Zum Hauptinhalt springen

Beschert uns die Energiewende neue Altlasten? – Perspektiven für die Verwendung ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien

Ein spannendes Sommersemester der öffentlichen Vorlesungsreihe »Open BTU«
findet am Mittwoch, 12. Juni 2024, um 17:30 Uhr seinen Abschluss.
Vortragende sind Prof. Dr. rer. nat. habil. Jörg Acker und Anja Rietig vom
Fachgebiet Physikalische Chemie der Brandenburgischen Technischen
Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Alle Interessierten sind dazu in
den Audimax 1 am Zentralcampus Cottbus der BTU eingeladen. Anmeldungen
sind nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Batteriespeicher sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer
modernen Industrie und Gesellschaft geworden. Von der Elektromobilität
über erneuerbare Energiesysteme bis hin zu tragbaren Elektronikgeräten -
Batterien sind der Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen des 21.
Jahrhunderts. Doch was geschieht damit, wenn das Ende ihrer Lebensdauer
erreicht ist?
Batterien enthalten eine Reihe von Materialien, in denen wertvolle und
strategisch wichtige Metalle enthalten sind, deren Rückgewinnung eine
wirtschaftliche und sozioökologische Notwendigkeit darstellt. Diese
Veranstaltung beleuchtet die vielfältigen chemischen und technischen
Aspekte, die für eine effiziente Rückgewinnung und Wiederverwendung von
Batteriematerialien eine Rolle spielen.

Die Veranstaltung bietet dabei einen Einblick in die neuesten
Entwicklungen und Innovationen auf dem Gebiet des Batterierecyclings und
zeigt auf, wie neue regulatorische Rahmenbedingungen diesen
Wirtschaftszweig in den kommenden Jahren beeinflussen werden. Ebenso
werden Strategien zur Qualifizierung von Fachkräften besprochen, die von
der BTU Cottbus-Senftenberg mit dem Zentrum für wissenschaftliche
Weiterbildung und dem Fachgebiet Physikalische Chemie entwickelt und
mitgestaltet werden.

Vortragende:
Prof. Dr. rer. nat. habil. Jörg Acker, BTU, Leiter des Fachgebietes
Physikalische Chemie, Gründungsmitglied von Battery Network ReLioS e.V.,
Leiter des Fachforums Recyclingverfahren
Anja Rietig, BTU, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet
Physikalische Chemie

Moderation:
Dr.-Ing. Vivian Schwedt-Binkowski und Henry Herkula, Projekt KOMBiH am
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der BTU

Datum: Mittwoch, 12. Juni 2024, 17:30 bis 19 Uhr
Ort: Audimax 1 am Zentralcampus der BTU,Konrad-Wachsmann-Allee 3, 03046
Cottbus

Zur Vorlesungsreihe »Open BTU«
Vom 10. April 2024 bis zum 12. Juni 2024 bietet die öffentliche
Vorlesungsreihe "Open BTU" interessante Einblicke in spannende
Wissenschaftsgebiete. Im Sommersemester werden nachstehende Themen aus
unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:

Empathie, Schuld und Vergebung nach dem 2. Weltkrieg
die sorbische/wendische Kultur im aktuellen Transformationsprozess
Auswirkungen des Populismus auf Wirtschaft und gesellschaftliche Gruppen
Bäume im Wandel - Herausforderungen und Chancen (im Rahmen der 32.
Cottbuser Umweltwoche)
75 Jahre Grundgesetz - Krisenfest oder erneuerungsbedürftig
Batterieforschung für die Energiewende - Perspektiven eines innovativen
Batterierecyclings

Mit diesem für alle Interessierten offenen Bildungsformat unterstützt das
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität lebenslanges
Lernen und fördert den Wissens- und Ideentransfer in der Region, indem es
gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgreift. Dabei kooperiert die
BTU mit anderen Hochschulen und Institutionen. Nach jedem Vortrag besteht
die Gelegenheit für Fragen und den Austausch mit den Referierenden.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem breit gefächerten
Veranstaltungsangebot teilzunehmen.

