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Daten als das Salz unserer Zeit: Leopoldina veranstaltet Hackathon

Daten sind das Salz unserer Zeit. Sie werden als Ressourcen gehandelt,
denn sie gewährleisten die Funktionalität vieler digitaler Angebote. Im
Rahmen des Halle-Themenjahres 2021 "Halexa siede Salz" bietet die
Leopoldina einen "Data-Hackathon" an, bei dem die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer aus Geschichts- und Wissenschaftsdaten Erkenntnisse gewinnen.

Hack-a-Salt: Data-Hackathon mit Daten aus Geschichte und Wissenschaft
Kick-Off-Workshop des Zentrums für Wissenschaftsforschung
Montag, 11. Oktober 2021
Festsaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Wie beim Salzsieden sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die
Verfügung gestellten historischen Forschungsdaten verarbeiten, bis sich
Informationen herauskristallisieren. Sie können selbst ausprobieren, wie
digitale Daten analysiert und miteinander verbunden werden. Die
Veranstaltung erstreckt sich über mehrere Wochen: Beim Kick-Off-Workshop
am Montag, 11. Oktober, werden die Daten vorgestellt und kleine Teams
gemäß ihren Fähigkeiten und Interessen zusammengestellt. In den
darauffolgenden zwei Wochen "hacken" die Gruppen selbständig. Ihre
Ergebnisse präsentieren sie bei der Abschlussveranstaltung des
"Hack-a-Salt" am Samstag, 30. Oktober.

Zum Data-Hackathon sind alle herzlich eingeladen. Eine verbindliche
Anmeldung ist notwendig. Vorkenntnisse sind willkommen, aber nicht
erforderlich. Der Eintritt ist frei. Es wird darum gebeten, einen eigenen
Laptop mitzubringen. Bei den Veranstaltungen werden die gültigen
Hygienekonzepte eingehalten. Teilnehmende müssen vollständig geimpft,
genesen oder bei einem aktuellen PCR-Test negativ getestet sein. Das
vollständige Programm und die Anmeldung finden Sie unter:
https://www.leopoldina.org/form/anmeldung-hack-a-salt-2021/. Wenn Sie als
Journalistin oder Journalist an der Veranstaltung teilnehmen möchte,
melden Sie sich bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. an.

Folgen Sie der Leopoldina auf Twitter: https://www.twitter.com/leopoldina

Über die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina
unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich
relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre
Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In
diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu
entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die
Expertinnen und Experten, die Stellungnahmen verfassen, arbeiten
ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche
Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der
wissenschaftsbasierten Beratung der jährlichen G7- und G20-Gipfel. Sie hat
1.600 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus
nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur
Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Die
Leopoldina ist als unabhängige Wissenschaftsakademie dem Gemeinwohl
verpflichtet.

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querFELDein-Podcast: Neue Folge zum Tierwohl

Wir kümmern uns sehr fürsorglich um unsere Haustiere, achten auf ihre
Gesundheit, ihre Ernährung, geben ihnen regelmäßig Auslauf usw. Warum
kümmern wir uns nicht genauso liebevoll um die Tiere, die wir später
essen, wie Hühner, Schweine oder Kühe? Warum wird das Wohlbefinden dieser
Tiere noch zu oft vernachlässigt? Diese Diskussion ist nicht neu – über
„Tierwohl“ sprechen wir nicht erst seit gestern, trotzdem gibt es hier
noch viel Nachholbedarf.

In Folge #9 des querFELDein-Podcasts sprechen Johann und Julia mit ihrem
Gast, Prof. Birger Puppe vom Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)
unter anderem darüber, was Tierwohl genau bedeutet, wie er als
Verhaltensbiologe herausfindet, ob es den Tieren gut geht oder nicht und
wie wir das Leben unserer Nutztiere verbessern können.

„Den größten Nachholbedarf in Bezug auf Tierwohl gibt es ganz sicherlich
in der Hühner- und Putenhaltung sowie in der Mastschweinehaltung.“ - Prof.
Birger Puppe, Verhaltensbiologe.

Der Podcast ist auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und bei
YouTube verfügbar.

LINK ZUR FOLGE:  https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/querfeldein-
podcast-folge-9-tierwohl-wie-konnen-wir-das-leben-unserer-nutztiere-

verbessern

Die Online-Wissensthek „querFELDein“ der Leibniz-Gemeinschaft bündelt
Fakten, News und Ideen rund um die Landwirtschaft der Zukunft. In einem
interaktiven Blog-Format bringt sie dabei Perspektiven aus Forschung,
Praxis und Gesellschaft zusammen und lädt zum Dialog ein. Initiiert vom
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und gefördert
vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Brandenburg (MWFK) wird das Projekt neben dem ZALF unterstützt vom
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), dem Leibniz-
Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), dem Leibniz-
Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), dem Leibniz-Institut für
Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP), dem Leibniz-Institut für
Raumbezogene Sozialforschung (IRS), dem Deutschen Institut für
Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), dem Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung (PIK), der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung
Eberswalde (HNEE), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-
Senftenberg (BTU), dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), dem
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und
dem Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen
Universität München (LSB): www.quer-feld-ein.blog

