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Dringend benötigt: Neue Strategien zur Risikobewertung genotoxischer Substanzen

BfR veranstaltet internationales Symposium vom 26. bis 28. Februar 2024 in
Berlin

Die Risikobewertung erbgutschädigender (genotoxischer) Stoffe ist eine
Herausforderung. Eigentlich sollten solche Stoffe in Lebensmitteln oder
Verbraucherprodukten überhaupt nicht vorkommen, da sie die Gesundheit
beeinträchtigen und zum Teil Krebs auslösen können. Allerdings lässt sich
ein Vorkommen nicht immer vermeiden, etwa weil eine Substanz in der Umwelt
weit verbreitet ist oder sie natürlicherweise in einem Lebensmittel steckt
– wenn auch oft nur in geringen Mengen. Die Risikobewertung steht vor der
Frage, wie man aus den vorhandenen Daten und Fakten ableitet, welche Menge
eines Stoffes nach Stand der Wissenschaft in einem Lebensmittel oder einem
Produkt noch vertretbar ist.

Unterschiedliche Ansätze zur Risikobewertung genotoxischer Substanzen
diskutieren internationale Experten auf einem vom Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR) organisierten Symposium vom 26. bis zum 28. Februar
2024 in Berlin. „Wir wollen mit diesem Treffen zu einer Weiterentwicklung
der etablierten Bewertungskonzepte und auch zur Harmonisierung der
Risikobewertungsmethoden verschiedener nationaler und internationaler
Institutionen beitragen“, erläutert BfR-Präsident Professor Andreas
Hensel. „Das ist auch eine wesentliche Voraussetzung für eine klare und
zielführende Risikokommunikation."

Stoffe, die erwiesenermaßen genotoxisch wirken, werden in der EU nicht
zugelassen, etwa als Wirkstoffe in Pestiziden oder als Zusatzstoffe für
Lebensmittel. Dennoch finden erbgutschädigende Substanzen ihren Weg in den
menschlichen Körper: Manche von ihnen sind beispielsweise in der Umwelt
weit verbreitet und können beim Anbau von Nahrungsmitteln in diese
übergehen. Ein Beispiel ist anorganisches Arsen, das aus Böden und
Grundwasser in Reis übergehen kann. Andere genotoxisch wirkende Stoffe
können bei der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln entstehen
oder durch Mikroorganismen im bzw. auf Lebensmitteln gebildet werden.
Hierzu zählen zum Beispiel die von Schimmelpilzen (v. a Aspergillus flavus
und Aspergillus parasiticus) gebildeten Aflatoxine, die zu den stärksten
in der Natur vorkommenden krebserzeugenden Stoffen gehören. Außerdem
können Aflatoxine das Erbgut schädigen.

Genotoxische Stoffe, die direkt mit der DNA reagieren und auf diese Weise
das Erbgut schädigen, sind für die Risikobewertung eine Herausforderung,
weil nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand schon geringe
Konzentrationen potentiell gesundheitsschädlich sein können. Daher können
für diese Substanzen bislang keine gesundheitsbasierten Richtwerte
festgelegt werden, bei deren Einhaltung gesundheitliche Risiken mit
hinreichender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind. Kontaminationen mit
DNA-reaktiven genotoxisch wirkenden Substanzen, wie z.B. mit Aflatoxinen,
lassen sich nicht immer vermeiden. Daher wird in dieser Situation im
Rahmen des Risikomanagements das ALARA-Prinzip (as low as reasonably
achievable) angewendet. Der Gehalt einer genotoxischen Substanz soll
danach so weit verringert werden, wie dies mit vertretbarem
(technologischen) Aufwand möglich ist.

Um Prioritäten beim Risikomanagement setzen zu können und um eine bessere
Einschätzung der tatsächlichen gesundheitlichen Risiken zu ermöglichen,
sind allerdings quantitative Angaben wünschenswert – also etwa die Angabe,
bis zu welcher Aufnahmemenge nach derzeitigem Wissen nur ein geringes
Risiko von Beeinträchtigungen besteht.

