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Wirtschaft

3 wesentliche Aspekte bei der Expansion Ihres Industrieunternehmens

Als Inhaber eines Industrieunternehmens sind Sie sich der Herausforderungen bewusst, die die ersten Geschäftsjahre mit sich bringen. In der Anfangsphase sind erhebliche Investitionen in Betriebsmittel und Spezialmaschinen notwendig, um sicherzustellen, dass Sie Produkte in ausreichender Menge und Qualität herstellen können. Zudem benötigen die meisten Industriebetriebe adäquate Räumlichkeiten für den Betrieb und die Lagerung von Materialien oder Vorräten. Kurzum, die ersten Geschäftsjahre erfordern in vielen Industriezweigen einen beträchtlichen Kapitaleinsatz.

Expansion Ihres Industrieunternehmens Symbolbild
Expansion Ihres Industrieunternehmens Symbolbild

Nach einigen erfolgreichen Geschäftsjahren mit stabilen Einnahmen und regelmäßigen Aufträgen können Expansionspläne in Betracht gezogen werden. In dieser Phase muss das Unternehmen entscheiden, in welche Richtung die Expansion erfolgen soll.

Sollte das Unternehmen seine Aktivitäten diversifizieren, um neue Kunden oder Märkte anzusprechen? Gibt es Möglichkeiten, zusätzliche Betriebsstätten in neuen Gebieten zu eröffnen, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren? In diesem Artikel werden drei wesentliche Aspekte diskutiert, die Ihnen bei der Entscheidung zur Expansion Ihres Industrieunternehmens Orientierung und Klarheit bieten.

1. Investieren Sie in die passende Ausrüstung

In vielen Industriezweigen sind Investitionen in zusätzliche Ausrüstung ein zentraler Baustein der Unternehmensexpansion. Sie können dazu beitragen, die Produktionskapazität oder das Spektrum der Unternehmensaktivitäten zu erweitern und können auch bei der Diversifizierung in andere Industriebereiche hilfreich sein. Wenn Ihr Unternehmen beispielsweise in der Schifffahrtsbranche tätig ist, aber plant, seine Aktivitäten zu diversifizieren und in den Markt für die Verladung von Flüssigkeiten, Gasen und Chemikalien auf Tanker und Transporter einzusteigen, wird eine Investition in spezielle Ausrüstung erforderlich sein.

Um diese Prozesse sicher zu gestalten, werden in der Regel Verladearme und andere Versandgeräte benötigt. Es ist von entscheidender Bedeutung, eine geeignete Ausrüstung auszuwählen, die beim Verladen ätzender oder gefährlicher Stoffe effektiv funktioniert. Unternehmen sollten sich an Spezialisten auf diesem Gebiet wenden, wie z. B. Emcowheaton, um den richtigen Verladearm für die geplanten Aufgaben zu ermitteln.

Diese Fachleute können mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ausrüstung sicher und effizient für die gewünschte Aufgabe und die zu transportierenden Materialien arbeitet. In dieser Art von Industrie sind spezielle Geräte für die Durchführung solcher Prozesse unerlässlich und es ist ratsam, mehrere Angebote von seriösen Anbietern einzuholen.

2. Anstellung von qualifizierten Führungskräften

Bei einer geplanten Expansion müssen neue Mitarbeiter eingestellt werden, um die industriellen Prozesse zu übernehmen und die Kapazität des Betriebs zu erhöhen. Qualifizierte Führungskräfte werden in Aufsichts- und Planungspositionen benötigt, um sicherzustellen, dass die neuen Prozesse effizient, sicher und effektiv durchgeführt werden.

Diese können intern, durch die Beförderung von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen, die eine Eignung für höhere Aufgaben zeigen, oder durch die Rekrutierung aus einem externen Kandidatenpool gewonnen werden. Unabhängig von der Methode zur Rekrutierung neuer Führungskräfte ist es wichtig, dass sie umfangreiche und branchenspezifische Führungsentwicklungsprogramme durchlaufen.

