Krise bei RWE verschärft sich - Kein Unternehmensbereich ist sicher
Die Krise des Energiekonzerns RWE verschärft sich. "RWE befindet sich in einer äußerst schwierigen Lage. Keiner unserer Unternehmensbereiche ist mehr sicher. Dies gilt für den gesamten Konzern", heißt es einem Papier, das der RWE-Vorstand nun an seine Führungskräfte verteilte und das der "Rheinischen Post" vorliegt. "Unser Verschuldungsgrad ist eine schwere Belastung, die unsere Möglichkeiten erstickt." Das Papier war Basis für das Treffen von 1500 Führungskräften am Dienstag und Mittwoch in Essen und an ausländischen Standorten. Dort schworen RWE-Chef Peter Terium und die Vorstände die Führungskräfte auf den Konzern-Umbau und die Devise "We are RWE" ein.
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Der Weltmarktführer für Bremsbeläge, TMD Friction, wird seine Produktion in Leverkusen Ende 2017 stilllegen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Durch die Entscheidung fallen am Standort mehr als 500 Arbeitsplätze weg. Damit reduziert einer der wichtigsten industriellen Arbeitgeber am Ort seinen Personalbestand um mehr als die Hälfte. Rund 420 Jobs von TMD bleiben in Leverkusen in der Entwicklungsabteilung, dem Prüffeld für neue Beläge und im Hauptquartier der Deutschland-Niederlassung bestehen. Die Herstellung soll dann im Essener Werk gebündelt werden. Es solle zum modernsten Produktionsstandort der Welt ausgebaut werden, sagte Berthold Schlinge, Geschäftsführer der Leverkusener Niederlassung. 53 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Schlinge aus: "Wir brauchen die Mitarbeiter", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger".