Demographie zur Wachstumsbremse - Deutschland braucht schlüssiges Konzept
Schon in wenigen Jahren wird sich die Demographie spürbar dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken, prognostiziert der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht. Es sei davon auszugehen, dass sich das Trendwachstum in Deutschland von bislang 1,25 Prozent pro Jahr auf rund 1 Prozent in 2020 und 0,5 Prozent in 2030 verringern wird. "Der langfristige Rückgang des Wachstums kann zwar nicht gestoppt, aber gebremst werden. Hier ist die Politik gefordert, der demographischen Alterung ein schlüssiges Wachstumskonzept entgegenzusetzen", betont BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin. Beschäftigungsreserven infolge des hohen Anteils der Teilzeitarbeit müssten erschlossen, Investitionshemmnisse beseitigt und die Vorteile der Digitalisierung für die Wirtschaft besser genutzt werden.
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Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legte im August um 0,7 auf 100,0 Punkte zu. Damit setzte sich der seit März 2014 andauernde Abwärtstrend nicht fort. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt nun auf der Marke, die für die nächsten drei Monate eine gleich bleibende saisonbereinigte Arbeitslosigkeit signalisiert. „Die Arbeitsagenturen rechnen momentan mit keinen wesentlichen Änderungen bei der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen", am Dienstag in Nürnberg. Eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage sei nach dem jüngsten Anstieg des IAB-Arbeitsmarktbarometers nicht zu erwarten.