Die Fachhochschule Dresden heißt ganz herzlich Herrn Prof. i.V. Dr. Ulf Manuwald willkommen.
Die Fachhochschule Dresden (FHD) freut sich, einen neuen Kollegen in ihren Reihen begrüßen zu dürfen: Prof. i.V. Dr. Ulf Manuwald übernimmt ab dem kommenden Wintersemester die Vertretungsprofessur in Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften. In dieser Funktion wird er hauptsächlich im Bachelorstudiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement lehren
Der Bachelorstudiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement richtet sich nicht nur an Abiturient*innen, sondern auch an Berufstätige, die bereits eine Ausbildung im Gesundheits- oder Pflegebereich absolviert haben und sich an der FHD weiterqualifizieren möchten. Ziel ist es, die Absolventinnen und Absolventen für leitende Positionen in der Gesundheitsbranche zu befähigen oder ihnen den Einstieg in eine weiterführende akademische Laufbahn zu ermöglichen.
Prof. i.V. Dr. Ulf Manuwald selbst hatte einen ähnlichen beruflichen Werdegang. Als staatlich anerkannter Krankenpfleger verfügte er schon über langjährige praktische Erfahrung, bevor er nach einem interdisziplinäreren Studium der Hydrologie an der TU Dresden Gesundheitswissenschaften studierte und mit dem Magister of Public Health abschloss. Anschließend leitete er die AG Betriebliche Epidemiologie am Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in Hamburg. Schließlich kehrte er nach Dresden zurück, wo er seit 2014 am Lehrstuhl für Gesundheitswissenschaften/Public Health der TU Dresden tätig war und 2020 promovierte. Während seiner Zeit an der TU Dresden bearbeitete er unter anderem das Kinder-Diabetes-Register der Medizinischen Fakultät und wertete dieses wissenschaftlich aus.
Auf seine neue Herausforderung an der Fachhochschule Dresden blickt Prof. i.V. Dr. Manuwald mit großer Vorfreude: „Ich freue mich auf diese neue, spannende Tätigkeit an einer praxisorientierten Hochschule. Besonders, weil man sich hier selbst einbringen, die Hochschule mitgestalten und Neues bewirken kann. Eine schöne Herausforderung!“
Das gesamte Team der Professor*innen, Dozent*innen und Mitarbeitenden der FHD wünscht Prof. i.V. Dr. Ulf Manuwald einen erfolgreichen Start an der Hochschule und freut sich auf eine produktive und inspirierende Zusammenarbeit sowie ein spannendes Studienjahr mit vielen neuen Gesichtern. Interessierte können sich aktuell noch für einen Studienplatz ab dem kommenden Wintersemester 2023/24 im Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement bewerben. Bewerbungen werden über die Website der FHD www.fh-dresden.eu entgegengenommen.
Teilnehmende des Informationsaustauschs vor der neuen PFAS Response Unit. Cornelsen Umwelttechnologie GmbH
Aufgrund ihrer besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften sind Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) in vielen zukunftsrelevanten Technologien, aber auch Alltagsprodukten essenziell. Die hohe Stabilität der Verbindungen und ihre allgegenwärtige Verbreitung bergen jedoch Gefahren für Mensch und Umwelt. Die EU plant daher ein Herstellungs- und Einsatzverbot. Im Rahmen eines Informationsaustauschs besuchte NRW- Umweltminister Oliver Krischer die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH, um über die künftigen Herausforderungen bei der Beseitigung von PFAS und im Speziellen über die am Fraunhofer UMSICHT mitentwickelte Aufbereitungstechnologie PerfluorAd® zu sprechen.
