SPD will mit der Bürgerversicherung die Bundestagswahl gewinnen
Die SPD will die Bundestagswahl zur Abstimmung über die zukünftige Finanzierung der Krankenversicherung umfunktionieren. Das geht aus einem internen Strategiepapier der Bundesparteizentrale hervor, das der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt. Das Eintreten der Ärzteverbände für das von Schwarz-Gelb favorisierte Modell einer "Kopfpauschale" rücke die Systemfrage zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung wieder in den Vordergrund, heißt es darin. "Diese Polarisierung nutzt der SPD." Die Bürgerversicherung sei die einzige "mehrheitsfähige Reformalternative". Eine aktuelle Umfrage zeige, dass die Zwei-Klassen-Medizin das dominante Thema der Bürger im Bereich Gesundheit sei. Die Politik von Union und FDP zur Stützung der Privaten Krankenversicherung sei eine Minderheitenposition, argumentieren die Strategen im Willy-Brandt-Haus.
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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat seine Kabinettskollegin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung noch vor der Bundestagswahl aufgefordert. "Jetzt wird es Zeit, dass die Bundesjustizministerin handelt, um Schaden von Deutschland abzuwenden", sagte Friedrich der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Mit dem Urteil für Schweden sind jetzt auch Strafzahlungen für Deutschland näher gerückt", sagte Friedrich mit Blick auf die von der EU-Kommission verhängte Millionenstrafe an Schweden wegen der verspäteten Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung müsse umgesetzt werden.