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Absolvent:innenfeier Bauingenieurwesen: Studierende mit Preisen ausgezeichnet

Im Rahmen der Abschlussfeier des Studienprogramms Bauingenieurwesen
erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger verschiedene Auszeichnungen
für ihre guten bis sehr guten Studienleistungen.

Preisträgerinnen und Preisträger: Stiftung der Bauindustrie Hamburg

Die Stiftung der Bauindustrie Hamburg vergab Preise an Lara Schollenbruch
und Niclas Gediehn (beide „Preis für gute Leistungen beim
Bachelorabschluss 2020“) sowie an Lena Schmidt, Melvin Quirling und Jonne
Petersen (alle „Preis für gute Leistungen beim Bachelorabschluss 2021“).

Preisträgerinnen und Preisträger: Prof. Dr. Egon Peter Stiftung

Von der Prof. Dr. Egon Peter Stiftung wurden Julius Hartmann, Maren
Marquardt und Jenny Dorau für ihren Masterabschluss 2020 sowie Laura
Peters (Masterabschluss 2021) ausgezeichnet. Celina Hunschok und Robin
Wahl erhielten ihre Auszeichnungen für ihren guten Bachelorabschluss im
Jahr 2021.

Preisträgerinnen und Preisträger: WTM Architectural Engineering Preis 2020
& 2021

Das Hamburger Ingenieurbüro WTM Engineers GmbH honorierte die
Masterarbeiten von Timo van der Horst (2020) und Lena Woidt (2021).

Hintergrund

Die Stiftung der Bauindustrie, die Prof. Dr. Egon Peter Stiftung und das
Unternehmen WTM Engineers fördern im Studienprogramm Bauingenieurwesen an
der HCU den Nachwuchs an Bauingenieurinnen und Bauingenieuren, indem sie
jährlich Preise für besonders gute und zügig erbrachte Studienabschlüsse
und Leistungen verleihen. Mehr Infos zu den Stiftungen und Preisen finden
Sie hier.

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„Ein bis fünf Verdachtsfälle pro 100.000 Impfdosen“

Als Studienleiter eines deutschlandweiten Forschungsprojekts zu
Impfnebenwirkungen nimmt Prof. Dr. Stephan Schubert, Direktor der Klinik
für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler am Herz- und
Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, zum Myokarditis-Risiko bei
Kindern und Jugendlichen nach COVID-19-Impfung Stellung: „Eltern und
Angehörige wollen sachlich nach aktuellem Stand der Forschung beraten
werden.“

Herr Professor Schubert, eine befürchtete schwere Nebenwirkung bei jungen
Menschen nach COVID-19-Impfung ist die Herzmuskelentzündung. Wie schätzen
Sie das Risiko ein?

Natürlich nehmen wir die Sorgen von Eltern ernst, die Fragen zur
Sicherheit und Wirksamkeit des von der STIKO empfohlenen mRNA-Impfstoffs
Comirnaty von Biontech/Pfizer haben. Grundsätzlich ist es ratsam, sich zu
diesem Thema nicht von Schlagzeilen verunsichern zu lassen, sondern den
Erkenntnissen des Paul-Ehrlich-Instituts zu folgen, das in Deutschland für
die Impfstoffsicherheit zuständig ist. Derzeit gehen Wissenschaftler und
Ärzte von weniger als fünf Fällen von Herzmuskel- oder
Herzbeutelentzündungen bei 100.000 Impfungen von 12- bis 17-Jährigen mit
Fokus auf dem männlichen Geschlecht aus. Demgegenüber steht ein vielfach
höheres Risiko, im Falle einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus eine
solche Erkrankung zu erleiden. Die Rede ist hier von gesunden Kindern und
Jugendlichen, für die eine Impfung einen nahezu 100-prozentigen Schutz vor
einer schweren Form einer COVID-19-Erkrankung bietet. Bei einer
Vorerkrankung ist die Frage nach der Notwendigkeit einer Impfung
sorgfältig abzuwägen und daher immer eine individuelle Entscheidung.

Wie äußert sich eine solche Herzmuskelentzündung und was macht sie so
gefährlich?

