Zum Hauptinhalt springen

Expert*innen der Finanzmathematik zu Gast in Bielefeld

Wie beeinflusst der Klimawandel Investitionen, wie ist es möglich, sich
rückzuversichern, trotz weltpolitischer Risiken und gesellschaftlicher
Unsicherheiten, und kann man unter Abhängigkeitsverhältnissen überhaupt
eine richtige Wahl treffen? Die Themen auf dem Programm der „11th General
AMaMeF Conference“ sind vielfältig wie aktuell. Finanzmathematik und ihre
Anwendung stehen bei der internationalen Veranstaltung im Fokus.
Organisiert wird die Konferenz, bei der renommierte Wissenschaftler*innen
aus dem In- und Ausland ihre Themen vorstellen werden, vom 26. bis 30.
Juni von der Universität Bielefeld, dem Sonderforschungsbereich 1283 und
dem Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung.

„Die Konferenz zeigt einmal mehr, dass sich Bielefeld zu einem der
weltweit wichtigsten Standorte für Finanzmathematik entwickelt hat“, sagt
Professor Dr. Frank Riedel, Direktor des Instituts für Mathematische
Wirtschaftsforschung. Der Professor für Mathematik und Ökonomie erklärt:
„Die Methoden der mathematischen Ökonomie sind inzwischen in vielen
anderen Bereichen relevant, unter anderem in komplexen Modellen der
Energiewende und der optimalen Gestaltung von Märkten unter Unsicherheit“.
AMaMeF steht als Akronym für „Advanced Mathematical Methods for Finance“
(„Fortgeschrittenen mathematische Methoden für das Finanzwesen“). Dabei
handelt es sich um das europäische Forschungsnetzwerk zur Förderung des
Austauschs und der Verbreitung von Wissen auf dem Gebiet der
Finanzmathematik. Unter der Schirmherrschaft von AMaMeF werden
unterschiedliche Konferenzen, Workshops, Forschungsreisen und Tagungen
organisiert. Die „General AMaMeF Conferences“ bilden den Höhepunkt dieses
wissenschaftlichen Engagements. Sie finden derzeit in einem etwa
zweijährigen Rhythmus statt. Nach Stationen in den Niederlanden,
Frankreich und zuletzt Italien werden die Forschenden nun in der
Ravensberger Spinnerei in Bielefeld zu Gast sein.

Internationale Plenarredner*innen und „Special Sessions“
Das Programm der Konferenz besteht aus Plenarvorträgen, eingeladenen und
beigesteuerten Sitzungen und Postern, die sich mit einer breiten Palette
von Themen der Finanzmathematik und ihrer Anwendungen in der Praxis
befassen. Acht herausragende Plenarredner*innen kommen von verschiedenen
Universitäten aus den Vereinigten Staaten, Australien, Italien,
Großbritannien und Deutschland und beleuchten die aktuellsten
Fragestellungen der Finanzmathematik aus ihren unterschiedlichen
Perspektiven. So betrachtet Roxana Dumitrescu vom King’s College London
neue Ansätze, Spieltheorie mit der Energiewende zu verbinden. Ulrich Horst
von der Humboldt-Universität zu Berlin wird neueste Entwicklungen der
Kontrolltheorie in Spielen vorstellen, die für das Verständnis optimaler
nachhaltiger Investitionen relevant sind. Aus den USA sind Thaleia
Zariphopoulou (University of Texas, Austin) und Hao Xing (Boston
University) prominente Sprecher.  Bei acht weiteren „Special Sessions“
kommen internationale Forschende unter anderem zu Themen wie „Strommärkte:
Dezentrale Disposition und Preisgestaltung“, „Anwendungen des maschinellen
Lernens im Finanzwesen“ oder „Energiewende und optimale Entscheidungen“
mit ihrer Expertise zu Wort.

Das AMaMef-Netzwerk erstreckt sich über ganz Europa, mit AMaMeF-
Mitgliedern in mehr als 20 Ländern. Die internationalen Veranstaltungen
sollen Menschen aus Wissenschaft und Finanzen zusammenbringen und einen
zuverlässigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Finanzmathematik
fördern.

