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Hochschule der Medien: Verleihung des Deutschen Fotobuchpreises via Livestream

Die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) richtet 2021 zum fünften Mal
den "Deutschen Fotobuchpreis“ aus. Die Preisverleihung in acht Kategorien
findet am 19. November 2021 um 17:30 Uhr an der HdM statt. Parallel werden
die Siegertitel sowie die Nominierten der Short- und Longlist auf den
Stuttgarter Buchwochen im Haus der Wirtschaft gezeigt.

Auch 2021 lassen die pandemiebedingten Einschränkungen eine feierliche
Preisverleihung mit vielen Gästen nicht zu. Dennoch soll ein erster
Schritt aus den rein digitalen Formaten des letzten Jahres erfolgen. Die
persönliche Preisverleihung im exklusiven Kreis von Laudatorinnen und
Laudatoren sowie Preisträgerinnen und Preisträgern wird live gestreamt.
Gäste können über den YouTube-Kanal des Deutschen Fotobuchpreises an der
Preisverleihung teilnehmen: https://youtu.be/e9WNv3gcYfo.

Um den Preis konnten sich Fotografinnen und Fotografen, Textautorinnen und
-autoren, Designerinnen und Designer, Studierende sowie Herausgeberinnen
und Herausgeber von Fotobüchern bewerben. Das Prädikat "Deutscher
Fotobuchpreis – Gold“ ist in der Fotobranche inzwischen gleichbedeutend
mit "besonders wertvoll“: Die Gewinnertitel zeichnen sich durch eine hohe
fotografische Qualität, eine besondere fototechnische Leistung, einen
herausragenden ästhetischen Gesamteindruck und eine hochwertige
Buchproduktion aus. Vergeben wird die Auszeichnung in den Kategorien
"Konzeptionell-künstlerischer Fotobildband“, "Dokumentarisch-
journalistischer Fotobildband“, "„Coffee Table Book“, "Monografie
(Fotograf)“, "Self-Publishing“, "Studentische Projekte“, "Fototechnik“ und
"Fotogeschichte“.

Die Preise werden in einem zweistufigen Verfahren vergeben. In der
Wettbewerbsjury engagieren sich Persönlichkeiten der Foto-, Kunst- und
Verlagsszene (http://www.deutscher-fotobuchpreis.de/dfbp/wettbewerb/jury
). Sie wählen in jeder Kategorie einen Siegertitel aus und nominieren die
Titel für die Short- und Longlists jeder Kategorie. In der Vorjury, die
die Arbeit der Wettbewerbsjury vorbereitet, haben fotografie- und
buchbegeisterte Professorinnen, Professoren und Studierende der HdM ihre
Expertise eingebracht.

Präsentiert werden die Highlights des aktuellen Wettbewerbs 21|22 vom 11.
bis 28. November 2021 im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen. Anschließend
gehen die ausgezeichneten Fotobücher auf Tournee und werden unter anderem
im Forum für Fotografie in Köln, auf der Frankfurter Buchmesse und in
Goethe-Instituten weltweit zu sehen sein.

"Wir freuen uns, den Preis in diesem Jahr zum fünften Mal ausrichten zu
dürfen. Sehr glücklich sind wir, dass der Wettbewerb auch in diesem Jahr
wieder auf eine so große Resonanz gestoßen ist“, erklärt Prof. Dr. Volker
Jansen, der gemeinsam mit Prof. Cornelia Vonhof und Sebastian Paul (alle
HdM), die Organisation des Wettbewerbs verantwortet.

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Dem Klimapakt für Südafrika müssen weitere für andere Staaten folgen“

Klimaökonomin Prof. Dr. Sonja Peterson (https://www.ifw-
kiel.de/de/experten/ifw/sonja-peterson/) beurteilt die beim Klimagipfel
COP26 verkündeten Finanzhilfen für Südafrika als ersten wichtigen Schritt,
um Länder mit großen fossilen Energieressourcen beim Umstieg zu
unterstützen. Weitere müssten folgen, wenn vergleichbare Länder bei einer
ambitionierten internationalen Klimapolitik mitziehen sollen.

