Eine ganze Stadt für Insekten wieder lebenswert gestalten: Ab sofort können Spielerinnen und Spieler in die faszinierende und bunte Welt von „Project Pollination: A Buzzing Rescue” (https://projectpollination- lib.de/) eintauchen. Das Educational Escape Spiel schärft auf spielerische Weise das Bewusstsein für Bestäuber und Biodiversität.
Das browserbasierte Spiel nimmt die Spielenden mit in eine fiktive Stadt, die den Titel „BiodiverCity – Die Stadt mit der höchsten Biodiversität Deutschlands" gewinnen möchte. Um dies zu erreichen, müssen sie unter Zeitdruck Rätsel und Aufgaben rund um das Thema Bestäubung lösen. Doch nur wer das Stadtbild am Ende maßgeblich verändert und ein Paradies für Bestäuber wie Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlinge geschaffen hat, gewinnt den ersten Platz.
Entwickelt wurde „Project Pollination: A Buzzing Rescue” von einem Team aus der Besuchenden- und Bildungsforschung und der Ausstellungsabteilung des Museum Koenig Bonn in enger Zusammenarbeit mit der Gamification Agentur Pfeffermind in Berlin. Es richtet sich an alle Spielbegeisterte und Interessierte ab 13 Jahren. Gespielt werden kann alleine oder mit mehreren Mitspielerinnen und Mitspielern. Wer die Rätsel in der Gruppe lösen möchte, benötigt zusätzlich ein Videokonferenz-Tool. Das Spiel ist kostenlos und alle können direkt ohne Registrierung im Browser in Deutsch oder Englisch loslegen.
Den Kern des Spiels bildet eine Stadtkarte mit verschiedenen Orten. An jedem dieser Orte stellen die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner den Spielenden Rätsel. Was kann ich auf meiner Fensterbank pflanzen? Um diese Fragestellung geht es zum Beispiel beim Mehrfamilienhaus. Die maximale Spieldauer ist auf 60 Minuten begrenzt. Innerhalb dieser Stunde vergeht im Spiel ein Jahr, in dem die Spielenden in vier Jahreszeiten neue Rätsel und Aufgaben erwarten. Um diese zu lösen, müssen sie Hinweise und Informationen sammeln und miteinander kombinieren. „Uns war es wichtig, auf spielerische Weise Wissenswertes über Bestäubung und Biodiversität zu vermitteln und den Spielenden praktische Tipps zu geben, wie sie Bestäuber zu jeder Jahreszeit ganz einfach unterstützen können”, erklärt Dr. Inga Specht, Leiterin der Abteilung Besuchenden- und Bildungsforschung. Im Spiel liegt der Fokus daher auf den Bestäubern vor unserer Haustür und ihrer Bedeutung, nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Natur und somit den gesamten ökologischen Kreislauf.
Das Spiel basiert auf Forschung und Praxis zu Serious Games und game-based learning, wo es unter anderem darum geht, Wissensvermittlung und Spielen zu verbinden. Der evidenzbasierten Entwicklung des Spiels zum Thema Biodiversität liegt die Frage zu Grunde, ob Escape Spiele Wissen nachhaltig vermitteln können. Als reine Online-Version ist das Spielen unabhängig vom Museumsbesuch möglich. Zudem ist das Educational Escape Spiel Teil eines Forschungsprojekts, bei dem zwei Spielvarianten hinsichtlich ihres nachhaltigen Wissenstransfers miteinander verglichen werden sollen.
Das Projekt wird durch die Europäische Union als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.
Deutscher Herzchirurg PD Dr. Simon Sündermann präsentiert fachgebietsübergreifenden Konsens zur einheitlichen Bestimmung der Gebrechlichkeit als Risikofaktor bei Eingriffen am Herzen.
Gebrechlichkeit (Frailty): Ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor bei Herzoperationen und kathetergestützten Herzklappeninterventionen
In der Umgangssprache gelten Menschen als gebrechlich, wenn sie durch den Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit den Alltag nicht mehr ausreichend bewältigen können. Dies geschieht zumeist altersbedingt. Die Medizin definiert den Begriff Gebrechlichkeit einen Zustand, bei dem physische und geistige Schwäche und die Anfälligkeit für Stürze und mehr den Alltag einschränken oder die Lebensbewältigung reduzieren. Die sogenannte Frailty ist auch ein Risikofaktor bei Operationen und gilt in der medizinischen Literatur seit langem als bedeutsamer Faktor zum Beispiel für eine erhöhte Sterblichkeitswahrscheinlichkeit, insbesondere nach Herzoperationen oder nach katheterbasiertem Ersatz erkrankter Aortenklappen (TAVI).
Taskforce zur Erforschung der Frailty-Faktoren
Doch anhand welcher Messmethoden und -werte lässt sich "Frailty" in diesen Bereichen am besten einheitlich festlegen und bewerten? Darüber gab es bisher zwischen den kardiologischen und herzchirurgischen Fachgesellschaften Europas keine Einigkeit. Um dies zu ändern, wurde mit Unterstützung von Professor Dr. med. Volkmar Falk, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und zugleich Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC), eine fachgebietsübergreifende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Den beiden Leitern, Herzchirurg PD Dr. med. Simon H. Sündermann, und seinem kardiologischen Partner, Prof. Josef Niebauer von der Universität Salzburg, standen in dieser „Taskforce“ Kolleg:innen aus Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesiologie, Geriatrie und der Biostatistik zur Seite.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Basis für fachgebietsübergreifenden Konsens
Das Ergebnis dieser intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit wurde jetzt als gemeinsames Positionspapier der beiden europäischen Fachgesellschaften der Herz-/Thoraxchirurgen (EACTS) und der Präventiv- Kardiologen (EAPC) auf dem Jahreskongress der europäischen Vereinigung für Herz-Thorax-Chirurgie (#EACTS) vorgestellt und sowohl im European Journal of Cardiothoracic Surgery (#EJCTS) als European Journal of Preventive Cardiology (#EJPC) publiziert: eine detaillierte Bestandsaufnahme des aktuellen Forschungsstands und der sich daraus ableitenden fachübergreifend empfohlenen Verfahren zur Bewertung der "Frailty".
Das "Consensuspaper" definiert Kriterien zur Bestimmung der Gebrechlichkeit und deren Aussagekraft, etwa in Bezug auf die zu erwartende Lebensqualität nach herzchirurgischen Eingriffen und TAVI, oder das Auftreten von postoperativen Komplikationen oder die Sterblichkeit der Patient:innen. Zudem enthält das Konsensuspapier Empfehlungen zur Durchführung eingriffsvorbereitender Maßnahmen, die zu einem besseren klinischen Zustand der Patient:innen beitragen können. „Auch an dieser Stelle zeigt sich, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit der bestmögliche Ansatz für die Patient:innen und deren Sicherheit ist“, betont der Präsident der herzchirurgischen Fachgesellschaft Falk. „Wir wollen nachhaltig dazu beitragen, dass Ergebnisse in der "Frailty"-Forschung belastbar verglichen und klinische Behandlungsstandards weiter etabliert werden können. Auf diesem Weg sind wir nun einen großen Schritt weitergekommen," sagt PD Dr. med. Simon Sündermann: „Unser herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden und Unterstützer:innen."
Entdecken Sie die Welt der kostenlosen Online-Freecell-Spiele! Erfahren Sie alles, was es über dieses faszinierende PnP (Pick and Play)-Spiel zu wissen gibt - von den Grundlagen des Spielens bis zu den Strategien, die Ihnen helfen können, es zu meistern.
Mit der Evolution der Technologie hat sich die Spielelandschaft drastisch verändert. Die Einführung von Online-Spielen und mobilen Anwendungen hat die Art und Weise, wie wir traditionelle Kartenspiele spielen, erheblich verändert. Ein Spiel, das Tradition und digitale Eleganz auf elegante Weise miteinander verbindet, ist das Freecell-Spiel. Dieses Spiel wurde meisterhaft auf verschiedene Online-Plattformen übertragen, bietet kostenloses Spielen und liefert das außergewöhnliche Spielerlebnis, nach dem wir alle suchen.
Dieses Online-Freecell-Spiel, oft als zeitloser klassischer Kartenspiel-Klassiker anerkannt, wurde wunderschön für das digitale Zeitalter umgestaltet. Die Wurzeln des Spiels reichen bis nach Skandinavien und Deutschland zurück, aber es erlangte weltweite Berühmtheit, als Microsoft es auf jedem von ihnen verkauften Computer anbot. Aber was unterscheidet dieses Spiel von den anderen? Es liegt alles in der fesselnden Kombination aus Strategie, Geschick und Glück, die es bietet, und bietet ein herausforderndes, aber befriedigendes Spielerlebnis.
