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Ifo-Umfrage: Wettbewerbsposition deutscher Maschinenbauer verschlechtert sich

Herbert Schulte, NRW-Landesgeschäftsführer Politik vom Mittelstandsverband BVMW, äußert sich besorgt über die Ergebnisse der ifo-Studie zum Maschinenbau: „Dieser alarmierende Trend ist ein Weckruf. Der Fachkräftemangel und steigende Kosten gefährden unsere internationale Position. Besonders die Konkurrenz aus China wird spürbar stärker, was zu einem Rückgang der Marktanteile führt." Schulte betont: „Für unseren mittelständisch geprägten Maschinenbau ist der Mangel an Fachkräften eine große Hürde, der wachsenden Konkurrenz die Stirn zu bieten. Es ist höchste Zeit, den Standort Deutschland für Top-Kräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen. Ohne Steuersenkungen und Entbürokratisierung der beruflichen Anerkennungsverfahren wird sich allerdings in diesem Bereich nichts Entscheidendes bewegen." Das Wachstumschancengesetz könne aufgrund der eklatanten Mängel in der Infrastruktur und des Anstiegs der Bürokratiekosten nur der Auftakt zu einer über Jahre angelegten, angebotsorientierten politischen Wende sein, so Schulte. Der Umfragewert für die Wettbewerbsposition des deutschen Maschinenbaus erreichte den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1994.
BVMW-Pressestelle

Thomas Kolbe
Pressesprecher BVMW NRW
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Windenergie: Hochfeste Stähle machen Offshore-Türme noch leistungsfähiger

Offshore-Windanlagen werden aus zahlreichen
Einzelteilen zusammengeschweißt. Bei der Entwicklung immer größerer und
damit leistungsfähigerer Anlagen in Leichtbauweise erweisen sich jedoch
ausgerechnet die Schweißnähte als besondere Herausforderung.
Daher testet die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
spezielle Legierungen, die die Nähte ertüchtigen und damit eine lange
Lebensdauer der gesamten Anlage garantieren sollen.

Damit Windräder leistungsfähiger werden, müssen sie mit längeren
Rotorblättern ausgerüstet werden. Gleichzeitig wachsen damit die Türme in
die Höhe – auch, weil in oberen Luftschichten mehr und konstanterer Wind
weht. Um die gigantischen Anlagen wirtschaftlich und technisch realisieren
zu können, ist in naher Zukunft der Umstieg auf eine Errichtung in
Leichtbauweise mit modernen hochfesten Stählen unvermeidlich.

Je nach Konstruktionstyp bestehen heutige Offshore-Anlagen aus bis zu 2000
Tonnen Stahl. Ein großer Teil davon wird für die Tragstrukturen verwendet,
die unterhalb der Wasserlinie liegen. Bei einer konsequenten Errichtung in
Leichtbauweise, d.h. mit hochfesten Stählen, ließen sich davon insgesamt
bis zu 20 Prozent, also 400 Tonnen, einsparen.

Bislang galten hierbei die Schweißnähte als Schwachstelle, was u.a. auch
dazu führte, dass die entsprechenden Regelwerke eine Ausschöpfung des
Potentials dieser Stähle beim Bau von Windenergieanlagen aus
Sicherheitsgründen aktuell nicht zulassen.
Um die Größe und damit die Leistungsfähigkeit der Anlagen weiter zu
steigern, sind jedoch hochfeste Stähle unverzichtbar, zumal Konstruktionen
aus herkömmlichen Stählen aufgrund ihres Eigengewichts schlicht zu schwer
wären.

„Windenergieanlagen sind, zumal auf See, gewaltigen Belastungen durch Wind
und Wellen ausgesetzt, die das Material schwingend, d. h. zyklisch
wechselnd, beanspruchen. Gerade die Schwingfestigkeit moderner hochfester
Stähle wird durch den Schweißvorgang beeinträchtigt, weil dieser zu
strukturellen Veränderungen im Material führt“, erklärt Arne Kromm,
Experte für Schweißtechnik an der BAM. „Gleichzeitig werden diese Nähte
während des Betriebs der Anlage am höchsten belastet.“

Zwar existieren bereits Methoden, Schweißnähte an besonders kritischen
Stellen manuell nachzubearbeiten. Doch die Verfahren sind personal- und
zeitintensiv und entsprechend teuer.