Die Herzmuskelentzündung oder Myokarditis tritt zwar selten auf, ist aber
auch eine der häufigsten Ursachen für die akute/chronische Herzschwäche
und Herzversagen im Kindesalter. Sie macht sich oft durch
Rhythmusstörungen oder Schmerzen in der Brust bemerkbar, die Kinder fühlen
sich deutlich in Ihrer Belastbarkeit oder Alltag eingeschränkt. Insgesamt
ist ein Zusammenhang mit einer vorangegangenen COVID-19-Impfung nicht
einfach herzustellen, weil die Herzschwäche auch als Folge einer anderen
Viruserkrankung auftreten oder auch genetische Ursachen haben kann. Umso
wichtiger ist es, zu dieser und anderen Fragestellungen systematische
Forschung zu betreiben.

Bereits vor acht Jahren haben Sie ein nationales Register für Kinder und
Jugendliche mit Verdacht auf Myokarditis gegründet, das Daten inzwischen
prospektiv von mehr als 550 Patienten gesammelt hat. Was ist das Ziel
Ihrer aktuellen Studie über Impfnebenwirkungen nach einer
COVID-19-Impfung?

Zunächst geht es darum, möglichst genauere Daten solcher Verdachtsfälle zu
sammeln, aus denen wir wichtige Erkenntnisse über die Diagnostik,
Schweregrad und den Verlauf der Erkrankung gewinnen können. In
Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut und derzeit 29
Kinderherzzentren und Kinderkliniken in Deutschland - darunter auch das
HDZ NRW - werden betroffene Kinder und Jugendliche mindestens zwölf Monate
lang nachuntersucht, um das mögliche Risiko einer schwerwiegenden
Komplikation zu überwachen und künftig die Bedeutung besser einschätzen zu
können. Das Bundesgesundheitsministerium finanziert diese prospektive
Studie in den kommenden zwei Jahren.

Was raten Sie Eltern, die ihre Kinder aus Angst vor einer schweren
Impfnebenwirkung nicht impfen lassen wollen?

Nach realistischer Einschätzung ist die Gefahr, dass als Folge der
COVID-19-Impfung eine Myokarditis auftritt, im Vergleich zu dem Risiko von
schweren Folgeschäden, das man ohne Impfung im Falle einer Erkrankung
eingehen würde, deutlich geringer. Zu bedenken ist:

•       Auch durch die COVID-19-Infektion ist ja eine Herzmuskelentzündung
möglich. Gerade jetzt nimmt die Zahl der COVID-19 erkrankten und stationär
behandelten Kinder mit Symptomen zu.

•       Der Schutz vor der COVID-19 Erkrankung durch die Impfung ist
ausreichend belegt und überwiegt zum jetzigen Zeitpunkt das Risiko einer
Impfnebenwirkung deutlich. Da aber vor allem Jungen betroffen sind, spielt
auch das Geschlecht eine wichtige Rolle.

Wir wollen mit dieser Studie gerade beweisen, dass selbst wenn man diese
Nebenwirkung erleben sollte, diese aber auch – laut internationalen Daten
- in der großen Mehrheit der Fälle vollkommen ausheilt. Dazu muss man
wissen, dass auch eine durch andere Viren verursachte
Herzmuskelentzündung, je frühzeitiger sie erkannt und medizinisch versorgt
wird, in aller Regel gut behandelt werden kann. Nur erbliche Faktoren
können zusätzlich diesen Verlauf negativ beeinflussen, dieses lernen wir
durch Einsatz der Genetik immer besser kennen.

Alle Patienten mit einer Herzmuskelentzündung sollten in jedem Falle in
einem spezialisierten Kinderherzzentrum im Fachbereich für
Kinderkardiologie diagnostiziert und mit betreut werden.

