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Kleine und mittlere Unternehmen sind Treiber der Transformation

Schader-Stiftung zieht positive Bilanz der fünften „Darmstädter Tage der
Transformation“

Bei den Darmstädter Tagen der Transformation 2023 (DTdT23) der Schader-
Stiftung kamen vom 12. bis 16. Juni 2023 rund 400 Fachleute aus
Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
zusammen, um über die Umsetzung der sozial-ökologischen Transformation zu
diskutieren. Der Fokus lag in diesem Jahr auf der Rolle von kleinen und
mittleren Unternehmen (KMU).

Themen der Darmstädter Tage der Transformation waren unter anderem
Biodiversität, nachhaltige Unternehmensführung, European Green Deal,
Kreislaufwirtschaft, Finanzierung der Klimawende, Design und
Unternehmenskultur. Erstmal nach drei Jahren Pandemie fanden die
Dialogforen, Workshops, Planspiele und Podiumsdiskussionen wieder vor Ort
auf dem Schader-Campus statt.

„Kleine und mittlere Unternehmen machen über 99 Prozent aller Unternehmen
in Deutschland aus. Damit spielen KMU bei der Transformation der
Wirtschaft eine entscheidende Rolle und können einen wichtigen Beitrag zu
nachhaltiger Entwicklung leisten. Genau deshalb bringen wir KMU ins
Gespräch mit vielfältigen Disziplinen und suchen nach neuen Perspektiven“,
bilanziert die verantwortliche Referentin der Schader-Stiftung, Tatiana
Soto Bermudez. Um diesen Aspekt zu stärken, fördert die Deutsche
Bundesstiftung Umwelt von 2023 bis 2025 die Ausrichtung der DTdT.

Die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus diskutierte mit
Unternehmern und Umweltinitiativen zur Entwicklung von nachhaltigen
Rechenzentren. Besondere Beachtung fand auch ein „Utopischer
Stadtspaziergang“, bei dem die Teilnehmenden unterwegs Visionen zur
Zukunft von Stadt und Arbeit entwickelten. In einem Planspiel wurden
konkrete Alternativen für biodiverse Gewerbeflächen entwickelt, in einem
Szenarioprozess der Green Deal der Europäischen Kommission auf seine
realen Auswirkungen für Unternehmen untersucht. Auf Einladung der
Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar und der Schader-
Stiftung kamen Vertreter von Politik, Unternehmen, Naturschutzverbänden
und Kommunalverwaltung zu einer vertraulichen Gesprächsrunde zusammen, um
über gemeinsame Wege und Konfliktbearbeitung bei
Gewerbegebietserweiterungen zu diskutieren. Es stehen bereits weitere
Veranstaltungen und Gesprächsrunden für den Herbst fest.

Kooperationspartner der gesamten DTdT sind die IHK Darmstadt Rhein Main
Neckar und die Hochschule Darmstadt. Dr. Daniel Theobald,
Geschäftsbereichsleiter Unternehmen und Standort bei der IHK Darmstadt:
„Unternehmen sind Teil der Gesellschaft und als Gesamtgesellschaft stehen
wir vor diesem großen Transformationsprozess. Unternehmen sind mit
Transformationsprozessen vertraut: Dass man sich ein Ziel gibt, dies
unternehmerisch mit Maßnahmen und Meilensteilen hinterlegt und das gesamte
Team mitnehmen muss, ist normal. Wir sind der festen Überzeugung, dass die
Transformation nur mit den Unternehmen geht. Es geht nicht alles in der
gleichen Geschwindigkeit, dessen müssen wir uns bewusst sein. Dafür
möchten wir bei den Darmstädter Tagen der Transformation werben.“

Die sechsten Darmstädter Tage der Transformation finden vom 15. bis 19.
April 2024 auf dem Schader-Campus statt.

Hintergrund:

Die DTdT werden von der Schader-Stiftung seit 2019 jährlich als mehrtägige
Konferenz zu Themen der sozial-ökologischen Transformation auf dem
Schader-Campus in Darmstadt veranstaltet. Sie umfassen unterschiedliche
Veranstaltungsformate, die gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft
und Praxis geplant und durchgeführt werden. Dabei werden Akteur*innen mit
unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Interessen
zusammengebracht. Die Darmstädter Tage der Transformation werden von 2023
bis 2025 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert und finden in
Kooperation mit der Hochschule Darmstadt und der IHK Darmstadt Rhein Main
Neckar sowie mit Unterstützung der Schmid Stiftung (Heidelberg) statt.

