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Podiumsdiskussion „Was ist Wahrheit?“ in der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ am 5. Oktober 2023 | 19 Uhr | Hamburg

Die Leichtigkeit, mit der sich heute „alternative Fakten“ verbreiten
lassen, ist erstaunlich wie auch besorgniserregend. Sie stellt die
Wissenschaft bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen und ihrem
Ringen um „Wahrheit“ vor zunehmende Probleme. Vor diesem Hintergrund laden
Akademienunion und Max Weber Stiftung gemeinsam mit der Akademie der
Wissenschaften in Hamburg am 5. Oktober 2023 um 19 Uhr zum Thema „Was ist
Wahrheit“ ins Hotel Baseler Hof in Hamburg ein. Die Veranstaltung findet
im Rahmen der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ statt. Auf dem Podium
sind: Prof. Dr. Peter Geimer, Prof. Dr. Mojib Latif und Prof. Dr. Maren
Urner.

Mit der Suche nach „der Wahrheit“ verbindet sich seit jeher die zentrale
Frage „Was ist eigentlich Wahrheit?“ Gibt es immer nur eine? Und zieht
„Wahrheit“ automatisch eine zielgerichtete Aktion nach sich? Wer erzählt
wem welche Geschichte? Vermitteln die Medien Belegbares oder ist das nur
Clickbaiting? Wie wird Geschichte heute und früher (visuell) vermittelt?
Wahrheit oder Lüge – Wissenschaft oder gefühlte Fakten? Wie viel Wahrheit
verträgt der Mensch? Die Podiumsdiskussion bringt Forschende aus
verschiedenen Bereichen zusammen, um die Mechanismen von Erzählung und
Wahrheit zu beleuchten und dabei auch die Rolle der Medien in diesem
Prozess zu hinterfragen. Interessierte sind herzlich eingeladen sich in
die Diskussion einzubringen.

Auf dem Podium diskutieren:

•       Prof. Dr. Peter Geimer, Kunsthistoriker, Direktor des Deutschen
Forums für Kunstgeschichte (DFK Paris), Professor für Neuere und Neueste
Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin

•       Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für
Ozeanforschung Kiel / Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Präsident
der Akademie der Wissenschaften in Hamburg

•       Prof. Dr. Maren Urner, Neurowissenschaftlerin, Professorin für
Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und
Wirtschaft, Autorin und Mitbegründerin von „Perspective Daily“

Moderation: Stephanie Rohde

„Geisteswissenschaft im Dialog“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe
der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber
Stiftung. Sie leistet seit 2010 einen signifikanten Beitrag zum Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung „Was ist
Wahrheit?“ findet in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in
Hamburg im Gartensaal des Hotels Baseler Hof statt am:

Donnerstag, 5. Oktober 2023, 19:00 Uhr
im Gartensaal des Hotels Baseler Hof, Esplanade 15, 20354 Hamburg

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich
bis zum 1. Oktober:
maxweberstiftung.de/gid

Informationen zur Veranstaltungsreihe: gid.hypotheses.org

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im
Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch
eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch
unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber
Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und
sozialwissenschaftliche Forschung.
www.maxweberstiftung.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der
Zusammenschluss der acht deutschen Wissenschaftsakademien der Bundesländer
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Sie vertritt die
gemeinsamen Interessen dieser Akademien auf der Bundesebene ebenso wie im
internationalen Kontext und koordiniert das Akademienprogramm, das
weltweit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Förderprogramm zur
Sicherung, Dokumentation und Erschließung des kulturellen Erbes im In- und
Ausland. Die Akademienunion beteiligt sich an der Weiterentwicklung des
deutschen und europäischen Wissenschaftssystems, der gemeinsamen
Gesellschafts- und Politikberatung der deutschen und internationalen
Akademien(-zusammenschlüsse) und lädt regelmäßig an verschiedenen Orten
zum Dialog über aktuelle Themen aus der Wissenschaft ein.
www.akademienunion.de

Der Akademie der Wissenschaften in Hamburg vereint Spitzenforscherinnen
und -forscher aus allen Bereichen der Wissenschaft in Norddeutschland. Sie
trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und
anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert
Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und
wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen
Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
zu setzen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der
Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr. Mojib
Latif. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.
www.awhamburg.de

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Mobilität im Fokus

Welchen Beitrag können wir leisten, um Mobilität nachhaltiger zu
gestalten? Wie können wir unseren CO2-Ausstoß im Bereich Mobilität
verringern? Wie sieht die Fortbewegung der Zukunft aus? Diesen Fragen
widmet sich die Mobilitätswoche an der Hochschule Esslingen, die von
Montag, 9. bis Freitag, 13. Oktober auf dem Campus Esslingen Stadtmitte
stattfindet.

Die Aktionswoche ist Teil der Mobilitätskampagne „Her mit nachhaltiger
Mobilität“, die die Hochschule erarbeitet und an der sich möglichst viele
Hochschulangehörige aktiv beteiligen und mitdiskutieren sollen.

Ziel der Kampagne ist es, ein anderes Bewusstsein für eine nachhaltige
Mobilität zu entwickeln, neue Angebote vorzustellen und dafür zu werben.
Bis Ende 2024 will die Hochschule unter Leitung des Prorektors Gebäude und
Infrastruktur, Prof. Dr. Markus Tritschler, ein Mobilitätskonzept
erstellen.

HEr mit nachhaltiger Mobilität

„Die Mobilitätskampagne mit dem Motto „HEr mit nachhaltiger Mobilität“
soll dazu beitragen, das Bewusstsein für eine nachhaltige und
umweltfreundliche Mobilität unter den Hochschulangehörigen zu stärken“,
sagt Prorektor Prof. Dr. Markus Tritschler. Die Umweltmanagement- und
Nachhaltigkeits-Beauftragte Prof. Dr. Carla Cimatoribus ergänzt: „Auf
Basis der Ergebnisse einer Umfrage beabsichtigen wir, den Zielgruppen
spannende Einblicke in die Mobilitätsentwicklungen zu geben, die mögliche
Lösungen für aktuelle Hürden in diesem Bereich darstellen. Hierfür stellt
die Mobilitätsmanagerin Eileen Sawatzki die Mobilitätswoche als neue
Beteiligungsplattform vor.“

Die Mobilitätswoche wird sich an fünf Themenschwerpunkten orientieren, die
für die Hochschule Esslingen von zentraler Bedeutung sind: Wege zur
Hochschule, Verbindungen zwischen den Standorten, Barrierefreiheit und
Inklusion, Interaktion und Aufenthaltsqualität sowie Digitalisierung und
Innovation.
Das Konzept dieses Veranstaltungsprogramms ist es, alle
Mobilitätsbereiche, die das Mobilitätsverhalten der Hochschulangehörigen
in irgendeiner Form beeinflussen können, abzudecken und in den Diskurs
über nachhaltige Aspekte einzusteigen.

Rund 20 Programmpunkte in einer Woche

Die Mobilitätswoche bietet rund 20 Programmpunkte wie Vorträge,
Diskussionen, Ausstellungen und vieles mehr an. So findet eine Konferenz
zu mehreren Forschungsprojekten statt, die sich unter anderem mit der
anonymisierten Erfassung von Mobilitätsdaten beschäftigen. In
Ausstellungen präsentiert die Hochschule die Ergebnisse des
Gestaltungswettbewerbs „Hochschulcampus Stadtmitte“, der Umfrage zum
Mobilitätsverhalten sowie Mobilitätsprojekte der Fakultät Mobilität und
Technik.

Aktionen für Besucherinnen und Besucher

Auch an Aktionen ist einiges geboten. Besucherinnen und Besucher können
beispielsweise mit dem Rollstuhl- und Blinden-Parcours „Find your Way“
selbst erfahren, wie sich Barrieren auf dem Campus gestalten und anfühlen.
Ein Stadtspaziergang mit Diskurs zum aktiven Transport sowie verschiedene
Vorträge zu Bike-Sharing oder Mobilität und Inklusion runden das Programm
ab.