„Länder mit bedeutenden fossilen Energieressourcen und niedrigen oder
mittleren Einkommen gehören zu den Bremsern einer ambitionierten
Klimapolitik. Denn ihnen drohen durch eine globale Klimapolitik die
größten ökonomischen Einbußen, weil letztlich die Nutzung fossiler
Brennstoffe nahezu vollständig auslaufen muss, um die Pariser Klimaziele
zu erreichen. Unsere Simulationsstudien zeigen, dass die selbstgesteckten
Ziele dieser Länder in der Klimapolitik nicht ambitioniert gesetzt sind
und sie kaum dafür sorgen, dass Verursacher von CO2-Emissionen stärker zur
Kasse gebeten werden. Allen voran gehören zu dieser Ländergruppe Russland
und der Nahe Osten, aber eben auch Südafrika und andere wirtschaftlich
schwächere Länder mit großen Kohle-, Öl- oder Gasvorkommen.

Ein entscheidender Baustein der internationalen Klimapolitik muss sein,
dass die ärmeren unter diesen Ländern Hilfen von Dritten erhalten und in
ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden, um ihre Klimaziele
erreichen zu können. Dem Klimapakt für Südafrika müssen weitere für andere
Staaten folgen. Dafür ist auch ein schon vor COP26 verkündeter
Finanzierungsplan ein wichtiger Erfolg, um von 2020 bis einschließlich
2025 jährlich 100 Milliarden US-Dollar für die Anpassung an den
Klimawandel und die Minderung von Emissionen in Entwicklungsländern
bereitzustellen.

Nun gilt es, daraus auch konkrete Projekte zu entwickeln. Neben
Finanzhilfen zählt dazu die Unterstützung von institutionellen Reformen,
Bildung und Forschung sowie der Technologietransfer. Die angekündigte
Partnerschaft wohlhabenderer Länder mit Südafrika könnte zu einem
konkreten Erfolgsbeispiel werden, wie Staaten in einer vergleichbaren
ökonomischen Situation für eine ambitionierte Klimapolitik gewonnen werden
können.

Andere Lösungen umfassen, Staaten für die Nichtausbeutung fossiler
Ressourcen zu kompensieren. Ein erstes großes Experiment in Ecuador
scheiterte allerdings mangels bereitgestellter Finanzmittel. Eine dazu
bislang ausschließlich theoretisch verfolgte Idee ist, dass
ressourcenreiche Länder handelbare Rechte, fossile Brennstoffe zu
extrahieren, an Länder verkaufen, die Emissionen einsparen wollen und die
dann selbst von der Rohstoffförderung absehen.“

Hintergrund
Südafrika stellt derzeit fast 90 Prozent seines Stroms aus Kohle her und
liegt weltweit auf Platz sechs der Länder, die Kohle verstromen. EU-
Länder, die USA und Großbritannien haben in Glasgow angekündigt, 8,5
Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um den Ausbau erneuerbarer Energien
in Südafrika zu fördern und Stromnetze zu erneuern. Deutschland sagte 700
Millionen Euro zu.

Ein ausführliches Paper zum Thema
Pittel et al. (2021). Chances and Obstacles to Strengthening the Paris
Agreement – The Case of Resource-Rich Countries
(https://www.klimadialog.de/de/publikationen/chances-and-obstacles-to-
strengthening-the-paris-agreement-the-case-of-resource-rich-countries-0/
).
Background Paper Forum Climate Economics 9.

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Speed Dating mit Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts DSMZ in Braunschweig

