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BMBF-Förderprogramm „Forschung an Fachhochschulen“: Praxisorientierte Forschung für eine gelungene Energiewende

Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW/FH) forschen
praxisorientiert und denken lösungsorientiert. Damit sind sie
prädestiniert dafür, große gesellschaftliche Herausforderungen wie die
Energiewende anzugehen. Mit dem Programm „Forschung an Fachhochschulen“
fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch
Forschungsvorhaben zu diesem Thema. Mit dem „Thema im Fokus“ beleuchtet
die zugehörige Website Forschungsergebnisse und Ideen der HAW und FH, die
zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen.

Die Lösung der Klimakrise ist untrennbar mit einer Energiewende verbunden:
Um den Ausstoß von Kohlendioxid spürbar zu reduzieren, muss die Menschheit
möglichst bald von fossilen Brennstoffen auf regenerative Energiequellen
umsteigen. Im Prinzip ist das bereits seit vielen Jahrzehnten bekannt,
aber die meisten Industrienationen hinken diesem Ziel meilenweit
hinterher.

In unserem aktuellen „Thema im Fokus“ haben wir uns deshalb dem wichtigen
Thema Energiewende gewidmet und einige spannende HAW-Projekte dazu auf
unserer Website aufbereitet. Unter anderem finden Sie dort ein
ausführliches Portrait des Projekts ReduCO2 (Kooperation der OTH
Regensburg und der TH Deggendorf), in dem es darum geht, Kohlendioxid
nachhaltig in einen Kreislauf einzuspeisen oder es gleich ganz aus dem
System zu entziehen. Außerdem gibt es ein Videointerview mit Vertretern
der Hamburger Forschungspartnerschaft X-Energy, die sich in mehreren
Projekten dem Thema Energiewende widmen. In einem dieser Projekte werden
so genannte Multirotor-Konzepte entwickelt: Windräder, die mehrere kleine
statt einem großen Rotor haben und damit mehr Leistung bringen können. In
kurzen Steckbriefen stellen wir noch einige weitere Projekte vor: etwa zu
Wasserstoff-Antrieben im Schwerlastverkehr und auf der Schiene, zu
Fledermaus-Schutzkonzepten beim Bau von Windrädern oder zu
Prognosemodellen für den Umbau der Energieversorgungs-Infrastruktur.
Ergänzt wird das Themenpaket um nützliche allgemeine Informationen zum
Thema.

Die Energiewende bietet viel Forschungspotenzial für die Zukunft – vor
allem für anwendungsorientierte Forschung. Genau hier liegt die
Innovationsstärke von HAW/FH, die wir mit dem „Thema im Fokus“  in den
Mittelpunkt stellen. Mit ihrem praxisorientierten Ansatz können HAW und FH
entscheidend dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt.

Über „Forschung an Fachhochschulen“
Mit dem Programm „Forschung an Fachhochschulen“ verfolgt das BMBF das
Ziel, das Potenzial der Fachhochschulen besser zu erschließen und für den
Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland nutzbar zu machen. Im
Zentrum stehen die anwendungsorientierte Forschung und die praxisnahe
Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses. Das Programm ist auf Bundesebene
das einzige Forschungsprogramm, das sich ausschließlich an Fachhochschulen
richtet. Mit verschiedenen Maßnahmen werden die unterschiedlichen
inhaltlichen und strukturellen Forschungsherausforderungen der einzelnen
Fachhochschulen adressiert.
„Forschung an Fachhochschulen“ ist ein Programm des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) – die Projektträgerschaft übernimmt die VDI
Technologiezentrum GmbH.

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Prof. Dr. Markus Straßberger neuer Professor für mobile autonome Systeme

Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) gewinnt zum 01. August für die
Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik mit Prof. Dr. Markus Straßberger
einen Experten für mobile autonome Systeme. Als solcher erforscht und
entwickelt er am Campus für Moderne Mobilität in Plattling neue, kreative
und hilfreiche Lösungen für die Mobilität von morgen.