Originalpublikation:
https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/querfeldein-podcast-folge-9
-tierwohl-wie-konnen-wir-das-leben-unserer-nutztiere-verbessern

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Qualifizierung des Ausbildungspersonals modernisieren! BIBB-Studie mit Handlungsempfehlungen veröffentlicht

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kommt in einer aktuellen
Studie zu dem Schluss, dass die Qualifizierung der Ausbilderinnen und
Ausbilder modernisiert und weiterentwickelt werden sollte. Gründe hierfür
sind unter anderem umfangreiche neue Herausforderungen und Veränderungen
in der Arbeitswelt, denen auch die berufliche Bildung nicht zuletzt durch
die wachsende Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit unterworfen
ist und die auch vor der Qualifizierung des Ausbildungspersonals nicht
haltmachen.

Drei Handlungsempfehlungen stehen im Mittelpunkt der BIBB-Studie. So
sollte die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) in ihrer aktuellen Fassung
aufgrund der gestaltungsoffenen Formulierungen beibehalten, aber durch
entsprechende Weiterbildungsangebote und Auffrischungskurse ergänzt
werden. Der Rahmenplan zur Ausbildung der Ausbilderinnen und Ausbilder
sollte darüber hinaus inhaltlich angepasst sowie Prüfungsmethoden und
-praxis weiterentwickelt werden.

Den Kern der Studie, die das BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat, bildete eine Online-
Befragung unter insgesamt 3.855 Personen. Die Teilnehmenden waren
insbesondere Ausbilderinnen und Ausbilder, Prüferinnen und Prüfer,
Ausbildungsleitende und Personalverantwortliche überwiegend aus den
Branchen Industrie, Handwerk und Öffentlicher Dienst. Mit rund 85 Prozent
verfügte dabei eine große Mehrheit der Teilnehmenden selbst über eine
erfolgreiche Prüfung nach AEVO oder nach Teil IV der Meisterverordnung
(AMVO).

Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser sind die Ausbilderinnen und
Ausbilder die zentralen Akteure, die die duale Berufsausbildung in
Deutschland entscheidend mitgestalten und ohne die diese keine Zukunft
hätte. „Die Ergebnisse der BIBB-Studie zeigen die Notwendigkeit, die
Qualifizierung des Ausbildungspersonals so weiterzuentwickeln, dass neue
Ansprüche an die betriebliche Ausbildungspraxis in einer sich zunehmend
digitalisierenden Arbeitswelt zukunftsorientiert berücksichtigt werden
können. Hierzu ist die intensive Zusammenarbeit aller handelnden Akteure
in der Berufsbildung auch weiterhin erforderlich.“

Die Ergebnisse der BIBB-Studie fließen nunmehr in die weiteren Beratungen
zwischen dem Bund und den Sozialpartnern ein.

Zum Hintergrund:
Ausbilden darf in Deutschland nur, wer neben seiner persönlichen und
fachlichen Eignung auch über die entsprechenden berufs- und
arbeitspädagogischen Qualifikationen und Kompetenzen verfügt. Worin diese
konkret bestehen und wie der Nachweis darüber erbracht werden kann, gibt
die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vor, die auf § 30 des
Berufsbildungsgesetzes (BBiG) basiert.

Die „Kurzstudie zur Prüfung des Evaluierungsbedarfs der AEVO“ steht im
Internetangebot des BIBB zur Verfügung unter
<www.bibb.de/ausbilderqualifizierung>

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Intensive Begleitung bei Rückkehr in den Beruf

Von einer Krebserkrankung Betroffene könnten bei der Rückkehr in die
Erwerbstätigkeit künftig von Berufslots*innen in der ambulanten
Krebsberatung begleitet werden. In den nächsten drei Jahren soll eine
Studie dazu beitragen, ein entsprechendes Programm zu entwickeln und die
Akzeptanz, Machbarkeit und die Implementierungsbedingungen dieses Angebots
zu untersuchen. Die CARES-Studie (Cancer rehabilitation support by cancer
counseling centers) startet zum 1. Oktober. Sie wird durch die Deutsche
Rentenversicherung Bund mit 1,6 Millionen Euro finanziert.