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Hintergrundinformation:

Das MYKKE-Register ist das weltweit größte pädiatrische Register für
Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Myokarditis. Es wurde 2013 von
Prof. Dr. Stephan Schubert und PD Dr. Daniel Messroghli am Deutschen
Herzzentrum Berlin ins Leben gerufen. Aktuell beteiligen sich 29
Kinderherzzentren und Kinderkliniken in Deutschland, Österreich und der
Schweiz.
Im Register werden Daten zu Anamnese, Diagnostik, Therapie und Verlauf
standardisiert erfasst. Als Infrastruktur für die Datenerfassung und
Bereitstellung der Daten für die Forschung dient die im Nationalen
Register für angeborene Herzfehler e.V. (NR AHF) angesiedelte
Forschungsplattform. Die Infrastruktur des MYKKE-Registers wird seit 2017
durch Spenden aus der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V.
“Kinderherzen“ unterstützt.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 35.000 Patienten pro Jahr, davon
14.600 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren
seiner Art in Europa.

Das Kinderherzzentrum und Zentrum für angeborene Herzfehler des HDZ NRW
wird von Prof. Dr. Stephan Schubert, Direktor der Klinik für
Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler, und Prof. Univ. Dr. Eugen
Sandica, Direktor der Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler,
gemeinsam geleitet. Es zählt zu den international führenden Kliniken zur
Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler und ist
zertifiziertes Zentrum für die Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen
Herzfehlern (EMAH). Zur ausgewiesenen Expertise des Zentrums zählt die
Therapie des gesamten Spektrums von angeborenen Herzfehlbildungen im
Neugeborenen-, Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Jährlich werden hier
über ca. 1.000 Patienten mit herausragenden Ergebnissen auch im
internationalen Vergleich stationär und 4.500 bis 5.000 Patienten ambulant
betreut.

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Zeppelin Universität startet Bachelorstudiengänge auch Ende Januar

Als eine der wenigen deutschen Universitäten startet die Zeppelin
Universität (ZU) in Friedrichshafen am Bodensee ihre Bachelorstudiengänge
auch im Januar. Bewerbungsschluss für alle Studieninteressierten ist der
6. Januar.

Viele Abiturientinnen und Abiturienten haben im vergangenen Sommer wegen
der Unsicherheit über die Art und Weise des (Präsenz-)Studienbetriebs ab
Herbst ihren Wunsch und ihre Absicht auf Aufnahme eines Studiums erst
einmal aufgeschoben. Mit dem Studienstart im Januar sind deshalb
insbesondere diejenigen angesprochen, die nun nicht mehr Zeit ins Land
gehen lassen und bis zum Herbst nächsten Jahres warten wollen.

Außerdem bietet dieser Termin denjenigen, die nicht direkt nach dem Abitur
von der Schulbank in den Seminarraum gewechselt sind, sondern erst einmal
eigene Erfahrungen sammeln wollten, die Möglichkeit eines zeitnahen
Studienbeginns. Das Angebot richtet sich darüber hinaus an bereits
Studierende, denen der aktuelle Studienplatz nicht behagt.

Das Frühjahrssemester in den managementorientierten Bachelorstudiengängen
in Wirtschaftswissenschaften, Kultur- und Kommunikationswissenschaften,
Politik-, Verwaltungswissenschaft und Internationale Beziehungen sowie in
Soziologie, Politik und Ökonomie beginnt am 29. Januar.

Die ZU bietet zudem besondere Stipendien für Studienwechsler und
-abbrecher an. Weitere Informationen dazu gibt es unter zu.de/wechsel

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Wissenschaftsbündnis DANK: Cem Özdemir sollte Lebensmittel-Lobby klare Kante zeigen

• Wissenschaftler*innen empfehlen: Einfluss der Lebensmittelindustrie auf
Ernährungspolitik begrenzen
• Ernährungskapitel des Koalitionsvertrags hat „Licht und Schatten“
• Wissenschaftsbündnis gratuliert Cem Özdemir zur Ernennung zum
Bundesernährungsminister und bietet Mitarbeit bei geplanter
Ernährungsstrategie an

Berlin - Das Wissenschaftsbündnis DANK erwartet vom neuen
Bundesernährungsminister Cem Özdemir eine „klare Kante“ gegenüber der
Lebensmittel-Lobby. Der Einfluss der Lebensmittelwirtschaft auf die
Ausgestaltung der laut Koalitionsvertrag geplanten Ernährungsstrategie
sollte von Beginn an begrenzt werden, um eine Verwässerung zu Lasten des
Verbraucher- und Gesundheitsschutzes zu verhindern. Wirksame Maßnahmen zur
Eindämmung ernährungsbedingter Krankheiten müssten trotz des zu
erwartenden Widerstands aus der Branche durchgesetzt werden. Anders ließen
sich die Übergewichts- und Diabetes-Epidemie mit ihren dramatischen Folgen
nicht stoppen, so das Bündnis, dem 23 medizinisch-wissenschaftliche
Fachorganisationen angehören.

