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Forum an der Hochschule Landshut diskutiert Einfluss von Digitalisierung & KI auf Gesellschaft und Wirtschaft

Forum Digitalisierung der Hochschule Landshut
Forum Digitalisierung der Hochschule Landshut

Die fortschreitende Digitalisierung sowie der Einsatz von KI haben
Einfluss auf nahezu alle Lebensräume des Menschen. Im "Forum
Digitalisierung“ der Hochschule Landshut zum Thema "Digitalisierung & KI –
Zukunftsfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft" (26. Oktober 2023, Beginn
16.00 Uhr) werden Potenziale, Konsequenzen aber auch Risiken dieser
Entwicklung von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert.

Ob Arbeitsplatz, soziales Miteinander, Gesundheit oder Nachhaltigkeit: Der
digitale Wandel schafft ein enormes Potenzial, dessen Auswirkungen bereits
heute in Industrie und Gesellschaft allgegenwärtig sind. Ziel der
Veranstaltung ist es, aktuelle Entwicklungen in Wissenschaft und Praxis zu
beleuchten sowie die Frage nach einer digitalen Zukunftsstrategie zu
stellen. Neben Fachvorträgen wollen wir Raum zur Diskussion schaffen sowie
die Expertise und die vielfältigen Aktivitäten der Hochschule Landshut im
Kontext von Digitalisierung & KI einem breiten Publikum präsentieren. Die
Schirmherrschaft der Veranstaltung hat das Bundesministerium für Digitales
und Verkehr übernommen.

Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis geben im
Vortragsprogramm der Veranstaltung Einblicke in Anwendungsmöglichkeiten
sowie Potenziale von Digitalisierung & KI: Den Einstieg bilden zwei
Vorträge von Machine Learning-Experte Dr. Christian Osendorfer (u.a.
Franka Emika, nnaisense, Google) und Dagmar M. Schuller, Geschäftsführerin
und Mitgründerin der audEERING GmbH (KI-basierte Audioanalyse). Beide
verfügen über langjährige Praxiserfahrung und verstärken ab diesem
Wintersemester das Team der Professoren der Fakultät Informatik.

„Trends und Herausforderungen der Digitalisierung: Einfluss von
Künstlicher Intelligenz / ChatGPT auf Lernen und Arbeiten“ lautet der
Vortragstitel der Keynote von Dr. Holger Schmidt, TU Darmstadt, Buchautor
und Co-Host des F.A.Z.-Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Johannes Hauner,
Geschäftsführer der Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH und
verantwortlich für die Digitalisierungsstrategie, wird den Einfluss von KI
auf die Medienbranche, auf Good News, Bad News und Fake News erläutern.

Die interdisziplinären und umfänglichen Aktivitäten der Hochschule
Landshut im Bereich von Digitalisierung & KI beleuchtet eine
Posterpräsentation: In jeweils 60-sekündigen Pitches werden
Forschungsprojekte sowie Abschluss- und Projektarbeiten vorgestellt, die
anschließend mit den Autoren/innen diskutiert werden können.
Entwicklungen, die durch den Einsatz von KI entstehen, werden in
Themenfeldern wie unternehmensübergreifende Logistik, Design/Konstruktion,
3D-Messtechnik, Medizintechnik, Marketing und Vertrieb, Schulwegsicherheit
oder automatisierte Gebärdensprachenerkennung gezeigt. Die Themen, der im
Umfeld der Digitalisierung präsentierten Projekte und Arbeiten, reichen
von der datenbasierten Vermeidung von Abfall in der Produktion und
Chatbots in der Energiebranche über digitale Beratungsangebote in der
Praxis der Sozialen Arbeit bis hin zu den Auswirkungen von digitalen
Gegenwirklichkeiten auf die Solidarität in der Gesellschaft.

Raum zum Austausch bietet zusätzlich eine Podiumsdiskussion mit Referenten
der Veranstaltung, die Antworten auf die Frage geben werden, wie
Wirtschaft und Gesellschaft von Digitalisierung und KI profitieren können.
Das anschließende Get-together bietet Gelegenheit für vertiefende
Gespräche.

