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KI-Detektor made by Fachhochschule Wedel

(v.l.) Prof. Hendrik Annuth, Studiengangsleiter Data Science & Artificial Intelligence, Tom Tlok, Absolvent der FH Wedel und Entwickler des KI-Detektors sowie Prof. Ulrich Hoffmann, Vorsitzender des Wedeler Hochschulbundes e.V.  Christin Schwarzer  Fachhochschule Wedel
(v.l.) Prof. Hendrik Annuth, Studiengangsleiter Data Science & Artificial Intelligence, Tom Tlok, Absolvent der FH Wedel und Entwickler des KI-Detektors sowie Prof. Ulrich Hoffmann, Vorsitzender des Wedeler Hochschulbundes e.V. Christin Schwarzer Fachhochschule Wedel

Im Master-Studiengang „Data Science & Artificial Intelligence“ der
Fachhochschule Wedel ist ein einzigartiges Tool zur robusten Erkennung von
KI-generierten Texten in deutscher Sprache entstanden. Für seine Master-
Thesis wurde Tom Tlok im September 2023 bereits mit dem Innovationspreis
des Wedeler Hochschulbundes e.V. ausgezeichnet. Nun steht der KI-Detektor
der Allgemeinheit zur Verfügung.

Künstliche Intelligenz oder ein Mensch? Wer einen Text verfasst hat, ist
heute immer schwerer zu erkennen. Werke von Large Language Models (LLMs)
wie ChatGPT lassen sich kaum noch von jenen unterscheiden, die von
Menschen geschrieben wurden. Durch ChatGPT wurde Künstliche Intelligenz
alltagstauglich, doch die einfache Zugänglichkeit birgt Risiken, zum
Beispiel durch die Nutzung zur Verbreitung von Falschinformationen oder
Identitätsbetrug.
Tom Tlok war die Notwendigkeit der zuverlässigen Erkennung von KI-
generierten Texten bewusst. Dafür gibt es bereits englischsprachige Tools,
die allerdings störungsanfällig sind. Tlok entwickelte im Rahmen seiner
Master-Thesis einen robusten Detektor für Texte in deutscher Sprache. Für
dessen Training und Evaluierung wurde der erste deutschsprachige Datensatz
in diesem Forschungsbereich geschaffen, bestehend aus 70.000 menschlichen
und 70.000 KI-generierten Texten.
„Angesichts der rasanten Entwicklung in der KI-Textgenerierung war mein
Ziel bei der Entwicklung des Detektors, den transparenten und
verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI zu stärken“, begründet Tlok
die Relevanz seiner Master-Thesis.
Prof. Hendrik Annuth, Studiengangsleiter Data Science & Artificial
Intelligence, der Tloks Thesis im Sommersemester 2023 betreute, sagt:
„Mich begeistert, dass die Arbeit über das theoretische Ergebnis
hinausgeht. Viele bereits bestehende Modelle können mit einfachen Mitteln
manipuliert werden, beispielsweise durch syntaktische Anpassungen wie
absichtlich eingefügte Rechtschreib- und Tippfehler, was dazu führt, dass
das Modell von einem menschlichen Text ausgeht. Tloks KI-Detektor ist
zuverlässig und weist daher einen hohen praktischen Nutzen auf. So
verbindet die Arbeit ein hohes Niveau im Bereich der Deep Learning
Techniken mit dem klassischem “Handwerkszeug” der Informatik, beides sind
Kompetenzgebiete der FH Wedel.
Der KI-Detektor, der durch einen modifizierten LLM-Ansatz im Rahmen von
Tloks Master-Thesis entstanden ist, erkennt mit einer Zuverlässigkeit von
97,89 Prozent, ob ein deutschsprachiger Text mithilfe von Künstlicher
Intelligenz erstellt wurde. Das Tool ist unter https://ki.fh-wedel.de/
aufrufbar.
Die Fachhochschule Wedel
Die Fachhochschule Wedel gehört zu den wenigen privaten, gemeinnützigen
Fachhochschulen in Deutschland. Träger der staatlich anerkannten
Fachhochschule ist eine gemeinnützige GmbH, die sich durch
Studiengebühren, eine Landeszuwendung und Drittmittel finanziert. Die FH
Wedel bietet ihren rund 1.100 Studierenden 13 Bachelor- und neun Master-
Studiengänge in der Informatik und den Ingenieur- und
Wirtschaftswissenschaften an. Der Campus liegt vor den Toren Hamburgs in
Wedel.

