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Modulare Synthesegasanlagen sollen zirkuläre Wertschöpfungsketten ermöglichen

Das neue EU-Projekt SUPREMAS am Steinbeis Europa Zentrum befasst sich mit
modularen Synthesegasanlagen, die erneuerbare Energie aus verschiedenen
Quellen und für unterschiedliche Zwecke liefern. Am Projekt wirken 12
Organisationen - akademische Partner, Forschungseinrichtungen,
Industrieunternehmen und Verbände - aus sieben europäischen Ländern
(Italien, Schweden, Frankreich, Deutschland, Spanien, Belgien und
Portugal) mit.

Dezentrale Gassysteme und zirkuläre Wertschöpfungsketten stehen im Zentrum
des neuen EU-Projekts SUPREMAS, an dem das Steinbeis Europa Zentrum als
Projektpartner für Innovationsmanagement mitwirkt.  Im Projekt kommt eine
Vielzahl an Materialien zum Einsatz, wie städtischer Hausmüll,
Klärschlamm, Hackschnitzel, um Strom, Wärme und Kraftstoff zu erzeugen.

SUPREMAS startete offiziell am 1. Mai 2024. Das Kick-off-Meeting des
Projekts fand am 16. Mai 2024 am Hauptsitz des Projektkoordinators RINA-C
in Genua, Italien, statt.
Projekthintergrund

Obwohl viele EU-Länder Erdöl und Erdgas importieren müssen und dadurch von
Marktschwankungen betroffen sind (im Jahr 2022 lag die Abhängigkeit der EU
von Erdgasimporten bei 97 %), ist die Erdgasproduktion der EU weiterhin
rückläufig.
Eine europäische Unabhängigkeit von Erdgasimporten ist daher ein
ehrgeiziges Ziel der EU-Agenda. Die Produktion von Alternativen zu Erdgas
(beispielsweise Bio-Synthesegas) ist ein entscheidender Baustein für die
europäische Energiewende. Mit dem Projekt SUPREMAS sollen die Entwicklung
dezentraler Gassysteme gefördert und zirkuläre Wertschöpfungsketten
ermöglicht werden. Dabei kommen eine Vielzahl von Materialien (unter
anderem städtischer Hausmüll, Klärschlamm, Hackschnitzel) zur Erzeugung
von Strom, Wärme und Kraftstoff zur Verwendung.

Projektziel
Mit SUPREMAS (Syngas modular Units Providing Renewable Energy from
Multiple wAstes and for different useS) wird  die Entwicklung von
kosteneffizienten modularen und mobilen Anlagen zur Herstellung von
Synthesegas gefördert, die sich besonders für die Verarbeitung von
Klärschlamm und organischen Abfällen eignen. Die Bio-Synthesegasanlagen
werden an Demonstrationsstandorten in Spanien und Portugal getestet und
Machbarkeitsstudien für 10 weitere Replikationsstandorte in ganz Europa
durchgeführt. Ein besonderer Fokus des Projektes liegt  auf der Förderung
der dezentralen Bio-Synthesegasproduktion durch die Etablierung von
sogenannten Renewable Energy Communities. Ein digitales Tool soll die
Entscheidungsfindung für lokale Akteure und das Impact Assessment
vereinfachen.

Projektpartner
Das SUPREMAS-Konsortium besteht aus 12 Organisationen aus sieben
europäischen Ländern (Italien, Schweden, Frankreich, Deutschland, Spanien,
Belgien und Portugal) und setzt sich aus akademischen Partnern,
Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen und Verbänden zusammen.

Als Projektpartner koordiniert und leitet das Steinbeis Europa Zentrum die
Partizipation von Stakeholdern und lokalen Akteuren mittels der
Durchführung von Co-Creation-Workshops und Stakeholder-Analysen. Zudem
leitet das Steinbeis Europa Zentrum Aktivitäten im Innovationsmanagement
mit dem Ziel die Projektpartner bei der Verwertung und Weiternutzung ihrer
Projektergebnisse zu unterstützen.

Weitere Informationen
SUPREMAS wird von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und
Innovationsprogramms Horizon Europe unter der Fördervereinbarung Nr.
101160713 gefördert und ist auf eine Laufzeit von vier Jahren ausgelegt.
Weitere Informationen:

Förderung: Europäische Kommission, Horizon Europe (Projektnummer
101160713)
Projektförderbudget für alle Partner: 6 Mio. Euro
Beteiligte Länder: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal,
Schweden, Spanien
Projektlaufzeit: 05/2024 - 04/2028

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Wachtwechsel an der Spitze des DEN Jutta Maria Betz löst Hermann Dannecker nach zwei Jahrzehnten im Vorstand ab

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. hat auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt eine neue Führungsspitze gewählt. Dipl.-Ing. Jutta Maria Betz, bisher Landessprecherin Bayern, löst nach 22 Jahren im Vorsitz des Netzwerks Dipl.-Ing. Hermann Dannecker ab. Dipl.-Ing. Marita Klempnow, die bereits seit vier Jahren im Vorstand ist, wurde in ihrem Amt bestätigt. Sprecherin des Vorstandes bleibt weiterhin Dipl.-Ing. Stefanie Koepsell. Betz und Klempnow wurden mit weit über 90% der Stimmen in ihre Ämter gewählt. Dannecker trug man unter großem Beifall der Teilnehmer den Ehrenvorsitz des DEN an.