Weitere Informationen und Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme (in Präsenz
und online möglich) unter www.haw-landshut.de/hochschulforum.

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Feierliche Begrüßung der ersten Lehramtsstudierenden am BTU-Campus Senftenberg

Die künftigen Grundschullehrer*innen erhielten zu ihrem Studienbeginn eine Schultüte aus den Händen von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Bildungsminister Steffen Freiberg und BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande.  Foto: BTU, Ralf Schuster
Die künftigen Grundschullehrer*innen erhielten zu ihrem Studienbeginn eine Schultüte aus den Händen von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, Bildungsminister Steffen Freiberg und BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande. Foto: BTU, Ralf Schuster

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Schüle, Bildungsminister Freiberg und
Senftenbergs Bürgermeister Pfeiffer haben am 9. Oktober 2023, gemeinsam
mit BTU-Präsidentin Prof. Grande den neuen Studiengang „Lehramt
Primarstufe“ eröffnet.

„Für die BTU und insbesondere unseren Campus in Senftenberg gibt es Grund
zum Feiern: In einer Rekordzeit von weniger als einem Jahr haben wir einen
innovativen Studiengang für das Grundschullehramt aufgebaut und begrüßen
heute hier vor Ort 56 zukünftige Grundschullehrerinnen und -lehrer zu
ihrem Studienbeginn in Senftenberg. Damit leisten wir einen wichtigen
Beitrag für das Land Brandenburg, stärken den Campus in Senftenberg und
schaffen spannende Vernetzungen mit anderen Disziplinen an der BTU“, sagte
Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgischen Technischen
Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) bei dem feierlichen Empfang.

Die BTU bietet den Lehramtsstudierenden einen völlig neuen Ansatz, sich
ihrem späteren Beruf als Grundschulpädagog*in zu nähern, indem diese von
Beginn an in ausgewählten Partnerschulen aktiv sind und den Job im realen
Umfeld erlernen – flankiert von theoretischem und pädagogischem Wissen,
das ihnen in sogenannten Lernwerkstätten fachgerecht an der BTU vermittelt
wird.

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle hieß die
Lehramtsstudierenden in Brandenburg willkommen: „Wir wissen: Wir brauchen
Lehrkräfte und wir brauchen viele. Sie sind es, die unseren Kindern auch
künftig Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen. Aber Schule kann mehr und
muss mehr. Sie begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu
kritischen und urteilsfähigen Bürgerinnen und Bürgern. Und hier kommen die
Lehrerinnen und Lehrer ins Spiel: Sie können in Kindern die angeborene
Lust am Verstehen-wollen und Hinterfragen fördern. Sie können Kinder zu
Selbstvertrauen und Mut inspirieren. Sie können Kindern beibringen, wie
man Herausforderungen, Fehler und Konflikte souverän löst. Sie können
zeigen, wie Miteinander statt Gegeneinander geht. Wir als Land bieten
dafür optimale Rahmenbedingungen: Ein neuer Standort, in Rekordzeit
aufgebaut. Hohe Praxisanteile. Großartige Schulen in der Region. Und vor
allem: Starke Partner mit der BTU, der Universität Potsdam, dem
Bildungsministerium und meinem Ministerium, die an einem Strang ziehen.
Herzlich willkommen in Brandenburg, liebe Lehramtsstudierende!“

Mit Blick auf den Bedarf an Lehrkräften in Brandenburg sagte
Bildungsminister Steffen Freiberg: „Wir unternehmen jede Anstrengung, um
genügend Lehrkräfte gewinnen zu können. Höhere Ausbildungskapazitäten an
den Universitäten tragen maßgeblich dazu bei, im eigenen Bundesland gut
ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer für unsere Grundschulen zu gewinnen.
Der Lehramtsstandort in Senftenberg ist ein herausragendes Beispiel dafür,
wie wir in Brandenburg Aus-, Fort- und Weiterbildung anders denken und
gemeinsam mit allen Beteiligten neu gestalten. Ich danke allen für Ihren
großen Einsatz. Das Brandenburger System der Lehrerbildung wird qualitativ
hochwertig und flexibel an den jeweiligen Bedarfen ausgerichtet und
bundesweit wegweisend sein. Gut ausgebildete Lehrkräfte führen zu gutem
Unterricht, gute Schulen wiederum machen einen attraktiven Standort aus.“

