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Podcast „hör mal : lausitz“ auf den Spuren des Strukturwandels

Wie fühlt es sich an, wenn Wissenschaft und Gesellschaft im Gespräch
miteinander sind? Das ist das Thema des neuen Podcasts „hör mal :
lausitz“, der sich auf die Spuren transdisziplinärer Zusammenarbeit im
Strukturwandel der ostdeutschen Braunkohleregion begibt.

Zwischen 2018 und 2021 waren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
des IASS-Projektes „Sozialer Strukturwandel und responsive
Politikberatung“ in der Lausitz unterwegs, um Strukturwandel gemeinsam mit
denjenigen zu erforschen, die ganz konkret davon betroffen sind. Denn ohne
das Wissen der Menschen, die vor Ort Strukturen schaffen, Netzwerke
knüpfen, Unternehmen gründen und ihr Engagement einbringen, ist
Strukturwandel nicht nachhaltig umsetzbar. Ihre Ideen und Ressourcen in
den Dialog mit Politik und Wissenschaft zu bringen, gemeinsame Probleme zu
benennen und Lösungswege anzudenken, ist Aufgabe transdisziplinärer
Forschung.

Aber wie entsteht Kooperation, wie kommt man zu gemeinsamen Projektideen
und wo bestehen Stolperfallen? Wie ist es für Akteure vor Ort mit
Forschenden zusammenzuarbeiten, bringt es ihnen am Ende etwas? Antworten
darauf liefert der Podcast im Gespräch mit ganz unterschiedlichen Akteuren
beim Kochen, spazieren gehen oder Kart schrauben. In vier Folgen begibt
sich der Journalist Jan Schilling auf die Suche nach dem kollektiven
Wissen im Wandel. Er spricht mit Vertreterinnen und Vertretern der
Zivilgesellschaft (Folge 1), Kommunal- und Landespolitik (Folge 2),
Beteiligungsexpertinnen und -experten und Auszubildenden (Folge 3) sowie
Kulturschaffenden und Wissenschaft (Folge 4).

Folge 1 kam am 4. Oktober 2021 heraus, die weiteren Folgen erscheinen im
Abstand von etwa vier Wochen. Der Podcast ist auf der IASS- Website und
gängigen Streaming-Diensten wie Spotify und iTunes zu hören.

Er wird vom Projekt SW Lausitz im Rahmen der Veranstaltungsreihe
Perspektiven im Lausitzer Strukturwandel organisiert. Bitte klicken Sie
hier für mehr Informationen zum Projekt und den weiteren Veranstaltungen.

Links zum Podcast "hör mal : lausitz":

Soundcloud: https://soundcloud.com/iass_potsdam/sets/hoer-mal-lausitz

iTunes: https://podcasts.apple.com/de/podcast/h%C3%B6r-mal-lausitz-mit-
moos-noch-mehr-los-zivilgesellschaft/id1316064776?i=1000537489418


Spotify:
https://open.spotify.com/episode/1zYdWEDurFuIYXw1GpKToI?si=9SSwTGALSsqwt0867rfB_A&dl_branch=1

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Handlungsdruck trifft Tatkraft – Einladung zur Kommunalen Klimakonferenz 2021 und Preisverleihung

Am 4. November findet die Kommunale Klimakonferenz 2021 statt.
Akteur*innen des kommunalen Klimaschutzes aus ganz Deutschland sind zu
Livestream und Online-Fachforen eingeladen.

Berlin. Städte, Landkreise und Gemeinden sind immer stärker von den
Auswirkungen des Klimawandels betroffen und zählen zugleich zu den
wichtigsten Akteur*innen im Klimaschutz. Die Kommunale Klimakonferenz
findet in diesem Jahr unter dem Motto „Handlungsdruck trifft Tatkraft –
Klimaaktive Kommunen auf dem Weg“ statt. Im Fokus stehen die
Herausforderungen und Aufgaben von Verwaltung und Politik. Gleichzeitig
bietet die Konferenz Kommunen die Möglichkeit, von vorbildlichen
Klimaaktivitäten anderer Städte, Gemeinden und Kreise zu lernen.

