu jeder Zeit visualisieren und darauf
zugreifen zu können, werden in der Tonregie sechs Großformat-Monitore
eingesetzt.

***Der neue Richtungsmischer: modular, flexibel, verteilte Strukturen, 3D-
Visualisierung der Bühne***

Mit dem Richtungsmischer können nun bis zu 256 Lautsprecher gleichzeitig
in mehreren Ebenen einzeln angesteuert und verwaltet werden. Durch das
modulare Konzept des Richtungsmischers werden die Lautsprecher zusätzlich
in Untergruppen, sogenannten VCA-Gruppen, verwaltet. »Damit haben wir
jetzt ein mächtiges Tool für übergreifende soundtechnische Anpassungen und
ein schnelles Vergleichshören«, erklärt der Leiter der Bregenzer
Tonabteilung, Clemens Wannemacher.

Um den initialen Einrichtungs- und Tonmischprozess auf der riesigen
Tribüne zu vereinfachen, wurde eine Tablet-basierte, mobile Fernsteuerung
entwickelt. Diese ermöglicht eine kabellose, intuitive Konfiguration und
Validierung auf jedem Sitzplatz. Das macht den Richtungsmischer flexibel
bedienbar. Die verteilte Struktur des Richtungsmischers erlaubt es
außerdem, dass mehrere Toningenieure gleichzeitig an der Konfiguration von
Lautsprechern und Richtungsgebieten oder der Visualisierung und
Programmierung einzelner Szenen arbeiten können.

Ein weiteres Feature des neuen Richtungsmischers ist die 3D-Visualisierung
der Bühne, der Lautsprecher sowie Schallquellen und Richtungsgebiete.
Damit werden die Realpositionen der Sängerinnen und Sänger auf der Bühne
zentimetergenau dargestellt. Diese technische Neuerung des
Richtungsmischer ist die Grundlage für ein geplantes Trackingsystem. Damit
können die Darstellenden auf der Bühne automatisch akustisch verfolgt
werden. Aktuell erfolgt dies größtenteils noch per Hand.

***Richtungsmischer wird zur zentralen Steuereinheit***

Der neue Richtungsmischer wurde als offenes System mit verschiedenen
Schnittstellen zur Steuerung anderer Geräte und Systeme konzipiert. Da für
jeden Teil der Partitur eine entsprechende Klangszene im Richtungsmischer
programmiert wird, eignet sich dieser hervorragend als zentrale
Steuereinheit. Über den Richtungsmischer lassen sich jetzt auch andere,
via Netzwerk verknüpfte Soft- und Hardwaresysteme, wie zum Beispiel
Raumsimulation, Show Controller oder auch Beleuchtung passend via OSC-
Schnittstelle ansteuern.

***Redundantes System-Design***

Die komplette Netzwerktechnik und Hardware des Richtungsmischer wurde
redundant ausgelegt, um damit mögliche Ausfälle von 1 zu 1 Verbindungen,
aber auch Ausfälle kompletter Systembestandteile, unterbrechungsfrei zu
kompensieren. »Das gibt uns die Sicherheit und Ruhe, die man während solch
einer komplexen Produktion, wie wir sie auf der Seebühne haben, gut
gebrauchen kann«, so Clemens Wannemacher weiter.

Der Bregenzer Ton-Chef Wannemacher ist von der erfolgreichen
Zusammenarbeit mit den Ilmenauer Akustikexperten begeistert: »Die
Neuentwicklung des Richtungsmischers ist für unsere Bregenzer Seebühne ein
sehr großer Schritt nach vorne. Die Projektarbeit war absolut konstruktiv
und professionell. Schön war vor allem, wie unsere Anregungen und
Anforderungen stets mit offenen Ohren, viel Fachverstand und manchmal auch
dem nötigen Humor aufgenommen und perfekt für uns umgesetzt wurden. Dafür
gebührt dem Fraunhofer IDMT ein großer Dank!«

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Yue Zhao erhält den DAAD-Preis 2021

Yue Zhao in digitaler Feierstunde geehrt  Julia Marre
Yue Zhao in digitaler Feierstunde geehrt Julia Marre

In einer digitalen Feierstunde ist die chinesische Studentin Yue Zhao an
der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit dem Preis des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ausgezeichnet worden. Zhao studiert
seit 2019 Industriedesign in Kiel, hat ihr Studium ursprünglich in China
begonnen und absolviert zurzeit ein Auslandssemester in Schweden. Die hohe
Qualität ihrer Arbeiten zeigt sich auch an anderen Auszeichnungen: So hat
sie den Bundespreis "Eco Design 2020" erhalten und einen zweiten Platz
beim James Dyson Award 2020 belegt.

