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SRH geht Bildungspartnerschaft mit der St. Barbara Klinik Hamm-Heessen ein

Hamm | Die SRH Hochschule in NRW verstärkt ihre Kooperationsvereinbarungen
durch die neue Bildungspartnerschaft „Psychologie in der Medizin“ mit der
St. Barbara Klinik in Hamm-Heessen. Bereits laufende gemeinsame Projekte
und Forschungsarbeiten der Klinik und der SRH in NRW legten den Grundstein
für diesen folgerichtigen Schritt.

„Wir arbeiten bereits seit einiger Zeit erfolgreich an einer umfangreichen
Studie zur Resilienzsteigerung bei Hirntumorpatientinnen und -patienten
zusammen“ berichtet Dr. Sabrina Krauss, Psychologie-Professorin und
Prorektorin der SRH Hochschule. „Alles Psychologische hat immer auch etwas
Physiologisches und umgekehrt. Diesen Umstand nutzen wir nicht nur im
Rahmen der Studie, sondern auch in Form von studentischen Exkursionen in
der renommierten Klinik“, so Krauss weiter.

Beide Institutionen sehen durch die neue Bildungspartnerschaft einen
Gewinn auf vielen Ebenen. So profitieren die Studierenden von dem engen
Zugang zur Medizin, vor allem in den Modulen der „Neuropsychologie“, aber
auch die Patientinnen und Patienten der Klinik erhalten Zugang zu Studien
und somit zu modernen psychologischen Interventionen.

„Es ist wichtig, die Psychologie-Studierenden frühzeitig auch auf
praktischer Ebene an klinische Kontexte heranzuführen“, so Krauss. „Die
medizinischen und Neurologischen Grundlagen vermitteln wir auf
theoretischer Ebene, wenn die Studierenden, dann in der Klinik bestimmte
Inhalte aus den Vorlesungen live erleben dürfen, bereichert sie das
ungemein.“  Die Hochschule bietet aber auch Einblicke in andere Bereiche
wie die Wirtschafts- oder Rechtspsychologie, sodass die Studierenden
Schwerpunkte nach den eigenen Interessen setzen können.

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Welttag der humanitären Hilfe am 19. August: Wie politisch ist humanitäre Hilfe?

Die Vereinten Nationen würdigen mit einem jährlichen Aktionstag am 19.
August humanitäre Helfer:innen und möchten die Bedeutung humanitärer Hilfe
ins Bewusstsein rücken. Viele Millionen Menschen sind weltweit
beispielsweise infolge von Naturkatastrophen, Kriegen und zuletzt auch
durch die Corona-Pandemie auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dr. Steffi
Marung forscht an der Universität Leipzig unter anderem zur Geschichte der
Entwicklungspolitik. Sie sagt: Die Spannung zwischen De- und Re-
Politisierung humanitärer Hilfe hat seit den 1970er Jahren zugenommen.

Frau Dr. Marung, unter „humanitärer Hilfe“ verstehen viele selbstlose
Hilfe für Menschen in Not, um unter anderem das Ausbreiten von
Krankheiten, Hunger und Wassermangel einzudämmen beziehungswiese zu
verhindern sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, unabhängig von
politischen Rahmenbedingungen. Inwiefern war in der Geschichte humanitäre
Hilfe tatsächlich unpolitisch?

Dies ist eines der Dilemmata der humanitären Hilfe, auf die unter anderem
der deutsche Historiker Johannes Paulmann hingewiesen hat, und das die
Geschichte der humanitären Hilfe seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert
prägt. Für die Rote Kreuz-Bewegung – einer der wichtigsten Ursprünge des
internationalen humanitären Regimes – stand die Distanzierung von
politischen Interessen im Zentrum. Auf diesem Versprechen des
Unpolitischen beruhte auch lange der Erfolg dieser Bewegung. Doch genau in
dem Moment, in dem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz 1863 auf
Initiative des Genfer Unternehmers Henri Dunant gegründet wurde – in
Reaktion auf seine Erlebnisse auf den Schlachtfeldern von Solferino –
schickten sich britische und französische imperiale Eliten an, ihre
kolonialen Projekte auch mit humanitären Argumenten abzusichern, als Teil
ihrer „Zivilisierungsmission“. Beispielsweise, indem sie die hygienischen
Bedingungen in den Städten der Kolonien zu verbessern suchten. Und wieder
andere Akteure – wie europäische oder amerikanische Missionare – sahen in
humanitärer Hilfe ihre religiöse Pflicht jenseits staatlicher Interessen,
aber eben auch ein Mittel zur Gewinnung von Gläubigen.

