Zum Hauptinhalt springen

Fotografin Patricia Kühfuss über Fotografie im Kontext von Medizin, Pflege und Ökonomie

Am 12. Dezember, um 19 Uhr ist die Fotografin Patricia Kühfuss zu Gast in
der GAF-Galeria für Fotografie in Hannover. Die Fotografin setzt sich
aktuell mit dem Medium Fotografie im Kontext von Medizin, Pflege und
Ökonomie auseinander.

Am 12. Dezember, um 19 Uhr ist die Fotografin Patricia Kühfuss zu Gast in
der GAF-Galeria für Fotografie in Hannover. Mit dieser Veranstaltung setzt
der Studiengang "Visual Journalism and Documentary Photography" der
Hochschule Hannover seine Alumnireihe fort, in der ehemalige Studierende
des Studiengangs aktuelle Projekte vorstellen und über ihre berufliche
Laufbahn nach dem Studium berichten.

Patricia Kühfuss überlegte nach dem Abitur zunächst Medizin zu studieren,
hat dann aber eine fotografische Laufbahn eingeschlagen. Aktuell setzt sie
sich mit dem Medium Fotografie im Kontext von Medizin, Pflege und Ökonomie
auseinander. Ein Thema, das sie schon 2018 im Rahmen ihres
Bachelorprojekts an der Hochschule Hannover fasziniert hat. Dabei ist es
ihr mit ‚Nicht müde werden‘ gelungen, eine konzeptionelle Annäherung
vorzulegen, die die problematischen Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte
jenseits von Stereotypisierungen und ohne Pathos zu vermitteln vermag.

Nach dem Abschluss ihres Studiums und einem Auslandsaufenthalt an der dmjx
in Aarhus, bewegt sie sich mit ihrem 2022 abgeschlossenen Master an der
Royal Academy of Art in Den Haag an der Schnittstelle zwischen
Journalismus und Kunst. Sie wurde unter anderem bei den Sony World
Photography Awards und dem Lumix Festival für jungen Bildjournalismus
ausgezeichnet. Seit 2019 ist sie Teil der Fotoagentur laif, in der sie als
Genossenschaftsmitglied seit 2023 auch im Aufsichtsrat tätig ist. Patricia
Kühfuss lebt und arbeitet in Köln.

Termin:  Dienstag, 12. Dezember 2023, 19 Uhr
Ort: GAF - Galerie für Fotografie Hannover, Seilerstraße 15D, 30171
Hannover
Der Eintritt ist frei.

  • Aufrufe: 24

„Von Alaska bis Feuerland“: mit dem „Wissen entgrenzen“-Podcast auf den Spuren der Mobilität in Amerika

In der aktuellen Episode des Podcasts „Wissen entgrenzen“ begeben sich die
Historiker Andreas Greiner und Mario Peters vom Deutschen Historischen
Institut (DHI) Washington auf eine Reise durch die Geschichte der
Mobilität und Verkehrsinfrastrukturen Amerikas im späten 19. und frühen
20. Jahrhundert.

Von den Nadelwäldern Alaskas, über die Wüste Kaliforniens durch die
tropischen Regenwälder Lateinamerikas bis zur südlichsten Spitze
Argentiniens: Bereits im 19. Jahrhundert träumten gewiefte Geschäftsleute,
ehrgeizige Politiker und findige Ingenieure von einer durchgehenden
Verkehrsachse, um den nord- und südamerikanischen Kontinent miteinander zu
verbinden. Mario Peters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Washington,
forscht zu zwei wegweisenden Infrastrukturprojekten der damaligen Zeit:
der Idee einer interamerikanischen Eisenbahn am Ende des 19. Jahrhunderts
und dem Konzept einer interkontinentalen Autobahn in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts. Beide Projekte hatten nicht nur das Ziel, das Reisen auf
dem amerikanischen Kontinent zu erleichtern, sondern waren auch von
wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen getrieben, wie Mario Peters
im Podcast erläutert.

