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Rellinger Maifestival Sonntag, 14. Mai 2023, Grande Finale, besucht von Léonard Wüst

Die Musikerinnen sind startbereit Foto Wolfgang Gaedigk
Die Musikerinnen sind startbereit Foto Wolfgang Gaedigk

Programm und Ausführende:
Johan Halvorsen   „Passacaglia“ für Violine und Violoncello, (Original für Violine&Viola)
Robert Schumann: Märchenbilder op. 113 für Viola und Klavier
Sergej Rachmaninov   Trio élégiaque“ Nr.1 in g-moll für Violine, Violoncello und Klavier
Igor Frolov:  Fantasie über Themen aus Gershwins Oper Porgy & Bess für Violine & Klavierop19 
Felix MendelssohnBartholdy: Andante & Allegro brillant für Pianoforte zu vier Händen op 92
Yoshinao Nakada: Piano Suite„Die vier Jahreszeiten Japans“ für Klavier zu vier Händen
Johannes Brahms: “Ungarische Tänze” Nr. 1 bis 6 für Klavier zu vier Händen  
“Annies Piano Twins” Junichiro und Soichiro Yamashita, Klavier
Misa Hasegawa, Klavier 

Luz Leskowitz, Violine

Solenne Païdassi, Violine

Aylen Pritchin, Violine

Sophia Reuter Viola 

Andreas Brantelid, Violoncello
Ingemar Brantelid, Violoncello

 

Johan Halvorsen   „Passacaglia“ für Violine und Violoncello, (Original für Violine&Viola)

Aylen Pritchin links und Andreas Brantelid rechts bei Johan Halvorsens  Passacaglia
Aylen Pritchin links und Andreas Brantelid rechts bei Johan Halvorsens Passacaglia

Die Interpretation von Johan Halvorsens “Passacaglia” für Violine und Violoncello, dargeboten von Andreas Brantelid am Cello und Aylen Pritchin an der Violine, ist schlichtweg atemberaubend. Brantelids leidenschaftliches Cellospiel verschmolz auf magische Weise mit Pritchins virtuoser Violine. Ihre musikalische Zusammenarbeit war nahezu telepathisch, und sie verliehen dem Stück eine kraftvolle Tiefe und Ausdruckskraft. Die emotionale Reise, auf die sie das Publikum entführten, ist unvergesslich. Insgesamt war die Aufführung von Johan Halvorsens “Passacaglia” durch Andreas Brantelid und Aylen Pritchin eine wahre Freude für Liebhaber klassischer Musik. Ihre Leidenschaft, ihre Technik und ihre außergewöhnliche Zusammenarbeit machten diese Interpretation zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine fesselnde Darbietung, die die Schönheit und Tiefe von Halvorsens Komposition zum Ausdruck brachte und das Publikum in Staunen versetzte.

Robert Schumann: Märchenbilder op. 113 für Viola und Klavier

Misa Hasegawa links und Sophia Reuter geniessen den Applaus nach Schumanns Märchenbilder
Misa Hasegawa links und Sophia Reuter geniessen den Applaus nach Schumanns Märchenbilder

Die wahrhaft märchenhafte Intonation von Robert Schumanns “Märchenbilder” Op. 113 für Viola und Klavier durch Misa Hasegawa am Klavier und Sophia Reuter auf der Viola, war mehr als beeindruckend. Die musikalische Verschmelzung der beiden Künstlerinnen war meisterhaft und ihre leidenschaftliche Darbietung erweckte die Stücke zum Leben. Hasegawas Klavierspiel und Reuters Viola waren perfekt aufeinander abgestimmt, wodurch eine faszinierende Harmonie entstand. Diese mitreißende Performance entführte das Publikum in die zauberhafte Welt von Schumanns Musik und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Für mich einer der Höhepunkte des diesjährigen Maifestivals.

Sergej Rachmaninov   Trio élégiaque“ Nr.1 in g-Moll für Violine, Violoncello und Klavier

Aylen Pritchin links, Misa Hasegawa und Andreas Brantelid rechts spielen Rachmaninov
Aylen Pritchin links, Misa Hasegawa und Andreas Brantelid rechts spielen Rachmaninov

Das Trio élégiaque Nr. 1 in g-Moll von Sergej Rachmaninov, gespielt von Misa Hasegawa am Klavier, Andreas Brantelid am Cello und Aylen Pritchin an der Violine, ist schlichtweg fesselnd. Die Künstler verliehen dem Stück eine emotionale Tiefe und technische Brillanz. Ihre leidenschaftliche Darbietung erfasste die Seele der Musik und liess das Publikum in eine Welt unvergesslicher Klänge eintauchen. Die Harmonie zwischen Klavier, Cello und Violine war außergewöhnlich, wodurch die Schönheit und Dramatik von Rachmaninovs Komposition voll zur Geltung kam. Eine beeindruckende Aufführung, die das Publikum in Staunen versetzte und lange in Erinnerung bleiben wird.

Igor Frolov:  Fantasie über Themen aus Gershwins Oper Porgy & Bess für Violine & Klavierop19

Solenne Païdassi  links und Misa Hasegawa proben die  Fantasie über Themen aus Gershwins Oper Porgy & Bess
Solenne Païdass links und Misa Hasegawa proben die Fantasie über Themen aus Gershwins Oper Porgy & Bess

Igor Frolovs “Fantasie über Themen aus Gershwins Oper Porgy & Bess” wurde von Misa Hasegawa am Klavier und Solenne Païdassi an der Violine mit außergewöhnlichem Können interpretiert. Die Virtuosität und Ausdrucksstärke der beiden Musikerinnen faszinierten das Publikum. Hasegawas Klavierspiel und Païdassis Violine harmonierten perfekt und brachten die mitreißenden Themen von Gershwins Oper zum Leben. Diese atemberaubende Aufführung war ein wahrer Höhepunkt und zeugte von ihrer Meisterschaft als Musikerinnen. Ein unvergessliches Erlebnis für Liebhaber klassischer und amerikanischer Musik, als auch Gershwin-Fans gleichermaßen.

Der ultimative Höhepunkt des Rellinger Maifestivals 2023. Der langanhaltende Applaus liess darauf schliessen, dass nicht nur ich dieser Meinung war.

Felix Mendelssohn–Bartholdy: Andante & Allegro brillant für Pianoforte zu vier Händen op 92

Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita in der Rellinger Kirche
Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita in der Rellinger Kirche

Die “Andante & Allegro brillant” von Felix Mendelssohn-Bartholdy, gespielt von Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita, ist schlichtweg beeindruckend. Ihr synchrones Spiel und harmonisches Zusammenspiel verliehen dem Stück eine außergewöhnliche Energie. Die technische Brillanz und leidenschaftliche Interpretation der beiden Pianisten schlicht bewundernswert. Diese mitreißende Darbietung fesselte das Publikum und offenbarte das immense Talent der Yamashita-Zwillinge. Eine wunderbare Gelegenheit, die musikalische Virtuosität und Leidenschaft von Mendelssohns Komposition in all ihrer Pracht zu erleben.

Yoshinao Nakada: Piano Suite «Die vier Jahreszeiten Japans“ für Klavier zu vier Händen

Die von den Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita gespielte Piano Suite “Die vier Jahreszeiten Japans” von Yoshinao Nakada war einfach nur faszinierend. Ihr einfühlsames und synchrones Spiel verlieh der Komposition eine zauberhafte Atmosphäre. Die jungen asiatischen Zwillinge brachten die Vielfalt und Schönheit der japanischen Jahreszeiten in jeder Note zum Ausdruck. Ihre musikalische Sensibilität und Technik sind beeindruckend. Diese mitreißende Darbietung ermöglichte es dem Publikum, sich in die malerischen Landschaften Japans hineinzuversetzen. Eine wunderbare Erfahrung, Nakadas Komposition in all ihrer künstlerischen Pracht zu erleben.