Book a Scientist: Prof. Dr. Yvonne Mast und Dr. Julia Koblitz von der DSMZ

Am 10. November 2021 können Wissensdurstige 130 Forschenden der zur
Leibniz-Gemeinschaft gehörenden wissenschaftlichen Einrichtungen zu
unterschiedlichsten Themen befragen. Zwei Forscherinnen aus dem Kollegium
des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH in Braunschweig gehören zu den Experten, die für Speed
Datings zur Verfügung stehen. Neugierige können mit Prof. Dr. Yvonne Mast
ein exklusives virtuelles Gespräch über das Thema „Antibiotika: Wie uns
Bakterien mit neuen Wirkstoffen versorgen können“ führen. Yvonne Mast ist
Leiterin der DSMZ-Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und
Gesundheitsforschung. Dr. Julia Koblitz von der DSMZ-Abteilung Mikrobielle
Ökologie und Diversitätsforschung gibt Antworten zum Komplex „Künstliche
Intelligenz: Was kann sie uns über Bakterien sagen und welche Daten
braucht sie dazu?“. In persönlichen Gesprächen geben die Forschenden
Einblick in ihre Themen und ihren Arbeitsalltag, beantworten Fragen und
freuen sich auf den Austausch mit der wissensdurstigen Bevölkerung.
Bei „Book a Scientist" haben Interessierte die Chance, sich kostenlos 25
Minuten exklusiv und unter vier Augen mit einer Expertin oder einem
Experten einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft auszutauschen und
alles zu fragen: Welchen Einfluss haben Geschwister auf Bildung und
Entwicklung von Kindern? Wie hilft eine Versicherungspflicht gegen
Hochwassergefahren? Warum schafft Bürgerbeteiligung mehr Akzeptanz? Wie
funktioniert Essen im Einklang mit der inneren Uhr? Was ist beim
Aktienhandel per Smartphone zu beachten? Und wie kocht ein italienischer
Astrophysiker wissenschaftliche Carbonara? Wer nicht fragt, bleibt dumm –
das wusste schon die Sesamstraße. Um ein Gespräch zu reservieren, reicht
eine E-Mail unter Angabe des Namens, des Themas und des gewünschten
Zeitfensters an veranstaltungen@leibniz-gemeinschaft.de. Im Anschluss
kommt eine Bestätigungsmail, sofern der Termin noch verfügbar ist. Alle
Themen und Termine sind hier unter www.leibniz-
gemeinschaft.de/bookascientist zu finden.

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Statement – Industrie kommt nicht in die Gänge

Dr. Nils Jannsen (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/nils-jannsen/),
Leiter Konjunktur Deutschland am IfW Kiel, kommentiert die aktuellen
Zahlen zur Industrieproduktion des Statistischen Bundesamtes:

„Die Industrie kommt nicht in die Gänge. Die Lieferengpässe stehen
weiterhin einer durchgreifenden Erholung im Weg. Im September ging die
Industrieproduktion um 1,5 Prozent zurück, nachdem sie bereits im August
um mehr als 4 Prozent gesunken war. Insgesamt liegt die
Industrieproduktion um rund 10 Prozent unter ihrem Vorkrisenniveau trotz
der weiter recht guten Auftragslage. Die Auftragseingänge haben zuletzt
zwar an Dynamik eingebüßt, insbesondere nach dem deutlichen Rücksetzer im
August. Insgesamt liegen sie jedoch weiter deutlich oberhalb ihres
Vorkrisenniveaus. In der Folge schwellen die Auftragsbestände, die sich
bereits auf Rekordniveau befinden, immer weiter an.

Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Zwar ist der Anteil der
Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe, die von Produktionsstörungen
aufgrund von Materialmängeln berichten, im Oktober etwas zurückgegangen.
Mit rund 70 Prozent liegt er jedoch immer noch auf außerordentlich hohem
Niveau. Die Frühindikatoren deuten darauf hin, dass die
Industrieproduktion im Oktober etwas zulegen könnte. Allerdings wird die
Produktion vorerst weiter deutlich hinter den Auftragseingängen
hinterherhinken.

Insgesamt dürften die seit Beginn des Jahres aufgetretenen Lieferengpässe
die Industrieproduktion derzeit mindestens um 10 Prozent drücken. Wenn die
Engpässe bis zum Jahresende in etwa auf dem derzeitigen Niveau bleiben,
gehen in der Industrie wohl rund 7 Prozent bzw. mehr als 40 Mrd. Euro
Wertschöpfung verloren. Sofern sich die Lieferengpässe im Verlauf des
kommenden Jahres nach und nach lösen, wird es zu einem kräftigen Rückprall
bei der Industrieproduktion kommen. Die Unternehmen werden ihre Produktion
dann so rasch wie möglich über ihr normales Niveau hinaus hochfahren, um
die hohen Auftragsbestände abzuarbeiten.“

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