Die Konferenz ist in diesem Jahr zweigeteilt. Der erste Konferenzteil
findet am 4. November von 14-17 Uhr als Präsenzveranstaltung für geladene
Gäste in Berlin statt. Sie wird für alle weiteren Interessierten als
Livestream online übertragen. Im Zentrum der Veranstaltung steht die
öffentliche Bekanntgabe und Prämierung der Gewinner*innen des
Bundeswettbewerbs "Klimaaktive Kommune".

Redner*innen:
- Sven Plöger, Moderator und Diplom-Meteorologe
- Vertreter*in der Hausleitung des Bundesumweltministeriums
- Prof. Dr. Carsten Kühl, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer
des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu)
- Detlef Raphael, Beigeordneter für Umwelt und Wirtschaft beim Deutschen
Städtetag
- Dr. Torsten Mertins, Referent u.a. für Umwelt-, Natur-, Klimaschutz beim
Deutschen Landkreistag
- Dr. Klaus Nutzenberger, Direktor des Europabüros des Deutschen Städte-
und Gemeindebundes

Abgerundet wird das Programm durch das Improvisationstheater „Fast Forward
Theatre“.

Der zweite Konferenzteil besteht aus fünf in der Zeit vom 5. bis 11.
November angebotenen Online-Foren, in denen Vertreter*innen aus Forschung
und Praxis Impulse für die tägliche Klimaschutzarbeit in Kommunen geben.

Themen der Fachforen:
- Solare Wärmenetze als eine Lösung für den kommunalen Klimaschutz
- Digitalisierung und kommunalen Klimaschutz gemeinsam denken – Chancen
und Herausforderungen
- Jetzt reicht's! – Suffizienz als Teil des kommunalen Klimaschutzes
- Klimafreundliche Mobilität in Kommunen gestalten: Handlungsfelder,
Strategien und Maßnahmen
- Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen als Partner im Klimaschutz
gewinnen

Die Veranstaltung wird vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen
Institut für Urbanistik (Difu) in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag,
dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund
angeboten.

Weitere Informationen & kostenlose Anmeldung zu Livestream und Online-
Fachforen:
https://www.klimaschutz.de/klimakonferenz2021

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Der Text ist selbstverständlich frei zur Weiternutzung. Über ein
Belegexemplar/Beleglink an <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> würden wir uns sehr freuen.

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes
Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-,
Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und
Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale
Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht,
Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige
Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln - bearbeitet ein
umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher
Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu
bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist
alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH
geführten Forschungsinstituts.

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Der Klang der Freundschaft – ein neuer Dokumentarfilm über Radiogeschichte zwischen der DDR und Indien

Welchen Beitrag leisteten Radiowellen zur Überwindung von Grenzen in
Zeiten des Kalten Krieges? Wie schufen sie Verbundenheit zwischen den
Menschen hinter den Mikrofonen und denjenigen vor den Radiogeräten? Dies
ist das Thema des neuen Dokumentarfilms "The Sound of Friendship: Warm
Wavelengths in a Cold, Cold War" von Anandita Bajpai (Leibniz-Zentrum
Moderner Orient). Der Film zeichnet die Geschichte des Hindi-Programms des
internationalen Rundfunksenders der DDR, Radio Berlin International (RBI),
nach. Eine öffentliche Vorführung des Films findet am 19. Oktober 2021 im
Funkhaus in Berlin statt, von wo aus RBI damals seine Sendungen
ausstrahlte.

Das Hindi-Programm des internationalen Rundfunksenders der DDR, Radio
Berlin International (RBI), wurde von 1967 bis 1990 aus dem Funkhaus in
der Nalepastraße in Ostberlin ausgestrahlt. Der Dokumentarfilm von
Anandita Bajpai führt die Zuschauer*innen von Berlin nach Madhepura, Bihar
in Indien, wo ein Hörerclub namens "Lenin Club" aktiv war. In den 23
Jahren in denen das Programm lief, entwickelten sich transnationale
Freundschaften zwischen den Hörer*innen des Senders in Indien und den
Journalist*innen in Ostdeutschland. Wie werden diese Verbindungen heute,
mehr als 30 Jahre nach der Schließung des Senders, in Erinnerung gehalten?