Partner*innen der Veranstaltungen:

BUND Landesverband Hessen e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund, Fraunhofer-
Institut für Solare Energiesysteme ISE, Forschungsinstitut für
Nachhaltigkeit (RIFS) - Helmholtz-Zentrum Potsdam, HEAG Holding AG,
Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, Hessen Design e.V., Hochschule Bochum,
Hochschule Darmstadt – European University of Technology, Hochschule
Fulda, IG Metall Darmstadt, IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, ImmerBunt
GmbH, Leuphana Universität Lüneburg - Centre for Sustainablity Management
(CSM), IU Internationale Hochschule, Lokale Agenda 21 der Stadt Offenbach
am Main, Lust auf besser leben gGmbH, Mittelstand-Digital Zentrum
Zukunftskultur der h_da, NELA e.V, Pädagogische Hochschule Freiburg, SRH
Hochschule Heidelberg, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung,
Soziologische Forschungsinstitut Göttingen SOFI, Technische Universität
Darmstadt, quäntchen + glück GmbH & Co. KG, UPJ e.V. Netzwerk für
Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility, Vollautonom
Kollektiv, Universität Osnabrück, Universität Paderborn, WifOR Institute,
Zentrum für Nachhaltige Wirtschafts- und Unternehmenspolitik (ZNWU) an der
Hochschule Darmstadt

Weitere Informationen finden sich unter www.schader-stiftung.de/dtdt23

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Stichwort „menschlich“: Intensive Patientenbetreuung und Teamarbeit auf Augenhöhe: in der Radioonkologie fest verankert

Als Technikfach kämpft die Strahlentherapie gegen das Vorurteil der
„Maschinenmedizin“. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Technologische
Innovationen schaffen den Radiokonkologinnen und -onkologen Freiräume für
die individuelle Beratung und Betreuung der Krebspatientinnen und
-patienten, ebenso wie neue Konzepte zur interprofessionellen
Aufgabenverteilung. Wichtig ist darüber hinaus, dass genügend Nachwuchs in
das Fach kommt – die AG Junge DEGRO liefert hier wichtigen Input für die
Verbesserung der Weiterbildung.

Patientenpartizipation bedeutet, dass die Patientinnen und Patienten
befähigt werden, zusammen mit den Behandlern eine informierte
Therapieentscheidung zu treffen. Dabei geht es sogar um mehr als „nur“ um
die Entscheidung für den individuell besten Therapieweg, der sich optimal
in die persönliche Lebenssituation der/des Betroffenen einfügt und
Kriterien wie Therapieziel, Nebenwirkungsprofil, wahrscheinliches
Therapieergebnis und Outcome berücksichtigt. „Aus Studien wissen wir, dass
Patientinnen und Patienten, die informiert sind, ein besseres Outcome
haben, das gilt insbesondere für Krebspatientinnen und -patienten“,
erläutert Professor Dirk Vordermark, Halle, Präsident des 29. Kongresses
der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie.

Wie der Experte herausstellt, ist es daher wichtig, die Betroffenen in die
Lage zu versetzen, selbst-bestimmt Therapieentscheidungen treffen zu
können. „Gerade in der Radioonkologie hat das Gespräch mit Patientinnen
und Patienten einen hohen Stellenwert – und das, obwohl wir als technik-
affines Fach immer wieder mit dem Vorurteil der ‚entmenschlichten
Maschinenmedizin‘ kämpfen müssen.“ Dabei seien es gerade technische
Innovationen, die mehr Freiräume für umfassende Beratungsgespräche
schaffen.