Diese Spannung zwischen der De- und Re-Politisierung von humanitärer Hilfe
ist also kein Spezifikum des Kalten Krieges oder der neuen globalen
Konkurrenz heute. Gleichwohl hat die Professionalisierung und Ausweitung
des „Empire of Humanity“, wie es der amerikanische Politikwissenschaftler
Michael Barnett kritisch apostrophierte, seit den 1970er enorm an Dynamik
gewonnen. Während des Kalten Krieges haben nicht nur die Staaten in den
beiden Blöcken versucht, sich mit humanitärer Unterstützung als die
bessere Hälfte der Welt darzustellen, auch internationale Organisationen
wie die Weltbank – von vielen als Instrument amerikanischer Außenpolitik
kritisiert – haben sich verstärkt humanitären Problemen zugewandt. Die
Weltbank unter Robert McNamara hat beispielsweise den Kampf gegen den
Hunger in den Mittelpunkt gestellt, während die UN insgesamt zur
wichtigsten Koordinatorin humanitärer Hilfe weltweit wurde. Und es sind
eine Vielzahl nichtstaatlicher Akteure auf die Bühne getreten – manchmal
im wortwörtlichen Sinne, wenn wir an die von Bob Geldof organisierten
Live-Aid-Konzerte denken. Ziel des ersten dieser Konzerte 1985 war es,
Spendengelder für die hungernden Menschen in Äthiopien zu sammeln – und es
dauerte nicht lang, bis dieses Unternehmen in die Kritik geriet: als
Medienspektakel, als „humanitarian business“, aber auch, weil Äthiopien
damals dem sozialistischen Lager zugerechnet wurde und das Regime der Derg
im Westen als autoritär und repressiv galt.

In Mitteleuropa verbinden viele humanitäre Hilfe mit mehr oder weniger
selbstloser Entwicklungshilfe der „ersten Welt“ für die „dritte Welt“,
vornehmlich in Afrika. Hält diese Sicht der Realität stand?

Die Geber können auch aus dem Globalen Süden kommen – und auch das nicht
erst in jüngster Zeit, wie es uns die berühmten chinesischen Masken in
Europa während der Corona-Pandemie vor Augen geführt haben, sondern auch
hier wieder mit langer Tradition. Kubanische Ärzte beispielsweise sind
seit den 1960er Jahren in vielen Ländern des globalen Südens ein wichtiger
Anker in kurz- und langfristigen Gesundheitskrisen, während der kubanische
„medical internationalism“ seit der kubanischen Revolution beeindruckende
Ausmaße angenommen hat und sich auch in der Corona-Krise zeigte, als 53
Ärzte und Pflegepersonal dem Hilfeersuchen Italiens im März 2020 folgten.

Jüngst ging es beim von Russland ausgerichteten Afrika-Gipfel auch um die
Frage von Getreidelieferungen nach Afrika im Angesicht des Kriegs in der
Ukraine und des ausgelaufenen russisch-ukrainischen Getreideabkommens.
Russland hat nicht nur versprochen, für die ausfallenden Lieferungen durch
die Ukraine einzuspringen, sondern sogar kostenlos Getreide zu liefern.
Das ist sicherlich nur ein Beispiel von vermeintlich selbstloser Hilfe.
Was steckt hinter solcher Art von Großzügigkeit?

Das ist ein besonders zynischer Ausdruck der Dialektik aus De- und Re-
Politisierung humanitärer Hilfe. Hier kann Geopolitik neue humanitäre
Krisen provozieren und der Kampf um eine neue Weltordnung wird auf dem
Rücken der vulnerabelsten Gruppen ausgetragen. Diese Art von Konkurrenz
haben wir auch während der Corona-Pandemie gesehen, als China, Russland
und westliche Staaten in ihrer Impf-Diplomatie epidemologische,
humanitäre, geopolitische – und nicht zuletzt wirtschaftliche – Interessen
miteinander verschränkten.