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IMK-Konjunkturindikator: Anhaltend hohe Rezessionsgefahr bis ins zweite Quartal hinein

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den nächsten drei
Monaten eine Rezession durchläuft, ist in den letzten Wochen auf bereits
hohem Niveau noch leicht gestiegen. Das signalisiert der
Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Für den Zeitraum von Februar bis Ende April weist der Indikator, der die
neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen
bündelt, eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 61,7 Prozent aus. Anfang
Januar betrug sie für die folgenden drei Monate 56,8 Prozent. Gleichzeitig
ist die statistische Streuung im Indikator, in der sich die Verunsicherung
der Wirtschaftsakteure ausdrückt, mit 18,8 Prozent trotz eines
geringfügigen Rückgangs weiter hoch. Das nach dem Ampelsystem arbeitende
Konjunktur-Frühwarnsystem zeigt, wie in den Vormonaten, „rot“, was für
eine akute Rezessionsgefahr steht, die bis ins zweite Quartal 2024 reicht.

Der leichte Anstieg des Rezessionsrisikos beruht vor allem darauf, dass
die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe nach den aktuellsten verfügbaren
Daten vom Dezember nochmals gesunken ist. Weitere Negativ-Faktoren sind
die zuletzt schwachen Einzelhandelsumsätze und ein gestiegener
„Finanzmarktstress“, den das IMK mit einem eigenen Indikator ermittelt.
Dieser Anstieg geht unter anderem auf die aktuell überdurchschnittlich
hohe Zahl an Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorpandemiestand
zurück. Dass die Rezessionswahrscheinlichkeit nicht noch stärker gestiegen
ist, liegt daran, dass die Aufträge an das Verarbeitende Gewerbe zuletzt
zugenommen haben. Diese positive Entwicklung sollte aber nicht überschätzt
werden, erklärt IMK-Konjunkturexperte Dr. Thomas Theobald. Denn sie sei
vor allem auf Großaufträge im Flugzeugbau zurückzuführen, die
üblicherweise die konjunkturelle Grunddynamik weniger gut widerspiegeln.

„Einige wichtige Rahmenbedingungen verbessern sich aktuell eigentlich: Die
Inflation ist deutlich rückläufig, was zu einer absehbar stärkeren
Entwicklung der realen Einkommen in Deutschland führt. Parallel steigt die
Erwartung, dass demnächst die hohen Leitzinsen zumindest moderat gesenkt
werden. Schließlich scheint sich die Nachfrage nach Investitionsgütern bei
wichtigen Handelspartnern wieder zu beleben, insbesondere in den USA“,
analysiert Theobald das aktuelle Konjunkturbild. Grundsätzlich bestehe
daher die Hoffnung, dass sowohl der private Verbrauch als auch die Exporte
im Jahresverlauf moderate Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft
liefern könnten. Allerdings laufe gleichzeitig eine Art Rennen gegen die
Zeit, sagt der Ökonom: „Denn je länger die Konjunkturschwäche andauert,
desto stärker droht, dass sie trotz Fachkräftemangels spürbar auf den
Arbeitsmarkt durchschlägt.“

„Mit jedem Monat wächst das Risiko, dass die konjunkturelle Hängepartie,
die wir seit mehreren Quartalen erleben, in eine chronische
Wachstumsschwäche umschlägt“, warnt vor diesem Hintergrund IMK-Direktor
Prof. Dr. Sebastian Dullien. In dieser Situation seien sowohl von der
Europäischen Zentralbank (EZB) als auch von der Bundesregierung positive
Signale gefordert: „Die EZB sollte möglichst bald die Zinsen senken. Und
die deutsche Politik sollte realistische, schnell wirksame Maßnahmen auf
den Weg bringen. Dazu gehören erweiterte Abschreibungsbedingungen für
Unternehmen, wie sie im Wachstumschancengesetz vorgesehen sind, und eine
klare Perspektive, dass die Schuldenbremse künftig nicht mehr dringend
nötige öffentliche Investitionen ausbremsen kann“, sagt Dullien. „Was
hingegen nicht hilft, wären weitere Diskussionen um eine Streichung des
Solidaritätszuschlags. Die würde kaum Investitionen anreizen, aber die
Staatsfinanzen weiter empfindlich schwächen.“

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und
der Finanzwirtschaft zum jeweils vorliegenden Veröffentlichungszeitpunkt
ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren.
Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession,
weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das
Bruttoinlandsprodukt. Der Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

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Ideen gesucht: Wie gestalten wir eine nachhaltige Zukunft?