Auf dem Symposium werden nach einleitenden Vorträgen unterschiedliche
Aspekte im Rahmen der Bewertung von genotoxischen Stoffen in vier
Workshops ausführlich diskutiert, und während einer Podiumsrunde am Ende
der Veranstaltung Perspektiven für zukünftige Konzepte erörtert. Erwartet
werden vor Ort rund 150 Fachleute aus Forschung, Industrie und von
Behörden – darunter nationale und internationale Organisationen wie die
Europäische Chemikalienagentur (ECHA), die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM). Darüber hinaus werden zahlreiche Online-
Teilnehmende erwartet.

Alle Vorträge sowie die abschließende Podiumsdiskussion können im Live-
Stream verfolgt werden. Die Zugangsdaten finden Sie hier:
https://www.bfr-akademie.de/english/events/gentox2024.html

Link zum Programm des Symposiums:
https://www.bfr-
akademie.de/media/wysiwyg/2024/gentox2024/GenTox2024_programme.pdf



Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums
für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung
und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Kräfte bündeln für effektives Frühwarnsystem von Infektionswellen

Infektionswellen frühzeitig erkennen: Mit diesem Ziel stellt das in
Magdeburg und Aachen entwickelte AKTIN-Notaufnahmeregister dem Robert
Koch-Institut (RKI) täglich anonymisierte und standardisierte Routinedaten
aus 48 Notaufnahmen zur Verfügung. Seit Ende Januar erfolgt nun die
tagesaktuelle Veröffentlichung dieser Daten im Rahmen des
Notaufnahmesurveillance-Dashboards des RKI. In umfassenden Analysen werden
Informationen zu Infektionsmustern, ausgewählten Infektionskrankheiten und
deren Symptome dargestellt. Dadurch können Gesundheitsbedrohungen
frühzeitig erkannt, Ressourcen effizienter genutzt und präzise Maßnahmen
geplant werden.

Prof. Dr. med. Felix Walcher, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des
AKTIN-Registers und Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie in
Magdeburg, hebt die Bedeutung der kontinuierlichen Darstellung aktueller
Infektionsdaten hervor: „Die tagesaktuelle Darstellung von Infektionsdaten
aus Notaufnahmen ist entscheidend für eine effektive Überwachung und
Bekämpfung von Infektionserkrankungen. Gesundheitsbehörden, Forschende und
die Öffentlichkeit profitieren davon, um frühzeitig auf Ausbrüche
reagieren zu können und präventive Maßnahmen zu ergreifen.“

Bereitgestellt werden die Daten über die AKTIN-Infrastruktur, die im
Institut für Medizinische Informatik der RWTH Aachen unter der Leitung von
Prof. Dr. med. Rainer Röhrig, entwickelt wurde und dort fortlaufend
weiterentwickelt wird. An diese Infrastruktur sind aktuell 48 Notaufnahmen
aus allen Versorgungsstufen angeschlossen und liefern über das AKTIN-
Notaufnahmeregister die Daten für das Dashboard der
Notaufnahmesurveillance des RKI. Diese Daten enthalten Informationen über
die Häufigkeit verschiedener Infektionskrankheiten wie COVID-19, akute
Atemwegserkrankungen sowie Magen-Darm-Infektionen. Abgebildet werden
Fälle, die aufgrund von oder begleitend mit ausgewählten
Infektionserkrankungen in den teilnehmenden Notaufnahmen vorstellig
werden. Bei der Darstellung wird zwischen zentralen Notaufnahmen und
Kindernotaufnahmen für eine gezielte Analyse unterschieden.

Die Zusammenarbeit zwischen dem RKI und AKTIN besteht bereits seit 2013
und wurde im Rahmen der engen Zusammenarbeit in dem 2020 neu gegründeten
bundesweiten Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) intensiviert. Alle 36
Universitätsklinika Deutschlands bündeln dort ihre Erkenntnisse aus
Patientenversorgung, Pandemie- und Krisenmanagement sowie Forschung für
ein gemeinsames Vorgehen in der Pandemiebekämpfung und auch darüber
hinaus. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen für eine langfristige
Zusammenarbeit zu schaffen. AKTIN ist ein integraler Teil der NUM-
Infrastruktur und leistet mit einer bis dato einzigartigen
Dateninfrastruktur einen wesentlichen Beitrag, um künftigen
Krisensituationen schneller, schlagkräftiger und besser vorbereitet
begegnen zu können.