Für ihr Engagement an der Kunsthochschule und für ihre herausragenden
Studienleistungen erhält Yue Zhao aus China den mit 1.000 Euro dotierten
Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Die Anerkennung
würdigt besondere akademische und soziale Leistungen ausländischer
Studierender in Deutschland und wird jährlich vom DAAD bereitgestellt und
von den Hochschulen vergeben.

Yue Zhao, die 2011 in China mit dem Industriedesign-Studium begonnen hat,
absolviert zurzeit ein Austauschsemester in Schweden am Umeå Institut of
Design. An der Muthesius Kunsthochschule studiert sie seit Oktober 2019
Industriedesign. „Meine Studienerfahrungen aus China, Deutschland und
Schweden haben mir geholfen, die Designperspektive zu erweitern. Das hat
mich dazu gebracht, im Designprozess internationaler und multikultureller
zu denken“, sagt sie über ihr internationales Studium. Aus China an die
Muthesius Kunsthochschule nach Kiel zu wechseln, hat sie sehr gereizt,
weil „ich mich hier im Masterstudium auf einen besonderen Bereich
konzentrieren kann: auf das Medical Design“, sagt Yue Zhao, die im
Sommersemester 2022 ihr Studium mit dem Master of Arts bei Professor
Detlef Rhein abschließen wird. „Dieser Schwerpunkt zeigt, wie relevant
nachhaltiges Denken und Entwerfen im Kontext der Frage ist, wie gesunde
Lebensgrundlagen ermöglicht werden können. Das sind für mich als
Designerin sehr attraktive und sinnvolle Aspekte.“

Professor Detlef Rhein würdigt Yue Zhao als „hochtalentierte und
engagierte Studentin“. Die hohe Qualität ihrer Arbeiten belege der Gewinn
des Bundespreises „Eco Design 2020“ und ein zweiter Platz in der
nationalen Kategorie beim James Dyson Award 2020.

An der Muthesius Kunsthochschule sind zurzeit knapp 100 ausländische
Studierende aus 28 Ländern eingeschrieben – also etwa ein Siebtel der
Studierenden. Wer hier studiert, kann für ein Auslandssemester aus 71
Partnerhochschulen in 29 Ländern wählen.

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Ausgezeichnete CAIS-Alumni: Bundesentwicklungsministerium ehrt digitales Bildungsprojekt in Malawi

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann  Ina Fassbender/photothek.de
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und Frederik Bachmann Ina Fassbender/photothek.de

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
verleiht Next Generation Africa die EINE WELT-Medaille. Das
Bildungsprojekt wurde im Rahmen eines Fellowships am Center for Advanced
Internet Studies (CAIS) in Bochum entwickelt und wissenschaftlich
begleitet.

Am 28. Oktober 2021 fand die Verleihung der Engagement-Medaillen des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) in Bonn statt. In diesem Rahmen wurde der Verein Next Generation
Africa für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die EINE WELT-Medaille ist neben der
Rupert-Neudeck-Medaille die höchste Auszeichnung des Ministeriums. Sie
wird seit 2019 für herausragendes persönliches Engagement bei der
Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen
(UN) verliehen.