Anandita Bajpai drehte diesen Film im Rahmen ihres laufenden
Forschungsprojekts "Verflochtene Wellenlängen. Deutsche
Auslandsrundfunkdienste im Kalten Krieg in Indien 1964-1990 ". Die
Dreharbeiten in Madhepura, Bihar, fanden im Jahr 2019 statt, während die
Teile in Berlin im Jahr 2020 gedreht wurden. Als Medium zielt der Film
darauf ab, Hörer*innen in Bihar und Moderator*innen in Berlin
zusammenzubringen, die sich nie persönlich begegnet sind, aber
freundschaftlich miteinander verbunden waren. Der Schnitt und die
Postproduktion des Films wurden während der COVID-19-Einschränkungen
abgeschlossen. Da es für die Beteiligten aufgrund von Reisebeschränkungen
schweirig war ud ist, physisch zusammenzukommen, wird das Ziel des Films,
Brücken zwischen Menschen und entfernten Räumen zu schaffen, immer
wichtiger.

Bajpai ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum
Moderner Orient in Berlin. Zuvor war sie zudem Mitarbeiterin im DFG-
geförderten Projekt "Modernes Indien in deutschen Archiven, 1706-1989" (in
Kooperation mit der HU Berlin und dem Zentrum für Moderne Indische Studien
der Georg-August Universität Göttingen). Sie promovierte in Global Studies
an der Universität Leipzig und ist Autorin des Buches „'Speaking' the
Nation: The Oratorical Making of a Secular, Neoliberal India“ (Oxford
University Press: 2018). Ihre jüngste Veröffentlichung ist ein Sammelband
mit dem Titel „Cordial Cold War: Cultural Actors in India and the German
Democratic Republic“ (Sage Publishers: open-access, 2021).

"The Sound of Friendship: Warm Wavelengths in a Cold, Cold War" wird am
19. Oktober 2021 um 18 Uhr im Studio 2 des Funkhauses Berlin (Nalepastr.
18, 12459 Berlin) gezeigt. Die Filmsprache ist in Deutsch und Hindi mit
englischen Untertiteln. Im Anschluss an die Vorführung findet eine
40-minütige offene Diskussion statt, bei der das Publikum mit der
Filmemacherin und einigen der Protagonist*innen interagieren kann.

Um sich als Journalist*in für die Veranstaltung anzumelden oder für
Interviewanfragen, senden Sie bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
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Multimediale Zugänge zu Ausstellungsstücken herstellen: Trug Christus einen Cowboyhut?

Bachelorarbeit an FHWS: Jonas Roth entwickelt Handy-App für das Museum für
Franken, die Wissen und Spaß verbindet

„Kulturelle Bildung ist eine der besten Investitionen in die Zukunft
unseres Landes“. Diesem Statement der Enquete-Kommission „Kultur in
Deutschland“ ist nichts hinzuzufügen. Darum möchte das Museum für Franken
sein interaktives und digitales Vermittlungsangebot stets so erweitern,
dass die Menschen auch wirklich Spaß daran haben, Neues zu lernen.

Jonas Roth, Absolvent des Studiengangs „Geovisualisierung“ an der
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS), weiß
aus persönlicher Erfahrung, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Oft
werden Museen von Jugendlichen als langweilig empfunden oder bieten keine
multimedialen Zugänge zu den Ausstellungsstücken. Gerade deshalb wollte er
sich in seiner Bachelorarbeit auf die Suche nach neuen Wegen der
Vermittlung machen.

Der erste Anstoß war vom Museum für Franken selbst gekommen. „Die
Museumspädagoginnen Juliane Gieb und Veronika Genslein wollten neue Wege
bei der Präsentation der Exponate gehen“, berichtet FHWS-Dozent Stefan
Sauer. Im Gespräch sei daraufhin die Idee einer Augmented-Reality-
Anwendung (AR) für Smartphone oder Tablet entstanden, bei der die reale
Welt mit computergenerierten Objekten, Audios und Filmen angereichert
wird.

