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COP28-Diskussion am 24.11.: Verhandlungsführende zu Schäden und Verluste treffen auf Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Einen Ausblick auf die bald beginnende UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai
gibt die Abschlussdiskussion der Augsburger Public Climate School am 23.
November um 18.00 Uhr. Das englischsprachige Podium bringt
Verhandlungsführerinnen und -führer zum Thema Verluste und Schäden aus
Nord und Süd zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft
und Zivilgesellschaft. Gemeinsam werden die Faktoren für eine erfolgreiche
Umsetzung der Klimafinanzierung diskutiert und eine Aussicht auf die
zentralen Themen und erwartbaren Ergebnisse der COP28 gegeben.

Auch die Abschlussdiskussion kann als Livestream mitverfolgt werden.
Nutzen Sie die Diskussion zur Berichterstattung zur COP28.

Eine Woche vor der jährlichen Vertragsstaatenkonferenz zur
Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und zum Pariser Abkommen blickt dieses
Panel auf den Stand der internationalen Verhandlungen. Ganz oben auf der
Agenda steht dieses Jahr der „Gobal Stocktake“. Es wird erhoben, inwiefern
die bisher von allen Ländern gemachten nationalen Klimaschutzbeiträge in
Summe ausreichen, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf
1,5-2°C zu begrenzen. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Beiträge
nicht ausreichen. Umstritten ist aber, wer nun nachbessern muss – alle,
oder nur bestimmte Länder? Welche Rolle kann die deutsche Initiative für
ein globales Ziel für erneuerbare Energien und Energieeffizienz spielen?
Ein weiterer Streitpunkt ist die Klimafinanzierung. Die Industrieländer
wollten den Entwicklungsländern zwischen 2020 und 2025 jährlich $100 Mrd.
überweisen, sowohl für Klimaschutz als auch für Klimaanpassung. Seit 2020
wurde dieses Ziel jedes Jahr verfehlt. Wird das Ziel dieses Jahr erreicht?
Und schließlich steht die Operationalisierung des Fonds für nicht
verhinderte Schäden und Verluste durch Klimafolgen an, der letztes Jahr in
Sharm el-Sheik beschlossen wurde. Welche Streitpunkte stehen derzeit einer
Einigung im Weg?

Die Podiumsdiskussion bringt Verhandlungsführer:innen zum Thema Verluste
und Schäden aus Nord und Süd zusammen mit Vertreter:innen von Wissenschaft
und Zivilgesellschaft. Gemeinsam werden die Faktoren für eine erfolgreiche
Umsetzung der Klimafinanzierung diskutiert und ein Ausblick auf die
zentralen Themen und erwartbaren Ergebnisse der COP28 gegeben.

Datum: 23.11.23
Uhrzeit: 18:00 bis 19:00, anschließend Empfang mit Imbiss
Ort: 1009, Gebäude H (Juristische Fakultät), Universität Augsburg UND
LIVESTREAM
Teilnehmende:
•       Andrés Mogro, Manager des Klimaaktionsprogramms der Stiftung AVINA
in Ecuador (digital zugeschaltet)
•       Esteban Servat, Aktivist bei der Initiative Debt for Climate
(digital zugeschaltet)
•       Prof. Dr. Marco Wilkens, Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft
an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg
(digital zugeschaltet)
•       MODERATION: Prof. Dr. Angela Oels, Lehrstuhl für
Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik am Zentrum für
Klimaresilienz der Universität Augsburg
•       Sobald die weiteren Teilnehmenden feststehen, werden diese hier
bekannt gegeben.

Die Veranstaltung kann digital mittels eines Zoom-Webinars verfolgt werden
- Einwahldaten:
https://uni-
augsburg.zoom-x.de/j/66021333641?pwd=TDFiWDh6ck9ObUt6QXJ6SDBUWnVLQT09

Kenncode: 0dx+Jn

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Mehrwertsteuererhöhung für Gastronomiegewerbe ist schwerer Fehler

Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen sieht in der Entscheidung der Bundesregierung die Mehrwertsteuer für das Gastrogewerbe wieder auf 19% zu erhöhen einen schweren Fehler, der im schlimmsten Falle eine Pleitewelle in einer bereits angeschlagenen Branche auslösen könnte. Dazu erklärt NRW Landesgeschäftsführer Politik, Herbert Schulte, vom Mittelstandsverband BVMW: „Die Politik hat sämtliche Warnungen von Branchenverbänden und Fachleuten in den Wind geschlagen. Sie geht wieder einmal einen Sonderweg im Vergleich zu anderen europäischen Staaten auf Kosten der Bürger, um ohne Haushaltskürzungen und Debatten das Steueraufkommen zu erhöhen. Der einheitliche Steuersatz von maximal 7 Prozent auf sämtliche Speisen wäre der Weg gewesen, um auf die wirtschaftliche Krise im Land angemessen zu reagieren. Die Verbraucher haben in den letzten Jahren unter der Inflation massiv an Kaufkraft eingebüßt und werden den folgenden Preisschub nicht kompensieren können. Wir müssten gerade jetzt Wirtschaft und private Haushalte massiv entlasten. Aber der Politik gelingt es nicht mehr, die Aktivitäten des Staates auf ein tragbares Maß zurückzuführen und dem privaten Sektor Luft zu verschaffen. Das werden nun Mittelstand und Verbraucher durch weiter steigende Abgaben ausbaden. Dass die NRW-Landesregierung auch hierzu wieder schweigt, ist bedauerlich." 