„Heute endet eine Ära“, sagte die neue Vorsitzende Jutta Maria Betz mit Blick auf die über 22 Jahre, die Hermann Dannecker den Verein geleitet und geprägt hat. Die neue Vorsitzende gehört wie Dannecker zu den Gründungsmitgliedern des DEN im Jahre 2002. Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit im Netzwerk waren neben ihrer Lehrtätigkeit in der DEN-Akademie die Betreuung des Referates Qualitätssicherung sowie die Gründung von Kompetenzteams, in denen sich Mitglieder einzelnen Themen widmen. (…)

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-08-2024/

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Was macht eine Stadt barrierefrei?

Was macht eine Stadt barrierefrei Symbolbild
Was macht eine Stadt barrierefrei Symbolbild

Eine inklusive Gesellschaft ist ein Konzept, das die volle und gleichberechtigte Teilhabe aller Mitglieder einer Gemeinschaft anstrebt, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung, Religion oder anderen Merkmalen, die zu Diskriminierung oder Ausgrenzung führen können.

Inklusion bedeutet, Barrieren abzubauen und Hindernisse zu beseitigen, die der aktiven Teilhabe aller Menschen in allen Lebensbereichen im Wege stehen: Bildung, Beschäftigung, Zugang zu Gesundheitsdiensten, Wohnraum, Kultur, politische Partizipation, behindertengerechte Fahrzeuge und vieles mehr.

Das Ziel besteht darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Mitglieder der Gesellschaft ihr Potenzial entfalten, das städtische Leben genießen, ihre Meinung äußern und zum kollektiven Wohlbefinden beitragen können.

Eine barrierefreie Stadt sollte eine Reihe von Merkmalen aufweisen, die die Eingliederung fördern und die Lebensqualität für alle Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Umständen, verbessern. Einige dieser Merkmale sind:

Barrierefreiheit: Die Stadt sollte für alle Menschen zugänglich sein, auch für Menschen mit körperlichen, sensorischen oder kognitiven Behinderungen. Dazu gehören Rampen, Aufzüge, breite und ungehinderte Bürgersteige, eine klare Beschilderung, angepasste Transportsysteme und andere Elemente, die die Bewegung und den Zugang zu verschiedenen öffentlichen Räumen erleichtern.

Inklusive öffentliche Räume: Städtische Räume sollten so gestaltet werden, dass sie die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen. Dazu gehört die Verwendung von Materialien und Designs, die sicher und zugänglich sind, die Berücksichtigung angemessener Höhen und Abmessungen, die Einbeziehung taktiler oder auditiver Elemente für Menschen mit sensorischen Behinderungen und andere Aspekte.

Inklusive Verkehrsmittel: Ein zugängliches öffentliches Verkehrssystem, das es allen Menschen ermöglicht, sich unabhängig und sicher in der Stadt zu bewegen, ist unerlässlich. Dazu gehören barrierefreie Busse, Züge und U-Bahnen, zugängliche Haltestellen, klare Informationen und zugängliche Zahlungssysteme.

Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung: Eine aufmerksame Kommunalverwaltung wird auch ihre Bürger in die Sache einbeziehen. Bildung ist wichtig, und in einer wirklich inklusiven Stadt wird jeder wissen, mit welchen Schwierigkeiten Menschen mit Behinderungen wirklich konfrontiert sind. Dies wird dazu beitragen, Vorurteile und Stereotypen abzubauen.

Gute Kommunikation und Zugang zu Informationen: Beschilderung in Blindenschrift, Großdruck auf verschiedenen Schildern, mobile Apps mit Tonoption, Ampeln mit Ton usw.

Dies sind einige der Merkmale, die eine barrierefreie Stadt haben sollte, um die Eingliederung und Lebensqualität aller Menschen zu fördern. Es ist wichtig zu beachten, dass die Anpassung einer Stadt kein statischer Prozess ist, sondern sie sollte kontinuierlich erfolgen und an die sich ändernden Bedürfnisse der Gemeinschaft angepasst werden.

Es könnten noch weitere Merkmale hinzukommen, wie z. B. barrierefreie Wohnungen. Wichtig ist, dass sie so konzipiert und gebaut werden, dass sie für alle Menschen zugänglich sind. Dazu gehören breite Türen und Gänge, angepasste Badezimmer, angemessene Beleuchtungssysteme und andere Merkmale, die die Mobilität und den Komfort für alle Menschen erleichtern.