Bundesminister Dr. Gerd Müller überreichte die EINE WELT-Medaille an
Frederik Bachmann, Mitbegründer und Leiter von Next Generation Africa.
Damit zeichnete der Minister sein Engagement für innovative,
partnerschaftliche und nachhaltige Bildungs- und
Entwicklungszusammenarbeit aus. Müller lobte das Projekt mit den Worten:
„Das gesellschaftliche Engagement von Next Generation Africa und Herrn
Bachmann für globale Bildungsgerechtigkeit ist absolut beeindruckend –
zumal in so jungen Jahren. Mit Ihrer Verantwortung für unsere EINE WELT
sind Sie Vorbild, nicht nur in Ihrer Generation.“
Der Mitbegründer und Leiter des Vereins, Frederik Bachmann, sieht in der
Medaille nicht nur eine Anerkennung des bisherigen, sondern auch einen
Ansporn für zukünftiges Engagement: „Wir alle vom Next Generation Africa-
Team sind überglücklich und dankbar für diese Auszeichnung. Das ist eine
riesige Motivation für unseren weiteren Weg im Projekt – und es steht noch
viel bevor.“

Der gemeinnützige Verein Next Generation Africa trägt mit einem digitalen,
nachhaltigen Ansatz dazu bei, dass weltweit der Zugang zu hochwertiger
Bildung möglich wird. Als Moderator der Veranstaltung befragte Eckart von
Hirschhausen Bachmann zu Ursprung und Mission der Organisation. Die zwei
Darmstädter Frederik Bachmann und Niels Kunz gründeten sie noch vor ihrem
Abitur, weil ihrer damaligen Partnerschule in Malawi, so wie fast allen
Schulen im Land, essenzielle Bildungsmaterialien wie Bücher fehlten.
Zugleich ist dort das Internet unzuverlässig und sehr teuer. Die Lösung,
die Bachmann und Kunz mit Schüler:innen und Lehrer:innen vor Ort
entwickelt haben, ist die Xulendo Digital Library. Ein Miniserver, auf dem
die laut Lehrplan erforderlichen Lerninhalte gespeichert sind. Sobald die
digitale Bibliothek an einer Schule installiert ist, können von hier
Videos, Bücher, naturwissenschaftliche Simulationen u.v.m. abgerufen
werden – ganz ohne Internet.

Nach dem anfänglichen Prototyp haben die beiden Initiatoren das
Projektkonzept in einer Pilotphase von 2017 bis 2018 ausgearbeitet und am
Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum wissenschaftlich
evaluiert. Als CAIS-Fellows profitierten Bachmann und Kunz von einem
Netzwerk von Expert:innen aus der Digitalisierungsforschung. „Das
internationale Fellow-Programm bleibt ein weiterer wichtiger Baustein
unseres Instituts, Beispiele wie das Malawi-Projekt zeigen, wie solche
Ideen langfristig und vor allem in der Praxis etwas bewirken“, freut sich
Tim Pfenner, Geschäftsführer am CAIS.

Der Erfolg zeigt sich auch in Zahlen: An den mittlerweile acht
Projektschulen konnte bereits über 10.000 Schüler:innen der Zugang zu
modernen, anschaulichen Lerninhalten ermöglicht werden. Auch während der
Pandemie fand Next Generation Africa kreative Lösungen, um digitale
Lerninhalte zu den Schüler:innen nach Hause zu bringen, z.B. über
WhatsApp. Aktuell produziert die Organisation mit malawischen Autor:innen
digitale Schulbücher, die landesweit frei zur Verfügung gestellt werden.
Die Projekte finanzieren sich durch Spenden
(https://nextgenerationafrica.org/spenden).
Weitere Informationen zu Next Generation Africa finden Sie auf dem
Instagram-Account (@nextgenerationafrica) sowie auf der Webseite
(https://nextgenerationafrica.org).

Zum CAIS:
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Center for Advanced Internet
Studies (CAIS) in Bochum seit April 2021 langfristig als zentrales
Institut für Digitalisierungsforschung. Durch evidenzbasierte
Lösungsvorschläge trägt das CAIS zur Gestaltung des digitalen Wandels im
Interesse der Menschen bei. Gegründet wurde das CAIS als
Wissenschaftskolleg Anfang 2017 und vergibt  seitdem Fellowships an
nationale und internationale Gastwissenschaftler:innen im Bereich der
Digitalisierungsforschung. Der Trägerkreis des CAIS besteht aus der Ruhr-
Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Heinrich-Heine-
Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,
dem GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, dem RWI— Leibniz-
Institut für Wirtschaftsforschung und dem Grimme-Institut in Marl.