„Die Lebensmittel-Lobby hat die letzten Jahre alles versucht, um wirksame
Maßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährung zu verhindern – meistens
mit Erfolg“, erklärt Barbara Bitzer, Sprecherin des
Wissenschaftsbündnisses DANK und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes
Gesellschaft (DDG) anlässlich der für heute geplanten Vereidigung des
neuen Bundesernährungsministers Cem Özdemir. „Mit dem Wechsel an der
Spitze des Ministeriums erhoffen wir uns auch eine Kehrtwende in der
Ernährungspolitik. Anstatt medienwirksamer aber wirkungsloser freiwilliger
Selbstverpflichtungen brauchen wir verbindliche Vorgaben. Wie von
internationalen Expert*innen empfohlen, sollte der Einfluss der
Lebensmittel-Lobby auf die Entwicklung und Ausgestaltung der
Ernährungspolitik deutlich begrenzt werden“, so Bitzer.

Zum Ernährungskapitel des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP zieht
das Wissenschaftsbündnis ein gemischtes Fazit. Der größte Fortschritt sei,
dass „an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-,
Fett- und Salzgehalt“ künftig unterbunden werden soll. Unklar sei noch,
wie weit das geplante Werbeverbot greift und ob beispielsweise auch
Werbung durch Influencer*innen in sozialen Medien umfasst wird. Ebenfalls
positiv bewertet DANK das Vorhaben der Ampel-Koalition, bis 2023 eine
„Ernährungsstrategie“ zu entwickeln, „um eine gesunde Umgebung für
Ernährung und Bewegung zu schaffen“. Als größtes Manko bezeichnet das
Bündnis, dass eine Sondersteuer oder Herstellerabgabe für Süßgetränke
offenbar in letzter Minute wieder aus dem Koalitionsvertrag gestrichen
wurde. Eine Herstellerabgabe auf stark gesüßte Getränke – ähnlich wie in
Großbritannien – ist aus Sicht der Wissenschaftler*innen überfällig, um
zur Reduktion des Zuckeranteils und des Konsums der gesundheitsschädlichen
Produkte beizutragen. Die Einnahmen der Abgabe könnten zur Finanzierung
gesunden Schulessens genutzt werden.

„Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, dass an Kinder
gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel unterbunden werden soll. Die
Zeit der wirkungslosen freiwilligen Selbstverpflichtungen ist abgelaufen.
Doch Werbeverbot ist nicht gleich Werbeverbot – hier wird es auf eine
wirksame Umsetzung ankommen.“, erklärt Barbara Bitzer von DANK. „Die
wissenschaftlichen Fachorganisationen stehen Minister Özdemir gerne
beratend zur Seite, auch bei der geplanten Ernährungsstrategie. Nur durch
ein Zusammenspiel wirksamer Maßnahmen lässt sich die Epidemie
ernährungsbedingter Krankheiten aufhalten.“

Eine von der medizinischen Fachzeitschrift Lancet eingesetzte
Expertenkommission, der weltweit führende Wissenschaftler*innen im Bereich
der Adipositas-Prävention angehören, hat 2019 ihre umfassenden
Empfehlungen im Kampf gegen die Adipositas-Pandemie vorgelegt. Eine der
neun wichtigsten Empfehlungen der Kommission lautete, dass der Einfluss
kommerzieller Interessen auf die Entwicklung und Ausgestaltung der
politischen Maßnahmen verringert werden sollte.

Der Report der Lancet Commission on Obesity im Volltext (Registrierung
benötigt):
Swinburn BA , Kraak VI, Allender S, et al.  The Global Syndemic of
Obesity, Undernutrition, and Climate Change: The Lancet Commission Report.
Lancet. 2019; 23;393(10173):791-846. doi:
<https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)32822-8>

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