Verkehrsminister Hermann in einer Podiumsdiskussion

Die Mobilitätswoche schließt mit einer Podiumsdiskussion mit
Verkehrsminister Winfried Hermann, der am Freitag, 13. Oktober, um 17:30
Uhr zu Gast ist. Nach einer Eröffnung von Hochschulrektor Prof. Christof
Wolfmaier und einem Impuls des Ministers diskutieren Professoren der
Hochschule und der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS)
mit dem Gast. Die Moderation übernimmt Ingolf Baur (3Sat, Nano).
Treffpunkt: Senatssaal, Raum S 01.021 im Erdgeschoss von Gebäude 1,
Kanalstraße 33. Der Platz ist begrenzt, wir bitten deshalb um eine
Anmeldung unter:
www.hs-esslingen.de/mobilitaetswoche

Die Diskussion wird auch live in YouTube übertragen – der Link wird
rechtzeitig vorher online bekannt gegeben.

Weitere Informationen und das Event in Kürze

Thema: Mobilitätswoche an der Hochschule Esslingen
Datum: 9. bis 13. Oktober
Veranstaltungsort: Hochschule Esslingen, Campus Stadtmitte, Kanalstraße
33, auf dem Hof und in Gebäuden – bitte Programm beachten
Das Programm: www.hs-esslingen.de/mobilitaetswoche
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Die Mobilitätswoche richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und
Bürger der Stadt Esslingen und dem Landkreis. Zudem sind alle
Hochschulangehörigen und Studierenden herzlich eingeladen, an dem
umfangreichen Programm teilzunehmen.

Viele Kooperationspartner wie unter anderem die Stadt Esslingen, der VVS,
RegioRad oder e-mobil BW GmbH sind mit attraktiven Angeboten vor Ort.

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Seelische Belastung: Mädchen leiden anders als Jungen

Neuer Gesundheitsbericht der Stiftung Kindergesundheit informiert über
aktuelle Gesundheitsrisiken von Jugendlichen.

Wenn es um die Gesundheit geht, haben Mädchen fast immer bessere Karten
als Jungen, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. Mädchen erweisen sich
bereits in ihrer frühen Kindheit als weniger anfällig gegenüber vielen
Krankheiten und sind beispielsweise von fast allen Infektionskrankheiten
seltener betroffen als Jungen. Auch chronische Leiden kommen bei Mädchen
seltener vor als bei Jungen. Das alles schlägt sich auch in der
Lebenserwartung nieder: Ein heute neugeborenes Mädchen darf mit einer
durchschnittlichen Lebensdauer von 82 Jahren und neun Monaten rechnen,
während es bei neugeborenen Jungen nur 78 Jahre sind.

Nun aber die weniger gute Nachricht: Die mehr als 30 Monate andauernde
COVID-19-Pandemie hat Mädchen in Deutschland psychisch stärker belastet
als Jungen, ermittelte die Stiftung Kindergesundheit in ihrem
Kindergesundheitsbericht 2023: Mädchen sind auch nach dem Ende der meisten
corona-bedingten Einschränkungen deutlich häufiger als Jungen wegen
psychischer Auffälligkeiten auf kinder- und jugendpsychiatrische und
psychotherapeutische Hilfe angewiesen.

Lockdowns haben schwere Spuren hinterlassen
„Seit der Veröffentlichung des ersten Kindergesundheitsberichts der
Stiftung Kindergesundheit im September 2022 hat sich die Situation
weiterzugespitzt“, berichtet die Münchner Fachärztin für Kinder- und
Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie Priv.-Doz. Dr. med. Katharina
Bühren, ärztliche Direktorin des kbo-Heckscher-Klinikums und
Vorstandsmitglied der Stiftung Kindergesundheit. „Die Lockdowns sind zwar
vorbei, aber die Belastungen durch Corona haben bei vielen Kindern und
Jugendlichen schwere Spuren hinterlassen. Die von unserer Stiftung schon
2022 befürchtete Zunahme von psychischen Problemen hat sich leider
bewahrheitet: Die psychische Gesundheit von vielen Kindern und
Jugendlichen hat sich während der Pandemie weiter deutlich
verschlechtert. Heute müssen Kinder und Jugendliche weit häufiger als
zuvor wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen ambulant
behandelt oder sogar stationär aufgenommen werden“. Daten der Krankenkasse
DAK zeigen im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 eine Zunahme der
Krankenhausbehandlungen wegen emotionaler Störungen um 42%, der
Behandlungen wegen depressiver Episoden um 18% und derjenigen wegen
Essstörungen um 17%.
Dabei werden bei Mädchen häufig andere Störungsbilder diagnostiziert als
bei Jungen, heißt es im soeben vorgestellten Kindergesundheitsbericht 2023
der Stiftung Kindergesundheit. Bei den Jungen dominieren die Diagnosen von
Sprach- und Entwicklungsstörungen, bei den bei den Mädchen sind es
dagegen Depressionen, Belastungs- und Angststörungen sowie Essstörungen.