Mehr zur öffentlichen Vorlesungsreihe »Open BTU«:
https://www.b-tu.de/weiterbildung/offene-hochschule/open-btu

  • Aufrufe: 40

Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) am Fritz-Haber-Institut der MPG

Das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft hat im vergangenen
Jahr erstmalig ein Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und
Nachhaltigkeit (FJN) angeboten. In Kooperation mit dem Internationalen
Jugendgemeinschaftsdienst (ijgd) boten wir jungen Erwachsenen die
Möglichkeit, praktische Erfahrungen in den Naturwissenschaften zu sammeln
und sich gleichzeitig beruflich zu orientieren.

Einblick in Pias Jahr am Fritz-Haber-Institut

Unter den Teilnehmenden war auch Pia, die nach ihrem Abitur beschloss,
sich ein Jahr Zeit zu nehmen, um herauszufinden, welches Studium das
Richtige für sie ist. Pia stand vor der schwierigen Entscheidung, ob sie
Chemie oder Physik studieren sollte. Ihr Jahr bei uns half ihr, diese
Entscheidung zu treffen. Sie kam mit dem Ziel zu uns, mehr über die
praktische Arbeit in den Bereichen Physik, Chemie und Maschinenbau zu
erfahren. Während ihres Jahres bei uns konnte sie nicht nur ihre
Programmierkenntnisse in Python vertiefen, sondern auch wertvolle
Einblicke in den Alltag von Wissenschaftler*innen gewinnen. Der Austausch
mit Doktorand*innen und anderen Forschenden half ihr, wertvolle Tipps für
das Universitätsleben zu sammeln und eine breite Palette an Perspektiven
kennenzulernen.

Von der Theorie zur Praxis

Pias praktische Erfahrungen waren vielfältig und bereichernd. Besonders
hervorzuheben ist ihre Beteiligung an einem Projekt in der Abteilung für
Theorie, bei dem ein interaktives Web-Frontend für serverbasierte
wissenschaftliche Simulationen entwickelt wurde. Dieses Projekt, in
Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Technik (BHT), ermöglichte
es ihr, Einblicke in die Schnittstelle zwischen Informatik und Physik zu
gewinnen und ihre Fähigkeiten in der Softwareentwicklung zu erweitern.

Darüber hinaus ermöglichte die Arbeit in den wissenschaftlichen
Abteilungen und Werkstätten es ihr, ein besseres Verständnis für die
praktische Anwendung der Physik zu entwickeln. Durch die Teilnahme an
Projekten, wie dem Aufbau von Spiegeln für Laserexperimente oder der
Entwicklung kleiner Spiele im E-Lab, konnte sie ihre technischen
Fähigkeiten unter Beweis stellen und gleichzeitig Einblicke in die
vielfältigen Arbeitsbereiche der Naturwissenschaften gewinnen.

Netzwerkaufbau und persönliche Entwicklung

Ein wichtiger Aspekt ihres Jahres war der Aufbau eines professionellen
Netzwerks. Pia betont die Bedeutung des Netzwerkaufbaus, insbesondere für
Frauen in der Wissenschaft. Die Seminare und Workshops zu Themen wie
Nachhaltigkeit, die vom ijgd organisiert wurden, sowie die von den
FJNler*innen selbstständig organisierten Seminare, boten zudem eine
hervorragende Plattform für den Austausch mit anderen Freiwilligen.

Fazit und Ausblick

Rückblickend betrachtet Pia ihr Freiwilliges Soziales Jahr am Fritz-Haber-
Institut als eine bereichernde Erfahrung, die ihr nicht nur geholfen hat,
ihre akademischen und beruflichen Ziele zu schärfen, sondern auch
wertvolle persönliche Entwicklungen ermöglichte. Die Entscheidung zwischen
Chemie und Physik fiel ihr nach diesem Jahr leichter; sie hat sich für ein
Physikstudium in Leipzig entschieden und fühlt sich gut vorbereitet auf
die Herausforderungen, die vor ihr liegen.