Mobilität wird in Zukunft anders ablaufen als heute - vernetzter,
intermodaler, effizienter, ökologischer, einfacher, komfortabler,
intuitiver. Viele notwendige Teilaspekte werden hierfür vollständig
automatisiert ineinandergreifen. Das Forschungsgebiet von Prof. Dr.
Straßberger befasst sich mit der Fragestellung, wie diese komplexen
Wirkketten mit all ihren unterschiedlichen Akteuren optimal
zusammenspielen können. Dafür findet er an der THD die perfekten
Rahmenbedingungen vor. Die tolle Atmosphäre, die fachliche Expertise und
das breit gefächerte Spektrum an Kompetenzen, nicht zuletzt an den
Technologie Campi, bilden einen ausgezeichneten Rahmen für Lehre und
Forschung, sagt Straßberger. Er freut sich besonders auf die
Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen am Campus für Moderne
Mobilität in Plattling, wo er Lösungen für die Mobilität von morgen
erforscht und entwickelt.

Prof. Dr. Markus Straßberger ist nicht nur kreativ, vielseitig
interessiert und offen für Neues, er ist auch ein echter Teamplayer. Seine
Erfahrung hat ihn gelehrt, dass es ein Team von motivierten Menschen
braucht, um gute Ergebnisse zu erzielen. „Der Zusammenhalt im Team,
Fairness und die wechselseitige Wertschätzung sind wichtiger als Geld oder
die Leistung einzelner“, sagt er. Von dieser Einstellung profitieren auch
die Studierenden. Markus Straßberger ist es wichtig, lösungsorientiert an
Aufgaben und Probleme heranzugehen. Dabei geht es in erster Linie darum,
die wichtigen Zusammenhänge zu verstehen statt nur auswendig zu lernen. Er
strebt daher den offenen und kreativen Dialog mit den Studierenden an,
will verschiedene Medien und Technologien einsetzen, wo möglich Übungen
durchführen und Praxisbeispiele besprechen. Gute Lösungen und neue Ideen
entstehen fast immer gemeinsam im Team, weiß Straßberger. Dementsprechend
hat er stets ein offenes Ohr für Anregungen und Ideen der Studierenden.

In Zukunft wird sich nicht nur die Mobilität wandeln, sondern dank der
voranschreitenden Digitalisierung auch die Lehre, das Zusammenwirken mit
Studierenden und die Organisation von Forschung und Hochschule, ist sich
Markus Straßberger sicher. Als studierter Informatiker, der an der Ludwig-
Maximilian-Universität München seine Promotion ablegte, weiß er, wovon er
spricht. Nach einem Forschungsstipendium bei der BMW Group Forschung und
Technik leitete er die Arbeitsgruppe Architektur im Car-2-Car
Communication Consortium. Nach Stationen als EU Liaison Manager und
Leitung der internationalen ITS Harmonization Steering Group der
Europäischen Kommission, den USA und Japan (im Kontext Fahrzeug-Fahrzeug
Kommunikation) und derzeit noch als Innovationsmanager Digitales Fahrzeug
bei der BMW AG, startete Markus Straßberger 2017 an der THD nebenberuflich
als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Smart Region am Campus
Grafenau. An der Hochschule sieht er viele Möglichkeiten, denn die
Zusammenarbeit mit motivierten, engagierten und gut ausgebildeten Menschen
zeichnen laut Straßberger die THD aus und machen Lust, sich an der
Hochschule einzubringen. Das entspricht ganz seinem Motto: „Wer will,
findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.“

Außerhalb der Hochschule engagiert sich Prof. Dr. Straßberger im
Gemeinderat der Gemeinde Wartenberg, im Förderverein der Marie-Pettenbeck-
Schule Wartenberg und im Lions-Club Erding.