Johannes Brahms: “Ungarische Tänze” Nr. 1 bis 6 für Klavier zu vier Händen

Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita
Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita

Die “Ungarischen Tänze” Nr. 1 bis 6 von Johannes Brahms, gespielt von den Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita, waren schlichtweg mitreißend. Ihr virtuoses Spiel und ihre dynamische Interpretation brachten die lebhaften Rhythmen und reichen Melodien zum Leben. Die Synchronizität der Yamashita-Zwillinge ist beeindruckend und verleiht den Tänzen eine kraftvolle Energie. Ihre Leidenschaft für die Musik von Brahms ist spürbar und übertrug sich unmittelbar auf das Publikum. Diese beeindruckende Aufführung, ein wahrer Genuss, zeugte von der außergewöhnlichen Kunstfertigkeit der Zwillinge aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ein musikalisches Erlebnis, das die Zuhörer mitriss und in die faszinierende Welt der ungarischen Tänze entführt.

Dann noch, fast schon sensationell am Maifestival, , sogar noch eine Zugabe in Form von

Sergej Rachmaninows „Romance“ zu sechs Händen

Annies Piano Twins und Misa Hasegawa  nach der Rachmaninov 6-händig Zugabe
Annies Piano Twins und Misa Hasegawa nach der Rachmaninov 6-händig Zugabe

Die Interpretation von Rachmaninows “Romance” zu sechs Händen durch Misa Hasegawa und die Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita war zauberhaft. Ihre Harmonie und musikalische Synchronizität erzeugten eine bezaubernde Klangfülle. Das Klavierspiel der drei japanischen Ausführenden war von außergewöhnlicher Technik und emotionalem Ausdruck geprägt. Diese mitreißende Darbietung verströmte eine romantische Atmosphäre und berührte das Herz des Auditoriums. Eine wunderbare Zusammenarbeit, die Rachmaninows Komposition in all ihrer Schönheit erstrahlen liess und das Publikum fesselte, was sich in langanhaltender Akklamation manifestierte.

Zum Schluss versammelten sich nochmals alle Musizierenden der drei Abende auf dem Podium und durften den stürmischen, langanhaltenden Schlussapplaus, gar eine verdiente stehende Ovation geniessen.

Einmal mehr drei eindrückliche Konzertabende in dieser sympathischen Kleinstadt mit ihrer wunderbaren Kirche, die sich, nicht zuletzt aufgrund ihrer hervorragenden Akustik, bestens für musikalische Events eignet.

youtube.com/watch?v=YMAzhMli6EY&t=18s      Die “Ungarischen Tänze” Nr. 1 bis 6 von Johannes Brahms, gespielt von den Annies Piano Twins Junichiro und Saichiro Yamashita

Link auf das Konzert vom Freitag:

https://innerschweizonline.ch/wordpress/rellinger-maifestival-freitag-12-mai-2023-mozart-und-besucht-von-leonard-wuest/

Link auf das Konzert vom Samstag:

https://innerschweizonline.ch/wordpress/rellinger-maifestival-samstag-13-mai-2023-auf-den-fluegeln-des-gesangs-besucht-von-leonard-wuest/

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Luz Leskowitz, Léonard Wüst und Wolfgang Gaedigk https://www.mrk-rellingen.de/maifestival.html

http://www.luz-leskowitz.at/index.html

Homepages der andern Kolumnisten: www.marinellapolli.ch

www.gabrielabucher.ch www.herberthuber.ch www.maxthuerig.ch

Die Musikerinnen geniessen den Schlussapplaus

Die Musikerinnen geniessen den Schlussapplaus

SolennePaïdassi, Violine links und Misa Hasegawa,Klavier

vlnr. Aylen Prtchin, Misa Hasegawa und Andreas Brantelid

Misa Hasegawa links und Sophia Reuter

v.l.n.r. Misa Hasegawa,Klavier, Andreas Brantelid Violoncello, Aylen Pritchin,Violine

Annies Piano Twins und Misa Hasegawa

CTP Chef und Musikfestivalförderer Kapitän Thomas Poetzsch mit Gattin Ulrike

 

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Herbert Huber träumt die gastronomische Zukunft – und erstens kommt es anders…

Ist dies die zukünftige Serrvicebrigade?
Ist dies die zukünftige Serrvicebrigade?
 