Auf dieser Basis und um die Aussagekraft der Daten stetig zu verbessern,
ist zukünftig die Erweiterung der Surveillance auf weitere
Infektionssyndrome sowie die Integration von zusätzlichen Variablen und
Datenquellen, wie dem Rettungsdienst, zur umfassenden Analyse von
Notaufnahmedaten geplant.

Weitere Informationen sind auf dem RKI-Dashboard und auf der Webseite des
RKI verfügbar. Näheres zum AKTIN-Projekt finden Sie unter www.aktin.org
oder auf LinkedIn: AKTIN e.V.

Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

Im NUM führen erstmalig alle 36 deutschen Universitätsklinika gemeinsam
große interdisziplinäre Forschungsprojekte durch. Gestartet ist das
Netzwerk im Jahr 2020, um die COVID-19-Forschung aller Universitätsklinika
zu koordinieren. Perspektivisch wird das NUM weitere Erkrankungen
erforschen und möglichst viele Partner aus der medizinischen Wissenschaft,
dem Gesundheitswesen und der Gesellschaft einbinden. Im NUM geht es
insbesondere um kliniknahe Forschung, deren Ergebnisse unmittelbar die
Versorgung der Patient:innen unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf der
gemeinsamen Erhebung und Nutzung komplexer medizinischer Forschungsdaten.
Dafür hat das Netzwerk Forschungsinfrastrukturen aufgebaut, mit denen es
dazu beiträgt, das deutsche Gesundheitssystem auf zukünftige Pandemien und
Krisen besser vorzubereiten. Das NUM wird durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung gefördert und an der Charité – Universitätsmedizin
Berlin koordiniert.
Weitere Informationen: www.netzwerk-universitaetsmedizin.de

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Moderne Qualitätsstandards in der Elektronik

Moderne Qualitätsstandards in der Elektronik Symbolfoto
Moderne Qualitätsstandards in der Elektronik Symbolfoto

In einer Welt voller innovativer Technologien spielt die Elektronik eine Schlüsselrolle im täglichen Leben der Menschen. Von intelligenten Geräten und elektronischen Komponenten bis hin zu Hightech-Kommunikationssystemen werden die Qualitätsanforderungen an die Elektronik immer strenger. Die Einhaltung moderner Qualitätsstandards ist ein integraler Bestandteil des Produktionsprozesses elektronischer Geräte und gewährleistet deren Zuverlässigkeit, Sicherheit und Übereinstimmung mit modernen technologischen Anforderungen.


 

In diesem Artikel befassen wir uns mit der Entwicklung der Qualitätsstandards in der Elektronik, ihren Auswirkungen auf die Branche und den aktuellen Anforderungen an die Hersteller.

Auswirkungen der Einhaltung von Normen

Diese Geräte erfüllen nicht nur hohe Leistungsanforderungen, sondern entsprechen auch den heutigen Qualitätsstandards und bieten unübertroffene Möglichkeiten für ein optimales Benutzererlebnis. All dies wird durch die Integration hochwertiger Macbook Pro Ersatzteile ermöglicht, die für einen reibungslosen Betrieb und eine lange Lebensdauer sorgen.


 

  • Produktsicherheit und Zuverlässigkeit

Die Einhaltung von Normen wie ISO 9001:2015 und IPC gewährleistet hohe Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards in der Elektronik. Die Verbraucher erwarten, dass ihre Geräte nicht nur effizient, sondern auch frei von potenziellen Risiken im Zusammenhang mit Fehlfunktionen oder Defekten sind.


 

  • Fertigungs- und Produktqualität

Elektronik, die modernen Standards entspricht, bietet den Verbrauchern qualitativ hochwertige Produkte. Dazu gehören die korrekte Verbindung von Bauteilen, die Minimierung von Defekten und die Gewährleistung, dass Geräte während ihrer gesamten Lebensdauer gleichbleibend funktionieren.


 

  • Innovation und Funktionalität

Die Verbraucher erwarten von der Elektronik immer neue Funktionen und Innovationen. In der heutigen Welt werden elektronische Geräte, die den neuesten technologischen Anforderungen entsprechen, zu echten Objekten der Begierde.


 

  • Ökologische Nachhaltigkeit

Die Verbraucher von heute achten zunehmend auf die Umweltaspekte der Herstellung. Elektronik, die unter Einhaltung von Normen wie RoHS hergestellt wird, bietet den Verbrauchern die Möglichkeit, Produkte zu wählen, die ihren Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit entsprechen.

Grundlegende moderne Qualitätsstandards in der Elektronik

Überblick über die Norm:

ISO 9001:2015 ist eine internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme, die in der Elektronikindustrie weit verbreitet ist. Ihr Ziel ist es, ein effektives Managementsystem zu schaffen, das auf die Verbesserung der Qualität von Produkten und Prozessen ausgerichtet ist.


 

Bedeutung für Elektronikhersteller:

Hersteller, die die ISO 9001:2015 befolgen, schaffen einen Rahmen für die Qualitätsproduktion. Ein Qualitätsmanagementsystem trägt zur Standardisierung von Prozessen bei, verbessert die Produktionseffizienz und verringert die Risiken möglicher Fehler. Außerdem stärkt es das Vertrauen der Verbraucher in die Marke, indem es die Transparenz und die Verantwortung des Herstellers betont.


 

Die Rolle der IPC (Association Connecting Electronics Industries) in der Elektronikindustrie:

IPC ist die führende Organisation, die die Elektronikindustrie durch die Bereitstellung von Normen und Richtlinien für die Herstellung elektronischer Geräte verbindet. Ihre Aufgabe ist es, einheitliche Standards und Praktiken für Montage- und Fertigungsprozesse bereitzustellen.


 

Bedeutung der IPC-Normung für Hersteller:

Hersteller, die sich an die IPC-Normen halten, profitieren von der Harmonisierung der Fertigungsprozesse und der Kompatibilität der Komponenten. Dies trägt zu weniger Ausschuss, höherer Produktivität und kürzeren Entwicklungszeiten für neue Produkte bei.


 

Ziele der RoHS-Norm (Restriction of Hazardous Substances):

Die RoHS-Norm zielt darauf ab, die Verwendung von gefährlichen Stoffen in elektronischen Geräten einzuschränken, um die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu verringern.


 

Die Bedeutung von RoHS für die Sicherheit von Elektronikgeräten:

Die Einhaltung der RoHS-Norm unterstreicht die soziale Verantwortung der Hersteller gegenüber den Verbrauchern und ermöglicht die Herstellung von Elektronik, die keine Gesundheitsrisiken birgt. Außerdem fördert sie die Innovation hin zu umweltfreundlichen Technologien und Materialien.

Trends bei modernen Qualitätsstandards

Hybride Normen: Anpassung an die schnelle technologische Entwicklung

Die rasche technologische Entwicklung erfordert flexible Normungskonzepte. Hybride Normen kombinieren bewährte Verfahren aus verschiedenen Branchen und Regionen, um den Anforderungen eines sich schnell verändernden Marktes gerecht zu werden.


 

Vorteile von Hybridnormen

Hybride Normen berücksichtigen die neuesten Technologien und Praktiken und fördern die einfache Anpassung an Veränderungen. Dies verschafft den Herstellern Flexibilität und erleichtert die Innovation.

Umweltaspekte in modernen Normen


 

Mit dem zunehmenden Bewusstsein für Umweltfragen konzentrieren sich die Qualitätsnormen in der Elektronik immer mehr auf Nachhaltigkeit und die Verringerung der Umweltbelastung.


 

Zu den Umweltaspekten gehören die Begrenzung der Verwendung gefährlicher Stoffe, die Steigerung der Energieeffizienz und die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Produkten. Diese Normen wirken sich auf die gesamte Branche aus und leiten sie zu einer verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Produktion an.


 

Die Rolle von Normen für die Cybersicherheit


 

Mit der zunehmenden Zahl von vernetzten Geräten und der Cloud-Technologie wird die Cybersicherheit zu einem kritischen Aspekt der e-Security. Qualitätsnormen müssen weiterentwickelt werden, um Geräte vor den heutigen Cyber-Bedrohungen zu schützen.