Durch diese Programme erwerben sie die Fähigkeiten, die sie benötigen, um die gesamte Belegschaft zu motivieren und zu führen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die industriellen Prozesse effizient und sicher bleiben. Effektive Führungskräfte können dazu beitragen, das Beste aus allen Mitarbeitern herauszuholen, und können als Mentoren fungieren, die die nächste Generation von Führungskräften in der Industrie heranziehen.

3. Internationale Möglichkeiten berücksichtigen

Die Ausweitung im Industriesektor eröffnet häufig die Chance, neue Betriebsstätten in anderen Ländern zu gründen. Dies kann dazu dienen, vorteilhaftere Handelskonditionen zu nutzen oder Zugang zu hochqualifizierten Arbeitskräften zu gewinnen. Jedes wachsende Unternehmen sollte internationale Expansionsmöglichkeiten in Betracht ziehen, wenn dadurch ein Nutzen entsteht oder ein bisher unerschlossener Markt zugänglich gemacht werden kann.

In solchen Situationen kann es vorteilhaft sein, mehrsprachige Mitarbeiter zu beschäftigen. Dies stellt sicher, dass eine effektive Kommunikation im Ausland stattfinden kann und keine Schwierigkeiten mit kulturellen oder sprachlichen Faktoren entstehen. Industrieunternehmen sollten gründliche Untersuchungen und Marktanalysen durchführen, um zu ermitteln, ob eine Auslandsexpansion rentabel ist und das stetige Wachstum ihrer Geschäftsaktivitäten unterstützt.

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Was sind die besten Geschäftskonten, die ein neu gegründetes Unternehmen haben kann?

Geschäftskonto Symbolbild
Geschäftskonto Symbolbild

Ein Geschäftskonto ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg eines neu gegründeten Unternehmens. Es dient nicht nur der Trennung von Geschäfts- und Privatfinanzen, sondern kann auch entscheidende Funktionen wie Buchhaltung, Rechnungsstellung und sogar Budgetplanung erleichtern. Aber welches Konto ist das richtige für Ihr Unternehmen? In diesem Artikel untersuchen wir einige der besten Optionen auf dem Markt.

Warum ein spezielles Geschäftskonto?

Bevor wir zu den einzelnen Kontooptionen kommen, sollten wir klären, warum ein spezielles Geschäftskonto und nicht ein reguläres Privatkonto verwendet werden sollte. Ein Geschäftskonto gibt Ihrem Unternehmen nicht nur einen professionellen Anstrich, sondern hilft auch dabei, geschäftliche von privaten Transaktionen zu trennen. Dies ist insbesondere für die Steuererklärung und für das finanzielle Reporting von Bedeutung.

Kriterien für die Auswahl des besten Geschäftskontos

Es gibt einige Schlüsselfaktoren, die bei der Auswahl eines Geschäftskontos zu berücksichtigen sind. Dazu gehören:

  • Gebührenstruktur
  • Online-Banking-Funktionen
  • Kundenservice
  • Zusätzliche Dienstleistungen wie Kreditkarten oder Kredite

Top-Empfehlungen für Geschäftskonten

Traditionelle Banken: Für diejenigen, die Wert auf Face-to-Face-Beratung legen

Traditionelle Banken wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank bieten umfangreiche Geschäftskonten an, die vor allem durch persönliche Beratung und ein großes Filialnetz punkten. Oft bieten diese Banken auch umfassende Dienstleistungen, von der Geschäftskreditkarte bis hin zum Firmenkredit.

Online-Banken: Flexibilität und geringe Kosten

Für Unternehmer, die keine Filialen benötigen und Wert auf Flexibilität und geringe Kosten legen, sind Online-Banken wie N26 oder Fidor eine gute Wahl. Diese Banken bieten oft kostenfreie Kontoführung und geringe Transaktionskosten. Darüber hinaus lassen sich die meisten Transaktionen bequem über eine App erledigen.