Eine Patientenumfrage aus München, deren Ergebnisse auf dem DEGRO-Kongress
präsentiert werden, untersuchte den Status quo des „Aufklärungsgrads“ und
die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit der Beratung [1].
Insgesamt wurden 22 Fragen zur Bewertung der Auswirkungen einer
Krebsdiagnose auf die Gesundheitskompetenz, die gemeinsame
Entscheidungsfindung, die Kontrolle der Patientinnen und Patienten über
ihre Behandlung und die Kommunikation mit dem Fachpersonal gestellt.
Erfreulich war: Insgesamt fühlen sich die meisten Patientinnen und
Patienten ausreichend über ihre Krankheit und den Behandlungsverlauf
informiert. Allerdings gab es auch einen signifikanten Anteil der
Befragten, die sich nicht gut über ihre Erkrankung (18,1 %) und/oder die
Behandlung (14,0 %) informiert fühlen, darunter waren insbesondere
Betroffene mit Hochrisikotumoren. „Das ist eine wichtige Umfrage, denn sie
illustriert, dass wir Krebsmedizinerinnen und -mediziner noch intensiver
beraten und aufklären und im klinischen Alltag mehr Zeit dafür aufwenden
müssen“, so das Fazit von Prof. Vordermark.

Doch wie schafft man dafür Freiräume? „In der Radioonkologie bewahrheitet
sich gewissermaßen der alte Slogan der Autoindustrie ‚Vorsprung durch
Technik‘“, so der Kongresspräsident. Berechnungen des Zielvolumens und die
Strahlendosisverteilung mussten früher zeitaufwendig „per Hand“ berechnet
werden, heute wird dafür moderne Software eingesetzt. Selbst die
Bildauswertung erfolge heute KI-gestützt. „Darüber hinaus werden auch
Konzepte durchgespielt, wie eine verbesserte interprofessionelle
Aufgabenverteilung zum Wohle der Patientinnen und Patienten eingesetzt
werden kann, um mehr Zeitressourcen für die wichtigen Beratungsgespräche
zu schaffen “, so Vordermark.

Eine Arbeitsgruppe aus Hamburg und Osnabrück [2] thematisiert auf dem
Kongress die Frage, in-wieweit die sog. adaptive Strahlentherapie, die KI-
gestützt funktioniert, von Medizinischen Technologinnen/Technologen für
Radiologie (MTR) durchgeführt werden kann, und startete ein Pilotprojekt.
Fazit der Autorinnen und Autoren: „Kernaufgabe der Strahlentherapeutinnen
und -therapeuten ist die Festlegung des individuellen Behandlungskonzepts
sowie die Überwachung von Therapieerfolg und Nebenwirkungen. Die
Entkopplung von Absicht und Umsetzung bedeutet, dass adaptive
Planänderungen keine Änderung der ärztlichen Behandlungsabsicht
darstellen, sondern deren optimaler Umsetzung dienen.“

Wie der Kongresspräsident ausführt, ist die Teamarbeit auf Augenhöhe seit
Langem fest in der Radioonkologie verankert. Eine weitere wesentliche
Voraussetzung für die umfassende Beratung und Betreuung von Patientinnen
und Patienten ist aber natürlich auch, dass sich ausreichend viele junge
Ärztinnen und Ärzte für das Fach Radioonkologie entscheiden. Die AG Junge
DEGRO liefert hier wichtigen Input, um zur Verbesserung der Weiterbildung
beizutragen und somit die Attraktivität des Fachs weiter zu erhöhen.
Aufschlussreich ist eine aktuelle Umfrage der Sektion Weiterbildung der AG
Junge DEGRO [3] zur aktuellen Situation der Weiterbildung von Ärztinnen
und Ärzten in der Radioonkologie, deren Ergebnisse auf dem Kongress in
Kassel vorgestellt werden. Interessant war: Neben strukturierten
Weiterbildungsgesprächen mit den Weiterbildungsbeauftragten wünschten sich
die Befragten auch die Teilnahme an Tumorboards, Evaluationsgespräche mit
Vorgesetzten und klinikinterne Leitlinien. Bemängelt wurde insgesamt eine
Heterogenität der angewandten Lehrmethoden und 89 Prozent der Befragten
wünschten sich daher ein bundesweit einheitliches sowie verpflichtendes
Curriculum für die Weiterbildung. „Die DEGRO wird hier ihre Hausaufgaben
machen, um den radioonkologischen Nachwuchs noch besser zu fördern“,
versprechen Prof. Vordermark und die Pressesprecherin der DEGRO, Prof.
Stephanie Combs.