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Konferenz: Narrating Japanese Art Histories

Konferenz: Narrating Japanese Art Histories
Institut für Kunstgeschichte Ostasiens der Universität Heidelberg
veranstaltet Tagung zur erzählenden Kunst in Japan

Mit narrativen Elementen in der japanischen Kunst befasst sich eine
internationale Tagung an der Universität Heidelberg. Dazu lädt das
Institut für Kunstgeschichte Ostasiens der Ruperto Carola gemeinsam mit
der Ishibashi Foundation ein. Im Mittelpunkt der dreitägigen öffentlichen
Veranstaltung mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen stehen Geschichten,
die durch verschiedene Medien „wandern“, etwa von Papier und Seide über
Keramik, Textilien und Lackarbeiten bis in die Mangas der japanischen
Populärkultur. Die Konferenz in englischer Sprache mit dem Titel
„Narrating Japanese Art Histories: Past, Present, Future“ findet vom 28.
bis 30. Juni 2024 im Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS)
statt und wird zusätzlich im Livestream übertragen. Zu den Referenten
gehören Expertinnen und Experten aus Europa, Japan und den USA.

Narrative Elemente gehören unzertrennbar zur japanischen Kunst, die eng
mit Poesie, Literatur und Theater verknüpft ist, so Katharina Rode-Kaya
vom Institut für Kunstgeschichte Ostasiens. Sie leitet das
Organisationsteam der Tagung, mit der das Institut das zwanzigjährige
Bestehen der Ishibashi-Gastprofessur für Kunstgeschichte Japans an der
Universität Heidelberg würdigt. Im Rahmen des Programms, das 2005 in
Kooperation mit der Ishibashi-Stiftung eingerichtet wurde, werden
international ausgewiesene Experten eingeladen, für jeweils bis zu zwei
Monate am Institut zu lehren, Kontakte zu knüpfen und zu forschen. Anhand
von fünf Themenschwerpunkten erörtern und diskutieren die Referentinnen
und Referenten der Konferenz aus Wissenschaft und musealer Praxis
verschiedene Formen des visuellen Erzählens in der japanischen Kunst.
Dabei soll es insbesondere auch darum gehen, etablierte wissenschaftliche
Narrative der Kunstgeschichte Ostasiens zu hinterfragen.

Die Tagung „Narrating Japanese Art Histories“ eröffnen am 28. Juni mit
einem Grußwort Prof. Dr. Melanie Trede, langjährige Professorin für
Japanische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte Ostasiens,
sowie per Videobotschaft der Präsident der Ishibashi Foundation, Ishibashi
Hiroshi. Im Anschluss spricht Prof. Dr. Melissa McCormick von der Harvard
University (USA) in einer Keynote Lecture zum Thema „Rethinking Japanese
Narrative Art“. Die Eröffnung der Tagung mit anschließender Vorlesung
beginnt um 17 Uhr.

Am 29. Juni startet das Tagungsprogramm um 9.30 Uhr mit zwei Vorträgen zum
Thema „Painting Stories“. Dabei geht es um „die Architektur von
Narrativen“ im mittelalterlichen Japan sowie um Darstellungen der
„Geschichte des Prinzen Genji“, einem zentralen Werk der japanischen
Literatur aus dem 11. Jahrhundert, dargestellt auf Wandschirmen des
japanischen Künstlers Tawaraya Sōtatsu aus dem 17. Jahrhundert. Es folgen
zwei Beiträge im Themenblock „Stories Told Differently“. Sie befassen sich
mit kunsthistorischen Ansätzen in der Comic-Forschung sowie mit
alternativen Perspektiven auf die Geschichte der koreanischen Malerei.
Fortgesetzt wird die Tagung am Nachmittag mit zwei Vorträgen zum Thema
„Visual Storytelling in Japanese Buddhism“. Die Referenten sprechen über
narrative Aspekte der Zen-Malerei sowie über Erzählungen, die aus Briefen
als materiale Artefakte hervorgehen. Um 15.30 Uhr beginnt eine
Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern aus Japan und den USA. Sie trägt
den Titel „Revisiting / Reframing? Stories of the Past“.

Eine zweite Keynote Lecture der Konferenz hält am Vormittag des 30. Juni
Prof. Dr. Takagishi Akira von der Universität Tokio (Japan), der im
Sommersemester 2011 die Ishibashi-Gastprofessur am Institut für
Kunstgeschichte Ostasiens innehatte. Er spricht zum Thema „Takashina no
Takakane – Japanese Art History Reconsidered“. Beginn des Vortrags in
japanischer Sprache ist um 10 Uhr. Es folgen zwei weitere
Veranstaltungsblöcke, die Geschichten aus Museen sowie Geschichten über
und von Frauen in den Blick nehmen. Die Referentinnen und Referenten
befassen sich unter anderem mit Artefakten aus dem Nationalmuseum Tokio,
mit der Geschichte der Künste in der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) sowie mit
frühen massenproduzierten Illustrationen der „Geschichte des Prinzen
Genji“. Abschließend findet ab 16 Uhr eine Reflexion über die Konferenz
statt sowie im Anschluss eine Podiumsdiskussion zum Thema „Stories for the
Future“ mit Expertinnen und Experten aus Berlin, Heidelberg, Harvard
(USA), und Leeds (Großbritannien).

Die Konferenz „Narrating Japanese Art Histories: Past, Present, Future“
findet im CATS-Auditorium (Hörsaal 010.01.05) in der Voßstraße 2 (Gebäude
4010) statt. Für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung vorab
erforderlich.

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