Spezialisierte Geschäftsbanken: Speziallösungen für Nischenbedürfnisse

Manchmal hat ein Unternehmen spezielle Anforderungen, die durch ein Standardgeschäftskonto nicht abgedeckt werden können. In diesen Fällen kann eine spezialisierte Geschäftsbank wie Holvi sinnvoll sein, die sich auf die Bedürfnisse von Freelancern und kleinen Unternehmen konzentriert.

Vergleich und Bewertung: Orientierung im Finanzdschungel

Natürlich ist es auch ratsam, unabhängige Bewertungen zu Finanzdienstleistungen heranzuziehen, um die optimale Wahl für Ihr Unternehmen zu treffen. Diverse Vergleichsportale und Fachmagazine bieten umfassende Übersichten und Erfahrungsberichte z.B. Finom Erfahrungen zu verschiedenen Geschäftskonten.

Zukunftsorientierte Features: Ein Blick auf technologische Integration

In einer immer mehr digitalisierten Geschäftswelt spielen auch technologische Features eine wachsende Rolle bei der Auswahl eines Geschäftskontos. Einige Banken bieten inzwischen integrierte Buchhaltungssoftware oder Schnittstellen zu bestehenden Systemen wie SAP oder QuickBooks an. Das ermöglicht eine automatisierte Abwicklung von Rechnungen, Steuerberechnungen und anderen finanziellen Prozessen. Ein Konto, das sich nahtlos in Ihre bestehende Technologielandschaft einfügt, kann erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen mit sich bringen. Es lohnt sich also, auch diesen Aspekt bei der Wahl des richtigen Geschäftskontos zu berücksichtigen.

Abschließende Gedanken

Die Wahl des richtigen Geschäftskontos kann einen signifikanten Einfluss auf den finanziellen Erfolg Ihres Unternehmens haben. Während traditionelle Banken durch persönliche Beratung und umfassende Dienstleistungen überzeugen, bieten Online-Banken oft günstigere Konditionen und mehr Flexibilität. Je nach individuellen Anforderungen kann auch eine spezialisierte Geschäftsbank die beste Lösung sein. Wichtig ist, dass Sie die verschiedenen Optionen sorgfältig abwägen und auch unabhängige Bewertungen in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. So stellen Sie sicher, dass Sie ein Konto wählen, das den Bedürfnissen Ihres Unternehmens am besten entspricht.

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Leibniz debattiert - Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Am 19. September diskutieren in der Reihe „Leibniz debattiert“ Expertinnen
und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz über nachhaltige
Ressourcennutzung. Die virtuelle Diskussion beginnt um 12 Uhr.

Der Deutsche Erdüberlastungstag („Earth Overshoot Day“), fiel in diesem
Jahr auf den 4. Mai. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben und
wirtschaften würden wie wir in Deutschland, wäre bereits an diesem Tag das
Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen für das gesamte Jahr
aufgebraucht. Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft kann einen wichtigen
Beitrag leisten, damit wir künftig nicht mehr über unsere Verhältnisse
leben.

Wie kann es uns gelingen, den Ressourcenverbrauch entscheidend zu
reduzieren? Welche Lösungsansätze für eine Kreislaufwirtschaft gibt es
bereits? Wie können uns neue Technologien dabei helfen? Zur virtuellen
Debatte über diese Fragen laden wir ein:

Leibniz debattiert - Nachhaltige Kreislaufwirtschaft
19. September 2023
12-13 Uhr virtuell

Darüber debattieren:
• Matthias Beller, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für
Katalyse (LIKAT) und Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft
• Claas Oehlmann, Geschäftsführer BDI-Initiative Circular Economy Umwelt,
Technik und Nachhaltigkeit, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
• Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal und ehemaliger
Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie
• Rebecca Tauer, Leiterin des Circular Economy Programms beim World Wide
Fund For Nature (WWF)

Bettina Böhm, Generalsekretärin der Leibniz-Gemeinschaft, wird die
Veranstaltung eröffnen.