„Erstellen einer AR-App für das Museum für Franken“ lautete der Titel der
im Dezember 2020 ausgeschriebenen Bachelorarbeit. Erklärtes Ziel war es,
„der jüngeren Generation auf zeitgemäße Art Kultur- und Geschichtswissen
zu vermitteln“ und dabei auszutesten, wie sich neue Technologien und
Museumspädagogik verbinden lassen. Zu Beginn der rund sechs Monate
dauernden Entwicklungsarbeit erstellte Jonas Roth ein Konzept und klopfte
die Rahmenbedingungen fest. Im zweiten Schritt wählte er sieben Exponate
aus und trug Informationen zusammen. Die Erstellung der Anwendung und die
Einbindung von Audios, Videos, Texten und 3D-Modelle war der aufwändigste
Teil der Arbeit; neben Programmier-Kenntnissen war hier ein hohes Maß an
Kreativität und Detailüberlegungen gefragt, denn: „Nur eine
anwenderfreundliche und abwechslungsreiche App wird am Ende auch von
Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert“, resümiert Stefan Sauer. Im letzten
Schritt bereitete Roth die Anwendung für Android und IOS auf.

Die Nutzung ist denkbar einfach und kurzweilig zugleich: Per Smartphone
oder Tablet werden über am Objekt angebrachte Marker die hinterlegten
Infos abgerufen. Beim Ölbild „Streitende Kinder mit Puppe“ etwa fällt das
Streitobjekt beim Klick auf die Puppe herunter, und die kaum wahrnehmbare
Fliege – Symbol für die Vergänglichkeit des Augenblicks – beginnt
umherzufliegen. Für das „Maintal bei Miltenberg“ hat Roth den
Malerstandort ausfindig gemacht und zeigt eine aktuelle
Landschaftsaufnahme. Zum barocken Krummhornbläser ertönt Barockmusik, und
bei der verlorenen Kopfbedeckung des „Christus auf dem Palmesel“ kann man
zwischen 3D-Modellen wie Krone, Cowboyhut, Heiligenschein und Dornenkranz
wählen. Besonders angetan hat es Jonas Roth der Würzburger Ratstisch von
Tilman Riemenschneider: In der AR-App ist der Tisch wieder drehbar, die
Wappen dienen als Andockpunkte für historisches Wissen. „Hier habe ich
gemerkt, dass die Arbeit etwas mit mir gemacht hat“, sagt der 22-Jährige:
„Historische Dinge müssen nicht langweilen, sondern können hochinteressant
sein.“ Am meisten Spaß hatte er beim Umsetzen kreativer Spielereien und
dem Austesten der gebauten Funktionen.

Die beiden Betreuer, Stefan Sauer und Prof. Dr. habil. Mark Vetter, haben
die Arbeit mit 1,0 benotet. „Jonas Roth hat sich weit über das normale Maß
hinaus engagiert, viel Zeit und Mühe investiert und die Anwendung mit viel
Liebe zum Detail gestaltet“, begründet Sauer. Besonders hoch rechnet er
dem Absolventen an, dass er auch den Bedürfnissen der potenziellen Kunden
gerecht wurde. Für Roth bedeutete die Kooperation eine Bereicherung, weil
„auf diese Weise noch mehr Ideen auf den Tisch kamen“. Der erfolgreiche
Absolvent wird zunächst an einem Forschungsprojekt der FHWS mitarbeiten
und dann den neuen Masterstudiengang „Geodatentechnologie“ an der FHWS
absolvieren.

Das Museum für Franken zeigte sich vom Ergebnis begeistert. Ab Dezember
soll die App im Playstore erhältlich sein. Ob die Applikation ausgebaut
und erweitert wird, hängt von der Resonanz des Publikums ab. Doch da ist
Stefan Sauer zuversichtlich und visiert bereits die nächsten Projekte rund
um den Festungsberg an.

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