Das Fritz-Haber-Institut ist stolz darauf, Teil von Pias Weg gewesen zu
sein und freut sich darauf, auch in Zukunft jungen Menschen durch das FJN
Programm wertvolle Erfahrungen und Orientierung bieten zu können.

Originalpublikation:
https://www.fhi.mpg.de/1556267/2024-06-07-FJN

  • Aufrufe: 38

BfR-Software FoodChain-Lab ermöglicht schnelles Handeln bei Krankheitsausbrüchen

Auf das Unerwartete vorbereitet sein: Welttag der Lebensmittelsicherheit
am 7. Juni 2024
Jedes Jahr erkrankt weltweit einer von zehn Menschen infolge von
verunreinigten (kontaminierten) Lebensmitteln. Der Welttag der
Lebensmittelsicherheit macht daher unter dem Motto „Auf das Unerwartete
vorbereitet sein“ am 7. Juni 2024 auf die Bedeutung sicherer Lebensmittel
und auf noch bestehende Herausforderungen aufmerksam. Krankmachende
Mikroorganismen können auf verschiedenen Wegen in Nahrungsmittel gelangen.
Umso wichtiger ist es, den Ursprung der Verunreinigung zu finden. Das
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entwickelte bereits im Jahr 2011
während des bakterienbedingten EHEC-Ausbruchs die Software FoodChain-Lab
zur Rückverfolgung von Warenketten und hat sie fortlaufend
weiterentwickelt. „Bei einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch muss
die Quelle rasch gefunden werden“, sagt Professor Andreas Hensel,
Präsident des BfR. „Daher freuen wir uns, dass unsere Software auch von
anderen internationalen Lebensmittelbehörden zur Problemlösung genutzt
wird – denn Lebensmittelsicherheit ist eine globale Herausforderung.“

FoodChain-Lab ist eine frei verfügbare Open-Source-Software zur
Rückverfolgung von Warenketten. Die Software macht Warenketten sichtbar
und ermöglicht interaktive Analysen. So schätzt sie für jedes Produkt und
jede Station, wie wahrscheinlich sie mit einem Ausbruchsgeschehen
verknüpft sind. Das Programm simuliert zudem die Übertragung von
Krankheitserregern (Kreuzkontamination) während der Herstellung oder
Verarbeitung eines Produkts sowie mögliche geografische Zusammenhänge.
Seit dem Jahr 2016 nutzt auch die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) das FoodChain-Lab als wichtiges Werkzeug für
die eigene Arbeit.

Für die Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) der USA stellt die
Software ebenfalls ein wichtiges Werkzeug dar. Im Rahmen der seit dem Jahr
2021 bestehenden Kooperation fanden Schulungen und Diskussionsrunden zum
FoodChain-Lab statt. Zudem beteiligte sich die FDA mit mehreren Vorträgen
an der internationalen Konferenz zum Thema Globale Warenketten in der
Risikobewertung vom 27. bis 29. Mai 2024 am BfR.

Alle Kurzfassungen der Vorträge (Abstracts) von der Konferenz sind auf der
Seite der BfR-Akademie unter https://www.bfr-
akademie.de/media/wysiwyg/2024/gwk2024/abstracts_GWK2024.pdf zu finden, wo
auch in Kürze die Vorträge selbst eingesehen werden können.

