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nfektion mit Fernsteuerung: Neue Erkenntnisse zur Shigellose

Das Bakterium Shigella flexneri, hier beim Eindringen in eine embryonische Stammzelle.  David Goulding  © Wellcome Collection/David Goulding, Wellcome Trust Sanger Institute.
Das Bakterium Shigella flexneri, hier beim Eindringen in eine embryonische Stammzelle. David Goulding © Wellcome Collection/David Goulding, Wellcome Trust Sanger Institute.

Bakterien der Gattung Shigella, eng verwandt mit dem bekannten E. coli,
sind die zweithäufigste Ursache für tödlich verlaufende bakterielle
Durchfallerkrankungen, mit weltweit über 200.000 Opfern pro Jahr.
Ausbrüche von Stämmen, die gegen gängige Antibiotika resistent sind,
treten immer häufiger auf. Um Shigella und andere krankheitserregende
Bakterien besser in den Griff zu bekommen, suchen Forschende weltweit nach
neuen therapeutischen Angriffspunkten. Nun lieferten Marburger
Forscherinnen und Forscher Einblicke in die bakterielle Genregulation der
Bakterien, die gleichzeitig zu einem besseren Verständnis ihrer
Infektionsfähigkeit beitragen.

Ein neu entdeckter molekularer Schalter spielt eine zentrale Rolle im
Infektionsprozess bei Bakterienruhr.
Einem Team um Prof. Dr. Martin Thanbichler, Max-Planck-Fellow am Max-
Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und Professor für
Mikrobiologie an der Philipps-Universität Marburg, gelang kürzlich die
Entdeckung und Aufklärung eines speziellen bakteriellen Schalters, der die
Verteilung des Erbguts bei der Zellteilung steuert. Nun zeigt sich, dass
derselbe Mechanismus auch für die Regulation bakterieller Gene von
Bedeutung ist.
Die Forschenden untersuchten den Infektionsprozess des Bakterienruhr-
Erregers Shigella flexneri. Dabei konnten sie nicht nur den
Regulationsprozess aufklären, sondern auch wichtige Informationen liefern,
wie das Bakterium diesen Mechanismus nutzt, um die Infektion zu steuern.
Ihre Ergebnisse liefern mögliche neue Ansatzpunkte zur Bekämpfung dieser
und verwandter bakterieller Krankheitserreger.
Ein ungewöhnlicher Schalter mit weitreichender Bedeutung
Der molekulare Schalter, den das Team vor wenigen Jahren fand, hat eine
ungewöhnliche Eigenschaft: sein An- und Ausschalten basiert auf CTP, dem
Ribonukleotid und RNA-Baustein Cytidin-Triphosphat (das chemisch verwandte
Adenosin-Triphosphat, ATP, ist auch als universeller Energieträger
biologischer Prozesse bekannt). Da die Fähigkeit zur Bindung und Spaltung
von CTP voraussichtlich bei vielen bakteriellen Proteinen besteht,
vermuten die Forschenden, dass es sich dabei um ein grundlegendes, bislang
unentdecktes Steuerungsprinzip handelt. Dieses könnte auch für den
Menschen relevante bakterielle Prozesse betreffen. Tatsächlich fanden sie
heraus, dass die Regulation von Virulenzgenen bei Shigella über einen CTP-
abhängigen Schalter erfolgt, der für das Infektionsgeschehen von zentraler
Bedeutung ist.
Grundsätzlich verdanken Shigella und verwandte Bakterien ihre