Roboter Pepper sorgte 2020/21 für die Einhaltung der Corona Regeln Foto dpa Daniel Bockwoldt

Eine futuristische Begegnung.So träumte ich wieder einmal intensiv und wurde subito ins 4te Jahrtausend katapultiert. Suchte mir einen Platz in einer ruhigen Ecke eines Restaurants, liess mich in einen bequemen Sessel sinken. Mein Blick schweifte durch den Raum und blieb an einer ungewöhnlichen Gestalt hängen.

Und zwar an einem Roboter, der an der Bar stand und Getränke zubereitete. Fasziniert beobachtete ich seine geschickten Bewegungen, wie er die Tassen mit einer Präzision füllte, die menschliche Baristas wohl erblassen lassen würde.

Ein Gespräch mit künstlicher Intelligenz

Erfreut über jeden Gast Foto Issel Kato
Erfreut über jeden Gast Foto Issel Kato

So wollte ich den Roboter näher kennenzulernen. Ich ging zu ihm und setzte mich auf einen der Hocker. Der Roboter drehte sich elegant und begrüsste mich mit einer freundlichen Stimme: “Guten Abend, wie kann ich Ihnen behilflich sein?” Ich war erstaunt, wie menschenähnlich der Roboter sprach und sich verhielt. Ich erzählte ihm von meinem stressigen Tag und meiner Suche nach Ruhe und Entspannung. Der Roboter hörte aufmerksam zu und reichte mir einen heissen Kaffee.

Ein Wissensaustausch der Zukunft

Die Gäste gleich anschnallen, ein No Go Robbie
Die Gäste gleich anschnallen, ein No Go Robbie

Wir unterhielten uns. Der Roboter erzählte mir von seiner Entwicklung und wie er in diesem Restaurant angestellt wurde. Er erklärte, dass er mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet sei, die es ihm ermöglichte, menschenähnliche Interaktionen zu vollziehen. Je mehr wir sprachen, desto mehr faszinierte er mich. Er hatte eine erstaunliche Fülle an Wissen und konnte über verschiedene Themen diskutieren. Wir tauschten uns über Literatur, Philosophie und sogar über die neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen in der Gastronomie aus. Es war, als ob ich einen Freund gefunden hätte, der aufmerksam zuhörte.

 Die Speisekarte der Zukunft

Topo Roboter im Hotel Hirschen Sursee 1984
Topo Roboter im Hotel Hirschen Sursee 1984

Nun plagte mich der Hunger. Speisekarte gab es keine. Dafür Selbstbedienung mit einer bunten Auswahl an Pillen. Astronauten Nahrung. Rot für Fleisch – grün für Gemüse – gelb für Veganes – braun für Allergiker. Für Farbenblinde gab der Roboter bereitwillig weitere Auskunft. Für Feinschmecker servierten im Gourmetabteil «echte» Menschen «fleischloses» Fleisch ab 3D – Drucker und aus den USA importiertes «künstliches Fleisch». In den 2023ziger Jahren sollen ja die US-Behörden erstmals die Genehmigungen für den Verkauf von aus Zellkulturen gezüchtetem Laborfleisch erteilt haben.

Die Umweltproblematik der Vergangenheit

Robbie ist  auch Inklusion kompetent
Robbie ist auch Inklusion kompetent

Überall hingen Bilder von einst mit weidenden Tieren, denen man den staatlich verordneten Garaus machte, weil sie die Umwelt «verfurzten». Methangase in die Atmosphäre bliesen und damit mehr Schaden als Kohlendioxid anrichteten.

 

 

 

 

Abschied und Versprechen

Elegante Servicekraft der Zukunft
Elegante Servicekraft der Zukunft

Als es Zeit war, das Restaurant zu verlassen, bedankte ich mich beim «Robi» für seine Gesellschaft und die inspirierenden Gespräche. Er antwortete mit einem Lächeln und meinte: “Es war mir eine Freude, Sie bei mir zu haben. Ich bin immer für Sie da, wenn Sie zurückkommen und eine Auszeit vom Alltag brauchen.