Aus diesem Grund testet die BAM in einem Kooperationsprojekt neuartige
Schweißzusätze, die die Schweißnähte an den besonders kritischen Stellen
ertüchtigen sollen. „Es handelt sich dabei um spezielle Legierungen. Sie
bilden bei der Abkühlung eine Struktur aus, die die Eigenspannung im
Material reduziert, so die Schweißnaht stabilisiert und ihre
Schwingfestigkeit erhöht“, erklärt Arne Kromm.

Ziel ist es, der Industrie eine sichere Verarbeitung dieser speziellen
Schweißzusätze zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Erkenntnisse in die
entsprechenden Regelwerke einfließen, damit diese entsprechend angepasst
werden können.
Relevant sind die Projektergebnisse nicht nur für Windenergieanlagen,
sondern allgemein für den Maschinen-, Automobil- und Stahlbau, um das
große Leichtbaupotenzial hochfester Stähle voll ausschöpfen zu können.
Nicht zuletzt auch für die großen Spezialkräne, die benötigt werden, um
noch gigantischere Windenergieanlagen errichten zu können.

Das Projekt, an dem auch das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik
(IWM) und die Forschungsvereinigung des Deutschen Verbands für Schweißen
und verwandte Verfahren (DVS) beteiligt sind, wird vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen eines Programms zur Förderung der
industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gefördert.

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Internationales Modul der Uni Vechta in renommierter Fachzeitschrift

Seit anderthalb Jahren bietet die Universität Vechta einwöchige blended
intensive programmes an, in denen Studierende aus dem europäischen Ausland
gemeinsam in Seminaren und auf Exkursionen lernen und diskutieren. Mit
Bezug auf die Mehrsprachigkeit der Lerngruppe sowie deren interkulturelle
Heterogenität haben Dozierende der Universität im Bereich Soziale Arbeit
und Musik dafür ein neues Konzept entwickelt, dessen didaktischen und
methodischen Grundlagen im Juli dieses Jahrs in einem Beitrag in der
internationalen Fachzeitschrift Social Work Education veröffentlicht
wurde.

Die Autor*innen sind Gertrud Arlinghaus und Magnus Frampton (Universität
Vechta, Soziale Arbeit), Theo Hartogh (Universität Vechta, Musik) sowie
zwei Kolleg*innen aus Partnerhochschulen: Jonathan Parker (Bournemouth
University, England) und Ulene Schiller (University of Fort Hare,
Südafrika). Bei der Umsetzung der blendet intensive programmes unterstützt
das International Office der Uni Vechta die verantwortliche Dozierenden.

Der Artikel befasst sich mit der Implementierung ästhetischer Bildung in
internationalen Modulen. Kreative Übungen, die sich auf nichtverbale
Kommunikation stützen, sind besonders geeignet für Seminare in
internationalen Zusammenhängen. Im Beitrag legen die Autor*innen dar, wie
Tanzen und Musizieren in blended intensive programmes eingesetzt werden
können. Dabei beziehen sie sich auf das Resonanzkonzept des Soziologen
Hartmut Rosa. „Musik und Tanz bringen Teilnehmer*innen mit sich und der
erlebten Welt zusammen“, so Modulverantwortlicher Frampton. Für ihn ist es
ein herausragendes Ziel internationaler Veranstaltungen, Kontakt und
Austausch zwischen den Teilnehmer*innen zu ermöglichen. „Kreative Medien
bilden dafür den Königsweg.“ Laut Hartogh sind Musik- und Tanzangebote ein
idealer Einstieg in die gemeinsame akademische Woche. Schon nach kurzer
Zeit seien die Teilnehmenden über Klang und Rhythmus in einem intensiven
Austausch und lernen sich auf spielerische Wiese kennen. Darüber hinaus
lernen sie nonverbale Methoden kennen, die sie in der Sozialen Arbeit mit
unterschiedlichen Zielgruppen verwenden können. Über die resonanzbezogenen
Angebote, so Arlinghaus nähern sich die Studierenden zudem sehr schnell
einem Kernfaktor und der notwendigen Fähigkeit für professionelle Soziale
Arbeit an – der präsenten wie oszillierenden Kommunikation.

