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Deutsche Herzstiftung und Stiftung für Herzforschung beenden Aktivitäten auf Plattform „X“

Patientenorganisation und Forschungsförderinstitution beenden Aktivitäten
wegen vermehrter Desinformation, Hassrede und Rassismus auf „X“

Die Deutsche Herzstiftung (DHS) und die von ihr 1988 gegründete Deutsche
Stiftung für Herzforschung (DSHF) haben auf dem Kurznachrichtendienst „X“
(vormals Twitter) ihre Nutzer*innen über aktuelle Themen der Herz-
Kreislauf-Medizin, Förderprojekte und Veranstaltungen informiert. In den
vergangenen Jahren haben Hassrede, Desinformation und Rassismus auf der
Plattform eine Entwicklung genommen, die es DHS und DSHF als gemeinnützige
Patientenorganisation und Förderinstitution auf dem Gebiet der Herz-
Kreislauf-Forschung unmöglich machen, weiterhin auf „X“ aktiv zu sein. Als
Anlaufstelle für chronisch herzkranke Menschen und wissenschaftliche
Einrichtung setzen sich DHS/DSHF für einen freien und offenen Zugang zu
Informationen und Wissen ein und lehnen zudem jegliche Art von Hassrede,
Desinformation und Rassismus ab. Herzstiftung und Stiftung für
Herzforschung haben sich deshalb dazu entschieden ihre Aktivitäten auf „X“
einzustellen. Die Herzstiftung ist für Betroffene und Interessierte
weiterhin aktiv auf den sozialen Medien LinkedIn, Facebook, Instagram,
YouTube und Threads.

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Kann man den Ausbruch von Rheuma verhindern?

Forschenden der FAU gelingt es, Erkrankung zu hemmen

Die schlimmste Form von Rheuma ist die rheumatoide Arthritis, die vor
allem Frauen betrifft und in jedem Lebensalter auftreten kann. Behandelt
wird die rheumatoide Arthritis dann, wenn Gelenkschwellungen auftreten.
Nun hat eine Gruppe Forschender der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg (FAU) etwas völlig Neues untersucht: Die
Wissenschaftler/-innen haben Personen, die ein sehr hohes Risiko haben an
einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken, mit einer speziellen Methode
behandelt, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Die Ergebnisse
der bahnbrechenden Studie sind jetzt in dem renommierten Fachjournal The
Lancet veröffentlicht worden.*

Gelenkschmerzen sind sehr häufig. Bei manchen Menschen sind
Gelenkschmerzen allerdings auch das erste Anzeichen einer schweren
Erkrankung – der rheumatoiden Arthritis. Ungefähr einer von 200 Menschen
sind von der rheumatoiden Arthritis betroffen, die schleichend beginnt und
unbehandelt langsam, aber sicher die Gelenke durch chronische Entzündung
zerstört. Schmerzen, Schwellungen und Steifigkeit an den Gelenken beider
Körperhälften sind typische Symptome dieser Erkrankung. Durch Zerstörung
des Knorpels und Knochens kommt es zur bleibenden Funktionseinschränkung
wie Schwierigkeiten beim Greifen oder beim Gehen.

Früherkennung und frühe Behandlung sind bei rheumatoider Arthritis
essenziell. In einer bahnbrechenden Studie unter Leitung der Medizinischen
Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. Georg
Schett) im Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) am Uniklinikum Erlangen
der FAU konnte nun gezeigt werden, dass der Ausbruch der Erkrankung
gehemmt werden kann, wenn eine spezielle Behandlung durchgeführt wird, die
das fehlgeleitete Immunsystem reguliert. Dabei nutzen die Ärztinnen und
Ärzte einen Trick: Bereits vor Ausbruch der Erkrankung ist im Blut von
Menschen ein spezieller Antikörper zu finden, der sich gegen veränderte
Eiweiße, so genannte Citrullinierte Proteine, CCP, richtet. Diesen
Antikörper findet man bei Gesunden normalerweise nicht. Menschen mit CCP
haben ein hohes Risiko, in nächster Zeit eine rheumatoide Arthritis zu
entwickeln.

„Wir haben in dieser Studie, die 11 Zentren in Deutschland und 3 Zentren
im Ausland umfasst, Menschen mit CCP mit dem immunregulatorischen
Medikament Abatacept für ein halbes Jahr behandelt und dann die Behandlung
beendet. Dabei entwickelten Menschen, die mit Abatacept behandelt wurden,
viel seltener eine rheumatoide Arthritis als jene, die ein Placebo
bekamen“, sind sich die beiden Studienautoren PD Dr. Jürgen Rech und Dr.
Koray Tascilar einig. Die Aussagekraft dieser Entdeckung wird zusätzlich
noch dadurch verstärkt, dass eine zweite unabhängige Studie einer
britisch-niederländischen Gruppe, die in derselben Ausgabe des Lancet
veröffentlicht wurde, ebenfalls zeigte, dass die Behandlung mit Abatacept
den Ausbruch einer rheumatoiden Arthritis hemmt.

„Durch diese Studie eröffnen sich für Menschen, die in ihren
Blutuntersuchungen einen positiven Test auf Antikörper gegen CCP
aufweisen, neue Möglichkeiten den Ausbruch einer rheumatoiden Arthritis zu
verhindern“, sagt Prof. Dr. Georg Schett, Co-Sprecher vom Deutschen
Zentrum Immuntherapie.

* DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(23)02650-8

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Lehren aus der DDR für künftige Transformationen: Viadrina-Forschende diskutieren mit Ostbeauftragtem Carsten Schneider

Welche Potenziale für künftige Transformationen ergeben sich aus der
Geschichte der DDR und der Volksrepublik Polen? Um diese Frage kreist eine
Diskussion am Mittwoch, dem 20. März 2024, zu dem der Forschungsverbund
„Mod-Block-DDR“ gemeinsam mit Carsten Schneider, Staatsminister und Ost-
Beauftragter der Bundesregierung, einlädt. Unter dem Titel „Überraschende
Befunde zur Modernisierung in der DDR und der Volksrepublik Polen:
Potenziale für künftige Transformationen“ stellen Forschende der Europa-
Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ihre jüngsten Publikationen im
Rahmen des Verbundprojektes vor.


Im Anschluss diskutieren sie mit dem Ost-Beauftragten Carsten Schneider
sowie Prof. Dr. André Steiner (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische
Forschung) und dem Publikum die Ergebnisse und deren Relevanz für aktuelle
Entwicklungen.

Journalistinnen und Journalisten sowie weitere Interessierte sind herzlich
eingeladen, an der Diskussion in der Vertretung des Landes Brandenburg
beim Bund in Berlin, In den Ministergärten 3, teilzunehmen. Anmeldungen
sind bis zum 15. März über dieses Formular möglich:
https://forms.europa-uni.de/form/provide/1605/.

Der Forschungsverbund „Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und
Wissenschaft der DDR. Entstehung und Folgen im innerdeutschen Vergleich
und im Vergleich mit Nachbarländern in Ostmitteleuropa“ wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis September 2025
finanziert. Es handelt sich dabei um die zweite Förderperiode. Eine erste
Phase lief seit 2018 und wurde positiv evaluiert. Neben der Viadrina
arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen
und der Friedrich-Schiller-Universität Jena in dem Verbund.

Weitere Informationen: https://www.uni-bremen.de/mod-block-ddr

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Zweiter Hochschulkurs zum sicheren Umgang mit radioaktiven Abfällen

Nach der erfolgreichen Premiere 2023 vermitteln BASE, TU Berlin und TÜV
NORD auch 2024 einen interdisziplinären Überblick über die
Herausforderungen bei der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle

Mit der Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke Mitte April 2023
ist der Ausstieg aus der Atomkraft noch lange nicht vollzogen. Die
Entsorgung hochradioaktiver Abfälle bleibt eine gesamtgesellschaftliche
Herausforderung für die kommenden Jahrzehnte. Der zweite gemeinsame
Hochschulkurs des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
(BASE), der Technischen Universität Berlin und dem TÜV NORD widmet sich
vom 26.2. bis 7.3.24  mit besonderem Fokus den interdisziplinären
Herausforderungen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle. Weiterhin
werden auch zentrale Aspekte der Endlagerung beispielsweise in
Veranstaltungen zum Standortauswahlgesetz (StandAG) oder zur Beteiligung
der Öffentlichkeit beleuchtet.

Die Studierenden bekommen in einem zweiwöchigen Kurs an der TU Berlin
einen vielschichtigen Einblick in die Herausforderungen und Praxis der
Entsorgung hochradioaktiver Abfälle. Ziel des diesjährigen Kurses
„Interdisziplinäre Herausforderungen bei der Zwischen- und Endlagersuche
radioaktiver Abfälle“ ist es, umfassende Einblicke in die Komplexität der
Entsorgung radioaktiver Abfälle zu gewähren und diese als
gesamtgesellschaftliche Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte zu vermitteln.

Von der Einführung in den Strahlenschutz über das Atomrecht bis hin zum
Planspiel

Die Vielzahl der Aufgaben des BASE als Regulierungs-, Genehmigungs- und
Aufsichtsbehörde spiegeln sich in den unterschiedlichen Themen der vom Amt
betreuten Veranstaltungen wider: Am Montag, dem 26.2., führen Expert:innen
des BASE unter anderem in die Bereiche Strahlenschutz und später in das
Atomrecht ein. Am Dienstag, dem 27.2. ist ein Schwerpunkt die
Zwischenlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle und es wird
auf Fragen der Umweltauswirkungen von Zwischenlagerung und Rückbau
eingegangen. Am Mittwoch, dem 28.2. wird eine Übersicht über die Akteure
und Institutionen im Bereich der Zwischenlagerung hochradioaktiver
Brennelemente angeboten. Neben anderen Themen steht dann am Donnerstag,
dem 29.2. das Standortauswahlverfahren und die Beiträge der Strategischen
Umweltprüfung für ein Endlager im Mittelpunkt, am Nachmittag ist
Gelegenheit für das Planspiel „Bürgerdialog Mitthausen“. Der Fokus der
Beiträge des TÜV Nord liegt vor allem auf der Vermittlung technischer
Herausforderungen und Expertise bei der Zwischenlagerung und dem Transport
der verschiedenen Arten radioaktiver Abfälle.

Weiterhin verdeutlicht die Vielzahl an beteiligten Fachgebieten an der TU
Berlin, von Technikgeschichte und Soziologie über Wirtschafts- und
Infrastrukturpolitik sowie Ökonomie bis zur Umweltplanung und
Geowissenschaften, den interdisziplinären Charakter der Veranstaltung. In
der zweiten Woche des Kurses stehen für die rund 60 teilnehmenden
Studierende Exkursionen an Standorte der nuklearen Entsorgung sowie die
studentische Eigenarbeit im Mittelpunkt.

Der Hochschulkurs findet in dieser Form zum zweiten Mal statt. Die drei
Partnerinstitutionen verfolgen mit dem Projekt das Ziel, einen konkreten
Beitrag zum langfristigen Kompetenzerhalt für eines der wichtigsten
Umweltprojekte in Deutschland zu leisten: Die Entsorgung radioaktiver
Abfälle. Wie im vergangenen Jahr zeichnet sich ein großes Interesse der
Studierenden sowohl aus naturwissenschaftlichen, technischen als auch
planungs- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen ab.

Arten der Pressemitteilung:

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