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Medizinstudierende unterstützen Corona-Impfaktion für ambulante Krebspatientinnen und -patienten

Bei einer Impfaktion im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden
(NCT/UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden konnten sich
am 18. Dezember ambulant behandelte Krebspatientinnen und -patienten sowie
deren Angehörige gegen das Corona-Virus impfen lassen. Insgesamt 250
Termine wurden dafür vergeben. Ermöglicht haben die Aktion
Medizinstudierende, die in fünf Teams unter ärztlicher Aufsicht Impfungen
verabreichten und dokumentierten. Auch Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte
sowie weitere Mitarbeitende des Dresdner Uniklinikums und des Deutschen
Krebsforschungszentrums waren ehrenamtlich im Einsatz.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist eine
gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen
Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf (HZDR).

Krebspatientinnen und -patienten zählen laut Robert Koch-Institut zu den
Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe einer
COVID-19-Erkrankung haben. Einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für
Hämatologie und Onkologie (DGHO) zufolge gilt dies insbesondere für
Patientinnen und Patienten mit einer aktiven, fortschreitenden oder
metastasierten Krebserkrankung. Daher ist es wichtig, dass sich Betroffene
durch eine COVID-19-Impfung schützen. Am 18. Dezember konnten sich
Krebserkrankte und ihre Angehörigen von 9 bis 14 Uhr im Nationalen Centrum
für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) am Universitätsklinikum Carl
Gustav Carus Dresden gegen Corona impfen lassen. „Uns war es sehr wichtig,
unseren Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen eine schnelle und
unkomplizierte Möglichkeit für eine Impfung zu bieten. Gerade auch die
Impfung von Kontaktpersonen ist von höchster Bedeutung, um einen
Nestschutz zu gewährleisten“, sagt Prof. Martin Bornhäuser, einer der
geschäftsführenden Direktoren des NCT/UCC und Direktor der Medizinischen
Klinik I des Dresdner Uniklinikums.

Möglich wurde die Aktion auch durch das ehrenamtliche Engagement von 15
Medizinstudierenden. Die Studierenden erhielten morgens zunächst eine
Schulung durch Ärztinnen und Ärzte. Anschließend konnten sie in Dreier-
Teams unter ärztlicher Aufsicht impfen und Impfungen dokumentieren. „Mir
war es sehr wichtig, die Aktion zu unterstützen und in dieser schwierigen
Phase der Pandemie einen Beitrag zur Patientenversorgung zu leisten“, sagt
Vivian Arlt, die im 6. Fachsemester Medizin studiert.

„Mit der Booster-Impfung fühle ich mich nun deutlich besser geschützt.
Danke an alle Beteiligten, die die Aktion möglich gemacht haben“, sagt
Sten Bieder, der aktuell wegen einer Krebserkrankung am NCT/UCC behandelt
wird. „Wir freuen uns, dass so viele Patientinnen und Patienten die
Impfmöglichkeit genutzt haben“, sagt Peter Musil vom NCT/UCC-
Patientenbeirat.

Zur Mitteilung steht ein Bild in druckfähiger Auflösung zur Verfügung:
https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das-
nct/newsroom/pressemitteilungen/Impfung_Corona1.jpg
BU: Medizinstudierende impfen unter ärztlicher Aufsicht einen Patienten
gegen COVID-19. © Uniklinikum Dresden/Annechristin Bonß

Nutzungshinweis für Bildmaterial
Die Nutzung ist kostenlos. Das NCT/UCC Dresden gestattet die einmalige
Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Thema der
Pressemitteilung. Bitte geben Sie als Bildnachweis an: © Uniklinikum
Dresden/Annechristin Bonß. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist
nur nach vorheriger Rücksprache mit der NCT/UCC-Pressestelle (Tel. 0351
458 5548, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gestattet. Eine Nutzung zu
kommerziellen Zwecken ist untersagt.

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