 

BVMW-Pressestelle

Thomas Kolbe
Pressesprecher BVMW NRW
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Poetica 9 veröffentlicht das Programm für 2024

Das Festival für Weltliteratur wird sich 2024 mit dem Thema „Natur“
beschäftigen / Kuratorin ist diesmal die Schriftstellerin Daniela Danz

„Nach der Natur – Imaginations of Nature Poetry“ lautet das Thema der
Poetica 9, des neunten Festivals für Weltliteratur, das von der
Universität zu Köln in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache
und Dichtung vom 22. bis 27. Januar 2024 veranstaltet wird. Kuratorin ist
die Autorin Daniela Danz, einer vielfach ausgezeichneten Lyrikerin und
Prosaistin.

Die Poetica 9 wird sich dem Verhältnis von Natur, Dichtung und Geschichte
widmen und vor allem die globale Vielfalt gegenwärtiger Naturdichtung
zeigen. Dafür hat Daniela Danz zehn internationale Autor*innen zu
öffentlichen Lesungen, Performances und Diskussionen eingeladen. Der mit
der Punk-Ikone Patti Smith bei der letzten Poetica begonnene Bogen von
Lyrik zu „Lyrics“ wird fortgesetzt in Person von Rou Reynolds, Frontsänger
und Texter der britischen Band Enter Shikari.

Die Kuratorin begründet die Wahl des Themas wie folgt: „Über die
Jahrhunderte hat die Dichtung nie den engen Bezug zur Natur verloren, nur
schien ‚Naturdichtung‘ trotz ihrer kritischen Töne eine zeitlose und
deshalb nicht besonders aufregende Nebendisziplin – jedenfalls nicht der
Gravitationsraum literarischer Debatten. Das ändert sich heute mit dem
Bezug auf den Klimawandel: Naturdichtung referiert auf das Leben nach der
Katastrophe in Fukushima, auf die vom steigenden Meeresspiegel bedrohten
karibischen Inseln, auf die Tradition und politischen Restriktionen
persischer Naturdichtung, auf die Ausbeutung der Natur in Lateinamerika.“

Eingeladen sind:
Ali Abdollahi (Iran), Takako Arai (Japan), Camille T. Dungy (USA), Kendel
Hippolyte (St. Lucia), Esther Kinsky (Deutschland), Nikola Madžirov
(Nordmazedonien), María Paz Guerrero (Kolumbien), Rou Reynolds / Enter
Shikari (Vereinigtes Königreich), Liana Sakelliou (Griechenland), Raphael
Urweider (Schweiz).

Die Veranstaltungen werden in der Universität zu Köln, der Kulturkirche,
dem FORUM Volkshochschule, der Stadtbibliothek, im Filmforum im Museum
Ludwig und im Schauspiel Köln stattfinden.

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White Paper: Verbesserung des Record Linkage für die Gesundheitsforschung in Deutschland

Freut sich, mit dem White Paper die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern: Prof. Dr. Wolfgang Ahrens (Leiter der Abteilung Epidemiologische Methoden und Ursachenforschung am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS).  BIPS
Freut sich, mit dem White Paper die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern: Prof. Dr. Wolfgang Ahrens (Leiter der Abteilung Epidemiologische Methoden und Ursachenforschung am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS).

In Deutschland ist es aktuell schwer, Gesundheitsdaten aus verschiedenen
Quellen zu verknüpfen. Das behindert die Gesundheitsversorgung deutlich –
auch gerade im Vergleich zu europäischen Nachbarländern. Ein neues White
Paper benennt Schwachstellen und zeigt Lösungswege auf.

„Die individuelle Verknüpfung von unterschiedlichen Gesundheitsdaten mit
dem Ziel, einen gemeinsamen Datensatz zu erstellen, wird als Record
Linkage bezeichnet. Forschungsinstitute, Krebsregister, Krankenhäuser oder
Krankenversicherungen können Gesundheitsdaten zu ein und derselben Person
erfassen, aber wenn diese verschiedenen Datensätze einer Person nicht
miteinander verknüpft werden können, müssen wichtige Forschungsfragen
unbeantwortet bleiben“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Ahrens, Leiter der
Abteilung Epidemiologische Methoden und Ursachenforschung am Leibniz-
Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS. Er ergänzt:
„Erst durch die Verknüpfung von unterschiedlichen Datenquellen lassen sich
wissenschaftliche Fragestellungen beantworten, die wegen des beschränkten
Variablenumfangs mit einer Datenquelle alleine nicht zu beantworten wären.
Diese verknüpften Daten entfalten ein riesiges Potenzial für die
Gesundheitsforschung, um die Prävention, Therapie und Versorgung der
Bevölkerung zu verbessern. Da es sich bei diesen Gesundheitsdaten um
sensible Daten handelt, sind sie durch strenge Rechtsvorschriften gegen
potenziellen Missbrauch geschützt.“