Der diesjährige Welttag der Lebensmittelsicherheit steht unter dem Motto
„Auf das Unerwartete vorbereitet sein“. Hervorgehoben wird, wie wichtig es
ist, auf Vorfälle im Bereich der Lebensmittelsicherheit vorbereitet zu
sein. Auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) finden Sie
weitere Informationen über den Welttag der Lebensmittelsicherheit und
Erklärungen zum diesjährigen Motto:
https://www.who.int/campaigns/world-food-safety-day/2024/overview

Über den Welttag der Lebensmittelsicherheit

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2018 den Welttag der
Lebensmittelsicherheit ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung sicherer
Lebensmittel aufmerksam zu machen. Jährlich erkrankt laut
Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder zehnte an lebensmittelbedingten
Infektionen. Sie können im schlimmsten Fall tödlich enden.

Mehr Informationen über den „Welttag der Lebensmittelsicherheit“ finden
Sie hier: https://www.who.int/campaigns/world-food-safety-day/2024.

Weitere Informationen auf der BfR-Website zum FoodChain-Lab:
https://foodrisklabs.bfr.bund.de/foodchain-lab_de/



Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums
für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung
und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

  • Aufrufe: 27

Fußball-EM 2024: Kauflust der deutschen Fans gestiegen

Repräsentative Umfrage der Uni Hohenheim zu EM-Erwartungen, Vermarktung,
Medienverhalten & sozialen Aspekten | Teil 2 von 4: Die EM als
Marketingplattform

Video zur Pressemitteilung: https://www.instagram.com/p/C753GmRsQTk

Im Vergleich zur WM 2022 in Katar wollen die Deutschen wieder mehr Geld
für Fanartikel ausgeben. Auch Sponsoring wird wieder positiver
wahrgenommen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Fußball-EM-Studie unter der
Leitung von Marketing-Experte Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität
Hohenheim in Stuttgart. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 1.000
Personen in Deutschland zu den Themen sportliche Erwartungen, Sponsoring
und Sport-Vermarktung, Medienwirksamkeit sowie sozialen und
gesellschaftlichen Auswirkungen. Die Universität Hohenheim veröffentlicht
die Ergebnisse in vier Teilen.

Zwischen 21 und 50 Euro: In dieser Spanne liegt die Zahlungsbereitschaft
der deutschen Fans für Artikel zur bevorstehenden EM 2024. „Im Vergleich
zur WM 2022 in Katar ist die Konsumlaune der Deutschen gestiegen. Sie sind
insgesamt bereit, wieder mehr Geld für Fanartikel der deutschen
Nationalmannschaft auszugeben“, so Studienleiter Prof. Dr. Voeth. „Zwar
möchten immer noch rund 58 Prozent der Befragten in unserer Studie gar
keine Fanartikel kaufen, aber 2022 waren dies sogar fast 73 Prozent.“

Insbesondere das Trikot der deutschen Nationalmannschaft steht ganz oben
in der Gunst der Fans: Fast jede:r Fünfte will sich eins kaufen. Schal und
Deutschland-Fahne landen in der Beliebtheit mit jeweils rund 12 Prozent
auf den beiden folgenden Plätzen.

DFB-Auswärtstrikot polarisiert

„Nach wie vor kommt das klassische weiße Heimtrikot am besten an“, sagt
Co-Studienleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Tom
Huhnke: „Dieses Jahr gefällt es 65 Prozent der Befragten gut bis sehr gut.
Damit ist es das zweitbeliebteste DFB-Heimtrikot der letzten 20 Jahre.“

„Hingegen polarisiert das pinkfarbene DFB-Auswärtstrikot stark“, ergänzt
Stjepan Jurisic, der ebenfalls an der Studienleitung beteiligt war und
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet ist. „Etwa ein Drittel der
Befragten ist davon nicht überzeugt. Fast genauso viele finden es jedoch
gut oder sehr gut.“

Allerdings ist fast die Hälfte der Befragten mit dem geplanten Wechsel zu
Nike als DFB-Ausrüster nicht einverstanden: Sie stimmen der Aussage zu,
dass das Trikot der DFB-Elf weiterhin von der Marke Adidas hergestellt
werden sollte.