Priv.-Doz. Dr. Katharina Bühren: „Mädchen entwickeln eher introversive,
also nach innen gerichtete Störungen wie Depressionen oder Essstörungen.
So erkranken zum Beispiel weibliche Teenager zwölfmal so häufig an einer
Magersucht wie männliche Jugendliche. Jungen zeigen dagegen eher
extroversive, also nach außen gerichtete psychische Reaktionen wie
Störungen des Sozialverhaltens“.

Die Hilfesysteme sind chronisch überlastet
Der aktuelle Kindergesundheitsbericht der Stiftung Kindergesundheit
benennt auch die Schwachstellen des Versorgungssystems bei psychischen
Problemen von Kindern und Jugendlichen. Priv.-Doz. Dr. Katharina Bühren:
„Das Problem ist leider: Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung
ist deutschlandweit unzureichend. Das war schon vor der Pandemie so.
Bildungssystem, Gesundheitssystem und Jugendhilfe – alle drei Hilfesysteme
sind seit Jahren chronisch überlastet. Es gibt einen gravierenden Mangel
an Fachkräften und an Therapieplätzen. So entstehen viel zu lange
Wartezeiten. Je länger sich aber die adäquate Behandlung psychischer
Störungen verzögert, desto schwerer sind sie in den Griff zu bekommen“.

Die Expertinnen und Experten der Stiftung Kindergesundheit halten zur
Verbesserung der brennenden Probleme folgende Maßnahmen für dringlich:

- Förderung breit zugänglicher psychosozialer, psychotherapeutischer und
psychiatrischer Angebote mit niedrigschwelliger schulischer Anbindung
sowie erweiterte Jugendhilfemaßnamen in besonders belasteten
Wohnquartieren.

- Massive Investitionen in sozialpädiatrische Fachkräfte und
Schulpsycholog*innen.

- Stärkung der Beteiligung von Jugendlichen bei Entscheidungen zu ihrer
Gesundheitsversorgung

- Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen durch
die Behandlung des Themas „mentale Gesundheit“ im Unterricht.

- Verstärkte Qualifizierung von Lehrkräften und Erzieher*innen über
Fortbildungen zu Fragestellungen der mentalen Gesundheit.

Psychische Krankheiten nicht diskriminieren!
Mit großem Nachdruck wendet sich die Stiftung Kindergesundheit in ihrem
Kindergesundheitsbericht 2023 gegen die Stigmatisierung psychischer
Störungen. Katharina Bühren betont: „Psychische Erkrankungen sollten
genauso als normal wahrgenommen werden wie körperliche Erkrankungen.
Stigmatisierung und Diskriminierung führen dazu, dass sich viele
Betroffene aus Scham und mangelndem Selbstwertgefühl zu spät oder gar
nicht um Hilfe bemühen. Eine Depression, eine Essstörung oder eine Phobie
sollten genauso als normale Krankheiten akzeptiert werden, wie
Rückenschmerzen, eine Erkältung oder ein gebrochenes Bein es schon heute
sind. Dies würde vielen Betroffenen und vor allem den Jugendlichen
helfen, sich ohne Angst vor negativen Folgen Hilfe zu suchen und offener
über ihre Probleme zu reden“.

Der Kindergesundheitsbericht 2023 steht unter
https://www.kindergesundheit.de/kindergesundheitsbericht/ zum Download zur
Verfügung.

