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BZgA unterstützt Öffentlichen Gesundheitsdienst mit digitalem Infopaket zur Corona-Schutzimpfung

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist der wirksamste Schutz vor
einer COVID-19-Erkrankung und trägt zum Gemeinschaftsschutz und damit vor
einer weiteren Ausbreitung des Virus bei. Um möglichst viele Menschen
anzusprechen und zur Impfung zu motivieren, wendet sich die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am 13. September mit einer
Mailingaktion an den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Darin weist die
BZgA gezielt auf ihre Informationsangebote zur Corona-Schutzimpfung hin
und unterstützt den ÖGD mit einem digitalen Infopaket bei seiner Arbeit
vor Ort.

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist der wirksamste Schutz vor
einer COVID-19-Erkrankung und trägt zum Gemeinschaftsschutz und damit vor
einer weiteren Ausbreitung des Virus bei. Um möglichst viele Menschen
anzusprechen und zur Impfung zu motivieren, wendet sich die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am 13. September mit einer
Mailingaktion an den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Darin weist die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gezielt auf ihre
Informationsangebote zur Corona-Schutzimpfung hin und unterstützt den ÖGD
mit einem digitalen Infopaket bei seiner Arbeit vor Ort.

Im Mittelpunkt des digitalen Infopakets steht das Merkblatt „Die Corona-
Schutzimpfung – sicher und wirksam!“, das auf Deutsch und in 15 weiteren
Sprachen sowie in Leichter Sprache eingesetzt werden kann. Es enthält alle
wichtigen Informationen zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung gegen
das Coronavirus SARS-CoV-2. Das Merkblatt ist leicht und verständlich
geschrieben und richtet sich an eine breite Zielgruppe. So kann es
beispielsweise an Menschen mit niedrigem Bildungshintergrund, geflüchtete
Menschen sowie Menschen mit Migrationshintergrund weitergegeben werden.
Von der Version in Leichter Sprache profitieren vor allem Menschen mit
Lernschwierigkeiten.

Ergänzt wird das digitale Infopaket durch Hinweise auf die Online-Angebote
der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Corona-Schutzimpfung
wie Videospots, weitere Merkblätter sowie Antworten auf häufig gestellte
Fragen zur Schutzimpfung (FAQ).

In seiner Rolle als zentraler Akteur kommunaler Gesundheitsförderung ist
der ÖGD in der Lage, gezielt Menschen vor Ort zu erreichen. Darunter auch
Menschen verschiedener Nationen, weshalb die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung in ihrem digitalen Infopaket auch die Versionen
des Merkblatts in 15 weiteren Sprachen zur Verfügung stellt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖGD können als Vertrauenspersonen die
leicht verständlichen Informationsangebote zur Corona-Schutzimpfung an die
Bevölkerung weitergeben – zum Beispiel bei mobilen Impfaktionen.

Seit Beginn der Pandemie leistet die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung mit dem Portal infektionsschutz.de bundesweite Aufklärung über
die Corona-Schutzimpfung und bietet aktuelle und fachlich gesicherte
Informationen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 an.

Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
rund um die Corona-Schutzimpfung:

Das Merkblatt „Die Corona-Schutzimpfung – sicher und wirksam!“ steht als
barrierefreie PDF-Datei in den folgenden Versionen auf infektionsschutz.de
zur Verfügung:

In deutscher Sprache und in 15 weiteren Sprachen:
http://www.infektionsschutz.de/coronavirus/materialienmedien/corona-
schutzimpfung.html


In Leichter Sprache:
http://www.infektionsschutz.de/leichte-sprache/informationen-zum-corona-
virus/was-muss-ich-zur-corona-impfung-wissen.html


Eine Bestellung der deutschen Version und der Version in Leichter Sprache
ist zudem möglich unter:
http://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-
infektionsschutz/3537/

Weitere umfassende Informationen zur Corona-Schutzimpfung sowie Videospots
und weitere Merkblätter stehen zur Verfügung unter:
http://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/

Häufige Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung:
http://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/fragen-und-
antworten.html

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Aufsehenerregender Nachwuchs im Labor – Rote-Liste Prachtkäfer wiederentdeckt