Für Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer ist der neue Studiengang
ein Segen: „Neue Professor*innen kommen nach Senftenberg, vor allem aber
freuen wir uns auf neue und mehr Studierende, die das Senftenberger
Stadtbild bereichern und beleben werden. Die jungen Menschen bleiben
hoffentlich zu einem großen Teil als gut ausgebildete Fachkräfte in der
Region, in der sich so viel Neues entwickelt und die Familien mit Kindern
beste Möglichkeiten bietet. Auch deshalb wird die Stadt Senftenberg die
BTU bei der Weiterentwicklung des Studiengangs auch in Zukunft nach
Kräften unterstützen.“

Robin Löfflath ist einer der mehr als 200 Interessierten, die sich auf die
ersten 50 Studienplätze beworben hatten – und der zugelassen wurde. Der
19-Jährige pendelt derzeit von Plessa im Landkreis Elbe-Elster nach
Senftenberg und freut sich über die Möglichkeit, in der Lausitz zu
studieren: „Ich habe mich bewusst für ein Lehramtsstudium an der BTU
entschieden, aufgrund der praxisnahen Studiengestaltung. Gleichzeitig
waren mir die Punkte Heimatverbundenheit und Unterstützung der Heimat
wichtig. Ich hoffe, mit modernen Lehrmethoden vertraut gemacht zu werden
und kann mir gut vorstellen, in der Region zu bleiben.“

Um den Beginn des Lehrbetriebs im Wintersemester 2023/24 ermöglichen zu
können, sind für das erste Jahr interimsweise vier
Vertretungsprofessor*innen ernannt worden: für die Fächer Deutsch,
Englisch, Mathematik und Erziehungswissenschaft. „Parallel laufen die
Ausschreibungen für die regulären Professuren, die nach einem
mehrmonatigen Berufungsverfahren ihren Dienst zum Wintersemester 2024/25
antreten werden“, erläutert Prof. Dr. Peer Schmidt, der an der BTU als
Vizepräsident den Bereich Studium und Lehre verantwortet und den Aufbau
des Studiengangs mit seinem Team erfolgreich koordiniert hat. Insgesamt
wird die BTU in den nächsten Jahren eigens für den Studiengang „Lehramt
Primarstufe“ zehn Professorinnen und Professoren berufen sowie weiteres
Personal für Lehre, Praktikumskoordination, Technik und Assistenz
einstellen. Mit der steigenden Zahl an akademischen Lehrkräften wird die
Universität dann auch mehr Lehramtsstudienplätze anbieten können – nach
aktueller Planung 120.

Informationen zum Studiengang: https://www.b-tu.de/lehramt-primarstufe-bed

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Früherkennung von Lungenkrebs: Mediziner stellen erstmals Eckpunkte eines nationalen Screening-Programms vor

Experten der DGP, DRG und DGT: Blum, Hoffmann, Vogel-Causse, Windisch, Nikolaou, Welcker  DGP
Experten der DGP, DRG und DGT: Blum, Hoffmann, Vogel-Causse, Windisch, Nikolaou, Welcker DGP

Noch immer sterben rund 45.000 Deutsche jährlich an Lungenkrebs, weil der
Tumor zu spät erkannt wird. Das soll sich jetzt ändern. Wissenschaftler
haben heute erstmals Eckpunkte eines nationalen Früherkennungsprogramms
vorgestellt, das vor allem das Sterberisiko für langjährige Raucher
deutlich senken kann. „Wir geben behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie
der Gesundheitspolitik klar definierte Empfehlungen an die Hand, die ein
einheitliches, strukturiertes, qualitätsgesichertes Früherkennungsprogramm
ermöglichen, das effektiv, sicher und zudem kosteneffizient ist“, sagt
Professor Torsten Blum, einer von drei federführenden Autoren des nun
vorgelegten Positionspapiers.