Infektionsfähigkeit, aber auch ihre Resistenz gegen Antibiotika einer
besonderen Ausstattung: Plasmide, ringförmige DNA-Moleküle, die unabhängig
vom eigentlichen Genom vererbt oder weitergegeben werden. Bereits vor 20
Jahren wurde ein Protein namens VirB entdeckt, das als so genannter
Transkriptionsfaktor das Ablesen mehrerer Gencluster auf dem Shigella-
Virulenzplasmid steuert und damit die Fähigkeit der Bakterien, menschliche
Darmzellen zu infizieren, kontrolliert. Trotz langjähriger Forschung blieb
der Mechanismus, mit dem VirB die Genexpression steuert, völlig im
Dunkeln.
„Fergesteuertes“ Anschalten der Shigella-Infektion
Bemerkenswert ist, dass VirB nicht zu den klassischen
Transkriptionsfaktoren gehört. Es ist vielmehr mit derselben Klasse von
Proteinen verwandt wie die CTP-abhängigen Schalter, die helfen, die
Erbinformation von Bakterien bei der Zellteilung reibungslos auf die
Tochterzellen zu verteilen. „Die Stelle, an der VirB an die DNA bindet,
ist überraschend weit von seinen Zielgenen entfernt. Es war unklar, wie es
über so große Distanzen aktiv sein kann“, sagt Sara Jakob, Erstautorin der
Studie, die in Nature Communications erschienen ist.
„Bioinformatische Strukturvorhersagen deuteten darauf hin, dass VirB CTP
binden könnte. Unsere Untersuchungen haben dann gezeigt, dass es
tatsächlich auch einen CTP-abhängigen Schaltmechanismus nutzt, um die
Expression von Virulenzgenen zu steuern“, ergänzt Prof. Thanbichler.
Dank eines methodisch breiten Ansatzes gelang es, den Mechanismus
aufzuklären: Das Protein interagiert mit seiner Bindestelle auf der DNA
und legt sich ringförmig um das DNA-Molekül, wobei CTP den VirB-Ring wie
ein doppelseitiges Klebeband in einem geschlossenen Zustand hält. In
dieser Form gleitet VirB dann seitlich an der DNA entlang, so dass die
Bindestelle wieder zugänglich wird und weitere VirB-Moleküle geladen
werden können. Diese verändern dann die Struktur der DNA, so dass die
Zielgene abgelesen werden können. Der CTP-abhängige Lade- und
Gleitmechanismus ermöglicht es VirB, als molekularer Schalter die
Genexpression während der bakteriellen Pathogenese aus der Ferne zu
steuern.
CTP-Abhängigkeit als möglicher Ansatzpunkt für neue Therapien
„Mutationen, die die Bindung von CTP verhindern, blockieren das Laden von
VirB auf die DNA in vitro und unterdrücken die Bildung von VirB-DNA-
Komplexen sowie die Expression von Virulenzgenen in Shigella-Zellen“,
erklärt Sara Jakob.
Da dieser Schaltertyp beim Menschen nicht vorkommt, könnte VirB ein
Angriffspunkt für neuartige Therapeutika sein, die spezifisch die Virulenz
von Shigella unterdrücken und so eine bessere Behandlung der Shigellose
ermöglichen, hofft Martin Thanbichler: „Unsere Arbeiten liefern den ersten
Nachweis eines CTP-abhängigen Schalters, der an der Genregulation
beteiligt ist. Sie zeigen damit, dass diesem neu entdeckten
Regulationsprinzip in Bakterien eine weitreichende Bedeutung bei der
Steuerung biologischer Prozesse zukommt.