China beispielsweise war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor
allem Empfänger von humanitärer und Entwicklungshilfe – und zwar aus ganz
verschiedenen Richtungen. Insbesondere die USA und die Sowjetunion haben
hier seit den 1930er Jahren ihre Konkurrenz ausgetragen. Seit den 1960er
Jahren begann der chinesische Staat, humanitäre Hilfe im Globalen Süden zu
leisten, auch als Abgrenzung sowohl zum Westen als auch zum Ostblock, nach
dem chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis Mitte der 1960er Jahre.

Viele Menschen teilen vermutlich die Beobachtung einer Welt in der Multi-
Krise: Wir haben es nicht nur mit einer Vielzahl paralleler Notlagen und
Herausforderungen zu tun, sondern sie sind oftmals eng verflochten. Dazu
zählen Notsituationen, die durch die Klimakrise ausgelöst werden, ebenso
wie die jüngsten und die kommenden Pandemien, Kriege in verschiedenen
Teilen der Welt aber auch Naturkatastrophen. Für diese dringend notwendige
Kooperationsfähigkeit ist zunächst ein Verständnis für die Dilemmata der
humanitären Hilfe notwendig. Historische Einordnung kann da ebenso helfen
wie der Blick auf und aus verschiedenen Weltregionen.



Dr. Steffi Marung ist Leiterin des Projekts „Freie Radikale? Politische
Mobilitäten und postkoloniale Verräumlichungsprozesse in der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts“ am Sonderforschungsbereich 1199
„Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“ der Universität
Leipzig. Sie ist zugleich am Forschungsvorhaben New Global Dynamics im
Rahmen der zweiten Wettbewerbsphase der Exzellenzstrategie von Bund und
Ländern beteiligt.

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Forschungsprojekt für nachhaltigen Wasserverbrauch sucht Testhaushalte

Die Nutzung von Wasser überwachen, Sparpotenziale aufzeigen und die
Verwendung von Regenwasser erforschen: Mit diesen Zielen leitet Fraunhofer
FIT das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte
Projekt CrowdWater. Zweck des Projekts ist die Entwicklung einer
regionalen Wasser-Datenplattform für die private, öffentliche sowie
gewerbliche Nutzung. Für die Erarbeitung praxisnaher Lösungen werden
aktuell etwa 30 Testhaushalte gesucht.

>>Wasser bewusst nutzen

Noch gibt es in Deutschland ausreichend Trinkwasser. Doch das Land
trocknet infolge der globalen Erderwärmung langsam aus. Die
Grundwasserbestände sinken. Ein Grund dafür ist nach Einschätzung des
Umweltbundesamts die abnehmende Aufnahme- und Speicherfähigkeit des
Erdbodens infolge von starken Klimaereignissen. Die genaue Entwicklung und
ihre Folgen für bestimmte Gebiete lassen sich aktuell noch schwer
abschätzen, da es keine präzise Informationslage über Wassermengen und den
Einfluss von Sparmaßnahmen auf ausgewählte Regionen gibt.

Hier setzt das Projekt CrowdWater (Crowdbasiertes Monitoring und
Vorhersage für nachhaltige Regen- & Trinkwassernutzung) an, indem es
Sensordaten zum Kreislauf der Wassernutzung erfasst und verarbeitet. Ein
umfassendes Monitoring in Echtzeit ermöglicht, dass Haushalte ihren
Wassereinsatz erfolgreich planen und Wartungsarbeiten in
Versorgungsunternehmen nutzengerechter durchgeführt werden können. Mit
einem Angebot an Veranstaltungen und Lehrmaterialien wird CrowdWater
darüber hinaus ein Grundverständnis von nachhaltiger Wassernutzung
vermitteln, welche auch verfügbares Regenwasser mit einbezieht.

Zur Strategie des Projekts gehört die Verknüpfung intelligenter Messgeräte
mit digitalen Werkzeugen. Innerhalb eines vielfältigen IoT-Netzwerks
(Internet of Things oder Internet der Dinge) sollen zukünftig der genaue
Bedarf an Wasser bestimmt und eventuelle Verluste identifiziert werden
können. Dies gelingt unter anderem durch die Berücksichtigung aktueller
Wetterdaten. Um den Verbrauch der lebenswichtigen Ressource in
betrieblichen Prozessen zu ermitteln, sollen mobile Messkoffer zum Einsatz
kommen.