Tauchen Sie ein ins Spiel: Verstehen Sie Ihren Spielplatz
Beginnen wir damit, die Grundlage dieses Spiels zu verstehen. Ein Online-Freecell-Spiel besteht hauptsächlich aus einem einzelnen Kartenspiel, das in bestimmten Reihen und Positionen angeordnet ist. Im Laufe des Spiels fungieren diese Karten als Ihre Spielfiguren und der Schlüssel, um Ihren Sieg zu erringen.
Am Anfang des Spiels sehen Sie acht Stapel - sieben davon sind mit einer unterschiedlichen Anzahl von verdeckten Karten gefüllt, und eine obere Reihe besteht aus vier Heimzellen und vier Freizellen. Die Heimzellen sind Ihr Endziel, während die Freizellen als Manövrierplätze dienen. Ihr endgültiges Ziel? Die Heimzellen mit aufsteigend geordneten Anzügen zu füllen und dabei die Freizellen zu nutzen, um das Deck zu entwirren.
Befehlen Sie die Karten: Verstehen der Spielregeln
Zu wissen, wie man spielt, ist die Grundlage jedes Spiels, und diese Pick-and-Play-Version ist keine Ausnahme. Die Regeln sind bemerkenswert einfach, was das Spiel zu einer unterhaltsamen Freizeitbeschäftigung für alle Altersgruppen macht.
Sie können jeweils eine Karte zwischen den Stapeln bewegen, wobei Sie sich an die Regeln der absteigenden Reihenfolge und unterschiedlicher Farben halten. Die Freizellen dienen als Ihre Platzhalter. Sie können eine beliebige Karte, die Sie wählen, in den Freizellen ablegen, um das Deck zu sortieren. Beachten Sie, dass, sobald eine Karte in der Heimzelle ist, sie nicht entfernt werden kann. Diese Regel fügt eine strategische Ebene hinzu, die das Spiel noch fesselnder macht.
Strategie, Optimierung und Sieg: Die Kunst des Freecell meistern
Ein tiefes Verständnis verwandelt Sie vom Spieler zum Strategen. Die Entwicklung einer effektiven Strategie ist wahrscheinlich der lohnendste Aspekt dieses Online-Puzzles.
Beginnen Sie damit, Ihre Züge zu planen und Ihre Freizellen zu optimieren. Es ist entscheidend, die Freizellen so lange wie möglich unbelastet zu lassen. Darüber hinaus sollten Sie ein Auge auf niedrigere Karten haben, die unter höheren Karten vergraben sind. Das Auffinden dieser Karten so früh wie möglich verbessert Ihre Chancen auf sinnvollen Fortschritt. Es mag anfangs einschüchternd erscheinen, aber mit kontinuierlicher Übung und strategischer Planung können Sie sich bald mühelos in diesem Gedankensport behaupten.
Problemloses Spielen: Die Schönheit von Online-Freecell-Spielen erkunden
Die Technologie hat das Freecell-Spiel in greifbare Nähe gerückt und es von überall und jederzeit aus zugänglich gemacht. Kein umständlicher Aufbau, kein physischer Spielspace oder mehrere Kartenspiele sind erforderlich.
Erleben Sie die Freude der kostenlosen Online-Spielegemeinschaft, in der Sie sich gegen erfahrene Spieler herausfordern oder eine ruhige Solo-Runde zum Entspannen genießen können. Mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und faszinierenden Themen wird die Online-Welt des Freecell-Spiels Sie unterhalten und geistig anregen.
Top Free Freecell-Spiele online: Wählen Sie Ihre digitale Herausforderung
Die Auswahl aus der Fülle von kostenlosen Online-Freecell-Spielen kann aufgrund der großen Vielfalt sowohl aufregend als auch überwältigend sein. Jede Version bringt etwas Einzigartiges mit - Verbesserungen im Design, Themen oder Schwierigkeitsgrad in freecell online spielen. Hier bieten wir eine kurze Liste einiger der beliebtesten Versionen dieses Spiels, die in der grenzenlosen Welt des Internets verfügbar sind, und untersuchen jede im Detail.
Microsoft Solitaire Collection
Keine Liste kann beginnen, ohne dem Software-Giganten, der Freecell populär gemacht hat, gebührenden Dank zu zollen - Microsoft. Sie bieten eine Online-Version als Teil ihrer Solitaire Collection an. Diese Version setzt das Erbe des einfachen Designs und der intuitiven Benutzeroberfläche fort, die vielen vertraut sind, und bleibt daher eine Top-Wahl.