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Motiviert durchs Fernstudium dank digitaler Lernassistenzen

Teilprojekt aLert im Verbundprojekt H³  © zfh - Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
Teilprojekt aLert im Verbundprojekt H³ © zfh - Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund

zfh-Projekt aLert im Fernstudium BASA-Online (Soziale Arbeit B.A.) und
maps (Master of Arts: Soziale Arbeit) erfolgreich abgeschlossen

Nach etwa zweijähriger erfolgreicher Arbeit an der Entwicklung
adaptierbarer Lern- und Lehrformate konnte das zfh-Projekt aLert mit
Jahresende erfolgreich seinen Abschluss finden. Die Ziele konnten erreicht
und Wege der Verstetigung angeregt werden.
Ein Fernstudium, das Berufstätige neben Job und anderen Verpflichtungen
bewältigen, erfordert strukturiertes Arbeiten und ein gutes
Zeitmanagement. Was ist schon erledigt? Was steht als Nächstes an? Wo im
Kurs bin ich gerade? Damit Fernstudierende hier mehr digitale
Unterstützung erhalten, um insbesondere ihr Selbststudium zu organisieren
und individuelle Lernprozesse fokussiert zu steuern, wurde das Projekt
aLert im Herbst 2021 ins Leben gerufen.

Eine Aufgabe des Projektes war es, eine kursübergreifende ToDo-Liste im
Learning Management System OpenOlat zu entwickeln – der Programmierauftrag
wurde kürzlich weitestgehend abgeschlossen. Die Funktion ist mit dem
aufgespielten Release 18.1 nun für jeden nutzbar und kann ausprobiert bzw.
ausgiebig genutzt werden. Die Erprobung von Lernpfadkursen und
interaktiven Wissensüberprüfungen in Form von kurzen Quizzen in OpenOlat
im Rahmen von einzelnen Modulen des Fernstudiums BASA-online stieß sowohl
bei Studierenden als auch bei Lehrenden auf positive Resonanz
.
Die individuellen ToDo-Listen speisen sich adaptiv aus den belegten Kursen
der Nutzenden und bündeln übersichtlich alle anstehenden Aufgaben mit
Verlinkungen, Fristen und weiteren Informationen. Die Fernstudierenden
erhalten damit eine immer aktuelle Visualisierung ihres Lernfortschritts
und Strukturierungshilfe für das Selbststudium. Auch eigene Aufgaben
können ergänzt werden.

Das Teilprojekt aLert ist im Verbundprojekt H3 (HyFlex, HighTech &
HighTouch) verankert, das durch flexible, digitalisierte und
personalisierte Lern- und Lehrformen zu mehr Studienerfolg beitragen will.
H3 wird durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert.

Mehr Informationen unter: <https://www.h3-basa-maps.de/alert/>

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bildet gemeinsam mit
21 staatlichen Hochschulen den zfh-Hochschulverbund. Das zfh ist eine
wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter Anbieter von
Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle zfh-
Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit sind über 6.000 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-
Verbunds eingeschrieben.

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Reizthema Verkehrsberuhigung: Vom Gegeneinander zum Miteinander?

Bevorrechtigte Fahrradstraße  Foto: QIMBY / Philipp Böhme
Bevorrechtigte Fahrradstraße Foto: QIMBY / Philipp Böhme

In den vergangenen Jahren haben viele Kommunen umfangreiche Maßnahmen zur
Verkehrsberuhigung und zur Umsetzung fahrradfreundlicher Infrastrukturen
beschlossen. Die Umsetzung führt aber häufig zu Konflikten, wofür nicht
nur Berlin ein aktuelles Beispiel bietet. Die Frage ist: Wie können
Kommunen diese Spannungen überwinden?

Im Difu-Dialog wird ein Blick auf aktuelle verkehrspolitische
Weichenstellungen für einen fahrrad- und fußgängerfreundlichen Umbau
geworfen. Zudem ist geplant, in der Veranstaltung erfolgversprechende
Strategien verschiedener Städte zu diskutieren, mit denen
gesellschaftliche Konflikte rund um die Verkehrspolitik gelöst werden
können.

Ablauf

Begrüßung
Prof. Dr. Carsten Kühl, Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer
des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu)

Impuls und Podiumsdiskussion
- Martin Nebendahl, Stabsstelle Mobilität, Landeshauptstadt Hannover
- Dr. Almut Neumann, Bezirksstadträtin und Leiterin des Geschäftsbereichs
Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Bezirksamt Mitte von
Berlin (angefragt)
- Sonja Rube, Geschäftsführende Gesellschafterin, USP München
- Dr. Lisa Ruhrort, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin

Moderation
- Dipl.-Geogr. Anne Klein-Hitpaß, Deutsches Institut für Urbanistik,
Berlin

Dramaturgie/Teilnehmende

Die Vortrags- und Dialogreihe widmet sich aktuellen Themen zur „Zukunft
der Städte“. Je nach Schwerpunkt setzt sich der Teilnehmendenkreis aus
Politik, Bundes- und Landesverwaltungen, Bezirksämtern, Stadtverwaltungen,
Medien sowie anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen
unterschiedlich zusammen. Nach dem Input der jeweiligen Podiumsgäste ist
Zeit für Fragen und Diskussion – auch mit dem Publikum.

Online-Anmeldung und weitere Infos: www.difu.de/18252

Eine Anmeldung ist erforderlich, um Zugangsdaten zu erhalten. Bitte
beachten Sie die Informationen zum Datenschutz. Fragen zur Anmeldung:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Presseanfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. können Fragen
und Diskussionsbeiträge während der Veranstaltung in der Videokonferenz
oder über die Chat-Funktion einbringen.

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes
Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-,
Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und
Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale
Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht,
Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige
Berliner Institut – mit einem weiteren Standort in Köln – bearbeitet ein
umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher
Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu
bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist
alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH
geführten Forschungsinstituts.