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Der passende Drucker für den Heimbedarf - welches Modell passt

Drucker für den Heimbedarf  Symbolbild
Drucker für den Heimbedarf Symbolbild

Die Welt der Drucker ist vielfältig und auch in den eigenen vier Wänden wird das Gerät häufig benötigt. Während im Büro die Führungsebene entscheidet, obliegt die Wahl dem Besitzer Zuhause selbst. Grob lässt sich zwischen Tintenstrahl- und Laserdrucker unterscheiden, aber welches ist das passende Modell? Nachfolgend einige Kriterien, die bei der Entscheidungsfindung helfen können.

Der Tintenstrahldrucker - präzise und langhaltend



Qualitativ ist der Tintenstrahldrucker die Nummer eins, da er mit echter Tinte druckt, die in Form von hochwertigen Tintenpatronen eingesetzt wird. Der im inneren verbaute Druckkopf (mehrere bei Farbdruckern) versprüht die Farbe auf der Oberfläche und sorgt für ein sehr präzises Ergebnis. Die Farbenvielfalt entsteht durch eine kluge Mischung der Farbtöne Schwarz, Magenta, Yan und Gelb, dadurch lassen sich exakte Übergänge und zahlreiche Farbtöne abbilden.

Das spricht für den Tintenstrahldrucker im eigenen Zuhause



Tintenstrahldrucker sind energieeffizienter und da drei von vier Deutschen nachhaltiger leben wollen, werden sie bevorzugt. Rein gesundheitlich besteht der Vorteil darin, dass der Tintenstrahldrucker keinen Feinstaub ausstößt und somit keine Atemwegsbelastung entsteht. Der wohl spürbarste Vorteil ist jedoch die Lautstärke. Anders als beim Laserdrucker gibt es hier keine Lüftung, sodass das Modell leiser arbeiten kann.

Interessant: Zu den absoluten Highlights gehört der klassische Tintenstrahldrucker trotz seiner Vorzüge nicht. Die meisten Privathaushalte bevorzugen Kombinationsgeräte mit Fax und Scanner, die aber trotzdem mit Tintenstrahltechnik arbeiten.

Der Laserdrucker - der Klassiker mit weniger Präsenz in den eigenen vier Wänden



Laserdrucker kommen in Großraumbüros häufig zum Einsatz. Sie arbeiten nicht mit klassischer Tinte, sondern mit Toner. Hierbei handelt es sich um ein festes Pulver, dass während der Arbeit des Druckers auf eine Rolle gebracht wird. Von dort wird das Tonerpulver dann aufs Papier transferiert.

Durch unterschiedliche Toner ist es möglich, auch mit einem Laserdrucker farbig zu drucken, die Anschaffungskosten sind aber oft höher.

Wann sich ein Laserdrucker für den Heimbedarf lohnt



Aufgrund seiner hohen Anschaffungskosten und der schwierigeren Beschaffung von Tonern ist der Laserdrucker eigentlich primär für Büros genutzt. Allerdings lehnen nach wie vor viele Deutsche digitale Hilfsmittel ab und setzen daher lieber auf Drucker vom alten Schlag. In dem Fall kann es sich doch lohnen auch aufgrund der verringerten Druckzeit. Per Laser lassen sich Seiten schneller bedrucken, für Vieldrucker ist es daher eine Option.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Laserdrucker oberflächlich drucken, die Tonersubstanz bleibt auf dem Papier, nicht darin. Somit ist ein doppelseitiger Druck problemlos und ohne Verschmieren möglich. Nachteilig ist dann aber, dass die gedruckten Seiten nicht UV-beständig sind und der Druck nicht zu Archivierungszwecken geeignet ist.

Preisvergleich: Welcher Drucktyp ist billiger



In der gleichen Qualität ist der Laserdrucker deutlich teurer in der Anschaffung, obwohl seine Druckqualität nicht unbedingt besser ist. Für den Heimbedarf sind kompakte Multifunktionsdrucker mit Tintenstrahldruck fast immer die beste Wahl. Sie bieten nicht nur dauerhaft haltbare Drucke an, sondern können darüber hinaus Faxe versenden, Dokumente einscannen und je nach Modell sogar Fotos ausdrucken. Für den häufigen Gebrauch (Büros oder Homeoffice), kann sich die Anschaffung eines Laserdruckers aber aufgrund der günstigeren Druckkosten doch lohnen.

 

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