Goldener Prachtkäfer mit dem für die Prachtkäferarten typischen „D“-förmigen Ausbohrloch  Julia Schißlbauer, LWF
Goldener Prachtkäfer mit dem für die Prachtkäferarten typischen „D“-förmigen Ausbohrloch Julia Schißlbauer, LWF

Anfang August schlüpfte in einem Waldschutz-Labor
der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ein sehr
seltenes Insekt: Der Berliner Prachtkäfer (DICERCA BEROLINENSIS), auch
Goldener Prachtkäfer genannt, hatte sich in Buchenholzproben aus dem
Steigerwald entwickelt. Das Holz stammte von abgestorbenen Buchen an der
Waldklimastation Ebrach. „Dieser bedeutsame Fund beweist, dass auch in
bewirtschafteten Wäldern wertvolle Habitate und seltene Arten erhalten
werden“, so der Leiter der forstlichen Forschungsanstalt, Dr. Peter
Pröbstle.

Bei dem entdeckten Käfer handelt es sich um einen Zufallsfund: Nach dem
Trockenjahr 2020 starben zahlreiche Altbuchen an der Waldklimastation
Ebrach im Steigerwald ab, so dass die LWF eine Studie zur Untersuchung der
biotischen und abiotischen Schadeinflüsse durchführte. Dazu wurden Zweig-
und Stammproben von geschädigten Rotbuchen gewonnen. Zurück in Freising
untersuchten Expert*innen der Abteilung Waldschutz der LWF die Proben und
legten diese in Netzkäfigen aus, um die Entwicklung eventuell vorhandener
Totholzinsekten beobachten zu können. Die Überraschung: Aus einem
abgestorbenen Kronenast einer Rotbuche schlüpfte ein Prachtkäfer, der
eindeutig als der seltene Berliner Prachtkäfer bestimmt werden konnte. Der
letzte Nachweis dieses Prachtkäfers von Forstwissenschaftlern der LWF
liegt bereits über 15 Jahre zurück.

Die sehr wärmeliebende Käferart ist auf besonntes Totholz in den Kronen
von anbrüchigen Buchen angewiesen. Die Rote-Liste Art ist damit ein
Profiteur des Klimawandels, da Rotbuchen an manchen Orten durch
Trockenheit und Wärme geschwächt werden. Gerade alte Bäume, die an
veränderten Umweltbedingungen nicht angepasst sind, reagieren mit
verminderter Gesundheit und Absterbeerscheinungen.

Auch die Altbuchen im etwa 180-jährigen Mischwald der Waldklimastation
(WKS) Ebrach waren in Folge der extremen Trockenjahre 2015 bis 2020 in
einem bislang unbekannten Ausmaß betroffen. Waldklimastationen wie die im
Steigerwald messen kontinuierlich und intensiv die wichtigsten
Umwelteinflüsse und werten ihre Wirkungen auf den Wald aus.

Der Fund des Goldenen Prachtkäfers zeigt aber auch, dass durch naturnahe
Waldbewirtschaftung und den Erhalt von absterbenden Bäumen und Totholz
Waldwirtschaft und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen. Seit lang er
Zeit werden in Ebrach die Buchenbestände nachhaltig und naturnah
bewirtschaftet.

Der wiederentdeckte Käfer stellt aufgrund seiner Seltenheit und der
Besiedelung von absterbenden Bäumen keine Gefahr für die Wälder dar. Er
wurde mittlerweile wieder in seinem ursprünglichen Lebensraum
freigelassen. Prachtkäfer sind mit ca. 15.000 Arten und 450 Gattungen eine
der acht größten Käferfamilien im Tierreich. In Mitteleuropa kommen ca.
100 Prachtkäferarten vor. Davon leben allein 17 Arten in, auf und von der
Eiche, aber nur drei Arten leben an der Buche; einer dieser drei ist der
seltene Berliner Prachtkäfer.“

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Weniger Herbizide und mehr Umweltschutz durch Blattgrün-Sensor DBU fördert neues Verfahren mit rund 398.000 Euro