Ein Jahr haben Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für
Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der Deutschen Röntgengesellschaft
(DRG) und der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) gemeinsam
daran gearbeitet. „Gleichzeitig warnen wir vor den realen Gefahren für
Teilnehmer an unstrukturierten sowie unzureichend koordinierten Screening-
Maßnahmen, da so unnötigerweise Schwachstellen und Fehlerquellen entlang
der gesamten Prozesskette drohen“, ergänzt der Pneumologe Blum, Oberarzt
an der Klinik für Pneumologie des Helios Klinikums Emil von Behring in
Berlin.

Die für die Anwendung des Computertomografie-Screenings notwendige
Rechtsverordnung des zuständigen Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz könnte schon zum
Jahreswechsel in Kraft treten. Anschließend hat der Gemeinsame
Bundesausschuss (G-BA), der über den Leistungsanspruch gesetzlich
krankenversicherter Menschen entscheidet, 18 Monate Zeit für die
Erarbeitung einer notwendigen Richtlinie. „Ein unstrukturiertes
Lungenkrebs-Screening ohne konkrete Richtlinien-Vorgaben ist somit
vielleicht schon zum Jahresbeginn möglich, ein strukturiertes Programm
aber erst mit den Beschlüssen des G-BA“, erklärt Professor Hans Hoffmann,
Thoraxchirurg und der zweite federführende Autor des Positionspapiers.
„Als Kliniker wünschen wir uns natürlich zeitnah gute Richtlinien für ein
strukturiertes Lungenkrebs-Screening-Programm in Deutschland, da es
Menschenleben retten wird. Wir wissen aber auch um die damit einhergehende
Arbeit und Verantwortung für den G-BA. Seitens der im Lungenkrebs-
Screening beteiligten Fachgesellschaften unterstützen wir den zuständigen
Bundesausschuss in seiner Arbeit, da wir alle ein wirksames und sicheres
nationales Programm möchten“, so der Leiter der Sektion für
Thoraxchirurgie am Klinikum rechts der Isar in München und Vorsitzender
der Zertifizierungskommission für Lungenkrebszentren der Deutschen
Krebsgesellschaft.

Obwohl Nutzen und Sicherheit von Lungenkrebs-Screenings wissenschaftlich
unstrittig sind, gilt es aber bis zum Vorliegen der G-BA-Richtlinie,
weiterhin auf die Gefahren hinzuweisen. Die Botschaft ist hierbei klar:
Niedrige Teilnahmequoten sowie hohe Raten an Überdiagnosen oder falsch-
positiven Befunden gefährden die Früherkennungsziele, können aber durch
klare Strukturvorgaben vermieden werden. „Im Rahmen unserer HANSE-Studie
zur Lun-genkrebsfrüherkennung konnten wir an drei Klinik-Standorten in
Norddeutschland zeigen, dass ein strukturiertes Lungenkrebs-Screening-
Programm im bestehenden Gesundheitssystem gut integrierbar und machbar
ist“, zeigt der Radiologe Professor Jens Vogel-Claussen auf. Er ist Leiter
der HANSE-Studie und der dritte federführende Autor des neuen
Positionspapiers. „Die Umsetzung unserer Empfehlungen wird zu einer
wirksamen und sicheren Lungenkrebs-Früherkennung in Deutschland führen.
Aber auch zukünftig ist eine Beteiligung der Fachgesellschaften wichtig,
um ein nationales Programm aufgrund neuer Forschungserkenntnisse gemeinsam
weiterzuentwickeln“, so der
Leitende Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle
Radiologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

Betroffen sind 3,3 Millionen Männer sowie 2,2 Millionen Frauen – Programme
zu Rauchentwöhnung verpflichtend