Unklare gesetzliche Regelungen, uneinheitliche Handhabung verschiedener
Datenkörper, restriktive je nach Bundesland unterschiedliche
Gesetzesauslegungen und fehlende Infrastrukturen verhindern bisher, dass
die bereits vorhandenen Daten für eine Verbesserung der Prävention und der
gesundheitlichen Versorgung adäquat genutzt werden können. Daher hat
NFDI4Health (https://www.nfdi4health.de/) mit weiteren Expert:innen, unter
anderem aus der Medizininformatik-Initiative und dem Netzwerk
Universitätsmedizin, ein White Paper
(https://repository.publisso.de/resource/frl:6461895) zum Record Linkage
erarbeitet. Darin werden die Hindernisse für eine effektive Nutzung von
Gesundheitsdaten beschrieben und Vorschläge unterbreitet, wie die
Verknüpfung von Gesundheitsdaten auf Personenebene in Deutschland
vereinheitlicht und verbessert werden kann. Dabei geht es um praktikable
Lösungen, die im Einklang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung
stehen.

„Die derzeitigen rechtlichen Gegebenheiten schränken die Nutzung
wertvoller Gesundheitsdaten für die Forschung stark ein. Das Record
Linkage wird in Deutschland insbesondere dadurch erschwert, dass es im
Gegensatz zu Ländern wie Dänemark keinen eindeutigen Identifikator für
Personen gibt, der eine Zusammenführung von Gesundheitsinformationen über
verschiedene Datenkörper hinweg ermöglichen würde, ohne dass
Identitätsdaten wie Name und Adresse übermittelt werden müssten“,
verdeutlicht Sebastian C. Semler, Geschäftsführer der Technologie- und
Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF
e.V.). Er fügt an: „Zudem existiert in Deutschland keine Infrastruktur,
die ein umfassendes studien- und datenkörperübergreifendes Record Linkage
in einer gesicherten Umgebung erlauben würde. Bisher müssen jeweils
zeitintensive Einzelfalllösungen zur Verknüpfung von Datensätzen in der
Forschung gefunden werden. Oft scheitert der Versuch einer
Datenverknüpfung, weil klare forschungsfreundliche Regelungen fehlen.
Damit bleibt das Record Linkage in Deutschland weit hinter den Standards
anderer europäischer Länder zurück.“
Um dem entgegenzuwirken, schildert das White Paper verschiedene
Anwendungsfälle, die die aktuellen technischen und rechtlichen Hürden
veranschaulichen, und fordert länderübergreifende und bürokratiearme
Lösungen. Insbesondere empfiehlt das White Paper dem Gesetzgeber die
Einführung eines eindeutigen Identifikators für Personen (Unique
identifier), die Etablierung von bereichsspezifischen Pseudonymen, den
Aufbau einer zentralen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde und die
Etablierung einer dezentral-föderierten Forschungsdateninfrastruktur.

NFDI4Health ist Teil der von Bund und Ländern geförderten Nationalen
Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). NFDI4Health hat zum Ziel, ein
umfassendes Inventar deutscher epidemiologischer, Public Health und
klinischer Studiendaten aufzubauen. Die Analyse dieser Daten ist
wesentlich zur Entwicklung neuer Therapien, übergreifender
Versorgungsansätze und präventiver Maßnahmen. Personenbezogene
Gesundheitsdaten verlangen einen besonderen Schutz. Erklärtes Ziel von
NFDI4Health ist es daher, Sicherheit und Nutzbarkeit zu vereinen. Das
Konsortium setzt sich aus einem interdisziplinären Team von 17
Partnereinrichtungen zusammen. Darüber hinaus haben 48 namhafte
Institutionen aus dem Gesundheitsbereich ihre Beteiligung zugesichert; von
37 internationalen Institutionen liegen Unterstützungsschreiben vor.

Für das BIPS steht die Bevölkerung im Zentrum der Forschung. Als
epidemiologisches For-schungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin,
Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erken-nen und neue Konzepte zur
Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert
Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie informiert die
Bevölkerung über Gesund-heitsrisiken und trägt zu einer gesunden
Lebensumwelt bei. Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der
97 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der
Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und
Umweltwissenschaften über die Wirt-schafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Aufgrund ihrer ge-samtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die
Institute der Leibniz-Gemeinschaft ge-meinsam. Die Leibniz-Institute
beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissen-schaftlerinnen
und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9
Milliarden Euro.

Die TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte
medizinische Forschung e.V. steht für Forschung, Vernetzung und
Digitalisierung in der Medizin. Sie ist die Dachorganisation der
medizinischen Verbundforschung in Deutschland, im Rahmen derer
Spitzenforscherinnen und -forscher Wissen austauschen, gemeinsam Ideen und
Konzepte entwickeln und so die Zukunft der medizinischen Forschung im
digitalen Zeitalter gestalten.

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