Premosys hat einen Sensor entwickelt, mit dem sich unerwünschte Wildkräuter von Kulturpflanzen unterscheiden lassen. So können chemische Pflanzenschutzmittel deutlich sparsamer eingesetzt werden. Das Projekt wurde mit rund 398.000 € von der DBU gefördert.  Premosys
Premosys hat einen Sensor entwickelt, mit dem sich unerwünschte Wildkräuter von Kulturpflanzen unterscheiden lassen. So können chemische Pflanzenschutzmittel deutlich sparsamer eingesetzt werden. Das Projekt wurde mit rund 398.000 € von der DBU gefördert. Premosys

Landwirtschaft spielt eine immer wichtigere Rolle für
mehr Umwelt- und Klimaschutz; entsprechende Vorgaben der Europäischen
Union geben die Richtung vor. Ein Aspekt: die Minimierung von
Pflanzenschutzmitteln, darunter Herbiziden, also
Unkrautbekämpfungsmitteln. Denn sie schaden nicht nur der Umwelt, sondern
sind zugleich eine Gefahr für Insekten wie etwa die Bienen. Die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat mit fachlicher und finanzieller Förderung
in Höhe von rund 398.000 Euro eine Sensortechnik vorangebracht, die für
mehr Umwelt- und Naturschutz auf dem Acker sorgen soll.

Entwickelt worden ist das Verfahren von der Firma Premosys mit Sitz im
rheinland-pfälzischen Kalenborn-Scheuern: das sogenannte multispektrale
True-Color-Sensorarray erkennt Pflanzen und kann so gezielt zwischen
Kulturpflanzen und Unkräutern unterscheiden. Beide konkurrieren um
Nährstoffe, Wasser und Licht. Bäuerinnen und Bauern müssen daher den
Unkrautbewuchs in Schach halten, um keine Einbußen bei der Ernte oder gar
deren Verlust zu riskieren. Der neue Sensor kann auf der Feldspritze eines
Ackerfahrzeuges befestigt werden und ist auf unterschiedlich beschaffenen
Flächen einsetzbar.

Unkraut gezielt erkennen

Der Vorteil des neu entwickelten Sensors: Dessen hohe Erkennungspräzision
bietet eine neue Qualität bei der selektiven Regulierung der nicht
gewünschten Unkräuter. Die Folge: Der Einsatz der Pflanzenschutzmittel
kann massiv reduziert oder sogar vermieden werden. Das ist auch deswegen
umso wichtiger, weil Herbizide und andere Mittel laut Umweltbundesamt die
Bodenfruchtbarkeit negativ beeinträchtigen, sich in Gewässern ablagern und
verantwortlich für einen Rückgang der Artenvielfalt sind.

Sensor erkennt Farben und Reflexionseigenschaften

„Andere Verfahren zur Unkrautvernichtung sind bislang zu ungenau oder zu
teuer“, sagt Projektleiter Matthias Kuhl. Eine Möglichkeit, weniger
Pflanzenschutzmittel zu nutzen, setze deswegen einen Schritt vorher an.
Kuhl: „Wenn man Unkraut gezielter als bisher bekämpfen will, muss man es
zunächst auf dem Acker erkennen.“ Genau dabei helfe der neuartige Sensor,
so Kuhl. Mit der neuen Technik können Pflanzen nach seinen Worten anhand
ihrer Farb- und Reflexionseigenschaften erkannt werden.

Vielfältig einsetzbar

„Das neue Sensor-Verfahren ermöglicht auch deshalb, Pflanzenschutzmittel
in beträchtlichem Maß zu reduzieren, weil es nur bei Bedarf an der Stelle
zur Unkrautbekämpfung kommt, wo eine Konkurrenzpflanze steht“, erläutert
Kuhl. Welch großes Potenzial weiter entwickelte Sensortechnik bei der
Unkrautbekämpfung bietet, zeigt diese Erkenntnis: So könnten bei der
Beseitigung von Ampfer im Zuckerrübenanbau mehr als 90 Prozent des
bisherigen Herbizideinsatzes vermieden werden. Damit nicht genug: Der
Sensor ist anpassbar, kann somit nicht nur auf dem Acker sondern noch in
anderen Konstellationen zum Einsatz kommen: für Brachland, abgeerntete
oder befestigte Flächen, an Bahndämmen sowie bei Getreideflächen, Grünland
oder Untersaaten im Ökolandbau.