 

Moderne Normen enthalten Anforderungen an die Cybersicherheit, um sicherzustellen, dass Daten und persönliche Informationen geschützt werden. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines vertrauenswürdigen Umfelds für Verbraucher und zur Verhinderung potenzieller Bedrohungen.

Fazit

Durch die Einhaltung von Normen garantieren die Hersteller nicht nur die hohe Qualität ihrer Produkte, sondern stärken auch das Vertrauen der Verbraucher, indem sie ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft betonen. Diese Normen werden zu einem Bezugspunkt in einer sich schnell verändernden technologischen Landschaft und gewährleisten Kompatibilität und Nachhaltigkeit in einem Umfeld ständiger Entwicklung.


 

Hybride Ansätze, Umweltaspekte und die Einführung der Cybersicherheit - diese Trends bei den modernen Qualitätsstandards sind nicht nur eine Antwort auf die Herausforderungen von heute, sondern prägen auch die Zukunft der Elektronikindustrie. Sie führen uns zu einer nachhaltigeren, sichereren und innovativeren Welt, in der die Elektronik nicht nur ein effizientes Werkzeug, sondern auch ein Garant für Qualität ist.


 

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„Die Ukraine darf nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten“ – Europa-Universität Viadrina fördert Ukraine-Forschung Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine und weitete damit den seit 2014 andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. D

„Die Ukraine darf nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten“ –
Europa-Universität Viadrina fördert Ukraine-Forschung

Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine und weitete damit den
seit 2014 andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. Die Europa-
Universität Viadrina Frankfurt (Oder) versteht sich nicht erst seit diesem
Einschnitt als Ort der uneingeschränkten Solidarität und vertieften
Kooperation mit der Ukraine.

Anlässlich des Jahrestages erklärt der Präsident der Europa-Universität
Viadrina, Prof. Dr. Eduard Mühle: „Die Ukraine und ihr Widerstand im
Angriffskrieg Russlands dürfen nicht aus dem Blickfeld der europäischen
Öffentlichkeit geraten. Als Europa-Universität stehen wir unvermindert
solidarisch an der Seite der Ukraine und wir tun, wozu wir uns
verpflichtet sehen: Kontinuierlich bauen wir unsere Unterstützungs- und
Kooperations-Netzwerke mit wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen
Partnerinnen und Partnern in der Ukraine aus. Forschende und Studierende
aus der Ukraine unterstützen wir in ihren wissenschaftlichen Karrieren
sowohl in der Ukraine als auch im Ausland und wir tragen beharrlich zur
Erweiterung und Vertiefung des Wissens über die Ukraine bei. Diese so
wichtigen Vorhaben können wir nicht allein mit unseren begrenzten
Eigenmitteln durchführen; wir sind hier angewiesen auf Drittmittel, die
wir kontinuierlich beantragen. Ich hoffe sehr, dass wir auch zukünftig
weitere öffentliche und private Unterstützer davon überzeugen können, dass
wir als Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) genau der richtige
Ort für ein Zentrum der ausgewiesenen Ukraine-Forschung in Deutschland
sind.“

Weitere Informationen: http://www.europa-uni.de/ukraine

Gebündelt werden die Ukraine-Aktivitäten der Europa-Universität seit
Oktober 2023 im Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies (VCPU).
Dessen Co-Leiter Prof. Dr. Andrii Portnov, Inhaber der Professur
„Entangled History of Ukraine“ sagt: „Das VCPU soll die verschiedenen
interdisziplinären Osteuropastudien, die an der Viadrina bereits
stattfinden, koordinieren. Für mich persönlich ist diese polnisch-
ukrainische verflochtene Perspektive besonders wichtig, weil Ukrainistik
nicht nur ein lokales Thema ist. Sie ist ein möglicher Schlüssel zum
konzeptuellen Überdenken globaler Themen wie Migration, sprachliche und
religiöse Identifikationen oder politischer Pluralismus.“