Andreas Greiner, ebenfalls Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI
Washington, forscht zur Entstehung des modernen Luftverkehrs in der
Zwischenkriegszeit. Die Podcastfolge beleuchtet die Rolle der zivilen
Luftfahrt ab den späten 1920er Jahren und wie die USA die Entwicklung
dieses Verkehrsmittels unterstützten, um ihren geopolitischen Einfluss zu
stärken und einen schnelleren Post- und Warenverkehr zu ermöglichen.
Darüber hinaus diskutieren die Forscher, wie diese historischen
Entwicklungen mit aktuellen Fragestellungen im Bereich der Migration
verbunden sind und zeigen auf, wie die Mobilitätsgeschichte von damals bis
in die Gegenwart nachwirkt.

Jetzt auf Soundcloud und Spotify: „Wissen entgrenzen #16: Mobilität in den
Amerikas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert“. „Wissen entgrenzen“
ist ein Podcast-Projekt der Max Weber Stiftung in Zusammenarbeit mit ihren
Auslandsinstituten. Moderation Janine Funke, Redaktion Lena Rüßing.
https://soundcloud.com/maxweberstiftung/16-mobilitat-in-den-amerikas-im-
spaten-19-und-fruhen-20-jahrhundert


Deutsches Historisches Institut Washington
Das Deutsche Historische Institut (DHI) Washington mit seinem Pazifikbüro
an der University of California, Berkeley, ist ein Zentrum für
transatlantische, transregionale und transozeanische historische
Forschung. Durch seine Förderprogramme, Veranstaltungen und Publikationen
dient das DHI Washington als Brückenbauer über Länder- und
Disziplingrenzen hinweg. Deutsche/Europäische und Jüdische Geschichte,
amerikanische und transatlantische Geschichte sowie globale und
transregionale Geschichte markieren die strukturgebenden Arbeitsbereiche
des Instituts, Migration und Mobilität, Wissensgeschichte und Digital
History seine profilgebenden Forschungsschwerpunkte.

Max Weber Stiftung
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im
Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros.
Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im
Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die
MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und
sozialwissenschaftliche Forschung.

Weiterlesen im MWS-Themenportal
Mario Peters: ‚In sieben Tagen von Rio nach New York!‘ Panamerikanismus,
Mobilität und Wissen:
https://www.maxweberstiftung.de/themenportal/beitraege/in-sieben-tagen-
von-rio-nach-new-york-panamerikanismus-mobilitaet-und-wissen.html

Andreas Greiner: Politik über den Wolken. Die Entstehung des modernen
Luftverkehrs in der Zwischenkriegszeit:
https://www.maxweberstiftung.de/themenportal/beitraege/politik-ueber-den-
wolken-die-entstehung-des-modernen-luftverkehrs-in-der-

zwischenkriegszeit.html

  • Aufrufe: 43

Wie will ich übermorgen leben? Toolbox für Xtopien animiert zu aktiver Zukunftsgestaltung

Wie man über mögliche Zukünfte nachdenken und dabei entstandene Ideen für
die Zukunftsgestaltung kreativ nutzen kann, zeigt die „Toolbox für
Xtopien“ mit praxisnahen Anleitungen. Der für viele Einsatzbereiche
geeignete Instrumentenkoffer wurde von einem transdisziplinären
Forschungsteam entwickelt.

Berlin/Kassel/Karlsruhe. Wie können wir mit unseren
Zukunftsherausforderungen umgehen? Welche Ideen und Methoden können bei
der Ideenentwicklung helfen? Aus positiven, negativen und ambivalenten
Vorstellungen lassen sich innovative und erlebnisorientierte
Zukunftsvisionen entwickeln. Diese „Xtopien“ gilt es sicht- und nutzbar zu
machen.