Literatur
[1] Marco M.E. Vogel, Carmen Kessel, Stephanie E. Combs. [VS05-1-jD]
Patient Empowerment – der nächste Schritt zur personalisierten
Krebstherapie? Umfrage in einem deutschen Onkologischen Zentrum.
[2] Matthias Kretschmer, Klaus Brinkmann, Thomas Schneider et al. [P17-4]
Adaptive RT nur durch Ärzte? – Gestaltung von MTR-Weiterbildung für die
Adaptivtherapie mit dem ETHOS System.
[3] Daniel Fleischmann, Marcel Büttner, Michael Oertel et al. [P21-7-jD]
Aktuelle Situation der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in der
Radioonkologie – eine Umfrage der Sektion Weiterbildung der AG Junge
DEGRO.

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„Dinnor on se Bood“: Forschungsprojekt bringt Migrationsgeschichten auf die Bühne

Um die (Lebens-)Geschichten von Menschen mit Migrationserfahrung geht es
bei einem Theaterstück, das am 6. und 7. Juli in Dresden zu sehen sein
wird.
Unter dem Titel „Dinnor on se Bood“ zeigt der Bürger:Bühnen B:Club
„UN(D)SICHTBAR“ des Staatsschauspiels Dresden ein Stück von und mit
Laienschauspieler:innen aus der sächsischen Landeshauptstadt, die eine
eigene oder familiäre Migrationsgeschichte haben.

„Viele wissen gar nicht, wie vielfältig die Gesellschaft im Osten ist.
Über hunderttausend Menschen aus aller Welt kamen zum Arbeiten oder zum
Studieren in die ehemalige DDR. Mein Vater zum Beispiel kam als ehemaliger
Vertragsarbeiter aus Vietnam“, erzählt Paolo Le van, der zusammen mit acht
weiteren Teilnehmer:innen und dem Regisseur Anis Hamdoun seit Januar an
der Umsetzung arbeitet. „Mit dem Theaterstück können wir diese und viele
andere Teile der ostdeutschen Gesellschaft hoffentlich sichtbarer machen
und unsere eigenen Geschichten erzählen.“

Zusammenarbeit von Bürgerforschungsprojekt und Staatsschauspiel Dresden

Unterstützt wird dieses Projekt des B:Club des Staatsschauspiels Dresden
sowohl finanziell durch die Maßnahme „TUD im Dialog“ als auch inhaltlich
von dem Bürgerwissenschaftsprojekt „Ostdeutsche Migrationsgesellschaft
selbst erzählen“ (MigOst), das die TU Dresden seit über zwei Jahren
gemeinsam mit der BTU Cottbus und dem Dachverband der
Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst e.V.) durchführt.
Seit März 2021 haben die Mitarbeiter:innen von MigOst, darunter auch Paolo
Le van, zusammen mit migrantischen Selbstorganisationen 46 biographische
Interviews geführt und Erzählcafés begleitet, in denen sich vor allem
Menschen mit Migrationsgeschichte und jene, denen eine solche
zugeschrieben wird, austauschen und sowohl als Zeitzeug:innen als auch
Expert:innen die vielfältige ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst
erzählen können.
Die gesammelten Materialien und Geschichten werden im Dresdner „Institut
für Sächsische Geschichte und Volkskunde“ archiviert und mit Projektende
im Frühjahr 2024 öffentlich zugänglich sein.

Internationale Seite der Sächsischen Geschichte

Die DDR hatte in den 1970er und 1980er Jahren mit Vietnam, Mosambik und
anderen Ländern Verträge abgeschlossen, um ausländische Arbeitskräfte für
befristete Zeit ins Land zu holen. Zudem kamen Menschen zum Studieren oder
für politisches Asyl in die DDR, z. B. aus Palästina, dem Senegal oder
Kuba. In den zwei Jahrzehnten nach der Wende fanden sogenannte
„Spätaussiedler:innen“ und „jüdische Kontingentflüchtlinge“, vor allem aus
Russland, Kasachstan und der Ukraine, in Sachsen eine neue Heimat. Bereits
vor 2015 lebten damit viele Menschen in Sachsen, die aus ihren
Heimatländern geflüchtet waren oder in dem Bundesland einen passenden
Arbeits- bzw. Studienplatz gefunden hatten.

Tickets
Tickets für die Aufführungen am 6. und 7. Juli können auf der Webseite des
Staatsschauspiels Dresden für 6 Euro pro Platz gekauft werden: https://www
.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/a-z/dinnor-on-se-bood/

Über das Projekt „MigOst – Ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst
erzählen“
Umgesetzt wird das Projekt von einem interdisziplinären Team dreier
Institutionen: dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden, der
Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und dem
Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst
e.V.).

Förderung
Das Projekt MigOst wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es gehört zu 15
Projekten, die bis Ende 2024 die Zusammenarbeit von Bürgerinnen und
Bürgern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern inhaltlich und
methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche
Herausforderungen geben sollen.

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Soundings #037 – Oxana Omelchuk / Constantin Herzog an der KHM

Das Duo Omelchuk/Herzog konzertiert auf Einladung des Klanglabors
Kunsthochschule für Medien Köln, Donnerstag, 22. Juni 2023, 20 Uhr, Aula,
Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei

Das Duo Omelchuk/Herzog konzertiert auf Einladung des Klanglabors am
Donnerstag, dem 22. Juni (20 Uhr, Aula) an der KHM. Es spielt mit Modular
Synthesizer, Theremin, Kontrabass und E-Bass eine auf das Wesentliche sich
konzentrierende Musik, aus dem Moment heraus improvisiert, mit minimalen
Vorgaben.
Die erste Begegnung als Duo fand im Rahmen der Aufnahme von Omelchuks
Portrait CD in der Edition Zeitgenössische Musik statt. Bei den dabei
entstandenen fünf Miniaturen und dem darauf folgenden Stück „Rochade“
standen vor allem die Reduktion der Instrumentalen und musikalischen
Mittel im Vordergrund.

Oxana Omelchuk studierte bei Johannes Fritsch und Michael Beil an der
Hochschule für Musik und Tanz Köln. Neben ihrer kompositorischen
Tätigkeiten tritt sie als Musikerin in verschiedenen Formationen auf,
zuletzt beim Kölner Acht Brücken Festival. Ihre Bandbreite als ausübende
Musikerin spiegelt sich ebenso in ihren Werken. Charakteristisch für ihre
Kompositionen ist nicht das Ziel, völlig Neues zu erschaffen, vielmehr
Vorhandenes, Wiedergefundenes ins Heute zu transformieren.
Seit einigen Jahren ist Omelchuks Schaffen stark von ihrer Beschäftigung
mit Synthesizern geprägt. Dies wirkt sich auch auf die Art des
Komponierens aus. Mit modularen Synthesizern zu komponieren, bedeutet,
Werke aus experimentellen Versuchsanordnungen und improvisatorischen
Prozessen heraus zu entwickeln.
Seit 2020 ist Oxana Omelchuk der Teil des Kollektivs Polar Publik, einer
Gemeinschaft von Künstler:innen aus den Genres Tanz, Theater, Neue Musik
und Bildende Kunst, die sich in ihren transdisziplinären Projekten an der
Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft aktuellen Verhältnissen und
Situationen widmen, in denen die Phänomene Macht und Ohnmacht explizit
werden.

Constantin Herzog ist als Bassist in und zwischen verschiedenen
musikalischen Genres aktiv. Neue Musik, Improvisierte Musik, Jazz und
Hörspiel mit Kontrabass, E-Bass, Violone und Elektronik. Auftritte u.a.
mit T.ON, Oxana Omelchuk, Multiple Joy(ce) Orchestra, Consord Münster,
Ensemble tra i tempi, Ensemble Garage, Ensemble electronic ID, Ensemble
musikfabrik, GroBA, Studio Dan. CD Veröffentlichungen auf Anna Ott, Clean
Feed, NRW Records, gligg Records, Unit Records, Impakt Records, GOGO
Records, WERGO, HatHut.

Originalpublikation:
https://www.khm.de/termine/news.5526.soundings-037-oxana-omelchuk-
constantin-herzog/

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