Die Microsoft Solitaire Collection ermöglicht es den Spielern, aus verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu wählen, was sie sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Spieler großartig macht. Ihr Punktesystem und Leistungsbadges fügen eine spielerische Wettbewerbsebene hinzu, die selbst die erfahrensten Spieler nie enttäuscht.
MobilityWare Freecell
MobilityWare, bekannt für ihre engagiertenSammlungen von Kartenspielen, bietet eine verlockende Variante von Online-Freecell
Ihre Version zeichnet sich durch ihre hellen, einladenden Grafiken und ihre benutzerfreundliche Benutzeroberfläche aus.
MobilityWare bietet eine einzigartige "Daily Challenge"-Funktion, bei der Sie gegen Spieler auf der ganzen Welt antreten können. Dies beschleunigt nicht nur Ihr Geschicklichkeitswachstum, sondern bringt auch einen globalen Wettbewerbsvorteil in Ihr Gameplay, um es immer spannend zu halten.
World of Solitaire
Die Freecell-Version von World of Solitaire bringt das Spielen in eine ruhige, entspannende Umgebung. Mit seiner einfach zu navigierenden Benutzeroberfläche und beruhigenden visuellen Elementen beweist es, dass Spieleerlebnisse eine beruhigende Erfahrung sein können.
Trotz seiner einfachen Aura spart das Spiel nicht an Funktionen. Mit Optionen für ein- oder dreimaliges Kartenziehen, Rückgängigmachen von Zügen und detaillierten Spielstatistiken bietet es eine umfassende Spieleplattform, die sowohl für Freizeitspieler als auch für begeisterte Spieler geeignet ist.
Green Felt Freecell Solitaire
Green Felt hat mit seinem minimalistischen Design, das sich ausschließlich auf das Gameplay konzentriert, in der Freecell-Welt seine grüne Samtmarke hinterlassen. Die Plattform bietet ein ungestörtes Spielerlebnis, das Hardcore-Freecell-Fans zu schätzen wissen.
Ihre Freecell-Version umfasst einzigartige Funktionen wie Autoplay für offensichtliche Züge und eine Wiederholungsfunktion, um Spiele erneut zu versuchen. Der Wettbewerbsgeist bleibt mit einem Leaderboardsystem lebendig, das Ihr Gameplay in einen globalen Kontext stellt.
Schlussfolgerung: Die Entzauberung des Mythos, es ist mehr als nur ein Spiel
Die Welt der kostenlosen Online-Freecell-Spiele bietet mehr als nur Unterhaltung. Es ist ein mentales Training, das zur Verbesserung der Konzentration, der strategischen Fähigkeiten und der geistigen Beweglichkeit beiträgt. Gleichzeitig dient es als entspannende Freizeitbeschäftigung, die Ihnen hilft, sich von den täglichen Belastungen zu entspannen.
Die Entschlüsselung der Online-Versionen dieses zeitlosen Klassikers führt Sie in eine globale Gemeinschaft ein, bietet hervorragende Spielerinterfaces und vor allem einen Raum, um Ihre Spielerfähigkeiten herauszufordern und zu verbessern. Also tauchen Sie ein in diese fesselnde Online-Welt von Freecell - einem Ort, an dem Strategie auf Spaß trifft und immer ein Kartenzug auf Ihren Befehl wartet!
Denken Sie daran, dass jedes Freecell-Spiel, das Sie spielen, ein neues Rätsel ist, das darauf wartet, gelöst zu werden. Ist das nicht etwas, das Sie begeistert sagen lässt, 'Pick-and-Play'?
Betroffene mit hohem Risiko für einen plötzlichen Herztod sind neben einer optimalen medikamentösen Therapie mit einem implantierten Defibrillator (ICD) am wirksamsten geschützt. Dafür gibt es verschiedene Geräte-Typen. Eine neue Technologie steht voraussichtlich Ende dieses Jahres zur Verfügung.