Die „Toolbox für Xtopien“ ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „Urbane
Xtopien – Freiräume der Zukunft“, an dem die Universität Kassel, das
Deutsche Institut für Urbanistik, das Karlsruher Institut für Technologie,
die Westfälische Hochschule sowie Freiberufler*innen beteiligt waren. In
dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekt hat das
Forschungsteam die „Xtopie“ als Konzept für die Zukunftsgestaltung
entwickelt und deutschlandweit in der Praxis erprobt. Xtopien ermöglichen
die Reflektion über Zukunftsvorstellungen und laden Menschen aus
unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen dazu ein, eigene neue
Visionen für eine wünschenswerte Zukunft zu formulieren. Im besten Fall
motivieren sie dazu, zukünftige Veränderungen im Sinne der notwendigen
Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten.

„Ziel der von unserem Forschungsteam entwickelten Toolbox für Xtopien ist
es, Menschen zu ermöglichen, auf spielerische Art neue, eigene
Zukunftsvisionen zu entwickeln, sich mit anderen auszutauschen und die
eigenen Visionen kritisch zu reflektieren“, so
Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Co-Projektleiterin Dr. Jasmin Jossin.
Thematisch fokussierte sich das Projektteam vor allem auf zukünftige
Mensch-Natur-Beziehungen, die Zukunft der Arbeit und Visionen zum
vorbereitenden Umgang mit dem Tod. Die Toolbox steht kostenfrei als PDF
zur Verfügung. Die Toolbox eignet sich auch für andere Zukunftsthemen und
richtet sich vorrangig an Bildungsakteure, Kulturschaffende,
Aktivist*innen, Personalentwickler*innen und Förderer; aber auch für
privat Interessierte kann die Nutzung spannend sein.

Die Toolbox besteht aus einer einführenden Publikation, die Leser*innen
zunächst ins `xtopische Denken´ einführt und einige Xtopien beispielhaft
vorstellt. Mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und Checklisten lädt
sie Zukunftsgestalter*innen praxisnah dazu ein, eigene Xtopien zu
entwickeln. Dazu hat das Forschungsteam acht Tools entwickelt, die auch
als methodische Elemente in einem Gruppenprozess genutzt werden können –
beispielsweise in Bildungskontexten, kulturellen Veranstaltungen oder in
der Persönlichkeitsentwicklung. Fünf der acht Tools können auch von
Einzelpersonen oder Familien in Eigenregie ausprobiert werden.

Beispiel-Tools aus der Toolbox:

Gedankenreise in die Zukunft:
Eine geleitete Meditation als Audio-Datei lässt eigene Bilder und Visionen
zur städtischen Zukunft bewusstwerden.

PerspekTIERwechsel:
Rollenkarten führen in die Perspektive eines freilebenden Tieres ein und
erweitern damit die eigene Wahrnehmung der städtischen Umgebung.

Spielraum-Xperiment:
Eine Anregung dazu, eine persönliche Freiraum-Utopie zu entwickeln und
diese im Anschluss zu reflektieren.

Cohabitat:
Ein Rätsel- und Rollenspiel für Gruppen ab 4 Personen offenbart aktuelle
Mensch-Natur-Konflikte und regt zu Ideen für zukünftige Formen des
Zusammenlebens an.

Der digitale Todomat:
Ein Hinterlassenschaftskonfigurator, der seinen Nutzer*innen To-dos
empfiehlt, um ihren Tod in einer unbestimmten Zukunft vorzubereiten – mit
heute realen und fiktiven Wahlmöglichkeiten.

Drei weitere Tools sind inhaltsoffen, erfordern umfangreichere
Vorbereitungen und entfalten ihr Potenzial in einem geleiteten
Gruppenprozess:

Moodboards als Türöffner:
Eine Anleitung, wie mit großformatigen Collagen aus Fotos, Bildern und
Grafiken das Nachdenken über Zukünfte angeregt werden kann.

Installation zum vernetzten Denken:
Eine dreidimensionale Installation im Raum, die hilft, Zusammenhänge von
zwei vielschichtigen Zukunftsthemen aufzuspüren.

Xtopisches Zirkeltraining:
Das Konzept für ein interaktives Format mit mehreren Stationen, das
Entwickler*innen wie Besucher*innen gedankenexperimentell für die Zukunft
trainiert.