>>Interaktiver Lösungsansatz dank Living Lab

Das Erfahrungswissen und die Lebenswirklichkeit von Verbraucherinnen und
Verbrauchern spielen eine zentrale Rolle in der Erforschung ihrer
Wassernutzung. CrowdWater möchte deshalb rund 30 Testhaushalte und drei
bis sechs Unternehmen in einem Living Lab vernetzen. Ein Living Lab ist
ein virtuelles Labor zur Forschung unter Realbedingungen. Die ausgewählten
Haushalte werden mit entsprechender Sensorik ausgestattet, um Daten über
die Umsetzbarkeit der Werkzeuge zu erheben und Anreizmechanismen zum
Wassersparen zu testen.

Als Teilnehmende am Living Lab sollten Sie sich idealerweise für die
Erforschung nachhaltiger Regen- und Trinkwassernutzung interessieren und
zu einer aktiven Mitgestaltung bereit sein. Weiterhin werden vorwiegend
Haushalte aus dem Rhein-Sieg-Kreis oder Nordrhein-Westfalen gesucht. Bei
Interesse oder auch allgemeinen Fragen zum Projekt können Sie sich an
unsere Living Lab Koordinatorin Anika Martin
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..de) wenden.

>>Breit gefächerte Beteiligung

Sowohl kommunale als auch wirtschaftliche Projektpartnerschaften
bereichern CrowdWater mit Expertise und Ressourcen. Um das wichtige Thema
Datenschutz sowie die Organisation der Living Labs kümmert sich das
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Die Stadtwerke
Troisdorf, die Stadt Hennef und die Verbandsgemeindewerke Kirchen stellen
sich für die praktische Umsetzung der Wassersparmaßnahmen zur Verfügung.
Daran beteiligt ist auch die Biesenthal Wasserzähler GmbH, die mit den
behördlichen Partnern technische Anforderungen herausarbeitet. Sie
unterstützt deren Machbarkeitsuntersuchung und kooperiert so mit
Fraunhofer FIT und der si-automation GmbH. Ebenfalls im Aufgabenbereich
der si-automation GmbH liegt die Entwicklung und Testung vorläufiger
Lösungen.

Weitere Informationen zum Projekt und aktuelle Infos finden Sie unter
<https://crowdwater.info>

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Online-Programm für depressiv erkrankte Geflüchtete aus der Ukraine

Webseite und kostenfreies Selbsthilfe-Programm auf Ukrainisch und Russisch
bieten Geflüchteten mit Depression Unterstützung – Natalia Yegorova hilft
ehrenamtlich bei der Bekanntmachung

Leipzig, 17.08.2023 – Für Migrantinnen und Migranten mit Depression stehen
das kostenfreie Online- Programm iFightDepression der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe und Suizidprävention sowie die gleichnamige
Informationswebseite ab sofort in einer ukrainischen und russischen
Sprachversion zur Verfügung. Das an die kognitive Verhaltenstherapie
angelehnte Online-Programm hilft Betroffenen, Depression besser zu
verstehen und zeigt Übungen für den Alltag. Zudem bietet es neue Inhalte
zu fluchtrelevanten Themen wie Trauma und Umgang mit Verlusten.

Sprachbarrieren und Versorgungsengpässe für ukrainische Geflüchtete

Die ukrainische und russische Version des Online-Programms richtet sich an
Geflüchtete in Deutschland und soll helfen, Sprachbarrieren und
Versorgungsengpässe zu überbrücken. Mehr als 1 Millionen Menschen sind
laut Bundesinnenministerium aus dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland
geflüchtet.
„Depression ist eine schwere, ernstzunehmende Erkrankung, die mit einem
erheblichen Leidensdruck einhergeht und einer professionellen Behandlung
bedarf. Geflüchtete Menschen haben es jedoch besonders schwer, in einem
neuen Land Hilfe zu finden. Es fehlen Psychotherapeuten und Ärzte, die sie
in ihrer Muttersprache behandeln können. Ein Online-Programm kann helfen
diese Versorgungslücke etwas zu überbrücken“, erklärt Prof. Ulrich Hegerl,
Vorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention/
Inhaber der Senckenberg-Professur an der Universität Frankfurt/M.