  • Aufrufe: 24

Fraunhofer-Leitprojekt »EVOLOPRO«: Evolution der Produktionstechnik

Wie vollzieht die Natur evolutionäre Anpassungen, und was kann die
Produktionstechnik von der Natur lernen, um flexiblere Prozesse zu
entwickeln? Forscherinnen und Forscher aus sieben Fraunhofer-Instituten
haben im Fraunhofer-Leitprojekt »EVOLOPRO« verschiedene Elemente der
Flexibilität und Selbstanpassung analysiert und auf die Fertigung
komplexer Bauteile übertragen. Das Forschungsteam legte damit den
Grundstein für eine neue Generation von Produktionssystemen im Sinne eines
»Biological Manufacturing Systems«.

In der Wirtschaft gibt es vielfältige Gründe für neue
Produktanforderungen: Technische Innovationen, gesetzliche Änderungen oder
unternehmerische Entscheidungen sind nur einige davon. Üblicherweise
führen solche Veränderungen zu Neuauslegungen von Produkten und
Produktionsprozessen. Vor allem bei sich rasch ändernden Anforderungen
erweist sich dieses zeitaufwändige Vorgehen oft als nicht zielführend,
weil die Planung im Grunde immer bei Null startet. Informationen und Daten
über frühere Produktvarianten und Produktionsprozesse können, nicht
zuletzt aufgrund fehlender technischer Infrastruktur, nicht umfänglich
genutzt werden.

Die Natur hingegen baut stets auf Bestehendem, also auf vorhandenen
»Datensätzen« auf und vollzieht auf deren Basis evolutionäre
Veränderungen. Sie nutzt darüber hinaus alle Anpassungen, ob erfolgreich
oder nicht, um aus ihnen Erkenntnisse zu gewinnen, die sie bei weiteren
Entwicklungen einbezieht.

Natürliche Evolution als Vorbild für flexible, lernende Produktionssysteme

Im vierjährigen Fraunhofer-Leitprojekt »EVOLOPRO – Evolutionäre
Selbstanpassung komplexer Produktionsprozesse und Produkte«, das kürzlich
erfolgreich abgeschlossen wurde, analysierten mehr als 50 Forscherinnen
und Forscher aus sieben Fraunhofer-Instituten verschiedene Mechanismen der
natürlichen Evolution von Organismen unter sich verändernden
Umweltbedingungen und übertrugen diese auf moderne Fertigungsprozesse.
Neben der allgemeinen Evolutionstheorie von Charles Darwin schenkten sie
der »Theorie der Erleichterten Variation« besonderes Augenmerk. Diese
unterteilt die Fähigkeit zur raschen Anpassung in verschiedene »Elemente
der Flexibilität«, zu denen etwa Modularität und Hierarchie gehören.

Die evolutionsbiologischen Elemente und Mechanismen nutzten die
Forscherinnen und Forscher, um eine neue Generation von »Biological
Manufacturing Systems« (BMS) zu konzipieren. Biological Manufacturing
Systems sind fähig, sich wie biologische Organismen selbstständig an neue
Anforderungen und Umgebungsbedingungen anzupassen. Sie benötigen dafür
allerdings nicht, wie die Natur, mehrere Jahrhunderte. Dank aktueller
Errungenschaften der Industrie 4.0, so die These des Teams, können
Anpassungen innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden. »Das große Feld der
Digitalisierung schafft beste Voraussetzungen für die angestrebte
produktionstechnische Evolution«, sagt Projektleiter Dr.-Ing. Tim Grunwald
vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen.

Biologisch inspirierte Algorithmen und Weiterentwicklung der Konzepte
»Digitaler Zwilling« und »Digitale Umwelt« als Motor für die
produktionstechnische Evolution

Für die Umsetzung der Biological Manufacturing Systems setzten die
Projektpartner zum einen auf neue, der Biologie nachempfundene
Algorithmen, zum anderen auf datenbasierte Digitale Zwillinge, die mit
einer Digitalen Umwelt interagieren.

Der Digitale Zwilling ist das digitale Abbild eines Bauteilindividuums und
ermöglicht die digitale Verarbeitung aller bauteilbezogenen Informationen.
Die Digitale Umwelt bildet die wichtigsten Anforderungen digital nach, die
die reale Umwelt an das Bauteil stellt. Das Projektteam entwickelte ein
Konzept für einen mehrstufigen Digitalen Zwilling, das – in abgewandelter
Form – auch auf eine mehrstufige Digitale Umwelt übertragen wurde. Beide
Konzepte können flexibel in bestehende Softwareumgebungen wie etwa CAM-
Systeme integriert werden.