Die Tools bestehen jeweils aus einem Kurzprofil, das sich vor allem an
Gruppenleiter*innen richtet, sowie einer Anleitung und Download-Material
oder anschaulichen Praxisbeispielen. Die Toolbox und weitere Materialien
stehen kostenfrei zum Download zur Verfügung.

  • Aufrufe: 27

Regulierung Künstlicher Intelligenz – Viadrina-Jurist Prof. Dr. Philipp Hacker gründet internationales Netzwerk

Viadrina-Professor für Recht und Ethik der digitalen Gesellschaft, Prof.
Dr. Philipp Hacker, ist unter den Gründungsmitgliedern eines neuen
Konsortiums zur Regulierung Künstlicher Intelligenz (KI). Das
„International Expert Consortium on the Regulation, Economics, and
Computer Science of AI (RECSAI)” bringt internationale Expertinnen und
Experten unter anderem aus Europa, den USA, Südafrika, Brasilien und
Australien mit dem Ziel zusammen, die technischen und rechtlichen
Auswirkungen Künstlicher Intelligenz aus einer interdisziplinären
Perspektive zu untersuchen und zu bewerten.

Prof. Dr. Philipp Hacker leitet das von der Dieter Schwarz Stiftung
geförderte Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Sarah Hammer von der Wharton
School der University of Pennsylvania, USA.

Kernziel von RECSAI ist eine stärkere Vernetzung der internationalen KI-
Forschung, vor allem mit Blick auf die rechtlichen und ökonomischen
Auswirkungen. Zudem wird das Gremium wissenschaftlich fundierte
Empfehlungen für politisch Verantwortliche und internationale
Organisationen bereitstellen. Geplant ist außerdem eine internationale
Konferenzreihe mit Veranstaltungen unter anderem während des
Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar 2024, dem AI for Good Global
Summit der Vereinten Nationen in Genf im Mai 2024, und im September 2024
bei der Brookings Institution in Washington D.C.

Prof. Dr. Philipp Hacker, der seit 2020 eine Professur an der European New
School of Digital Studies (ENS) der Viadrina innehat, sagt anlässlich der
Gründung: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass die Dieter Schwarz
Stiftung es ermöglicht, mit einer hochkarätigen Expertengruppe aus allen
Kontinenten in den kommenden Jahren die drängendsten gesellschaftlichen
Fragen im Bereich von KI zu diskutieren und zu erforschen. Themen wie
Nicht-Diskriminierung, Nachhaltigkeit und nationale Sicherheit, aber auch
die effektive KI-Anwendung und der Ausgleich des Fachkräftemangels stehen
im Zentrum unserer Bemühungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und
die Erkenntnisse, die wir gemeinsam erarbeiten werden."

Offiziell vorgestellt wird das Netzwerk im Rahmen der Antrittsvorlesung
von Prof. Dr. Philipp Hacker am Dienstag, dem 5. Dezember 2023, um 18 Uhr
im Logensaal der Viadrina, Logenstraße 11, in Frankfurt (Oder). Die
englischsprachige Veranstaltung ist öffentlich, um Anmeldung wird gebeten:
https://forms.europa-
uni.de/form/provide/1511/;jsessionid=A1385424D8E13DC54B20D65B933D637A?lang=en


Weitere Informationen zu RECSAI: http://www.recsai.org

Zur Person:
Philipp Hacker ist Rechtswissenschaftler und Inhaber der Professur für
Recht und Ethik der digitalen Gesellschaft an der European New School of
Digital Studies (ENS) der Europa-Universität Viadrina. Zu seinen
Forschungsschwerpunkten gehört das EU-Datenschutzrecht, insbesondere die
Datenschutz-Grundverordnung, und andere Bereiche des EU- und nationalen
Privatrechts im Zusammenhang mit neuen Technologien. Aktuell liegt sein
Fokus auf der Regulierung digitaler Technologien, insbesondere Künstlicher
Intelligenz. In diesem Kontext berät er nationale und internationale
Institutionen wie den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament.

  • Aufrufe: 27