Social Work Education: the international journal ist aktuell die führende
internationale Zeitschrift zu Hochschuldidaktik, Bildung und Curricula in
Studiengängen im sozialen Bereich. Sie hat einen impact factor von 1,8
(2022), Scimago Journal Rank 0.639 und ist dem zweiten Quartil (Q2) bei
internationalen Fachzeitschriften in der Sozialen Arbeit eingestuft.

Der Artikel kann unter folgenden Link gelesen werden:
https://doi.org/10.1080/02615479.2023.2239833

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SPRECHZEIT "Entlastung bei häuslicher Pflege" - Donnerstag, 7.9.23 - Info & Einladung

Was Pflegebedürftige und Angehörige über den Entlastungsbetrag wissen sollten

 

Sprechzeit mit Expertinnen und Experten der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)

Kostenfreie Rufnummer für Ihre Leserinnen und Leser: 0800 – 0 60 40 00

 

Darum geht‘s:

Pflegebedürftige und pflegende Angehörige wissen: Jede Unterstützung bei der Bewältigung der vielen unterschiedlichen Aufgaben zählt. Dabei geht es nicht allein um pflegerische Tätigkeiten, sondern um die ganz alltäglichen Aufgaben wie Haushalt, Behördengänge, Einkäufe, Begleitung und Beaufsichtigung.

Zu diesem Zweck gibt es seit 2017 einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro von der Pflegekasse – in allen Pflegegraden. Doch einer Umfrage des Sozialverbands VdK zufolge nutzen fast 80 Prozent der Befragten den Entlastungsbetrag nicht. Viele von ihnen wissen nicht, dass ihnen der Betrag zusteht, welche Leistungen damit bezahlt werden können und wie mit der Pflegekasse abgerechnet wird.

 

Zu diesen und allen weiteren Fragen rund um den Entlastungsbetrag informieren Expertinnen und Experten der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in der Sprechzeit, zu der wir Ihre Leserinnen und Leser heute einladen.

 

Expert*innen aus bundesweit fünf Fachkliniken am Lesertelefon:

  • Raquel Reng; Volljuristin, Expertin Pflege
  • Jana Mehnert; Beraterin für Sozialversicherungsrecht
  • Isabel Gruner-Babic; Beraterin für Sozialversicherungsrecht
  • Justyna Sikora-Arnold; Beraterin für Sozialversicherungsrecht
  • Marko Schröder; Berater für Sozialversicherungsrecht

 

Die organisatorischen Eckdaten:

Donnerstag, 07. September 2023, 15:00 bis 18:00 Uhr

Gebührenfreie Servicenummer bundesweit: 0800 – 0 60 40 00.

 

Kostenfreier Service für Ihre Redaktion und Ihre Leser*innen:

Bei Interesse liefern wir Ihnen wie gewohnt rechtzeitig alle notwendigen Materialien bestehend aus: Vorbericht, Fotos der Experten, Featurefotos und Hintergrundinformationen.

Das Material für Ihre Nachberichterstattung erhalten Sie am 07. September 2023 ebenfalls per Mail. Bitte teilen Sie uns rechtzeitig mit, ob Sie sich an dieser Aktion beteiligen möchten – per beiliegendem Antwortfax, Mail oder Telefon.

 

Alles Weitere übernehmen wir:

Call-Center und Telefonleitungen; Gebührenaufkommen für 0800-Service; Experten, Fotos und weiteres Redaktionsmaterial.

 

Übrigens:

Informationen über unsere Lesertelefone finden Sie laufend aktualisiert unter www.telefonaktion.info

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