Zum vollständigen Interview auch über die Rolle der Wissenschaft im Krieg:
https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/medienservice
/viadrina-logbuch/wissenschaft/20240214-portnov-2-jahre-

krieg/Beitrag/index.html

Aktuell sind 151 ukrainische Studierende an der Viadrina eingeschrieben;
sie bilden damit die zweitgrößte Gruppe unter den internationalen
Studierenden. Der Fokus bei der Unterstützung von ukrainischen Forschenden
und Studierenden habe sich in den vergangenen beiden Jahren verschoben,
berichtet Petra Weber, Leiterin der Abteilung Viadrina Internationale
Angelegenheiten: „Die Arbeit geht weg von akuter, kurzfristiger
Unterstützung hin zu mittel- und langfristiger Planung einer vertieften
Kooperation mit unseren derzeit sieben ukrainischen Partneruniversitäten.“
So strebe die Viadrina im Bereich der Lehre, ausgehend von gemeinsamen
Seminaren über die Entwicklung von Modulen gemeinsame Abschlüsse an. Petra
Weber betont: „Was die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen in den
internationalen Büros unserer Partneruniversitäten unter Kriegsbedingungen
leisten, ist schlicht unfassbar: Sie engagieren sich nicht nur intensiv
für ihre Studierenden, sondern erarbeiten gemeinsam mit uns Konzepte zur
Stärkung der Ukraine-Studien im Ausland und zum Wissenstransfer im Kontext
der EU-Integration der Ukraine und zum Wiederaufbau des Landes.“
22 ukrainische Studierende werden derzeit im Projekt „Securing Futures:
Educational and Research Biographies” mit einem Vollzeitstipendium sowie
einer umfassenden Betreuung unterstützt. „In diesem Jahr liegt unser Fokus
verstärkt auf der Entfaltung des Potenzials unserer Stipendiatinnen und
Stipendiaten“, erläutert Programmkoordinatorin Maryna Pakholnytska die
Zielsetzung des vom Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für
zwei Jahre geförderten Projektes. „Das Programm ist für mich zu einem Safe
Space geworden und wir Stipendiatinnen und Stipendiaten zu einer
Freundesgruppe“, sagt Mariia Romaniuk, die im März 2022 aus Kyjiw nach
Frankfurt (Oder) geflüchtet war.

Zum Artikel über Mariia Romaniuk und Securing Futures:
https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/medienservice
/viadrina-logbuch/uni-leben/20240216-securingfutures-mariia-

romaniuk/Beitrag/index.html

Eine der ukrainischen Forschenden, die nach dem 24. Februar 2022 an die
Viadrina geflohen sind, ist die Literaturwissenschaftlerin Dr. Oksana
Pashko von der Kyjiw-Mohyla Akademie. Sie arbeitet als Stipendiatin der
Philipp Schwartz-Initiative im Projekt European Times und sagt: „Seit März
2022 fühle ich mich vor allem als akademisches Bindeglied zwischen
Deutschland und der Ukraine. Ich hoffe, dass all das Wissen, das wir
ukrainischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland
sammeln, dazu beitragen wird, der deutsch-ukrainischen, akademischen
Zusammenarbeit eine neue Dimension und Intensität zu verleihen, wenn der
Krieg endlich vorbei ist.“

Zum Beitrag über ukrainische Wissenschaftlerinnen an der Viadrina:
https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/medienservice
/viadrina-logbuch/uni-leben/20240220-ukrainische-gastforscherinnen-
kalytenko-pashko/Beitrag/index.html


Zu den Besonderheiten in der Auseinandersetzung mit der Ukraine an der
Viadrina gehört auch das Lektorat für Ukrainisch am Sprachenzentrum.
Lektorin Dr. Olesia Lazarenko gibt neben Sprachkursen für Studierende seit
2022 auch regelmäßig Schnupper- und Intensivkurse für Interessierte – ein
Angebot das unter anderem auch von Freiwilligen in der Geflüchtetenhilfe
wahrgenommen wird.

Zum Gespräch mit Dr. Olesia Lazarenko und den aktuellen Terminen:
https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/medienservice
/viadrina-logbuch/uni-leben/20240220-ukrainisch-lektorat-

lazarenko/Beitrag/index.html

Zahlreiche Interviewpartner stehen zur Verfügung.
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