Die Macht der Träume

Wieder hellwach und schweissgebadet, überlegte ich, dass es vielleicht besser ist, nicht alles zu wissen, was noch auf uns zukommen könnte. Zumal es meistens noch anders kommt als man denkt.

Noch ist dies Zukunftsmusik, doch wie lange noch?

youtube.com/watch?v=eHYoCYDhCPo&t=18s

Text   www.herberthuber.ch

Fotos www.pixelio.de

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Aufgereiht zur Begrüssung der Gäste Foto Thomas Vogel

Begrüsst Robbie Gäste gar mit Handshake

Zufriedener Gast, zufriederner Android

Dieser Pflegeroboter versteht Schweizerdeutsch

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„I Got Rhythm!“ – Öffentliche Abschlusskonzerte der Musikakademie der Studienstiftung

Aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten während der Proben der Musikakademie 2023 der Studienstiftung.  Frederik Ahlgrimm
Aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten während der Proben der Musikakademie 2023 der Studienstiftung. Frederik Ahlgrimm

Auf der Musikakademie der Studienstiftung des
deutschen Volkes in Brixen erarbeiten rund 220 aktuelle und ehemalige
Geförderte ein abwechslungsreiches Programm für Chor und Orchester unter
dem Motto „Lebensträume“, das sie bei drei öffentlichen Konzerten in
Südtirol, im Allgäu und in Oberfranken zur Aufführung bringen.

Die Musiker:innen präsentieren auf ihrer Tournee unter anderem Aaron
Coplands berühmte „Fanfare for the Common Man“, George Gershwins jazzige
„Rhapsody in Blue“ und die Ouvertüre seines Musicals Girl Crazy, aus dem
der bekannte Song „I Got Rhythm“ stammt, sowie Leonard Bernsteins Musik
zur „West Side Story“. Es werden drei Konzerte mit unterschiedlichen
Programmen angeboten: Das erste Konzert findet am 3. August 2023 um 18:00
Uhr im Kulturzentrum in Toblach unter dem Titel „The Promise of Living?“
statt. Am 4. August 2023 geht es mit dem zweiten Konzert „I Got Rhythm!“
um 14:00 Uhr im Festspielhaus Füssen weiter. Den Abschluss bildet das
Konzert „The Unanswered Question“ am 5. August 2023, um 19:00 Uhr in der
Stadtkirche in Bayreuth im Rahmen des Festivals Junge Künstler. Die
Veranstaltungen sind öffentlich. Weitere Informationen zu den beteiligten
Künstler:innen und dem Programm finden Sie auf der Website der
Musikakademie (https://musikakademie-studienstiftung.de/).

Über die Musikakademie – Plattform zum gemeinsamen Musizieren

Seit 2011 bietet die Studienstiftung des deutschen Volkes gemeinsam mit
dem Verein Alumni der Studienstiftung e.V. musikalisch begeisterten
aktuellen und ehemaligen Stipendiat:innen mit der Musikakademie eine
Plattform zum gemeinsamen Musizieren. Während der zehntägigen Akademie
bringen sich rund 220 Musiker:innen ein. Zahlreiche Mitwirkende erzielten
Preise bei „Jugend musiziert“ oder sind Mitglieder von Landes- und
Bundesjugendorchestern.

Die Konzerte bilden den Abschluss einer mehrtägigen Probenphase in Brixen
in Südtirol unter der künstlerischen Gesamtleitung von Martin Wettges. Die
Choreinstudierung verantwortet Christian Jeub, als Dirigent fungiert Mark
Gibson.

Wenn Sie über die Konzerte berichten möchten, akkreditieren Sie sich bitte
per E-Mail an musikakademie@studienstiftung.de. Wir ermöglichen Ihnen dann
gerne freien Eintritt und hinterlegen Ihnen eine Pressekarte am Empfang.

Bei Interesse vermitteln wir gerne Kontakte zu aktuellen und ehemaligen
Stipendiat:innen. Weitere Informationen zur Musikakademie finden Sie hier:
https://musikakademie-studienstiftung.de/.