Zukunftsrelevante Technologien wie Brennstoffzellen oder Li-Ionen- Batterien, Alltagsprodukte wie Outdoor-Textilien oder Kosmetika, diverse Funktionsbeschichtungen und Feuerlöschmittel haben eins gemein: Sie alle enthalten PFAS; eine über 10 000 verschiedene Chemikalien umfassende Stoffgruppe[1], deren human- und ökotoxikologische Wirkungen eindeutig belegt sind. Für zahlreiche der genannten Anwendungen gibt es jedoch noch keine fluorfreien Alternativen. Der nationale Wasserstoffrat empfiehlt aus diesem Grund eine vertiefende Forschung und Ausnahmeregelungen, bis umweltfreundliche Lösungen verfügbar sind. Ebenfalls und mit Blick auf die Aufgaben der angewandten Forschung, positioniert sich die Fraunhofer- Gesellschaft in der aktuellen PFAS-Diskussion und ist im intensiven Austausch mit Politik und Wirtschaft.
Aufbereitungskosten minimieren und Umwelt schonen
Das Fraunhofer UMSICHT und Cornelsen waren mit Beginn ihrer Forschungsaktivitäten zu PFAS im Jahr 2008 die Ersten in Deutschland, die sich mit deren anspruchsvoller Beseitigung aus kontaminiertem Grundwasser, Sickerwasser und Industrieabwasser beschäftigten. Gemeinsam wurde das patentgeschützte PerfluorAd®-Verfahren entwickelt, mit dem sich PFAS effektiv und kostengünstig aus Löschwasser entfernen lassen. Die am Brandort verbleibenden PFAS-haltigen Reste an Schaum bzw. Wasser werden direkt aufgefangen – z. B. in speziellen Löschwasser-Auffangbecken von Industrieanlagen. Die anschließende Aufbereitung und Dekontaminierung kann, je nach Begebenheit, vor Ort oder extern erfolgen.
Mittlerweile hat Cornelsen viele unterschiedliche Wasseraufbereitungsprojekte und Dekontaminierungen von PFAS-belasteten Systemen durchgeführt. Das PerfluorAd®-Verfahren ist nämlich auf weitere Anwendungsfälle übertragbar und lässt sich mit verschiedenen PFAS- Aufbereitungstechnologien wie Ionenaustausch, Membranverfahren oder Aktivkohleadsorption kombinieren. »Durch die Vielzahl der Stoffe und Anwendungsfälle gibt es keine Universallösung – und genau hier spielen wir unsere Stärken aus. Wir minimieren die Aufbereitungskosten signifikant und schonen gleichzeitig die Umwelt«, sagt Dr.-Ing. Martin Cornelsen, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. »Für die Entfernung von PFAS aus flüssigen Medien und die Dekontaminierung fester Oberflächen stellen wir dem Markt eine erprobte Technologie zur Verfügung.«
Während Cornelsen die verfahrenstechnische Umsetzung verantwortet, hat das Fraunhofer UMSICHT in den Bereichen Analytik, Chemie und IP zum Gelingen des PerfluorAd®-Verfahrens beigetragen. »Wir haben die Relevanz der Thematik frühzeitig erkannt und kontinuierlich an praxisnahen Lösungen der PFAS-Problematik geforscht«, so Prof. Dr.-Ing. Christian Doetsch, Institutsleiter Fraunhofer UMSICHT. Er bestätigt, dass das Anwendungsfeld auch im Bereich Energie, z. B. in der Elektromobilität als wichtiges funktionelles Element in Brennstoff- bzw. Elektrolysezellen, stark an Bedeutung gewinnt. »Ein Bereich, in dem wir am Institut eine langjährige Kompetenz in der Materialentwicklung aufgebaut haben.«
Neue Anlage zur Beseitigung von PFAS aus Löschwasser
Die hochaktuelle PFAS-Problematik und die damit einhergehenden Herausforderungen für Industrie, Forschung, Politik und Wirtschaft wurden während des jüngsten Besuchs von NRW-Umweltminister Oliver Krischer bei Cornelsen rege diskutiert und weitere notwendige Schritte vorgeschlagen. Martin Cornelsen: »Wir haben über ein bevorstehendes Verbot und mögliche Ausnahmen, die Klassifizierung von Abfällen und auch Förderprogramme gesprochen.« Christian Doetsch betonte, dass jetzt die (NRW-)Unternehmen an einen runden Tisch gebracht werden müssen, die bisher nicht wissen, dass ihre Produkte PFAS enthalten bzw. die sich noch nicht ausreichend über Alternativen informiert haben.
Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit und ließen sich vor Ort die neueste mobile PerfluorAd®-Anlage zur Dekontaminierung von PFAS-belasteten Feuerwehrfahrzeugen und stationären Löschsystemen im Detail erklären. Die Anlage wird im Rahmen einer von Cornelsen exklusiv angebotenen Dienstleistung bei den Kunden zum Einsatz kommen, um dort nach erfolgter Dekontaminierung der Löschsysteme deren Umstellung auf PFAS-freie Produkte zu ermöglichen.
Umweltwirtschaftspreis.NRW 2022
Die Cornelsen Umwelttechnolgie GmbH hat im Jahre 2022 den dritten Platz beim Umweltwirtschaftspreis.NRW belegt. Mit dem Wettbewerb würdigen das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein- Westfalen und die NRW.BANK Vorzeigeunternehmen, die Umwelt- und Klimaschutz mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden.
Aufnahmetests an der International School of Management (ISM) sind noch bis Ende September möglich - ISM
Abitur geschafft und wie geht es weiter? An der International School of Management (ISM) kann man sich noch bis Ende September für letzte Studienplätze bewerben. Das Bestehen des Aufnahmeverfahrens bildet die Voraussetzung für ein Bachelor- oder Master-Studium an der privaten Wirtschaftshochschule. Folgender Leitfaden für den Aufnahmetest bietet Orientierung und gilt für alle sieben Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Köln, Hamburg, Berlin und Stuttgart.
Wer sich für ein Studium an der International School of Management (ISM) entscheidet, bekommt ein praxisnahes Wirtschaftsstudium mit integriertem Auslandaufenthalt, spannenden Praxisprojekten und gutem Beratungsservice geboten. Damit der Start ins Wintersemester auch für Kurzentschlossene klappt, bietet die ISM bis Ende September wöchentlich die Möglichkeit an, sich für die letzten Studienplätze zu bewerben.
So funktioniert das Aufnahmeverfahren an der ISM:
1. Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Deshalb sollten die Bewerbenden immer zunächst die Zulassungsvorgaben für die gewünschte Studienrichtung überprüfen. 2. Auf der ISM-Website die Bewerbungsunterlagen online einreichen und sich für den Aufnahmetest anmelden. 3. Am Aufnahmetest teilnehmen
Anforderungen des Aufnahmetests:
Der Aufnahmetest umfasst für die Bachelor-Studiengänge Leistungseinstufungen in Mathematik, Englisch und – bei Bedarf – einer zweiten Fremdsprache. Bei einem ungenügenden Resultat, müssen Defizite in Mathematik oder Englisch durch den Besuch eines Vorkurses aufgeholt werden. Ergänzt wird der schriftliche Teil durch ein persönliches Gespräch mit einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer. Die Aufnahmeprüfungen für ein Master-Studium beinhalten die Ausarbeitung und Präsentation eines fachbezogenen Fallbeispiels sowie ein Bewerbungsgespräch bei einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer.
Worauf die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer im Interview achten
„Das Studium ist ein wichtiger Meilenstein im Leben und eine wesentliche Grundlage für die Zukunft. Es erfordert von den Studierenden viel Fleiß, Energie und Durchhaltevermögen. Dennoch sind sich fast alle Alumni rückblickend einig, dass die Studienzeit die beste Zeit ihres Lebens war. Im Gespräch mit den Interessentinnen und Interessenten geht es uns deshalb in erster Linie darum, echtes Interesse zu spüren und offene Fragen zu klären. Eine gute Vorbereitung ist also auf jeden Fall ein Plus,“ sagt die ISM Vizepräsidentin für Lehre und Studiengangleiterin für M.A. Digital Marketing, Audrey Mehn.