Bekanntester Sponsor ist Adidas

Adidas ist auch der bekannteste Sponsor der EM 2024: Rund 56 Prozent der
Befragten wissen, dass dieses Unternehmen die EM unterstützt. Bei Coca-
Cola sind dies rund 45 Prozent und bei der Deutschen Telekom fast 36
Prozent. Weit abgeschlagen sind Unternehmen wie Alipay+ mit 4 Prozent,
Betano und Atos mit jeweils rund 3 Prozent, die zwar als offizielle
Sponsoren der Heim-EM auftreten, aber nur wenigen Deutschen als solche
präsent sind.

Die Forschenden beobachten zudem auch dieses Jahr wieder ein
Trittbrettfahrer-Phänomen: „Unternehmen, die keine offiziellen Sponsoren
der EM 2024 sind, werden von mehr als jedem vierten Deutschen als solche
wahrgenommen. Davon profitieren vor allem die Allianz-Versicherungen und
Mercedes-Benz“, erläutert Tom Huhnke.

Ein weiteres Ergebnis ihrer Studie spricht Stjepan Jurisic an: „Rund ein
Drittel der Befragten hätte sich außerdem gewünscht, dass auch weitere
führende deutsche Unternehmen, wie zum Beispiel Siemens, als Sponsoren der
EM aufträten, um als Aushängeschild für Deutschland zu fungieren.“

Lohnt sich Sponsoring?

„Ob sich das Sponsoring für die Unternehmen allerdings wirklich lohnt, ist
mehr denn je fraglich“, analysiert Prof. Dr. Voeth: „Direkte Kaufwirkungen
werden so kaum ausgelöst. Nur rund 12 Prozent der Befragten schauen vor
allem nach Marken, die die EM sponsern, wenn sie Produkte oder
Dienstleistungen einkaufen.“ Andererseits denkt ein Drittel der Befragten,
dass sich die EM positiv auf das Image der Sponsoren auswirken wird.

Im Vergleich zur WM in Katar nahm angesichts deutlich anderer politischer
und gesellschaftlicher Bedingungen in Deutschland auch die
Erwartungshaltung an die Sponsoren deutlich ab: Der Aussage „Ich erwarte
von einem offiziellen Sponsor, dass er sich auch über das Sponsoring
hinaus in sozialer und gesellschaftlicher Art engagiert“ stimmten vor der
WM 2022 in Katar noch 61 Prozent der Befragten zu, 2024 sind es nur noch
knapp über 52 Prozent.

HINTERGRUND: EM-Studie 2024

„Football’s coming home! – Die Heim-EM 2024: Was denkt die deutsche
Bevölkerung?“ lautet der Titel der EM-Studie 2024. Die Online-Umfrage
unter 1.000 Teilnehmer:innen ist in Bezug auf Alter, Geschlecht und
Bundeslandzugehörigkeit bevölkerungsrepräsentativ. Durchgeführt wurde sie
zwischen dem 1. Mai und 17. Mai 2024 vom Lehrstuhl für Marketing und
Business Development der Universität Hohenheim sowie vom Lehrstuhl für
Marketing der Universität Potsdam und dem Marktforschungsinstitut Dynata.

Das Fachgebiet von Prof. Dr. Markus Voeth begleitet die FIFA-
Fußballweltmeisterschaften und UEFA-Fußballeuropameisterschaften der
Männer seit 2001 mit regelmäßigen repräsentativen Bevölkerungsbefragungen.
Schwerpunkte sind Themen wie Begeisterung, Pläne und Fanverhalten der
Bevölkerung, ergänzt durch wechselnde Sonderschwerpunkte wie
beispielsweise politische oder soziale Themen rund um die sportlichen
Großereignisse. Einzel- und Langzeitstudien sollen einerseits
Stimmungsindikatoren, andererseits auch konstruktiver Beitrag für eine
erfolgreiche Organisation sein.

Text: Stuhlemmer

  • Aufrufe: 119