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Ressourcenschonung im Bauwesen: Wirtschaftsministerium fördert innovatives Projekt der Hochschule Koblenz

von links: Dr. Marc-André Grebe (Leiter Abteilung Transfer), Marcel Ramler, Dr. Katharina Sosinka, Prof. Dr. Jürgen Quarg-Vonscheidt  Christiane Gandner  Hochschule Koblenz
von links: Dr. Marc-André Grebe (Leiter Abteilung Transfer), Marcel Ramler, Dr. Katharina Sosinka, Prof. Dr. Jürgen Quarg-Vonscheidt Christiane Gandner Hochschule Koblenz

Ein Forschungsteam der Hochschule Koblenz entwickelt eine neue Methode zur
effizienten Verwendung von Baustoffen im Bauwesen. Das Ministerium für
Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau fördert dieses Projekt zur
Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen im Rahmen des
Inkubatorprogramms Rheinland-Pfalz, das darauf abzielt, die konkrete
Umsetzung von innovativen Projekten zu fördern. Knapp 75.000 Euro wurden
dem Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe dafür für die Dauer von zwei Jahren
bewilligt.

„Bauen in seiner gegenwärtigen Form verbraucht Ressourcen, die limitiert
sind. Die wichtigste der knappen Ressourcen des Bauwesens ist
Siliciumdioxid in Form von Quarz-Sand und Kies, das in Deutschland nur
noch für etwa 100 bis 120 Jahre verfügbar sein wird“, erläutert Prof. Dr.
Jürgen Quarg-Vonscheidt, Projektleiter und Professor für Geotechnik und
Vermessungskunde an der Hochschule Koblenz. Der Rohstoff wird für die
Betonherstellung, aber auch als Verfüllbaustoff bei Erdbaumaßnahmen
verwendet. Dieser verschwenderische Einsatz von Sand und Kies als
Verfüllbaustoff sei angesichts der Prognosen unverantwortlich, so der
Wissenschaftler. Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz und die ab August
geltende Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz haben die
Verwertung von mineralischen Abfällen und die Schonung natürlicher
Ressourcen zur obersten Priorität erklärt. Vor diesem Hintergrund strebt
das Projekt der Hochschule Koblenz eine hohe Wiedereinbau-Quote von
Aushubmaterialien auf Baustellen an.

Eine effektive Möglichkeit Aushubmaterial wieder einzubauen, besteht in
der Aufbereitung der Erdbaustoffe zu einem zeitweise fließfähigen
Verfüllbaustoff, auch als Flüssigboden bezeichnet. Doch mit Flüssigboden
zu arbeiten, erfordert eine maßgebliche Umstellung und Weiterentwicklung
unserer bisherigen Bauverfahren. Eine dieser Weiterentwicklungen ist
Gegenstand des Projekts der Hochschule Koblenz, die ein Verfahren zur
Lagefixierung von Rohrleitungen bei der flüssigen Grabenverfüllung
entwickelt. Bislang gibt es kein vergleichbares Verfahren für eine der
größten Herausforderung der Branche. Das neue Verfahren basiert auf
elektrokinetischen Effekten und bietet nicht nur eine innovative Lösung
für die Bauindustrie, sondern hat auch weitreichende wissenschaftliche und
wirtschaftliche Vorteile. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit
einem kommunalen Versorgungsunternehmen, um das entwickelte System in
einer realen Baustellenumgebung zu erproben“, so Quarg-Vonscheidt.

Unterstützt wurde das Projektteam bei der Antragstellung von der Abteilung
Transfer der Hochschule Koblenz. „Was sich hinter einem abstrakten
Projekttitel verbirgt, ist hochspannend und leistet einen wichtigen
Beitrag zur Ressourceneinsparung im Baubereich und damit zum Klimaschutz
in der Baubranche“, betont Prof. Dr. Heiko Weckmüller, Vizepräsident für
Transfer und regionale Entwicklung der Hochschule Koblenz. Maßgeblich für
die Förderzusage durch das Ministerium waren die Innovationskraft, der
technische Reifegrad und das große Potential des Projektes für die
Wirtschaft.

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