Von der Kita bis zum Berufseinstieg: Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen,
warum sich soziale Benachteiligungen an den Schnittstellen des
Bildungssystems häufig verschärfen. Die neue Ausgabe des
Forschungsmagazins DJI Impulse bündelt Erkenntnisse und diskutiert
Lösungsansätze.
Bildungschancen bleiben in Deutschland weiterhin ungleich verteilt. Gerade
an den zahlreichen Übergängen im Bildungssystem zeigt sich, wie eng
Bildungserfolg noch immer mit der sozialen Herkunft verknüpft ist. Statt
Benachteiligungen auszugleichen, tragen diese entscheidenden
Weichenstellungen oft dazu bei, Ungleichheiten zu verstärken. Besondere
Risiken bestehen für junge Menschen mit Behinderungen sowie
sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dazu gehören Kinder
aus Familien mit niedriger formaler Bildung, aus armutsgefährdeten
Haushalten oder aus Familien, denen finanzielle Mittel für grundlegende
Bedürfnisse fehlen. Dies belegen neue Forschungsergebnisse des Deutschen
Jugendinstituts (DJI) und von Kooperationspartnern, die in der aktuellen
Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse mit dem Titel „Bildung ohne
Barrieren. Wie sich Übergänge chancengerechter gestalten lassen“
veröffentlicht wurden.
„Damit Bildungsübergänge gelingen, müssen Unterstützungsangebote über den
gesamten Bildungsweg hinweg ineinandergreifen – statt an institutionellen
Zuständigkeiten zu enden“, betonte Prof. Dr. Susanne Kuger,
Forschungsdirektorin des Deutschen Jugendinstituts (DJI) anlässlich der
Magazinveröffentlichung. „Notwendig dafür ist die Änderung der
Perspektive: Wir müssen die einzelnen Systeme, also Bildung, Soziales,
Gesundheit und andere, nicht mehr nur in und für sich alleinstehend
weiterentwickeln, sondern deren gemeinsamen Möglichkeiten konsequent vom
Kind, vom Jugendlichen und deren Familien aus denken. So kann man zugleich
Bedarfslücken schließen und Doppelstrukturen reduzieren.
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