Neue DBU-Förderinitiative – Frist für Anträge bis Mitte Mai

Osnabrück. Klimakrise, Biodiversitätsverlust und die Verschmutzung der
Lebensgrundlagen Luft, Land und Wasser: Die aktuellen Herausforderungen
verlangen einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel. Die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt (DBU) startet eine Ausschreibung, um Vorhaben
anzustoßen, in denen unterschiedliche Zielgruppen an realen
Veränderungsprozessen unter anderem in den Bereichen Mobilität, Energie,
Wohnen, Quartiersentwicklung, Konsum und Nahrungsmittelproduktion
zusammenarbeiten. Bis zum 15. Mai können Projektskizzen innovativer
Vorhaben bei der DBU hier eingereicht werden: www.dbu.de
/foerderinitiative-transformative-bildung

Bildung ist „Schlüssel-Instrument“ für den Erfolg des gesellschaftlichen
Wandels

Um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, wird ein
Veränderungsprozess in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
unabdingbar. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde bezeichnet Bildung als
„Schlüssel-Instrument für den Erfolg der Transformation in eine
nachhaltige Zukunft“. Ein Grund: von vornherein sollen mögliche Ängste und
Widerstände wegen eines bevorstehenden Wandels abgebaut werden. „Mit dem
Schutz unserer Lebensgrundlagen werden wir auch künftig ein gutes Leben
haben“, sagt Bonde. Alle könnten dazu beitragen, die Welt zu verbessern.
„Der Wandel zu einer nachhaltigen Entwicklung gelingt vor allem dann, wenn
Veränderungen aktiv und von möglichst vielen angepackt werden“, so Bonde.

Veränderungsprozesse in Gang setzen und voranbringen

Die DBU-Förderinitiative „Transformative Bildung für nachhaltige
Entwicklung“ will Vorhaben unterstützen, in denen unterschiedliche
Institutionen zusammenarbeiten – etwa eine Universität und eine Kommune
oder ein mittelständisches Unternehmen. Dadurch sollen konkrete
Veränderungsprozesse für nachhaltige Entwicklung zum Beispiel in einer
Stadt oder in einer Firma vorangebracht werden. „Es geht dabei auch darum,
wie wir Energie, Nahrung und Güter produzieren und konsumieren, wie wir
uns fortbewegen, wie wir wohnen und arbeiten“, sagt Dr. Cornelia Soetbeer,
DBU-Abteilungsleiterin für Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz sowie
internationale Förderung. Die Ausschreibung richtet sich an Akteur*innen
aus Bildung, Zivilgesellschaft, Kommunen, Museen sowie kleinen und
mittelständischen Unternehmen. Mögliche Ansätze sind etwa Realexperimente
und Methoden, die im Fachjargon Citizen Science sowie Service Learning
genannt werden. Citizen Science beschreibt die wissenschaftliche
Vorgehensweise, Forschungsprojekte komplett oder zumindest mit Hilfe von
Laien umzusetzen. Service Learning (auf Deutsch: „Lernen durch
Engagement“) wiederum ist eine Lehr- und Lernform, die Schülerinnen und
Schüler durch die Kombination von Schulunterricht und Einsatz für das
Gemeinwohl zusätzliche soziale Kompetenzen und Verantwortung für die
Zivilgesellschaft vermitteln will.

Beispiel Verkehrsprojekt „Essen auf Rädern“

Mit der neuen Ausschreibung knüpft die Deutsche Bundesstiftung Umwelt an
die DBU-Ausschreibung „Nachhaltigkeitsdilemmata“ an, die zu Beginn des
Jahres zum Abschluss kam. Das aktuell laufende DBU-geförderte Projekt
„Essen auf Rädern“ des Instituts für Didaktik der Geographie an der
Universität Münster nennt Soetbeer „ein Paradebeispiel für unsere
Zielsetzung bei der neuen DBU-Ausschreibung“. Beteiligt daran sind fünf
Essener Schulen, verschiedene lokale zivilgesellschaftliche
Bürgerinitiativen sowie eine kooperierende Firma. Das Unternehmen liefert
mit digitaler Messtechnik ausgestattete Boxen, die an Fahrradsätteln
angebracht werden. Damit erheben Schülerinnen und Schüler auf ihrem
täglichen Schulweg raumbezogene Umwelt- und Verkehrsdaten, die später
mögliche Gefahrenstellen in der Fahrradinfrastruktur aufdecken sollen. Die
von den jungen Leuten gesammelten Erkenntnisse sollen schließlich die
gerade in Essen laufende Debatte bereichern, wie die Stadt
fahrradfreundlicher werden kann, so Soetbeer.