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Pilotprojekt im Zeichen der Ressourcenschonung: „Bündnis Kreislaufwirtschaft im Bauwesen - Metropolregion Nordwest“

Mit diesem Ziel, Ressourcen aktiv zu schonen und einen Beitrag für den
Klimaschutz zu leisten, startet in Bremen im September 2023 das
Pilotprojekt „Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen - Metropolregion
Nordwest“. In der Metropolregion Nordwest soll so eine praxisnahe, alle
Instanzen einschließende Struktur für eine bewusste, regional agierende
Kreislaufwirtschaft vorbereitet und etabliert werden.
Verantwortlich für das Projekt sind dabei federführend die Bremer
Senatorin für Umwelt, Klimaschutz und Wissenschaft (SUKW) und die Amtliche
Materialprüfungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (MPA Bremen) -
Geschäftsbereich des Leibniz-IWT.

Angesichts der spürbaren Klimaveränderungen messen Politik und Wirtschaft
Maßnahmen zum Klimaschutz immer mehr Bedeutung bei, die i.d.R. die
unmittelbare Reduzierung von CO2-Emissionen verfolgen. Dabei ist der
Schutz des Klimas untrennbar verbunden mit einem verantwortungsvollen und
sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den natürlichen Rohstoffen. Im
Bauwesen sind die Wiederverwendung gebrauchter Bauteile sowie das
Recycling von Baustoffen wirksame Werkzeuge für das Bewahren natürlicher
Ressourcen und den Kampf gegen den Klimawandel.
Mit diesem Ziel, Ressourcen aktiv zu schonen und einen Beitrag für den
Klimaschutz zu leisten, startet in Bremen im September 2023 das
Pilotprojekt „Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen - Metropolregion
Nordwest“. In der Metropolregion Nordwest soll so eine praxisnahe, alle
Instanzen einschließende Struktur für eine bewusste, regional agierende
Kreislaufwirtschaft vorbereitet und etabliert werden.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung der Projektidee aus unserem
Netzwerk »ReUse+ReCycling im Bauwesen«. Das Projekt bildet den Startschuss
für die Entwicklung einer aktiven Kreislaufwirtschaft im Bauwesen:
vorliegende regionalspezifische Strukturen werden in diesem
Wirtschaftszweig analysiert und ergänzt, um neue Kreislaufsysteme
etablieren zu können“, so Frank Hlawatsch, stellvertretender
Abteilungsleiter Bauwesen an der MPA Bremen und Geschäftsführer der
Forschungsvereinigung RWB über die Initiative aus Bundesverband
bauteilnetz Deutschland e. V., Forschungsvereinigung Recycling und
Wertstoffverwertung im Bauwesen e. V. (RWB), Hochschule Bremen und der
Amtlichen Materialprüfungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (MPA
Bremen) - Geschäftsbereich des Leibniz-IWT.
„Schon während der Vorbereitungen zum Vorhaben überzeugte der Leitsatz
»Recycling geht nur, wenn alle mitmachen!« die 37 Akteure aus
unterschiedlichen Bereichen, wie beispielsweise Kammern, Hochschulen,
Verbänden, Bauschutt-Aufbereitende, Baufirmen, Planungsbüros usw., die
sich – mit großer Bereitschaft – auf Grundlage ihrer fachlichen Expertise
und durch finanzielle Mittel aktiv in das neue Bündnis einbringen wollen,“
so Hlawatsch weiter.

Das neue, mit 215.000 Euro vom Förderfonds der Länder Bremen und
Niedersachsen für die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e. V.
geförderte regionale Kooperationsprojekt soll auf diesem Wege
länderübergreifendes Muster für eine gemeinsame und entschlossene
Wiederverwendungs- und Recycling-Bewegung werden. Verantwortlich für das
Projekt sind dabei federführend die Bremer Senatorin für Umwelt,
Klimaschutz und Wissenschaft (SUKW) und die Amtliche
Materialprüfungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (MPA Bremen).

Insbesondere das Bauwesen benötigt große Mengen natürlicher Rohstoffe. Die
Wiederverwendung gebrauchter und gut erhaltener Bauteile und der Einsatz
von Recycling-Baustoffen kann den hohen Mengenverbrauch signifikant
mindern. Diese nachhaltige Strategie kann u. a. einen wichtigen Beitrag
zur Abfallvermeidung, zum Schutz natürlicher Ressourcen und somit auch für
den Klimaschutz leisten.

