In Europa wächst der Widerstand gegen CETA und TTIP
Kurz bevor sich Kommissionspräsident Barroso, Ratspräsident Van Rompuy und Handelskommissar De Gucht auf den Weg nach Ottawa machten, kam ihnen sozusagen das Gastgeschenk abhanden. Höhepunkt des kanadisch-europäischen Gipfels hätte die Abzeichnung eines Freihandelsabkommens sein sollen, das schon seit einem Jahr fertig verhandelt in der Schublade liegt. Doch in letzter Minute regte sich Widerstand im Europaparlament, in der österreichischen Abgeordnetenkammer und im Deutschen Bundestag. Denn das Abkommen enthält eine Klausel, die die Rechte des Importeurs gegenüber der jeweiligen Regierung stärken soll. Wenn es Streit wegen einer Einfuhrbeschränkung gibt, sollen nicht die ordentlichen Gerichte, sondern eine spezielle Schiedsstelle für Handelsfragen zuständig sein.
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