Konkret soll sich das Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm an Menschen im
Alter zwischen 50 und 75 Jahren richten, die mindestens 25 Jahre rauchen
oder deren Rauchstopp weniger als zehn Jahre zurückliegt. Auch Betroffenen
mit mindestens 15 Packungsjahren – sprich: wer beispielsweise eine Packung
pro Tag über 15 Jahre hinweg geraucht hat – soll das Screening ermöglicht
werden. Dies träfe insgesamt auf rund 3,3 Millionen Männer sowie etwa 2,2
Millionen Frauen in Deutschland zu, stellen die Experten dar. Die sich
jährlich wiederholende Vorsorgeuntersuchung soll von einer zentralen
Stelle koordiniert werden. Das Lungenkrebs-Screening selbst wird mittels
niedrigdosierter Computertomografie vorgenommen werden. „Die
Lungenkrebsfrüherkennung im Rahmen eines gut strukturierten Screening-
Programms ist eine der wichtigsten Empfehlungen der vergangenen zehn Jahre
im Bereich Lungenkrebs“, hebt DGP-Präsident Professor Wolfram Windisch,
Chefarzt der Lungenklinik an den Kliniken der Stadt Köln, die Bedeutung
des Papiers hervor. „In diese organisierten Vorsorgeuntersuchungen müssen
aber auch verpflichtend Programme zur Rauchentwöhnung eingebettet werden,
da deren Zusatznutzen wissenschaftlich klar belegt ist.“

Bisher geringe Überlebenschancen – Neues Versorgungsangebot durch
regionale Lungenkrebs-Zentren

Etwa 57.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Lungenkrebs.
Nur rund 21 Prozent der Frauen und etwa 15 Prozent der Männer überleben
die darauffolgenden fünf Jahre. Bei Männern ist Lungenkrebs nach
Prostatakrebs die zweithäufigste, bei Frauen nach Brustkrebs und Darmkrebs
die dritthäufigste Krebsneuerkrankung. Zuletzt wurden in Deutschland fast
45.000 Todesfälle durch Lungenkrebs registriert – pro Jahr. Weltweit sind
es jährlich in etwa 1,8 Millionen Todesfälle. Was Patientinnen und
Patienten sowie deren An-gehörige zusätzlich enorm belastet: Mit dem
Lungenkarzinom als Grunderkrankung gibt es sehr oft zahlreiche
Begleiterkrankungen. Darüber hinaus tritt keine andere Krebsart mit so
vielen Symptomen auf. „Was die Risikogruppe braucht, ist ein
flächendeckendes und hoch-wertiges Versorgungsangebot. Vertragsärztliche
Radiologien sowie die Radiologie in einem auf Lungenkrebs spezialisierten
Zentrum sollen eine qualitätsgesicherte Untersuchung so-wie eine
exzellente Befundqualität sicherstellen“, sagt Professor Konstantin
Nikolaou, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). „Dabei soll
jedem Lungenkrebs-Zentrum ein fest definierter regionaler
Versorgungsbereich in Deutschland zugewiesen werden“, so der Ärztliche
Direktor der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
am Universitätsklinikum Tübingen.

Frühzeitige Lungenkrebsbehandlung geht nur im interdisziplinären Team

Konkret wird in dem Positionspapier dargelegt, wie ein organisiertes
Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm in Deutschland genau aussehen kann.
Dabei wird nicht nur die Zielgruppe definiert, auch die konkreten
Behandlungsmethoden, Untersuchungsintervalle, Ressourcenaufwände,
Anforderungen an die Screening-Einrichtungen und die Qualifikation der
behandelnden Medizinerinnen und Mediziner wird dargelegt. Festgeschrieben
ist auch, dass die Untersuchung sowie die gesundheitliche Beurteilung von
betroffenen Patientinnen und Patienten nur im interdisziplinären Team
geschehen kann. Dazu zählen Fachärztinnen und -ärzte für Pneumologie,
Radiologie und Thoraxchirurgie. „Für die umfassende Beurteilung und
weitere Behandlung bei der Lungenkrebs-Früherkennung brauchen wir eine
breite Expertise in den Fallbesprechungen. Für die Thoraxchirurgie ist ein
qualitätsgesichertes Früherkennungsprogramm mittels niedrigdosierter
Computertomografie der Schlüssel dazu, Lungenkrebs früher als bisher zu
erkennen und die Sterberate zu reduzieren“, sagt Dr. Katrin Welcker, Past-
Präsidentin und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für
Thoraxchirurgie (DGT). Sie ist Mitautorin des vorgelegten Positionspapiers
und Chefärztin an der Klinik für Thoraxchirurgie der Kliniken Maria Hilf
in Mönchengladbach.