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Fußgänger-Experiment sucht 1.500 Proband:innen und Helfer:innen

Fußgänger-Experimente im vorangegangen Projekt BaSiGo, die 2013 in den Düsseldorfer Messehallen stattfanden.  Marc Strunz-Michels  Forschungszentrum Jülich / Marc Strunz-Michels
Fußgänger-Experimente im vorangegangen Projekt BaSiGo, die 2013 in den Düsseldorfer Messehallen stattfanden. Marc Strunz-Michels Forschungszentrum Jülich / Marc Strunz-Michels

Das Forschungsprojekt CroMa sucht 1.500 Proband:innen für Experimente mit
Fußgänger:innen, die vom 8. bis zum 11. Oktober in der Mitsubishi Electric
HALLE in Düsseldorf stattfinden sollen. Nachdem die Versuche im März
letzten Jahres aufgrund der aufkommenden Corona-Pandemie abgesagt wurden,
ist die Durchführung mit entsprechenden Hygienekonzepten nun endlich
wieder möglich. Wissenschaftler:innen des Forschungszentrums Jülich
arbeiten im CroMa-Projekt gemeinsam mit ihren Partnern an Konzepten, mit
denen sich die Sicherheit an überfüllten Bahnhöfen, beispielsweise zu
Stoßzeiten oder nach Großveranstaltungen, verbessern lässt.

Die Corona-Pandemie hat außerdem verdeutlicht, dass eine Entzerrung des
Gedränges hilft, neben direkten körperlichen Gefahren auch das
Ansteckungsrisiko zu verringern.

Die Experimente finden täglich von 8.30 bis 17 Uhr statt. Interessierte,
die mindestens 18 Jahre alt sind, können sich als Proband:innen oder
Helfer:innen bewerben. Die Aufwandsentschädigung beträgt 70 Euro pro Tag.
Zur Mittagszeit werden ein kleiner Imbiss sowie Getränke angeboten.
Informationen zur Teilnahme und Anmeldung gibt es auf der Website des
Projekts unter https://www.croma-projekt.de/croma-projekt/Anmeldung.

Während der Experimente halten sich die Teilnehmer:innen unter anderem auf
einem simulierten Bahnsteig auf oder proben das Ein- und Aussteigen an
Zugtüren. Die Wege jeder einzelnen Person werden erhoben, so dass Abstände
und Kontaktdauern der Personen bestimmt werden können. Hieraus lassen sich
z. B. Aussagen zu potentiellen Ansteckungswahrscheinlichkeiten treffen.
All dies wird unter strengster Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen
realisiert, die mit den Genehmigungsbehörden abgestimmt werden.

Ziel des Projekts CroMa ist es, verbesserte bauliche Maßnahmen, neue
Informations- und Raumnutzungskonzepte sowie ein geeignetes Crowd-
Management für Bahnhöfe bei Belastungsspitzen oder in Pandemiesituationen
zu erarbeiten. Aufgrund der seit Jahren steigenden Fahrgastzahlen kommt es
vielfach zu überfüllten Bahnhöfen, die dem Ansturm nicht mehr gewachsen
sind. Dadurch erhöhen sich die Risiken für gefährliches Gedränge auf dem
Bahnsteig oder für Stauungen an Treppen und in Unter- oder Überführungen,
die bis hin zu Stürzen ins Gleisbett oder zum vollständigen Erliegen des
Verkehrs führen können.

Das Projekt „CroMa“ (Crowd-Management in Verkehrsinfrastrukturen) wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (www.sifo.de). Neben
der koordinierenden Bergischen Universität Wuppertal sind das
Forschungszentrum Jülich, die Ruhr-Universität Bochum sowie die D.LIVE
beteiligt. Darüber hinaus sind Betreiber unterschiedlicher
Verkehrsinfrastrukturen, Sicherheitsdienste, Behörden und Organisationen
mit Sicherheitsaufgaben eingebunden, um zu gewährleisten, dass die
erarbeiteten Lösungen und Konzepte praxisnah und anwendbar sind.

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