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Bewerbungen für Menschenrechts-Studium an der Leuphana jetzt möglich

Der berufsbegleitende Studiengang Governance and Human Rights an der
Professional School der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt sich mit
den Prinzipien verantwortungsbewussten Regierungshandelns. Die
Qualifikation zielt darauf ab, die Sicherung und den Schutz von
Menschenrechten zu fördern. Das englischsprachige Programm ist
international ausgerichtet. Studierende aus aller Welt können damit einen
Berufseinstieg in internationale oder Nicht-Regierungs-Organisationen
sowie in die Entwicklungshilfe vorbereiten. Studieninteressierte haben bis
zum 31. Mai die Möglichkeit, sich auf das gefragte Studienangebot zu
bewerben. Studienbeginn ist im September.

Verantwortungsbewusstes Regierungshandeln, in der Wissenschaft als
Governance bezeichnet, steht im Zentrum des Studiums. Besonderer Wert wird
dabei auf die praktische Anwendung des vermittelten Wissens gelegt. Die
Studierenden beginnen deshalb schon im frühen Studienverlauf mit der
Ausarbeitung eines eigenen Projektes zum Thema Governance oder
Menschenrechte. Gegen Ende ihrer Studienzeit organisieren sie eine eigene
Konferenz zu einem selbstgewählten Thema. Der aktuelle Jahrgang hat sich
für „Wasser und Menschenrechte“ entschieden.

Das viersemestrige Studienprogramm ist als Fernstudium organisiert: Die
Vorlesungen und Seminare finden überwiegend als E-Learning-Einheiten
statt. Die Präsenzphasen werden in zwei einwöchigen Blöcken gebündelt.
Diese Art der Studienorganisation ermöglicht den internationalen
Studierenden ein berufsbegleitendes und nahezu ortsunabhängiges Studium.
Leiter des Master-Studienprogramms ist Prof. Dr. Till Patrik Holterhus,
Experte für Internationales Öffentliches Recht, insbesondere Staats- und
Verwaltungsrecht.

Weitere Informationen zum Studiengang sind unter
http://www.leuphana.de/gahr zu finden. Studieninteressierte haben die
Möglichkeit, mit Studiengangskoordinatorin Eva Morgenroth
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Fon 04131.677-7921) ein persönliches
Beratungsgespräch zu vereinbaren. Außerdem können sie den
Masterstudiengang während eines digitalen Infotags am 26. April 2024 näher
kennenlernen.

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Kulturspezifische Traumafolgen in der Schweiz

Belastende Folgen traumatischer Erlebnisse können sich je nach Weltregion
unterscheiden. Gemäss einer neuen Studie der Universität Zürich
entsprechen die kulturspezifischen Traumafolgen in der Schweiz den Normen
einer wettbewerbsorientierten und individualistischen Gesellschaft.
Posttraumatische Reifungsprozesse manifestieren sich in der Schweiz in
einer stärkeren Naturverbundenheit.

Eine klinische Studie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich
untersuchte die Folgen von traumatischen Erlebnissen bei Schweizerinnen
und Schweizern aus einer kulturpsychologischen Perspektive. Dabei
berichteten Schweizer Trauma-Betroffene und Fachpersonen aus dem
Gesundheitswesen in Fokusgruppen über kulturtypische Traumafolgen. Während
viele der beobachteten posttraumatischen Veränderungen dem bekannten
Störungsbild der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung entsprechen
und somit ein kulturübergreifendes Phänomen widerspiegeln, sind andere
zentrale Traumafolgen vermutlich im Zusammenhang mit schweizerischen
Wertorientierungen zu sehen.

Funktionieren und Überkompensieren

Bei den kulturspezifischen Folgen wurden besonders häufig posttraumatische
Veränderungen genannt, die sich auf die individuelle Leistungsfähigkeit
beziehen. Dazu gehören: der Glaube, um jeden Preis funktionieren und dabei
eigene Defizite überkompensieren zu müssen; der Drang, die Kontrolle zu
behalten; und die Tendenz, das eigene Leiden zu verharmlosen.
Schweizerinnen und Schweizer mit Traumata tendieren dazu, sich stark
anzustrengen, um den erlebten Standards und Erwartungen zu entsprechen.
Dazu gehören: produktive Mitglieder der Gesellschaft zu sein, eine
Arbeitsstelle zu behalten und die Abhängigkeit von Sozialhilfe zu
vermeiden.

«Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den zentralen Werten der
Schweizer Gesellschaft, die Leistung und Erfolg in den Mittelpunkt
stellt», erklärt Erstautorin Rahel Bachem. «Ebenso erzielt die Schweiz
hohe Werte beim Individualismus, was bedeutet, dass Unabhängigkeit,
Entscheidungsfreiheit und das eigenständige Verfolgen persönlicher Ziele
einen hohen Stellenwert haben.»