Alle Informationen zum den Studienprogrammen und dem Bewerbungsverfahren gibt es unter ism.de. Fragen zu den Aufnahmetests und zum Studium beantworten die ISM-Studienberaterinnen und Studienberater unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Hintergrund: Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft und zählt zu den führenden privaten Hochschulen in Deutschland. An Standorten in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin wird in kompakten und anwendungsbezogenen Studiengängen der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen ausgebildet. Zum Studienangebot gehören Vollzeit-Programme, berufsbegleitende und duale Studiengänge sowie das komplett digitale Fernstudium. In Hochschulrankings schafft es die ISM mit hoher Lehrqualität, Internationalität und Praxisbezug regelmäßig auf die vordersten Plätze. Das internationale Netzwerk umfasst rund 190 Partnerhochschulen.
Prof. Sebastian Brenner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Um die innerklinische Notfallversorgung von Patienten zu verbessern, können Fachärzte bereits seit fünf Jahren die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ erwerben. Kinderärzten und Kinderchirurgen wird diese Zusatzqualifikation jedoch teilweise verwehrt – entsprechende Anträge bei den zuständigen Landesärztekammern wurden abgelehnt. „Die meisten Weiterbildungsinhalte der Musterweiterbildungsordnung sind altersunabhängig formuliert“, erläutert Prof. Sebastian Brenner, Vertreter der Pädiater im Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) das Dilemma. „Spezifische Zeitangaben oder Mindestzahlen sind nicht definiert!“
Entsprechend haben die DIVI und die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) ein gemeinsames Positionspapier zur praktischen Umsetzung der Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ in der Kinder- und Erwachsenenmedizin verfasst.
DIVI und DGINA fordern als Vertreter der Notfallmediziner in Deutschland die Landesärztekammern auf, die Notfallversorgung von Kindern explizit durch den regulären Erwerb der Zusatzweiterbildung durch Pädiater zu verbessern. So heißt es im gemeinsamen Positionspapier: In Deutschland existiert an zahlreichen Kliniken neben einer Zentralen Notaufnahme für Erwachsene auch eine separate Kindernotaufnahme, in der Kinder und Jugendliche nach einer systematischen Ersteinschätzung einer risikoadaptierten Diagnostik und Initialtherapie zugeführt werden. Deshalb ist die Erlangung der Zusatzweiterbildung (ZWB) „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ grundsätzlich auch für Kinder- und Jugendmediziner interessant und sinnvoll, da auch die Kinderheilkunde von einer Professionalisierung der Notfallmedizin profitiert.
Zunahme komplex kranker Kinder erfordert Verbesserung der Versorgungssituation
„Es ist existenziell wichtig, die Pädiater für die Akut- und Notfallversorgung von Kindern noch besser auszubilden!“, so Prof. Sebastian Brenner. Der Leiter der Kindernotfallmedizin und der interdisziplinären Pädiatrischen Intensivmedizin der Unikinderklinik Dresden spricht von einer deutlichen Zunahme komplex kranker Kinder. „Auf diese Patienten müssen wir uns in der Akutversorgungssituation noch umfassender vorbereiten. So dürfen wir Kinderärzte selbstverständlich nicht von der Zusatzweiterbildung Akut- und Notfallmedizin ausgeschlossen werden!“
Vorschlag: Rotationen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen
Der Lösungsvorschlag von DIVI und DGINA klingt zudem umsetzbar: Zum Erwerb der Weiterbildung sollten je nach originärer Weiterbildung der Kollegen in Abhängigkeit der lokalen Strukturen (ZNA mit/ohne Kinder, rein Päd. ZNA) Rotationen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen erfolgen. Ein entsprechendes auf den Standort angepasstes Konzept sei vorzulegen. Entsprechend müssten ebenfalls den lokalen ZNA-Strukturen angepasste Stellenpläne vorgehalten werden. So würde durch eine einheitliche Umsetzung auf Länderebene der Zugang zur Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ für alle Fachgebiete klar geregelt werden.