Es moderiert Jule Reimer, Journalistin in der Programmabteilung Wirtschaft
und Gesellschaft des Deutschlandfunks.

Bitte registrieren Sie sich hier für eine Teilnahme an der Online-
Veranstaltung:
<https://leibniz-
gemeinschaft.zoom.us/webinar/register/WN_EBHvSG7kTBuEg0unDiHbgg#/registration>

Informationen zur Veranstaltung unter:
<https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/veranstaltungen
/veranstaltungen-single/event/leibniz-debattiert-nachhaltige-

kreislaufwirtschaft-2023-09-19-12-00>

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 - 471
Mobil: 0174 / 310 81 74
<herbort@leibniz-gemeinschaft.de>

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 eigenständige
Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den
übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten
wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte
Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im
Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und
informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-
Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen   u.a. in
Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen
Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und
unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen
Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft
gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen,
darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das
Finanzvolumen liegt bei zwei Milliarden Euro.
<www.leibniz-gemeinschaft.de>

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Kiel Trade Indicator 08/23: Welthandel belebt sich, Russlands Hafenaktivität fast auf Vorkriegsniveau

Der weltweite Handel zeigt im August eine recht deutliche Gegenbewegung zu
den schwachen Sommermonaten. Die Werte des Kiel Trade Indicator für den
Welthandel und auch für den Handel großer Volkswirtschaften liegen
allesamt im grünen Bereich und zeigen teilweise deutliche Steigerungen
gegenüber dem Vormonat Juli an (preis- und saisonbereinigt). In Russlands
Häfen steigt die Anzahl ankommender Containerschiffe sprunghaft an und
liegt trotz Sanktionen und einem schwachen Rubel fast auf dem Niveau vor
Ausbruch des Krieges. Der Stau vor dem Panamakanal ist für den globalen
Warenhandel von geringer Bedeutung.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator weist für den Welthandel
im August im Vergleich zum Vormonat Juli ein Plus von 0,9 Prozent aus
(preis- und saisonbereinigt).

Für Deutschland liegen die Augustwerte sowohl für Exporte (+1,8 Prozent)
als auch Importe (+1,5 Prozent) recht eindeutig im Plus. „Die Zahlen
weisen auf eine Erholung im deutschen Handel hin, nachdem das Statistische
Bundesamt unlängst für die Juli-Exporte noch einen Rückgang vermeldet
hatte. Im Gegensatz zum Kiel Trade Indicator sind die Werte allerdings
nicht inflationsbereinigt. Ob deutsche Exporte wirklich eine Trendwende
vollziehen, bleibt abzuwarten. Durch die schwache globale Konjunktur ist
der Bedarf nach neuen deutschen Maschinen und anderen Investitionsgütern
eher rückläufig“, sagt Vincent Stamer, Leiter Kiel Trade Indicator.

Auch die Vorzeichen für den EU-Handel sind positiv, Exporte (+2,6 Prozent)
liegen spürbar, Importe (+0,6 Prozent) leicht im Plus. Für die USA zeigt
der Kiel Trade Indicator bei Exporten (+1,8 Prozent) und Importen (+0,6
Prozent) nach oben. Auch China dürfte im August mehr Waren handeln als im
Juli, wobei die Exporte (+5,8 Prozent) einen weitaus größeren Sprung
machen dürften als die Importe (+0,5 Prozent), die sich nur leicht über
dem Vormonatsniveau bewegen.

Die insgesamt positiven Augustzahlen für den globalen Handel werden auch
durch Zahlen zu verschifften bzw. im Stau stehenden Waren unterstützt. Die
Menge an verschifften Standardcontainern steigt im August leicht auf fast
14 Millionen, der davon im Stau befindliche Anteil sinkt auf rund 7,5
Prozent, was im historischen Maßstab nicht ungewöhnlich ist.