Wut nach innen richten

Die Ergebnisse der Studie deuten auch darauf hin, dass Schweizer Trauma-
Betroffene dazu neigen, ihre Wut nicht gegenüber anderen auszudrücken,
sondern sie nach innen und gegen sich selbst zu richten. Dies scheint
einerseits mit der ausgeprägten Selbstabwertung zusammenzuhängen, bei der
sie sich selbst und nicht die andere Person abwerten. Andererseits wurde
sie auch mit dem in der Schweiz erlebten Konformitätsdruck in Verbindung
gebracht, Wut als abweichendes Verhalten nicht offen zu zeigen.

Naturverbundenheit als positive Traumafolge

Schliesslich berichteten die Studienteilnehmenden trotz vieler psychischer
Schwierigkeiten auch über positive Veränderungen in Zusammenhang mit dem
Trauma. Solche positiven Veränderungen werden als posttraumatisches
Wachstum bezeichnet. Als kulturspezifische Form des posttraumatischen
Wachstums wurde bei den Schweizer Trauma-Betroffenen eine bewusstere und
besonders intensive Verbundenheit mit der Natur beschrieben, die als
wichtige Ressource in unserer Kultur verstanden werden kann.

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Colloquium Fundamentale zur Frage „Was ist Freiheit?“

Freiheit im Hinblick auf Klimaschutz, Digitalisierung und Wissenschaft:
Das Colloquium Fundamentale des ZAK | Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und Studium Generale des Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT) widmet sich in Vorträgen aus unterschiedlicher
fachlicher Perspektive verschiedenen Facetten des Freiheitsbegriffs. Die
Soziologin Professorin Nicole J. Saam eröffnet die Vortragsreihe am
Donnerstag, 25. April 2024, um 18:00 Uhr im InformatiKOM am Campus Süd des
KIT mit dem Vortrag „Soziale Freiheit im Kontext: Eine kleine Geschichte
des Freiheitsbegriffs“. Der Eintritt ist frei.

Freiheit ist der vielleicht wichtigste Wert der Menschheit. Die Bedeutung
von Freiheit ist vielschichtig und hängt von individuellen Perspektiven
sowie gesellschaftlichen Kontexten ab. Es kann sich dabei um persönliche
Freiheitsrechte handeln oder um die Frage, wie frei Kunst, Presse,
Wirtschaft oder Wissenschaft in Deutschland und der Welt sind. Was ist
Freiheit und vor welchen Bedrohungen müssen wir sie schützen? Im Zeichen
des Wissenschaftsjahres 2024 – Freiheit diskutieren im Colloquium
Fundamentale Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen, wie
Klimaschutz und Digitalisierung mit unserer Freiheit zusammenhängen.
Ebenso werden die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland
kritisch betrachtet. Eine Podiumsdiskussion zum Abschluss der
Vortragsreihe am Donnerstag, 11. Juli 2024, um 18:00 Uhr stellt die Frage
„Wie frei kann Wissenschaft im Dienste der Nachhaltigkeit sein?“ in den
Fokus.

Das Colloquium Fundamentale findet an den unten genannten Terminen jeweils
um 18:00 Uhr im InformatiKOM am Adenauerring 12, Gebäude 50.19, Campus Süd
des KIT, statt.

Programm

Donnerstag, 25. April 2024: Soziale Freiheit im Kontext: Eine kleine
Geschichte des Freiheitsbegriffs
Prof. Nicole J. Saam, Professorin für Methoden der empirischen
Sozialforschung an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg

Donnerstag, 16. Mai 2024: Freiheitsrechte und Klimaschutz in Deutschland
Dr. Greta Reeh, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für
Menschenrechte (DIMR)

Donnerstag, 6. Juni 2024: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz –
Chancen und Risiken für die menschliche Freiheit
Prof. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung
und Systemanalyse des KIT und Professor für Technikphilosophie am Institut
für Philosophie des KIT

Donnerstag, 27. Juni 2024: Wie steht es um die Meinungsfreiheit in
Deutschland?
Prof. Richard Traunmüller, Professor für Empirische Demokratieforschung an
der Universität Mannheim

Donnerstag, 11. Juli 2024: Podiumsdiskussion: Wie frei kann Wissenschaft
im Dienste der Nachhaltigkeit sein?
Es diskutieren:
Prof. Peter-André Alt, Geschäftsführung der Wübben-Stiftung Wissenschaft,
Berlin
Prof. Ulrike Beisiegel, Vorstandsvorsitzende der Universitäts-Gesellschaft
Hamburg
Dr. Elisabeth Does, KIT-Academy for Responsible Research, Teaching, and
Innovation (ARRTI)

Moderation: Servan Grüninger, Reatch (Research. Think. Change.)