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Kinostart „Sultanas Traum“, preisgekrönter Animationsfilm von Isabel Herguera, Professorin für Animation an der KHM

Still aus
Still aus "Sultanas Traum" von Isabel Herguera 2023/Films that Matter/Isabel Herguera

Der neue Animationsfilm von Isabel Herguera, seit 2017 Professorin für
Animation an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), startet zum
Internationalen Frauentag 2024 bundesweit in den Kinos. Für die
internationale Koproduktion zeichnet auf deutscher Seite der KHM-Absolvent
Fabian Driehorst mit seiner Produktionsfirma „Fabian&Fred“ verantwortlich.
In einer exklusiven Preview wird der Film in Köln in Anwesenheit der
Regisseurin und des Produzenten gezeigt. Das Publikumsgespräch führt Prof.
Dr. Lilian Haberer (KHM)
Mittwoch, 31. Januar 2024, 19 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Eintritt frei

Der neue Animationsfilm von Prof. Isabel Herguera „Sultanas Traum“ (2023,
86 Min.) startet am 7. März 2024 bundesweit in den Kinos. In Köln wird er
in einer Preview am 31. Januar im Filmforum im Museum Ludwig in
Anwesenheit der Regisseurin und des Produzenten Fabian Driehorst erstmals
zu sehen sein. Das Publikumsgespräch im Anschluss an die Filmpräsentation
führt Prof. Dr. Lilian Haberer, Professorin für Kunstwissenschaft mit
erweitertem Materialbegriff an der KHM.

Zum Inhalt: In einer Bibliothek in Ahmedabad, Indien, stößt die junge
Künstlerin Inés auf „Sultana’s Dream“, eine Science-Fiction-
Kurzgeschichte, die 1905 von Begum Rokeya Hossain geschrieben wurde. Die
Geschichte dreht sich um Ladyland, eine feministische Utopie, in der
Frauen über Wissen verfügen und das Land regieren, während Männer keinen
Zugang zu Bildung haben und zurückgezogen leben und sich um den Haushalt
kümmern. Fasziniert von der Kurzgeschichte begibt sich Inés auf eine Reise
durch Indien, um Ladyland und die Spuren der Autorin Begum Rokeya Hossain
zu suchen. „Sultana’s Dream“ kritisiert das Patriarchat, den Krieg, die
Industrialisierung und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und
spricht damit auf unerwartet visionäre Weise die Probleme unserer heutigen
Welt an.

Seine Uraufführung feierte „El sueño de la sultana“ beim Internationalen
Filmfestival in San Sebastián 2023 (SSIFF). Zum Abschluss des Festivals
erhielt die spanisch-deutsche Koproduktion den mit 20.000 Euro dotierten
„Irizar Basque Film Award 2023“. Die deutsche Premiere des Films fand beim
Filmfest Hamburg 2023 statt, bei dem Fabian Driehorst, KHM-Absolvent und
Produzent des Films, den mit 25.000 Euro dotierten Preis für die „Beste
internationale Koproduktion“ gewann. In der Begründung der Jury wurden der
poetische Traum des Films, die kunstvolle Umsetzung und Isabel Hergueras
Fähigkeit, sich an filmische Regeln zu halten und sie gleichzeitig zu
brechen, gelobt. „Sultana's Dream“ wurde als eine besondere Erfahrung
beschrieben, die mehr als nur ein Film ist.

„Sultanas Traum“, Deutschland/Spanien, 2023, 86 Min.
Baskisch, Bengalisch, Englisch, Hindi und Spanisch mit deutschen
Untertiteln
Das Team – Regie: Isabel Herguera; Drehbuch: Isabel Herguera und Gianmarco
Serra; Stimmen: Miren Arrieta, Dedjani Mukherjee, Miren Gabilondo,
Nausheen Javeed, Ranjitha Rajeevan, Mary Beard, Paul Preciado und Manu
Khurana; Produktion:  Sultana Films, El Gatoverde Producciones, Abano
Producions, Fabian&Fred, UniKo; Studios: „The Glow“ in Extremadura,
Spanien und „BlackBird Design“, Mumbai, Indien; Verleih: Films That
Matter, ein Label von Luftkind Filmverleih

Isabel Herguera – Die bildende Künstlerin und Filmemacherin ist seit 2017
Professorin für Animation an der Kunsthochschule für Medien Köln. Zu ihren
preisgekrönten Filmen zählen die Kurzfilme „Amar“ (2010), „Under the
pillow“ (2012), „Kutxa beltza“ (2016) und „Amore d'inverno“ (2015).
„Sultanas Traum“ ist ihr erster abendfüllender Kinofilm.

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