Jahr für Jahr erhalten rund 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose
Krebs. 45 Prozent aller Krebserkrankungen bei Männern und 57 Prozent bei
Frauen treten im erwerbsfähigen Alter auf. Von den Betroffenen geben über
20 Prozent nach Abschluss ihrer Rehabilitation an, dass sie weiteren
Unterstützungsbedarf hinsichtlich ihrer beruflichen Wiedereingliederung
benötigen. Dieser Unterstützungsbedarf bleibt bei vielen Betroffenen auch
Monate nach Abschluss der Rehabilitation bestehen. „Unser Projekt soll
dazu beitragen, die Rate an Krebspatientinnen und Krebspatienten zu
erhöhen, die nach ihrer Krebsdiagnose ihren Wünschen entsprechend zurück
in die Erwerbstätigkeit finden oder es schaffen, im Beruf zu bleiben“,
erklärt Prof. Dr. Nicole Ernstmann vom Universitätsklinikum Bonn.
„Tatsächlich gibt es erste Hinweise darauf, dass die Inanspruchnahme einer
psychosozialen Beratung in einer Krebsberatungsstelle mit einer höheren
Wahrscheinlichkeit verbunden ist, nach einer Krebserkrankung in die
Erwerbstätigkeit zurückzukehren.“

Die Entwicklung des „Programms mit Berufslotsinnen und Berufslotsen“
erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst geht es darum, die Zielgruppe am
Übergang von Klinik zur Rehabilitation frühzeitig zu identifizieren. Die
zu entwickelnden Interventionsmaßnahmen sollen Angaben zur diagnostischen
Einschätzung von individuellen Ressourcen und Hürden bei der
Wiedereingliederung enthalten. Darüber hinaus wollen die Forschenden
Maßnahmen entwickeln, die je nach individuellem Bedarf variabel eingesetzt
werden können und einzelne Mitarbeitende der an der Studie teilnehmenden
Krebsberatungsstellen entsprechend schulen. „Ein wichtiger Bestandteil der
Studie ist die Evaluation der Interventionsprozesse. Sie wird durch die
Deutsche Krebsgesellschaft durchgeführt“, erklärt Privatdozent Dr.
Christoph Kowalski, Forschungskoordinator bei der Deutschen
Krebsgesellschaft. „Im Falle der Machbarkeit muss die Wirksamkeit des
Programms dann in einer Folgestudie getestet werden.“

Ambulante Krebsberatung in Deutschland

In ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen erhalten Betroffene und
ihre Angehörigen kostenlos Rat und Hilfe bei psychoonkologischen oder
sozialrechtlichen Fragen. Wichtige Anlaufstellen bieten in Deutschland
gemeinnützige Träger wie die freie Wohlfahrtspflege, die 16
Landeskrebsgesellschaften und die Deutsche Krebshilfe. Allein die
Krebsberatungsstellen der Landeskrebsgesellschaften haben 2020 57.241
psychosoziale Beratungen durchgeführt. Die Sicherstellung der ambulanten
psychoonkologischen Versorgung und damit auch eine gesicherte Finanzierung
der ambulanten Krebsberatungsstellen wurde bereits im Nationalen Krebsplan
2008 gefordert. Dank des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes
erstatten Kassen rückwirkend zum Januar 2021 80 Prozent der Kosten für
psychosoziale Beratungen, sofern bestimmte Qualitätskriterien erfüllt
sind.

Beteiligte Institutionen

Federführend ist die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und
Versorgungsforschung (CHSR) der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische
Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn in
Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebsgesellschaft. Am Projekt sind
außerdem Expert*innen der Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante
psychosoziale Krebsberatung e.V. (BAK), der Deutschen Vereinigung für
Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), der Arbeitsgemeinschaft für
Soziale Arbeit in der Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (ASO)
sowie Patientenvertreter*innen beteiligt.

Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) – eine Nachfolgeorganisation
des 1900 gegründeten „Comité für Krebssammelforschung“ – ist die größte
wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.
In der DKG vertreten sind rund 8.000 Einzelmitglieder in 25
Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der Erforschung und Behandlung von
Krebserkrankungen befassen; dazu kommen 16 Landeskrebsgesellschaften und
36 Fördermitglieder. Die DKG engagiert sich für eine Krebsversorgung auf
Basis von evidenzbasierter Medizin, Interdisziplinarität und konsequenten
Qualitätsstandards, ist Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans und
Partnerin der „Nationalen Dekade gegen Krebs". Mehr:
https://www.krebsgesellschaft.de/

Die Universität Bonn
Die Universität Bonn zählt mit rund 35.000 Studierenden, 6.000
Promovierenden, knapp 550 Professuren und 6.000 Beschäftigten zu den
größten traditionsreichen und forschungsstärksten Universitäten in
Deutschland. Neben starken Disziplinen bilden sechs fakultäts- und
fächerübergreifende „Transdisziplinäre Forschungsbereiche“ Explorations-
und Innovationsräume, in denen zentrale wissenschaftliche, technologische
und gesellschaftliche Herausforderungen adressiert werden. Bonn ist eine
von elf deutschen Exzellenzuniversitäten, die einzige Universität mit
sechs Exzellenzclustern. Mehr: https://www.uni-bonn.de/de

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