Dieser Termin findet in Kooperation mit der KIT-Academy for Responsible
Research, Teaching, and Innovation (ARRTI) statt. (mf)

Kontakt für diese Presseinformation:
Mareike Freier, ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und
Studium Generale des KIT, Tel.: +49 721 608-48027, E-Mail:
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 10 000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 800 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

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Stern-Fotoarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek: Eine Million Bilddokumente der Zeitgeschichte online

Das analoge Fotoarchiv des Magazins stern mit seinen 15 Millionen Abzü-
gen, Negativen und Dias gilt als das visuelle Gedächtnis der
Bundesrepublik von 1948 bis 2001. Nach seiner Übernahme im Jahr 2019
stellt die Bayerische Staatsbibliothek nun in dem eigens geschaffenen
Portal www.stern-Fotoarchiv.de das einmillionste digitalisierte Bild
online.

Die thematische Bandbreite der bislang digitalisierten Aufnahmen ist
immens. Neben großen internationalen Themen wie z. B. dem Nahostkonflikt
oder den Ereignissen am Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989
präsentiert das Bildportal auch Foto-Reportagen aus Wirtschaft, Kultur,
Sport und dem täglichen Leben. Der Schwerpunkt der Aufnahmen liegt auf
Europa, insbesondere Deutschland. So finden sich Bilder vom Rücktritt
Willy Brandts 1974, von der deutschen Wiedervereinigung 1990 oder dem
Baader-Meinhof-Prozess 1975 ebenso wie vom Auftritt der Rolling Stones in
Köln 1976 oder von Leonard Bernstein in Wien 1975.

Das stern-Fotoarchiv nimmt im Rahmen der Überlieferung des fotografischen
Erbes der Bundesrepublik und weit darüber hinaus eine zentrale Stellung
ein. Seine langfristige Bedeutung für die zeithistorische Forschung und
den Erhalt visuellen Erbes kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Der
zeitliche Schwerpunkt der digitalisierten Bilder liegt derzeit zwischen
1972 und 2001. In den kommenden Jahren baut die Bayerische
Staatsbibliothek das Bildportal weiter aus. Bis Ende 2025 werden weitere 2
Millionen Bilder digitalisiert und online gestellt. Im Anschluss ist ein
Folgeprojekt mit weiteren 2 Millionen Bildern in Planung.

Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek: „Die
Digitalisierung des analogen stern-Fotoarchivs ist eine Mammutaufgabe, die
uns die nächsten Jahre intensiv beschäftigen wird. Umso mehr freut es
mich, dass wir nun bereits die Eine-Million-Marke geknackt haben und damit
ein beträchtlicher Teil des stern-Fotoarchivs online verfügbar ist.“

Die Recherche im Bildportal erfolgt über verschiedene Such- und
Filtermöglichkeiten, wie z. B. den auf der Gemeinsamen Normdatei (GND)
basierenden Suchbegriffen oder diversen Zeit- und Ortsfiltern. Zudem sind
alle Reportagen über eine Weltkarte geografisch verortet und von dort aus
bequem aufrufbar. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Lizenzanfrage über
eine Wa-renkorbfunktion direkt aus dem stern-Fotoarchiv heraus bestellen;
die Bereitstellung der lizenzierten Bilder erfolgt via Download-Link.

Zum Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek
Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst über 19 Millionen
vorwiegend dokumentarische Aufnahmen mit zeitgeschichtlichem Schwerpunkt.
Es handelt sich um das größte Bildarchiv in öffentlicher Hand in
Deutschland. Den Hauptfonds macht das 2019 übernommene Fotoarchiv des
Magazins stern mit mehr als 15 Millionen Bildern aus.

Bildmaterial
Die Bilder werden im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über das
Stern Fotoarchiv durch die Bayerische Staatsbibliothek kostenfrei zur
Verfügung gestellt. Eine Verwendung in einem anderen Zusammenhang ist
genehmigungs- und ggf. kostenpflichtig. Eine Archivierung der Fotos ist
nicht gestattet.

Über die Bayerische Staatsbibliothek
Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V.,
ist mit 37 Millionen Medieneinheiten die größte wissenschaftliche
Universalbibliothek Deutschlands und eine der international bedeutendsten
Gedächtnisinstitutionen. Mit über vier Millionen digitalisierten Werken
verfügt die Bayerische Staatsbibliothek über den größten digitalen
Datenbestand aller deutschen Bibliotheken. Die Bibliothek bietet
vielfältige Dienste im Bereich innovativer digitaler Nutzungsszenarien an.
Sie agiert zudem als technischer und redaktioneller Betreiber des Lan-
deskulturportals bavarikon und des Literaturportals Bayern sowie als
technischer Betreiber der Verkündungsplattform des Freistaats.

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