Prominente Unterstützung bei der Bekanntmachung des Angebots von Natalia
Yegorova
Unterstützt wird die Bekanntmachung des Programms ehrenamtlich von der
ukrainischen Sängerin Natalia Yegorova. Zuletzt war sie im TV bei „Let’s
dance“ zu sehen. „Der Krieg in der Ukraine trifft psychisch erkrankte
Menschen besonders hart. Ich habe Menschen getroffen, die wegen der Flucht
ihre Behandlung unterbrechen mussten. Nun fehlt ihnen aufgrund von
Sprachbarrieren und fehlendem Wissen, an wen man sich wenden kann,
jegliche Hilfe. Ich bin sehr dankbar, dass die Stiftung Deutsche
Depressionshilfe mit ihrem kostenfreien Onlineprogramm hier ein Angebot
geschaffen hat, das unterstützen und Wartezeiten auf Behandlung
überbrücken kann – und das in den Muttersprachen Ukrainisch und Russisch.“
Yegorova wird u.a. mit Social Media Clips in ukrainischer Sprache helfen,
dass depressiv erkrankte Geflüchtete in Deutschland auf das Online-Angebot
bei Depression aufmerksam werden.

Kostenfrei in 14 weiteren Sprachen verfügbar

Die Wirksamkeit von iFightDepression wurde in einer randomisierten
kontrollierten Studie (Oehler et al., 2020) nachgewiesen. iFightDepression
ist neben Ukrainisch und Russisch auch in einer kultursensitiven
arabischen Version und in 13 weiteren Sprachen kostenfrei verfügbar. Eine
Begleitung durch ärztliches und psychotherapeutisches Fachpersonal sowie
Mitarbeitende in der Flüchtlingshilfe wird empfohlen. Diese können sich
durch die Teilnahme an einer CME-zertifizierten Online-Fortbildung auf
https://ifightdepression.com/webinar/ qualifizieren und anschließend ihre
Patienten zur Nutzung einladen. Eine Fortbildung kann alternativ auch über
die E-Mail-Adresse mesur@deutsche-depressionshilfe.de angefragt werden. Um
aber möglichst vielen aus der Ukraine geflüchteten Menschen Unterstützung
im Rahmen der Selbsthilfe zu ermöglichen, sind die beiden neuen
Sprachversionen auch ohne eine solche Begleitung zugänglich. Eine
Registrierung in der jeweiligen Sprache ist auf der folgenden Website
möglich:
•       Ukrainisch: https://ifightdepression.com/ua/
•       Russisch: https://ifightdepression.com/ru/

iFightDepression ist ein Projekt der European Alliance Against Depression
(EAAD). Die kulturelle Anpassung, Erweiterung und Übersetzung des Online-
Programmes und der Webseite in eine ukrainische und russische
Sprachversion wird durch das EU-kofinanzierte Projekt „Mental Health
Support for Ukrainian Refugees“ (MESUR) ermöglicht. Die Verbreitung in
Deutschland erfolgt über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Suizidprävention.


Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention hat sich die
bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen und die Reduktion der
Suizide in Deutschland zum Ziel gesetzt. Vorstandsvorsitzender ist Prof.
Dr. Ulrich Hegerl. Die Schirmherrschaft hat der Entertainer und
Schauspieler Harald Schmidt übernommen. Neben Forschungsaktivitäten bietet
die Stiftung Betroffenen und Angehörigen unter ihrem Dach vielfältige
Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und
das deutschlandweite Info-Telefon Depression. In 89 Städten und Kommunen
haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die
Erkrankung leisten. Die Arbeit erfolgt pharma- unabhängig.
www.deutsche-depressionshilfe.de

European Alliance Against Depression - EAAD

Die European Alliance Against Depression (EAAD) ist eine internationale
Non-Profit-Organisation mit Sitz in Leipzig und Frankfurt am Main,
Deutschland. Ihr Präsident ist Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Die EAAD
verzeichnet Mitglieder und mehr als 100 regionale Netzwerkpartner auf der
ganzen Welt. Ihr Hauptziel ist die Verbesserung der Versorgung und die
Optimierung der Behandlung von Patienten mit depressiven Störungen sowie
die Prävention von Suizidalität. Der Verein wurde 2008 von einer Reihe von
Experten für psychische Gesundheit aus verschiedenen europäischen
Forschungseinrichtungen gegründet, um die von der EU finanzierten EAAD-
Projekte (2004-2008) weiterzuführen. Die EAAD ist an mehreren europäischen
Forschungsprojekten beteiligt, die sich mit Depression und
Suizidprävention befassen.
www.eaad.net

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