„Das Planen und Bauen in unseren Städten verändert sich gravierend und
wird zukünftig mehr als je zuvor von Rahmenbedingungen wie dem
fortschreitenden Klimawandel, der Notwendigkeit der
Treibhausgasneutralität, der Digitalisierung und Ressourcenknappheit
geprägt sein“, bekräftigt auch Gabriele Nießen, bisherige Staatsrätin der
Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität Stadtentwicklung und
Wohnungsbau (SKUMS), die Bemühungen in dieser Sache.

An der MPA Bremen wird – durch die RWB bestärkt – bereits seit vielen
Jahren innerhalb zahlreicher Kooperations- und Forschungsprojekte an der
Entwicklung neuer Recycling-Baustoffe geforscht. In dem aktuellen
bewilligten Vorhaben steht nun eine gelebte Kreislaufwirtschaft im Fokus,
also auch der Einsatz von Recycling-Baustoffen.

Im Vorhaben „Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen - Metropolregion
Nordwest“ werden die vorhandenen regionalen Rahmenbedingungen durch eine
Datenanalyse aufgenommen und vor dem Hintergrund ihrer Ressourcenschutz-
Potenziale bewertet. Gleiches gilt für rechtliche Rahmenbedingungen und
erforderliche Weiterbildungen und Qualifizierungen. Daraus werden
Anforderungen für ein dauerhaftes Bündnis abgeleitet. Dieses Vorgehen, der
zielgerichtete Wissenstransfer sowie die Initiierung und Auswertung von
Pilotprojekten, soll noch während der Laufzeit den Weg in eine sich
verselbstständigende Kreislaufwirtschaft ebnen.

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Neue Leitung der FH Dortmund offiziell gestartet

Rektorin Prof. Dr. Tamara Appel und Kanzlerin Svenja Stepper ernannt

 

Mit den Ernennungsurkunden des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in den Händen hat die neue Leitung der Fachhochschule Dortmund zum 1. Juli auch formal ihre Arbeit aufgenommen.

 

Prof. Dr. Tamara Appel ist damit nun offiziell Rektorin der FH Dortmund. Sie war bereits seit 2019 Prorektorin für Lehre und Studium und hat die Fachhochschule seit dem Abschied von Prof. Dr. Wilhelm Schwick in den Ruhestand als stellvertretende Rektorin geführt. Svenja Stepper hat die Nachfolge von Jochen Drescher als Kanzlerin der FH angetreten, der ebenfalls in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Svenja Stepper war seit 2018 Verwaltungsleiterin im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg.

 

Damit ist das neue Rektorat als Leitungsgremium der FH Dortmund komplett. Ihm gehören neben Rektorin und Kanzlerin vier Prorektor*innen an: Prof. Dr. Stephan Weyers, Prorektor für Lehre und Studium; Prof. Dr. Jörg Thiem, Prorektor für Forschung und Transfer; Dr. Ramona Schröpf, Prorektorin für Kommunikation und Internationalisierung; sowie Prof. Dr. Franz Vogler, Prorektor für Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

 

„Dieses Rektorat steht für eine offene und nachhaltige Hochschule, die in die Gesellschaft hineinwirkt und Transformationsprozesse aktiv mitgestaltet“, betont Prof. Dr. Tamara Appel. „Wir werden nun gemeinsam mit dem Senat die strategische Ausrichtung unserer Fachhochschule für die kommenden Jahre erarbeiten. Dies geschieht in enger Anlehnung an den neuen Hochschulentwicklungsplan, der ab dem Herbst partizipativ mit allen Kolleg*innen weiterentwickelt wird.“

 

Eine Option für die Zukunft könnte dabei auch die Zusammenführung aller FH-Standorte im „Hafenquartier Speicherstraße“ sein. Die FH lotet in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft und der Stadt Dortmund aus, ob und wie dieser Standort genutzt werden könnte.

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