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Die HfG Karlsruhe auf dem Brechtfestival Augsburg - 23.02.-03.03.2024

Beim diesjährigen Brechtfestival in Augsburg, vom 23.02.-03.03.2024, ist
die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe mit insgesamt
vier Beiträgen vor Ort, die im Rahmen des Projekts „Community Arts Lab
Augsburg“ (CALA) entstanden sind und nun erstmals öffentlich präsentiert
werden.

Beim diesjährigen Brechtfestival in Augsburg, vom 23.02.-03.03.2024, ist
die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe mit insgesamt
vier Beiträgen vor Ort, die im Rahmen des Projekts „Community Arts Lab
Augsburg“ (CALA) entstanden sind und nun erstmals öffentlich präsentiert
werden.

**Das Community Arts Lab Augsburg (CALA)**

Julian Warner (Leitung Brechtfestival 2024) leitete das Projekt in
Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Im Sommer 2023
begann die Arbeit im Kreativ-Labor, das „Community Arts Lab Augsburg
(CALA)“. Es ermöglichte in Oberhausen Begegnungen, Austausch und
Kollaborationen zwischen jungen Künstlerinnen, Künstlern und „Brecht’s
People“ – Augsburger Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen, die mit ihrer
Praxis an Brechts Erbe anknüpfen.

Studierende der HfG Karlsruhe des Studiengangs Ausstellungsdesign und
Szenografie (AdSz) arbeiteten bereits seit dem Wintersemester 2022
kontinuierlich an einer zeitgenössischen Rezeption des Brechtschen Werkes.
Im Sommersemester 2023 entwickelten sie in dem durch den Fonds
Darstellende Künste geförderten „Community Arts Lab Augsburg (CALA)“ in
Augsburg-Oberhausen ortsspezifische Projekte, in denen sie in geteilter
Autor*innenschaft mit Menschen aus dem Viertel brechtsche Experimente
durchführten.

**Projekt-Präsentation auf dem Brechtfestival**

Die vier Studierenden-Arbeiten sind fester Bestandteil des Festivals:
Darunter ein neu geschaffenes Getränk (LEGGA), das den Geschmack
Oberhausens einzufangen versucht, eine Modekollektion (JJ x H54D Spring
Collection 2024), eine mobile Zeitkapsel in Form einer goldenen Kugel
(Urban Legends of Oberhausen), die sich derzeit durch Oberhausen bewegt
und Geschichten von Orten und Menschen in sich aufnimmt, sowie eine
tägliche Intervention (WENN WIR, WER NOCH), die die Festivaltage begleiten
wird.

Begleitet und geleitet wurden sie dabei von Alina Yakaboylu (Designer:in),
Prof. Constanze Fischbeck (Professorin für Szenografie, HfG Karlsruhe),
Hanne König (Akademische Mitarbeiterin für Ausstellungsdesign und
Szenografie, HfG Karlsruhe), Julian Warner (Leitung Brechtfestival),
Sabine Klötzer (Produktionsleitung Brechtfestival), Natalia Avella-Ramirez
(Administration Brechtfestvial) und Sebastian Wallner (Technische
Assistenz Brechtfestival).

**Über das Brechtfestival**

Das Brechtfestival unter der Leitung von Julian Warner stellt zehn Tage
lang einen künstlerischen Raum zur Verfügung, um Möglichkeiten und Grenzen
des Fortschritts zu erproben, neue Sichtweisen und unbekannte Haltungen zu
versuchen, zu verwerfen, einzuüben. Das Festival ist ein vielseitiges
Training, das sich unter dem Titel „No Future“ der drohenden
Zukunftslosigkeit mit allen Mitteln stellt, die Kunst, Sport und Pop zu
bieten haben.

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