Die biologisch inspirierten »Algorithmen der Erleichterten Variation« sind
teils bestehende, teils im Rahmen des EVOLOPRO-Projekts neu geschaffene
mathematische Hilfsmittel, die dem Digitalen Zwilling den Weg der
Evolution ermöglichen. Sie operieren im Hintergrund auf einer »digitalen
Hilfsebene« und laufen permanent parallel zum realen Produktionsprozess,
um einen kontinuierlichen, datenbasierten Lernprozess zu ermöglichen.

Validierung in drei Produkt- und Prozessketten

Die Wirksamkeit der Konzepte und Algorithmen wurde an drei Produkt- und
Prozessketten erprobt: der Pilotkette »Aviation«, der Pilotkette »Optics«
und der Pilotkette »Automotive«. Alle drei Testreihen schlossen mit
Erfolgen und neuen Erkenntnissen ab.

In der Pilotkette Aviation konnte das Projektteam auf Basis der
biologisierten Algorithmen und Konzepte eine Simulationsumgebung zur
modellbasierten Prozessplanung und -auslegung fertigstellen. Mithilfe
dieser sogenannten Testbench konnten das Team den Aufwand für die
Prozessplanung und den Einfahrprozess für die Fräsbearbeitung einer Blade
Integrated Disk (Blisk) – einer hochkomplexen Turbomaschinenkomponente –
sowie einer Variation des Blisk-Designs deutlich senken.

In der Pilotkette Optics gelang es, die Digitalisierung in der Fertigung
komplexer Glasoptiken deutlich zu verbessern. So konnte das Team die
simulierten Ergebnisse direkt zurück ins Optikdesign und in die
Optikmontage einfließen lassen. Indem Planung und Umsetzung deutlich näher
aneinandergerückt wurden, steigerte das Team Schritt für Schritt die
Flexibilität des Gesamtprozesses. Darüber hinaus entwickelten die
Forscherinnen und Forscher ein selbstlernendes Verfahren für die
automatisierte Montage optischer Komponenten, das deutlich weniger
Arbeitsschritte erfordert als alle bisherigen Montage-Algorithmen.

In der Pilotkette Automotive wurde eine vollständig modellbasiert
geregelte Karosseriefertigung errichtet, die das komplette Potenzial einer
automatisierten, selbstlernenden Industrie 4.0-Karosseriebau-Anwendung
ausschöpft. »Die Pilotketten hatten grundlegend unterschiedliche
Anforderungen und Charakteristika. Die erreichten Ergebnisse sprechen
demnach für die Universalität des verfolgten Projektansatzes«, zeigt sich
Projektleiter Tim Grunwald zufrieden.

Data Lake-Architektur zur standortübergreifenden Datenbearbeitung

Um die große Menge der gesammelten Prozessdaten aus den drei EVOLOPRO-
Pilotketten zentral zu speichern und den Datenaustausch zwischen den
Fraunhofer-Instituten zu erleichtern, baute das Projektteam eine
sogenannte »Data-Lake-Architektur« auf. Dabei handelt es sich um eine
cloudbasierte Anwendung, die beispielsweise über einheitliche
Datenschnittstellen und für jede Domäne spezifische Beschreibungsmodelle –
sogenannte Ontologien – zur eindeutigen Zuordnung der hochgeladenen Daten
verfügt.

Die neue Cloud-Architektur ermöglichte den Teams einen
standortübergreifenden, automatisierten Datenaustausch. Projektleiter Tim
Grunwald sieht hier ein besonders großes Potenzial: »In der Produktion
sind eindeutig gekennzeichnete Daten oft rar und teuer zu erstellen. Zudem
ist es sehr aufwändig, eine Datenbasis auf Grundlage von Simulationen zu
erschaffen. Genau hier können unsere technologischen Entwicklungen aus dem
EVOLOPRO-Projekt einer direkten wirtschaftlichen Verwertung zufließen«, so
Tim Grunwald.

In weiteren, auf EVOLOPRO aufbauenden Forschungsprojekten sollen nun die
Konzepte des Digitalen Zwillings und der Digitalen Umwelt noch weiter
ausgearbeitet werden. Die erarbeiteten Maßnahmen aus den Pilotketten
wollen die Forschungsteams gezielt in Richtung Marktreife und
Industrialisierbarkeit weiterentwickeln.