Vorsorge senkt Gesundheitskosten – Vorschlag für Gemeinsamen
Bundesausschuss

Noch gibt es ein Lungenkrebs-Screening als flächendeckend organisierte
Vorsorgeuntersuchung für Risikogruppen nicht. Vergleiche mit dem seit
Jahren etablierten Mammografie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung bei
Frauen weisen laut der Experten aber auf die enormen Erfolgsaussichten
hin. Neben den medizinischen und gesundheitlichen Aspekten hat das
Positionspapier auch die ökonomischen Punkte im Blick: „Der Lungenkrebs
nimmt jeweils den ersten Rang bei den direkten und indirekten
krebsbedingten Gesundheitskosten in Europa ein“, sagt Autor Torsten Blum.
„Nach unserer Vorstellung sollen die Krankenkassen die Kosten für das
Lungenkrebsscreening tragen. Mehrere gesundheitsökonomische Modelle
konnten mittlerweile die Kosteneffektivität von jährlichen
niedrigdosierten CT-Lungenkrebs-Screening-Programmen nachweisen“, so der
Wissenschaftler.

Originalpublikation:
https://www.thieme-
connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2175-4580.pd

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Bundesminister V. Wissing informiert sich über Forschungsvorhaben z. kooperativen Regelung von Multifahrzeugsystemen

Dr.-Ing. B. Kolewe demonstriert dem Bundesminister f. Digitales u. Verkehr, Dr. V. Wissing, die Funktionalitäten einer mobilen Kommandozentrale für den kooperativen Betrieb autonomer, elektrisch angetriebener Schub- und Schleppermodule zur Schiffsassistenz  Prof. Dr. Torsten Jeinsch  Universität Rostock
Dr.-Ing. B. Kolewe demonstriert dem Bundesminister f. Digitales u. Verkehr, Dr. V. Wissing, die Funktionalitäten einer mobilen Kommandozentrale für den kooperativen Betrieb autonomer, elektrisch angetriebener Schub- und Schleppermodule zur Schiffsassistenz Prof. Dr. Torsten Jeinsch Universität Rostock

Auf der Fachkonferenz „Neue Technologien und Testfelder für Wasserstraßen
und Häfen”, die Anfang Oktober in Karlsruhe stattfand, präsentierten
Dr.-Ing. Björn Kolewe vom Lehrstuhl Regelungstechnik der Universität
Rostock und Leon Tietz von der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft
mbH (BEHALA) aktuelle Forschungsergebnisse zu maritimen Technologien in
Häfen und auf Wasserstraßen.

Die Forscher stellten in einem gemeinsamen Vortrag die Vision „Vom
Seehafen bis zur Haustür – autonomer Gütertransport auf dem Wasserweg“ mit
aktuellen Ergebnissen aus den Forschungsvorhaben ModularShipAssist,
DigitalSOW, SensorSOW und DigiLoeWe vor. Am zweiten Konferenztag besuchte
der Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, den
Ausstellungsstand des Verbundprojekts ModularShipAssist. Vertreter des
Projektkonsortiums, dem das Unternehmen Voith, die Technische Universität
Hamburg und die Universität Rostock angehören, demonstrierten erste
Forschungsergebnisse zur kooperativen Regelung von Multifahrzeugsystemen.

Ziel der Konferenz war es, Ergebnisse aus den durch das Bundesministerium
für Digitales und Verkehr unterstützten Förderprogrammen „Innovative
Hafentechnologien (IHATEC)“, „Digitale Testfelder Häfen (DigiTest)“ und
„Digitale Testfelder Wasserstraßen
(DTW)“ vorzustellen und zu diskutieren, um die Zukunft der Wasserstraßen
und Häfen gemeinsam zu gestalten.

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