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Ursache dieses Sekundenherztods ist in den meisten Fällen ein lebensbedrohliches Kammerflimmern, bei dem es zu einer unkoordinierten Serie von schnellen Kontraktionen des Herzens kommt. „Nur wenn innerhalb weniger Minuten eine Herzdruckmassage durch Laien erfolgt oder ein sogenannter Defibrillator mit einem Stromstoß das Kammerflimmern beendet, hat die oder der Betroffene eine Überlebenschance“, betont Prof. Dr. med. Christian Butter, Leiter der Kardiologie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Herzwochen (Motto „Herzkrank? Schütze Dich vor dem Herzstillstand!“) mit zahlreichen Informationsangeboten unter https://herzstiftung.de/herzwochen An vielen Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Gebäuden sind zunehmend sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) angebracht, die von medizinischen Laien bedient werden können. Extern deswegen, weil der Stromstoß von außen mittels Elektroden auf der Brust erfolgt. Auf einem Display oder akustisch wird man Schritt für Schritt beim Bedienen eines AEDs angeleitet, bis Ärzte und Sanitäter eintreffen. Infos zur Wiederbelebung unter <https://herzstiftung.de/wiederbelebung>
Zwei Drittel der Betroffenen sind älter als 60 Jahre alt „Ein plötzlicher Herztod ereilt etliche Menschen ohne Vorwarnung“, erklärt Prof. Butter, der sich schwerpunktmäßig mit kardialen elektrischen Implantaten beschäftigt. Zwei Drittel der Betroffenen sind älter als 60 Jahre alt; Männer trifft es doppelt so häufig wie Frauen. Verlieren Menschen kurzzeitig das Bewusstsein (Synkope), haben regelmäßige starke Brustschmerzen oder treten in einer Familie gehäuft Fälle eines plötzlichen Herztodes auf, sollten sie eine kardiologische Praxis aufsuchen. Denn dies können Warnzeichen sein, die auf das lebensbedrohliche Ereignis hinweisen. Auch ein bereits überlebter plötzlicher Herztod oder bestimmte Herzerkrankungen können die Gefahr eines plötzlichen Herztods erhöhen. Das ist zum Beispiel bei einer länger bestehenden Herzinsuffizienz (Herzschwäche) der Fall, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut zu pumpen und den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. In jungen Jahren sind insbesondere Menschen mit entzündlichen Herzmuskelerkrankungen, strukturellen Veränderungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) oder mit genetisch bedingten Herzrhythmusstörungen bedroht.
Sonden des Defibrillators überwachen den Herzrhythmus „Patienten, die ein hohes Risiko für einen plötzlichen Herztod tragen, sind neben einer optimalen medikamentösen Therapie mit der Implantation eines Defibrillators (ICD) am wirksamsten geschützt“, betont Prof. Butter. Die Abkürzung ICD steht für „Implantierbarer Cardioverter Defibrillator“. Das kleine Gerät – die modernen Ausführungen sind maximal fünf Zentimeter groß und zirka einen Zentimeter dick – wird meist in der linken Schulter unter der Haut eingesetzt. Es besteht aus der Steuereinheit inklusive Batterie sowie mindestens einer Sonde, die über die Vene in die rechte Herzkammer gelegt wird. Diese Sonde überwacht den Herzrhythmus. Tritt das gefährliche Kammerflimmern auf, normalisiert der Defibrillator mit einem Stromstoß die Herzaktivität. Daneben kann das Gerät bestimmte regelmäßig auftretende Herzrhythmusstörungen mittels Stimulationsimpulsen beenden oder aber den Herzschlag wie ein Schrittmacher beschleunigen, wenn er zu langsam ist. Davon merken die Patientinnen und Patienten nichts. „Eine ICD-Schockabgabe dagegen ist für die meisten Patienten schmerzhaft“, sagt Prof. Butter. „Er ist vergleichbar mit einem Schlag auf den Brustkorb.“ Allerdings würden die Betroffenen bei sehr schnellen Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern meist nach wenigen Sekunden bewusstlos werden, sodass sie den Stromstoß nicht miterleben.
Mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Medizin In der Regel reichen für die Implantation eines ICD-Defibrillators eine lokale Betäubung sowie eine leichte Narkose. Die Patienten können am selben oder am nächsten Tag die Klinik verlassen. Allein im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 20.000 ICD neu implantiert. „Ein ICD wacht über den Herzrhythmus, kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen beenden und so Leben retten“, so der Herzspezialist aus Bernau. „Bei der Entscheidung für die Implantation eines ICD steht diese Schutzfunktion, einen plötzlichen Herztod zu verhindern, im Vordergrund. Der ICD lindert keine akuten Beschwerden wie Luftnot, Brustschmerzen oder geschwollene Beine. Dafür kommen andere Therapien wie Medikamente oder interventionelle Verfahren zum Einsatz.“ Patienten mit einem implantierten ICD werden engmaschig kontrolliert. Dennoch kann es, verbunden mit einem ICD, zu Risiken und Nebenwirkungen kommen. Die häufigste unerwünschte Nebenwirkung sind sogenannte inadäquate Stromstöße, weil das Gerät harmlose Herzrhythmusstörungen fehldeutet oder die Sonden falsche Messdaten liefern. Das kann für Patienten psychisch sehr belastend sein. Entzündungen im Bereich des implantierten Defibrillators oder der Sonden können ebenfalls eine Folge sein. Um mögliche Komplikationen in solchen Fällen zu vermeiden, muss der ICD dann meist entfernt werden. „Doch die lebensrettende Wirkung der Defibrillator-Therapie, das geschenkte Leben, überwiegt die möglichen Nebenwirkungen“, sagt Herzstiftungs-Experte Prof. Butter. „Die Medizin hat mehr als 40 Jahre Erfahrung mit dem ICD-System. Das ist der Goldstandard in der Defibrillator-Therapie.“ (weg)
Verschiedene Defibrillator-Typen
Transvenöse Defibrillatoren werden unterhalb des Schlüsselbeins auf dem Brustmuskel implantiert. Über die Schlüsselbeinvene werden ein oder mehrere Sonden in die rechte Herzkammer gelegt. Dieses System heißt „Implantierbarer Cardioverter Defibrillator“(ICD).
Subkutane Defibrillatoren (subkutane ICD oder s-ICD) werden unterhalb der linken Achsel zwischen Muskelschichten eingebracht, die Sonden neben dem Brustbein unter der Haut platziert. Sie werden mit dem Gerät per Kabel unter der Haut verbunden. Vorteil: Keine Gefahr von schweren Infektionen. Nachteil: Sie können nicht wie die ICDs bestimmte Herzrhythmusstörungen beheben oder als Schrittmacher fungieren.
Extravaskuläre Defibrillatoren haben eine neue Technologie, die voraussichtlich Ende 2023 zur Verfügung stehen wird. Das Aggregat wird in der Achsellinie implantiert, die Elektrode hinter dem Brustbein auf dem Herzen. Diese können Stimulationsimpulse abgeben und so bestimmte regelmäßig auftretende Herzrhythmusstörungen beheben.
Kardiale Resynchronisationssysteme (CRT) mit Defibrillator sind besondere Herzschrittmacher, die über zwei Elektroden beide Herzkammern erreichen und dafür sorgen, dass diese synchron aufeinander abgestimmt schlagen. Dadurch verbessern sich bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Symptome. Diese Systeme haben häufig zusätzlich eine Defibrillatorfunktion (CRT-D).
Defibrillatorwesten sind Textilwesten mit Gurten, in die eine Elektronik integriert ist, die den Herzrhythmus überwacht und falls notwendig einen Stromstoß abgibt. Mittels Stimulationsimpulsen kann sie bei Herzrhythmusstörungen auch den normalen regelmäßigen Herzschlag ermöglichen. Die Westen werden vorübergehend von Patienten mit neu diagnostizierter Herzinsuffizienz getragen oder wenn die Implantation eines ICD noch unklar ist. Die Westen werden mit WCD abgekürzt für „Wearable Cardioverter Defibrillator“.
(weg)
Service-Tipps Die Deutsche Herzstiftung informiert in den bundesweiten Herzwochen 2023 (1.-30. November) unter dem Motto „HERZKRANK? Schütze Dich vor dem HERZSTILLSTAND!“ darüber, wie Vorbeugung, Erkennung und konsequente Behandlung von Herzerkrankungen helfen, das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren, dass das Herz plötzlich stillsteht. Infos zur Kampagne mit kostenfreien Präsenz- und Online-Veranstaltungen, Herzseminaren, Broschüren sowie Podcasts und Video-Clips unter <https://herzstiftung.de/herzwochen> und über die sozialen Medien instagram, facebook, YouTube, Linkedin und X (Twitter).
Der Ratgeber „Herzkrank? Schütze Dich vor dem Herzstillstand!“ (158 S.) kann kostenfrei per Tel. unter 069 955128-400 (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) angefordert werden. Leicht verständlich informieren Herzexperten über die wichtigsten Ursachen des Herzstillstands und wie Vorbeugung, Diagnose und konsequente Behandlung von Herzerkrankungen helfen, das Risiko eines plötzlichen Herztods auf ein Minimum zu reduzieren. Überlebende eines plötzlichen Herztods berichten eindrücklich in Patientenportraits. Weitere Infos unter https://herzstiftung.de/herzwochen