Förderung

Das vierjährige Fraunhofer-Leitprojekt »EVOLOPRO – Evolutionäre
Selbstanpassung von komplexen Produkten und Produktionsprozessen« wurde
auf Beschluss des Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft 2018 ins Leben
gerufen und vom 1. Januar 2019 bis zum 31. März 2023 gefördert.

Projektpartner

- Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, Sankt
Augustin
- Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena
- Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg
- Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden
- Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU,
Chemnitz
- Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI,
Sankt Augustin

  • Aufrufe: 27

Konferenz zur IT-Sicherheit: Tagungsband zu „Open Identity Summit“ veröffentlicht

• Die zweitägige Fachtagung „Open Identity Summit 2023“ fand kürzlich am
Bildungscampus
Heilbronn statt.

• Zahlreiche internationale Expert*innen diskutierten Aspekte der IT-
Sicherheit.

• Ausgerichtet wurde die Konferenz vom Studiengang Wirtschaftsinformatik
der Hochschule Heilbronn.

Heilbronn, Juni 2023. Bereits zum 10. Mal fand die Fachtagung „Open
Identity Summit“ statt. Thematisch ging es am Heilbronner Bildungscampus
um die Facetten der IT-Sicherheit und dem aktuellen wissenschaftlichen
Stand dazu. Ausrichter der diesjährigen Konferenz war der Bachelor-
Studiengang Wirtschaftsinformatik der Hochschule Heilbronn (HHN), der an
der Fakultät Wirtschaft und Verkehr angesiedelt ist. Beleuchtet wurden die
Bereiche Identitätsmanagement, Trust Services, Open Source, End-zu-Ende-
Verschlüsselung und Cloud Computing.

Dekan der Fakultät Professor Ralf Dillerup sowie Professor Jochen Günther
vom Studiengang Wirtschaftsinformatik begrüßten die Teilnehmenden vor Ort
und betonten die aktuelle Relevanz des Themas für Wissenschaft und
Unternehmen.
Dr. Detlef Houdeau (Infineon Technologies AG) hielt die erste Keynote zum
Themenbereich aktuell rechtlicher Rahmenbedingungen. Im Anschluss wurden
die im Tagungsband veröffentlichten Artikel zu Trust & Security, Privacy
sowie zu User Experience and Behaviour vorgestellt und diskutiert.

Der zweite Tag startete mit einer virtuellen Keynote von Rebekka Weiß
(Bitkom e.V.) zum Thema Identitätsmanagement. Nachfolgend wurden die
Bereiche Verifiable Credentials sowie elektronische Identitäten näher
betrachtet. Dabei fand ein intensiver Austausch der anwesenden
Expert*innen statt, die aus zahlreichen Ländern angereist waren.

„Die aktuelle Lage zeigt, dass IT-Sicherheit und Identitätsmanagement für
jedes Unternehmen und jede Organisation zunehmend wichtiger werden, um
sich vor den zahlreichen Angriffsversuchen im virtuellen Raum zu schützen.
Dabei ist es extrem wichtig, immer auf dem aktuellsten Stand der Technik
und Wissenschaft zu sein und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu
berücksichtigen“, sagt Initiator Dr. Heiko Roßnagel vom Fraunhofer IAO,
der als Lehrbeauftragter die Vorlesung „Grundlagen IT-Sicherheit“ an der
HHN hält.

--
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der
größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und
Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim,
Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60
zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch
berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere
Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der
Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt.
Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende
zudem beim Lebensziel Unternehmertum.

  • Aufrufe: 17

5 Tipps, um sicherzustellen, dass Ihr WLAN privat ist

WLAN privat Symbolbild
WLAN privat Symbolbild

Egal ob am Smartphone oder am Computer, das WLAN ist in vielen Bereichen unser zuverlässiger Begleiter. Doch wie können Sie sicherstellen, dass das WLAN auch privat ist und Ihre Daten nicht abgefangen werden? Wir zeigen fünf wichtige Tipps, um Ihr WLAN und Ihren WLAN-Zugang abzusichern.


So machen Sie Ihr eigenes WLAN sicherer



Zunächst einmal gilt es, das eigene, heimische WLAN abzusichern. Dies geht in der Regel über die Einstellungen des Routers. Bei den meisten Routern können Sie einige Einstellungen ändern, welche Ihr WLAN deutlich sicherer machen. Wir zeigen zwei wichtige Schritte zu einem sichereren WLAN.