Dabei hat der Stau vor dem Panamakanal für den globalen Warentransport
praktisch keine Auswirkungen, nur 0,5 Prozent der weltweiten
Frachtkapazität stecken dort fest. „Nur ein Bruchteil der weltweiten
Containerflotte ist durch das Niedrigwasser im Panamakanal beeinträchtigt.
Das liegt einerseits daran, dass aufgrund von Dimensionsbeschränkungen der
Schleusen die größten Containerriesen den Kanal ohnehin nicht ansteuern,
zum anderen werden wartende Containerschiffe von der Kanalbehörde bei der
Abwicklung bevorzugt, so dass vor allem Chemie-, LNG-, oder Öltanker
feststecken“, so Stamer.

Aktivität in Russlands Häfen nähert sich Vorkriegsniveau

Überraschend hoch ist die Aktivität in Russlands Häfen. Erstmals seit dem
Ausbruch des Ukrainekriegs nähert sich die gelöschte Warenmenge der drei
größten russischen Containerhäfen St. Petersburg, Wladiwostok und
Noworossijsk wieder den Werten von vor Ausbruch des Krieges an.

Insbesondere Ankünfte im bedeutendsten Containerhafen Russlands, St.
Petersburg, waren zwischenzeitlich um 90 Prozent eingebrochen und stiegen
in den vergangenen Wochen sprunghaft an. „Woher die Güter stammen, ist
anhand der Containerschiffsbewegungen nicht zweifelsfrei zu bestimmen,
jedoch scheint Russland wieder mehr und mehr am Welthandel teilzuhaben.
Aufgrund der Sanktionen der westlichen Nationen und des sinkenden
Rubelwertes ist diese Entwicklung ernüchternd“, so Stamer.

Die nächste Aktualisierung des Kiel Trade Indicator erfolgt am 5. Oktober
(mit Medieninformation für die Handelsdaten im September 2023).

Weitere Informationen zum Kiel Trade Indicator und die Prognosen für alle
75 Länder finden Sie auf www.ifw-kiel.de/tradeindicator (https://www.ifw-
kiel.de/de/themendossiers/internationaler-handel/kiel-trade-indicator/).

Über den Kiel Trade Indicator

Der Kiel Trade Indicator schätzt die Handelsflüsse (Im- und Exporte) von
75 Ländern und Regionen weltweit sowie des Welthandels insgesamt. Im
Einzelnen umfassen die Schätzungen über 50 Länder sowie Regionen wie die
EU, Subsahara-Afrika, Nordafrika, den Mittleren Osten oder Schwellenländer
Asiens. Grundlage ist die Auswertung von Schiffsbewegungsdaten in
Echtzeit. Ein am IfW Kiel programmierter Algorithmus wertet diese unter
Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz aus und übersetzt die
Schiffsbewegungen in preis- und saisonbereinigte Wachstumswerte gegenüber
dem Vormonat.

Die Auswertung erfolgt zweimal im Monat. Um den 20. (ohne Pressemeldung)
für den laufenden und den folgenden Monat und um den 5. (mit
Pressemeldung) für den vergangenen und den laufenden Monat.

An- und ablegende Schiffe werden dabei für 500 Häfen weltweit erfasst.
Zusätzlich werden Schiffsbewegungen in 100 Seeregionen analysiert und die
effektive Auslastung der Containerschiffe anhand des Tiefgangs gemessen.
Mittels Länder-Hafen-Korrelationen können Prognosen erstellt werden, auch
für Länder ohne eigenen Tiefseehafen.

Der Kiel Trade Indicator ist im Vergleich zu den bisherigen
Frühindikatoren für den Handel deutlich früher verfügbar, deutlich
umfassender, stützt sich mit Hilfe von Big Data auf eine bislang
einzigartig große Datenbasis und weist einen im Vergleich geringen
statistischen Fehler aus. Der Algorithmus des Kiel Trade Indikators lernt
mit zunehmender Datenverfügbarkeit dazu (machine learning), so dass sich
die Prognosegüte im Lauf der Zeit weiter erhöht.

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