Regelmäßige Passwort-Wechsel im eigenen WLAN



Das eigene WLAN-Passwort regelmäßig zu wechseln, scheint auf den ersten Blick aufwändig. Dennoch kann es sinnvoll sein, um keine fremden Geräte im System zu haben. Dabei sollte man auf sichere Passwörter mit Sonderzeichen achten, damit fremde Geräte nicht per Brute-Force-Methode Zugang zum System finden können. Sich eine regelmäßige Erinnerung zum Passwort-Wechsel einzurichten, geht schnell und sorgt zusätzlich für Sicherheit.
Zugang zum WLAN nur per MAC-Adresse gewähren

Ebenfalls einfach zu lösen ist der Zugang zum WLAN nur für bekannte Geräte. Egal ob Smartphone, Tablet oder PC, jedes Gerät hat eine einzigartige MAC-Adresse. In den meisten Routern können Sie unter anderem einstellen, dass nur Geräte mit der gespeicherten MAC-Adresse Zugang zum WLAN erhalten. Der Zugang kann zusätzlich selbstverständlich weiterhin mit einem Passwort abgesichert werden.


In fremden WLAN-Angeboten sicher unterwegs



Nicht immer ist man im heimischen Netzwerk unterwegs. Egal ob am Bahnhof, im Café oder im Hotel, ein fremdes WLAN zu nutzen, sorgt bei vielen Menschen für Unbehagen. Verständlich, wenn man auch private Informationen am Computer hat und beispielsweise Online-Banking nutzt. Doch auch hier lassen sich mit einfachen Maßnahmen viele Sicherheitslücken schließen.
Surfen per VPN - sichere Verbindung überall

Der wohl beste und effektivste Weg, um auch in fremden Netzwerken sicher unterwegs zu sein, ist die Nutzung eines VPN. Ein solches, virtuelles, privates Netzwerk sorgt dafür, dass Ihre Informationen praktisch im WLAN durch einen Tunnel geführt werden. Die Betreiber des WLAN-Netzwerks haben also keinen Zugang zu Ihren Daten und Eingaben. Entweder Sie nutzen eines der kostenpflichtigen Angebote im Netz oder Sie richten sich ein eigenes VPN ein. Die Nutzung des VPN ist einfach. Richten Sie VPN unter Windows ein um die Verbindung zu sichern. So können Sie im Anschluss auch sensible Dinge wie Ihr Online-Banking nutzen, ohne sich im fremden WLAN unwohl zu fühlen.


Achten Sie auf gesicherte Verbindungen per HTTPS



Wenn wichtige oder sensible Daten übertragen werden, sollten Sie darauf achten, dass es sich um eine gesicherte Verbindung handelt. Dies erkennt man in den meisten Browsern an einem Schloss-Symbol an der Adressleiste. Auch das HTTPS statt http ist ein wichtiger Hinweis. Auf Seiten, welche ohne eine solche Verschlüsselung arbeiten, sollten Sie keine sensiblen Informationen übertragen.
Kein Zugriff auf den eigenen Computer gewähren

Viele Menschen richten sich im heimischen Netzwerk Freigaben ein, um Daten von Gerät zu Gerät verschieben zu können. Im heimischen Netzwerk ist dies auch kein Problem. In fremden Netzwerken hingegen sollten Sie darauf achten, dass diese Freigaben rückgängig gemacht werden. Im schlimmsten Fall haben sonst andere Nutzer des Netzwerks Zugang zu Ihren privaten Daten oder auch Bildern und Videos. Windows fragt bei der Anmeldung in neuen Netzwerken zudem gezielt nach, ob es sich um ein sicheres Netzwerk handelt.


Fazit: Mit etwas Vorbereitung immer sicher im Netz unterwegs



Egal ob im heimischen WLAN oder in fremden Netzwerken, wer sich ein wenig vorbereitet, kann die eigene Datensicherheit deutlich erhöhen. Vor allem die Nutzung eines VPN kann erhebliche Vorteile mit sich bringen. Zumal die früher spürbaren Einbußen bei der Geschwindigkeit in der heutigen Zeit kaum mehr ins Gewicht fallen. Wer zudem noch sein eigenes Netzwerk gegen Eindringlinge absichert, muss sich beim täglichen Surfen und Arbeiten im Netz keine Sorgen mehr machen. Die eigenen Daten so gut es nur geht zu schützen, sollte für uns alle selbstverständlich sein.

  • Aufrufe: 29